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Reiseberichte USA

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Alt 22.10.2010, 14:45   Neu England Rundreise September 2010 Beitrag #1
Irina0815
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Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 10
Neu England Rundreise September 2010

Nachdem wir im letzten Jahr eine Rundreise an der Westküste der USA gemacht haben, sollte es in diesem Jahr die Ostküste sein. Als Reisezeit wählten wir den Herbst, wegen der berühmten bunten Blätter. Die Reise stellten wir mit Hilfe einer von irgendeinem Reiseveranstalter angebotenen Individualreise - die uns vom Aufbau eigentlich gut gefiel - und mit Hilfe der vielen Reiseinformationen aus diesem Forum zusammen. An der Reiseplanung weiterhin beteiligt waren der Reise-Know-How Reiseführer USA- Der Osten, der Dumont Reiseführer Neuengland und der National-Geographic Reiseführer Boston und Umgebung. Den Dumont-Reiseführer möchte ich hier als besonders empfehlenswert hervorheben. Den Flug haben wir lange im Voraus zu einem Sparpreis von 920,- Euro bei Air Lingus gebucht. Dafür war die Gepäckmitnahme auf je ein Gepäckstück und 20 kg begrenzt. Da konnten wir aber gut mit leben. Den Mietwagen hatten wir über Internet bei Budget gebucht zum sensationellen Preis von 290 Euro. Bei den Unterkünften war von vorne herein klar, dass es sich um eine preiswerte Motel Variante handeln sollte. Wie buchten im Voraus von Deutschland aus alle Unterkünfte über Internet vor. Der Preisrahmen lag zwischen 40,- und 80,- Euro die Nacht pro Zimmer, so dass wir insgesamt auf Übernachtungsausgaben in Höhe von 950,- Euro kamen, wobei an 11 Tagen bereits ein Continentales Frühstück und an einem Tag sogar ein komplettes Frühstück im Preis inbegriffen waren. Für Flug, Mietwagen und Übernachtungen zahlten wir für zwei Personen also gerade mal 2170,- Euro …. Für die Mietwagenrundreise an der wir uns orientierten hätte der Anbieter günstigstenfalls 1500,- Euro pro Person OHNE FLUG verlangt. Sicherlich hatte der Veranstalter auch preislich höherwertige Hotels in seinem Programm, aber wir waren von dem Preis-Leistungsverhältnis der von uns geplanten Reise hoch zufrieden.

Die Route (Übernachtungsstopps) war Boston (MA) – Portland (ME) – Bar Harbor (ME) – Gorham (NH) – Lincoln (NH) – Killington (VT) – Williamstown (MA) – Hyannis (MA).



Bei der Route hatten wir uns absichtlich nur auf diesen räumlich recht eng begrenzten Bereich konzentriert. Niagarafälle, New York o.ä. wie in vielen anderen Reiseberichten mit dem Thema Neuengland gelesen, hätte man sicherlich auch ins Programm aufnehmen können, wollten wir aber nicht. Wir wollten Neu England pur.
Irina0815 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2010, 14:49   Neu England Rundreise September 2010 Beitrag #2
Manu-Ela Frau
macht was sie will
 
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Registriert seit: 18.12.2009
Ort: am perfekten
Beiträge: 7.151
Hallo!

Na, dann mal los.... ich freue mich!!! aber besonders auf den Bericht über Hyannis... war noch im Juni dort.

Geändert von Manu-Ela (22.10.2010 um 14:55 Uhr)
Manu-Ela ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.10.2010, 14:53   Neu England Rundreise September 2010 Beitrag #3
Irina0815
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Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 10
Los gehts

Freitag 24.09.2010 Anreise nach Boston/MA
Morgens am 24.09. geht’s mit Air Lingus von Düsseldorf aus los nach Bosten mit einem Zwischenstopp in Dublin. Der Aufenthalt in Dublin am Flughafen dauert ca. 3 Stunden und wir nutzten die Zeit, schon mal in die USA einzureisen. Hört sich komisch an, ist aber so. Nach einem Sicherheitscheck und dem Ausfüllen einer Zoll-Erklärung begeben wir uns in einen abgetrennten Bereich im Untergeschoss des Flughafens. Hier stehen wir zusammen mit anderen USA-Reisenden Schlange bis wir nach ca. 45 Minuten warten, an den Schalter eines amerikanischen Beamten der Einreisebehörde kommen, der uns mit den Worten: Welcome to the United States of America!“ begrüßt. Wir wundern uns, geben aber bereitwillig unsere Fingerabdrücke ab und lassen uns fotografieren. Wir dürfen Einreisen. Nachdem wir wenig später im Flugzeug Platz genommen habe erfahren wir, dass wir jetzt noch ca. 60 Minuten auf einen verspäteten Flug aus Barcelona warten müssen…. Wir warten tatsächlich fast eine Stunde, können die verlorene Zeit auf dem Flug nach Bosten aber fast wieder vollständig aufholen. Wir landen fast planmäßig mit nur 10 Minuten Verspätung gegen 16:10 Uhr Ortszeit in Boston. Das Gepäck kommt erfreulich schnell und wir verlassen das Flughafengebäude, ohne irgend welche weiteren Kontrollen oder Formalitäten. Erst jetzt kann ich wirklich glauben, dass wir bereits im Flughafen in Dublin in die USA eingereist sind.

Wir fahren mit dem Bus zur Mietwagenstation von Budget und erhalten hier unser reserviertes Auto. Einen Kia. Das Navi angeworfen und los geht’s zum ersten Hotel dem Rodeway Inn in Revere/Boston. Nördlich des Flughafens bereits auf der Route der Rundreise am Ende der U-Bahn-Linie, so dass wir weder bei unserer Ankunft noch am nächsten Tag in die Verlegenheit kommen, mit dem Auto direkt nach Boston fahren zu müssen.

Das Rodeway Inn liegt wirklich direkt am Straßenrand und ist ziemlich laut, ansonsten aber ok. An der Rezeption bekommen wir gesagt, dass wir unmöglich von hier aus zur U-Bahn Haltestelle laufen könnten, weil diese mindestens ½ Meile entfernt ist, dass es aber einen kostenlosen Shuttelservice geben würde. Heute Abend kommt aber weder das eine noch das andere mehr für uns in Frage. Nach einem kurzen Bummel durch das nicht sehr belebte Revere gehen wir früh zurück aufs Zimmer und fallen todmüde ins Bett.
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Alt 22.10.2010, 15:06   Neu England Rundreise September 2010 Beitrag #4
Irina0815
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Beiträge: 10
Boston, Wiege der Freiheit

Samstag 25.09.2010 Boston
Am nächsten Morgen sind wir früh wach. Bei einem Kaffe im Zimmer checken wir den Wetterkanal und freuen uns auf die angekündigten 30 Grad Celsius und strahlenden Sonnenschein in Boston City. Wir laufen ca. 15 Minuten zur U-Bahn Haltestelle und ziehen dort am Fahrscheinautomat zwei Charlie-Tageskarten. Und los geht’s: Boston, die „Wiege der Freiheit Amerikas". Wir steigen aus der U-Bahn und sind schon beim ersten Anblick der Stadt begeistert. Auf der einen Seite findet man kopfsteingepflasterte Gassen, Kirchen und rote Backsteinhäuser. Auf der anderen Seite beeindrucken uns die Fassaden spiegelverglaster Hochhäuser und moderne Geschäftsstraßen. Boston stellt wirklich eine schöne Mischung aus Alt und Neu dar.

Nach einem kurzen Frühstück wandeln wir entlang des Freedom-Trails durch die Bostoner Innenstadt. Praktische Sache mit der roten Linie. Das Wetter ist herrlich, die Stadt ist toll und wir sind durch und durch begeistert. Wir fotografieren viel und verlassen ab und zu mal die rote Linie um uns auch etwas Abseits des vorgegebenen Weges ein wenig umzuschauen.

Am Ende des Trails bei einem verdienten Kaltgetränk planen wir mit Blick auf die U.S.S. Contitution den weiteren Tagesverlauf. Wir wollen unser Mittagessen in Havard einnehmen und anschließend einen Blick über die Stadt vom Prudential Tower aus werfen.

Mit der U-Bahn geht’s nach Cambridge. Wir finden ein nettes Lokal und nehmen eine erste echte Amerikanische Burger-Mahlzeit zu uns. Anschließend erkunden wir die Außenanlagen von Havard. Studenten liegen auf den Wiesen zwischen den altehrwürdigen Gebäuden und lassen sich im Schatten der Bäume noch einmal den anstrengenden Unterrichtsvormittags durch den Kopf gehen. Fast so schön wie das Ambiente der FH Bielefeld. Wenn mir einer gesagt hätte ich müsste hier in Harvard studieren, wäre ich auch nicht traurig gewesen. Ich hätte also zumindest gerne ein Foto von mir vor einem Schild auf dem etwas wie Harvard University steht. Wir sichten alle Tore, Ein- und Ausgänge. Nichts zu machen. Ich bekomme ein Foto mit einem Eingangstor, ohne richtiges Schild.



Zurück in die U-Bahn und auf zum Prudential Tower. Bis zum Umsteigen verläuft die Fahrt reibungslos. Zum Prudential Tower führt die grüne Linie von der es eine A, B, C und D Route gibt. Es fährt alle drei Minuten eine Bahn der grünen Linie vor, aber nicht die gewünschte A-Route. Nach 20 Minuten warten fährt ein Wagen der gewünschten A-Route vor. Ich habe mal einen Bericht über U-Bahn-Fahren in China gesehen, wo es extra Personal gibt, das dafür zuständig ist, möglichst viele Personen in einen U-Bahn-Wagen zu quetschen. Hier fehlt lediglich das zuständige Personal – das übernehmen die Fahrgäste hier selbst. Wir lassen den Wagen fahren und warten weitere 20 Minuten. Der nächste Wagen ist zwar auch voll, aber kein Vergleich zu dem ersten. Wir versuchen also unser Glück und rein geht’s ins Vergnügen. Zum Glück dauert die Fahrt nicht lange .

Im Tower angekommen fahren wir hoch zur Aussichtsplattform. Ich finde den Eintrittspreis von 12$ pro Person ein bisschen unverschämt, aber jetzt wo wir schon mal da sind… Man hat vo n hinter nicht ganz optimal geputzten Fenstern aus einen schönen Rundumblick auf Boston. Wir können trotzdem ganz schöne Fotos schießen. Wir erkennen einige Plätze und Gebäude, die wir uns schon am Morgen angeschaut hatten wieder. Bei dem herrlichen Wetter hat man auch eine tolle Weitsicht. Wir bleiben eine knappe Stunde und machen uns dann wieder auf den Rückweg.


Wir fahren zurück zur Innenstadt. Jetzt am Nachmittag ist die Innenstadt sehr belebt. Die Straßencafes und -bars rund um Quincy Market und Faneuil Hall sind gut besucht. Wir finden ein Plätzchen an der Bar und lassen den Nachmittag hier bei einem Bier ausklingen. Wir überlegen, ob wir den Abend noch in der Bostoner Innenstadt verbringen, sind aber echt geschafft und beschließen so langsam zurück zum Hotel zu fahren. Wir nehmen noch ein Abendessen in einem Chinarestaurant in der Nähe unseres Hotels ein und fallen wenig später bereits todmüde ins Bett. Ich glaube es reicht nicht mal mehr zum Fernsehen, so schnell sind wir eingeschlafen.
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Alt 22.10.2010, 18:29   Neu England Rundreise September 2010 Beitrag #5
Irina0815
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Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 10
Sonntag 26.09.2010 Boston - Portland/ME

Wir sind wieder früh auf und es geht auch dementsprechend früh los in Richtung Salem, das als nächstes auf unserer Route steht. Es ist Sonntags morgens und in Salem ist noch absolut nichts los. Dafür ist das Parken am Sonntag umsonst. Auch hier gibt’s eine rote Linie der wir folgen. Sie führt uns zunächst zum Hafen, wo auch die Fähre aus Boston anlegt, und zum anderen zum berühmten Sieben Giebel Haus, von dem ich vor meinen Reisevorbereitungen noch nie im Leben etwas gehört habe.

Anschließend gehen wir erst einmal in Ruhe Frühstücken und warten darauf, dass der Rest von Salem erwacht. Ab 09:30 Uhr füllen sich die Straßen ein wenig mit Leben und wir ziehen ebenfalls wieder los. Der Rest von Salem, den wir der roten Linie folgend erkunden, ist geprägt vom Hexenwahn. 1692/93 wurden hier mehrere Frauen kurzerhand zu Hexen erklärt und im allgemeinen Anfall von Massenwahn kurzerhand verbrannt. Heute liegt der Hexenwahn nicht mehr im Verbrennen, sondern im Vermarkten der selbigen. Ein Hexen-Museum jagt das nächste und an jeder Ecke finden sich Geschäfte mit Mystery- und Gruselaccessoires. Salem ist eigentlich ein hübsches Städtchen, hat aber außer der Erinnerung an die schlimme Geschichte nicht viel zu bieten. Wenn es sowieso auf dem Weg liegt, kann man hier sicherlich stoppen und ein wenig Zeit verbringen. Einen Umweg dafür würde ich nicht fahren.

Um 10:30 Uhr setzen wir unsere Reise fort. Es geht die 127 entlang über Manchester-by-theSea nach Gloucester, wo wir uns ein wenig die Beine vertreten und uns die Gedenktafeln der auf See gebliebenen Seeleute und die Statur des „Man at the Wheel“ anschauen.

Wir folgen der Küstenstraße weiter und wir gelangen nach Rockport. Wir schlendern durch eine schnuckelige Laden und Restaurantstraße. Ungefährt so stelle ich mit die Winkelgasse aus den Harry Potter Romanen vor. Alles ein bisschen windschief und veraltet, aber trotzdem mit spannenden Geschäften und Schaufensterauslagen, in denen man neben dem üblichen Kitsch auch interessantes Kunsthandwerk findet. Ich fotografiere das im Stadtplan ausgewiesene Fotomotiv Nr. 1, eine alte Fischmarkthalle die auch in jedem Reiseführer abgebildet ist, aus 7 verschiedenen Perspektiven. Ich finde es vom Motiv her gar nicht so toll, aber irgendwie scheint das hier dazu zu gehören.

Es ist schon ca. 13:00 Uhr und es fängt an zu regnen begleitet von einem kalten Wind. Auf dem Plan hätten bis Portland eigentlich noch Ogunquit und Kennenbunkport gestanden, aber bei dem Wetter haben wir keine Lust mehr auf Spaziergänge am Strand. Wir entschließen kurzerhand ins Kittery Outlet Center zu fahren, das auf halbem Weg nach Portland liegt.

Shoppen gehört jetzt eigentlich nicht zu unseren bevorzugten Freizeitbeschäftigungen, aber wenn wir schon mal da sind….. Wir kaufen ein Paar stark reduzierte T-Shirts (es ist nämlich gerade Sommerschlussverkauf) und gelangen dann in die Kittery-Trading Post. Hier gibt es verschiedene Outdoor Ausstatter unter einem Dach. Nachdem wir uns die Wander- und Freizeitausrüstungen im Erdgeschoss angeschaut haben, gelangen wir eher zufällig in die obere Etage. Die Jagd-Abteilung. Hier gibt es aber keine grünen Lodenmäntel (eine Vorstellung die bei dem Wort Jagd direkt vor meinem inneren Auge auftauchte) sondern Waffen jeglicher Art. Das reicht von der Schleuder und Messern über Pfeil und Bogen über Jagdflinten und Gewehre bis zu Kurzwaffen jeglichen Kalibers.

Hammer! Ich trau mich kaum ein Foto zu machen, weil ich mir denke, die Gefahr erschossen zu werden ist hier sicherlich um ein Vielfaches höher als in der letzten abgelegenen Großstadtgasse bei einem Raubüberfall. Väter, die mit ihren 5 Jährigen die Gewehre anschauen und Pfeilspitzen für die Jagdpfeile auswählen, wobei man sich nicht direkt entscheiden kann ob man lieber eine Pfeilspitze kaufen soll, die nur kleine Löcher reißt und das Tier dann langsam ausbluten lässt oder lieber welche für faustgroße Löcher, damit das Viech dann auch nicht mehr einen Zentimeter weg bewegen kann. Leute, denen ich selbst am helligten Tage nicht die Tür öffnen würde, begutachten hier verschiedene 9mm Waffen, als sei es das Normalste von der Welt. Ist es hier auch. Ganz offensichtlich. Wir sind aber einigermaßen irritiert und haben einen Einblick in die amerikanische Lebensart bekommen, der für uns die schon oft verfolgte Diskussionen über das Recht auf Waffenbesitz in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Als wir aus Kittery wieder los kommen, ist es schon 18:00 Uhr. Wir fahren zum Motel nach Portland. Auf der I95 kommt zum ersten Mal unser im Mietwagen befindlicher automatischer Toll-Collector zum Einsatz. Gut, man hätte auch anhalten können und die Gebühr persönlich zahlen können, aber ich bin ja ein Technik Fan und bin von dem automatischen System ganz begeistert.

Direkt neben dem Motel in Portland ist ein Dennys bei dem wir hervorragend zu Abend essen. Voll gestopft schleppen wir uns zurück aufs Zimmer. Für den Abend war eige ntlich noch die Portland-Besichtigung vorgesehen, aber wir können uns einfach nicht mehr aufraffen.

Im Nachhinein tut es mir ein bisschen leid, dass wir uns die Stadt gar nicht mehr angeschaut haben, aber in dem Moment haben wir es einfach nicht mehr geschafft und schließlich waren wir ja auch im Urlaub und wollte uns ein bisschen erholen und uns nicht auspowern.

Irina0815 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.10.2010, 14:13   Neu England Rundreise September 2010 Beitrag #6
Irina0815
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Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 10
Montag 27.09.2010 von Portland/ME nach Bar Harbor/ME

Am nächsten Morgen geht’s los in Richtung Bar Harbor. Auf dem Weg dahin haben wir einen Zwischenstopp in Popham Beach eingeplant. Vom Reiseführer als einer der schönsten Strände Maines angepriesen. Bei Brunswick verlassen wir die Interstate 295 und fahren die Route 1 entlang. Ich suche den Popham Beach im Navigationsgerät und wir lassen uns führen. Von Bath weiter über kleine gewundene Sträßchen an Siedlungen vorbei, die teilweise nur aus zwei oder drei Häusern bestehen. Zwischendurch wundere ich mich mal, warum wir eigentlich auf der 127 fahren, wo der Reiseführer doch von der 209 spricht, aber von solchen Kleinigkeiten lassen wir uns den Blick auf die herrliche Landschaft und unberührte Natur nicht trüben. Als das Navi verkündet, dass wir unser Ziel erreicht haben stehen wir am Ende einer Landspitze, inmitten einer Wohnsiedlung vor einem alten Geräteschuppen und können einen Blick auf den Popham Beach werfen, der genau an der gegenüberliegenden Seite der Buch vor uns liegt. Ich denke, wir sind nur eine halbe Meile von unserem Ziel entfernt, haben aber keine Chance von hier aus an den angestrebten Beach zu kommen. Nun, es nützt ja nichts. Zurück ins Auto, zurück nach Bath und auf der 209 noch mal in Richtung Popham Beach. Weiter über kleine gewundene Sträßchen an Siedlungen vorbei, die teilweise nur aus zwei oder drei Häusern bestehen, durch herrliche Landschaften und unberührte Natur. Als wir auf den Parkplatz zum Popham Beach State Park einbiegen, fängt es an zu regnen. Perfektes Timing. Regenzeugs angezogen und ab an den Strand. Der Strand ist selbst bei Regen toll. Ein riesiger langer Sandstrand, umrandet von tief grünen Bäumen, eine kleine bei Ebbe zu Fuß zu erreichende Felsenklippe. Wie aus einem Bilderbuch entsprungen. Es ist gerade Ebbe und wir machen eine schöne Wanderung am Strand. Der Vorteil des schlechten Wetters ist, dass wir den Strand fast ganz für uns allein haben und unseren Aufenthalt dort richtig genießen können.





Es ist bereits nach 11 Uhr als wir beschließen, von hier aus direkt weiter zu fahren nach Bar Harbor, in der Hoffnung, dass das Wetter hier etwas besser sein würde. Wir stoppen unterwegs noch für einen kleinen Mittagssnack und kommen am frühen Nachmittag in Bar Harbor an. Hier soll das Anchorage Hotel unser Domizil für die nächsten drei Nächte sein. Wir bekommen ein frisch renoviertes Zimmer und richten uns hier häuslich ein. Später schlendern wir ins Dörfchen und regeln hier Organisatorisches. Nationalparkpass gekauft, Touristeninformationen eingesammelt und eine Whale Watching Tour gebucht für 54 $ pro Person gleich für den nächsten Morgen 9 Uhr.

Der Ort selbst leert sich gegen 18:30 Uhr schlagartig, als alle Kreuzfahrttouristen zurück auf ihr schwimmendes Hotel müssen, das sich im Hafen von Bar Harbor befindet. Nach einem Blick in meine Touristeninformationen stelle ich fest, dass hier jeden Tag ein Kreuzfahrtschiff anlegt und ca. 3000 Touristen in das kleine Dorf kippt. An einem Tag kommen sogar 2 Schiffe mit insgesamt 6000 Touristen. Die Touristen werden dann in einem minutiös geplanten Ablaufplan in geschätzte 60 Reisebusse gequetscht und abtransportiert zu Rundfahrten im Acadia N.P.



Wie gesagt, mit schlagartig 3000 Touristen weniger liegt das Örtchen fast friedlich in der doch noch hervorgekommenen Abendsonne. Wir essen zu Abend und genehmigen uns ein Bierchen und bereiten uns dann auf unserem Zimmer auf den nächsten Tag vor.
Irina0815 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2010, 12:51   Neu England Rundreise September 2010 Beitrag #7
Buzzdee Mann
Amerika Tourist
 
Registriert seit: 22.03.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 167
Bilder: 4
Hört sich toll an. Wir waren letztes Jahr dort.
Kommen da auch ein paar Fotos?
Buzzdee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2010, 17:12   Neu England Rundreise September 2010 Beitrag #8
Irina0815
Newbie
 
Benutzerbild von Irina0815
 
Registriert seit: 12.01.2009
Beiträge: 10
Fotos gibts auch. Habe nur manchmal Probleme mit dem HOchladen. Die Fotos bisher sieht man aber doch, oder?
Irina0815 ist offline   Mit Zitat antworten
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bar harbor, boston, neu england, white mountains

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