Hallo alle miteinander! Nachdem ich in diesem Forum schon den einen oder anderen sehr hilfreichen Tipp bekommen habe, dachte ich mir, dass ich auch einmal etwas beisteuern sollte und möchte daher nun über meinen Trip nach New York, vom 27.12.2010 bis zum 08.01.2011, berichten.
Ist zwar schon wieder etwas her, aber dank meiner studentischen Pflichten (Hausarbeit hier, Hausarbeit da), kam ich leider nicht früher dazu. Nun bin ich aber wieder auf dem Rückweg nach England ins Studentenwohnheim, sodass ich Zeit habe, zu schreiben.
Ich hoffe der Bericht gefällt euch und ihr nehmt ein paar tolle Eindrücke oder gar Tipps mit
Vorgeschichte26.12.2010: Mein Geburtstag. Morgen soll es endlich losgehen.
Zum zweiten Mal nach New York mit meinem Freund. 2009 waren wir im September bereits für 3 Tage dort, dieses Mal wollten wir die Weihnachtszeit erleben, und das sollten wir auch…mit all ihren Tücken…
In den Nachrichten sprachen alle von Schneestürmen in New York. Vielleicht könnt ihr euch noch daran erinnern…bis ca. 24.12.2010 hatten wir in Deutschland schwere Schneeverwehungen…daher verbrachte ich bereits eine Nacht am Flughafen London Stansted und konnte nicht nach Düsseldorf fliegen. Am nächsten Morgen blieb mit nur ein Flug nach Hannover, ich hatte also schon genug vom Schneetreiben und seinen Tücken.
Und jetzt das…Schneesturm in New York. Reise war komplett bezahlt, viele Extras im Voraus gebucht, Freude war riesengroß. Aber mal abwarten…vielleicht wird ja alles noch gut.
27.12.2010: Was lange währt, wird endlich gut.
Wir machen uns auf den Weg zum Köln Bonner Flughafen, von dort aus sollte es mit KLM zunächst nach Amsterdam und dann weiter zum JFK gehen. Unser Interesse galt direkt der Maschine, die ein paar Stunden vor unserer starten sollte…6 Stunden Verspätung…aber die gute Frau am Check-In-Schalter meinte, ihr wäre nichts bekannt von einer Verspätung für unseren Flug. Misstrauisch, aber doch relativ beruhigt, ging es ohne Verspätung nach Amsterdam. Dort sollten wir eine Stunde Aufenthalt haben und dann ab in den Flieger ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Eine Stunde Verspätung…geht ja noch. Aber was, wenn das hier genauso wird, wie z.B. bei der Bahn? Erst eine Stunde, dann 2, dann 3, dann 4 und wenn das 5. Lichtlein brennt…na ihr wisst schon.
Glücklicherweise, ging es tatsächlich mit einer Stunde Verspätung in die Luft.
Zeit für einen Exkurs zum Thema "Service von KLM"…
Über die Beinfreiheit in der Economy Class brauche ich glaube ich nichts zu sagen, die ist immer zu eng bemessen, aber wir sind damit recht gut zurecht gekommen. Was das Entertainment Angebot angeht, so kann ich nur sagen: perfekt. Zahlreiche neue Kinofilme, Spiele (z.B. Tetris), die man auch gegen andere Reisende spielen konnte, Serien, Musik etc. waren im Angebot. Man konnte sich dieses auch vorher bereits auf der KLM Homepage ansehen. Jeder Passagier hatte seinen eigenen Bildschirm im Sitz vom Vordermann integriert und eine eigene Fernbedienung. Zum Essen: „schmecken“ ist was anderes, aber sonst war es ganz gut. Also ich konnte nicht meckern. Getränke wurden auch ausreichend oft gereicht, zunächst jedenfalls. Denn als der Flug sich theoretisch dem Ende zuneigte kam eine Durchsage vom Piloten…wir können nicht landen…Flughafen in New York geschlossen…macht erst in einer Stunde wieder auf…wir drehen jetzt hier in der Luft ein paar Runden…
Also wurde das Entertainment Angebot wieder eingeschaltet, und wir durften weiter Filme gucken. Allerdings zog sich dieses Rumkreisen dann noch 2 Stunden hin und in dieser Zeit wurde nichts mehr zu trinken vorbeigebracht bzw. nur noch auf Anfrage, das fand ich ein bisschen doof. Vor allem als wir dann endlich landen konnten und auf dem Rollfeld weitere 2 Stunden verbracht haben, weil die guten JFK Mitarbeiter nicht so schnell den ganzen Schnee räumen konnten. Das fand dann sogar der Pilot ziemlich nervig, der sich den Kommentar „ach, sie haben noch einen Krümel Schnee gefunden, der weggemacht werden muss“ wohl nicht verkneifen konnte. Auch in dieser Zeit: nichts zu trinken. Da habe ich mich doch schon etwas zurückgesehnt nach dem Flug 2009 mit AirBerlin. Die hatten zumindest Wasserflaschen verteilt, die man sich einteilen konnte.
Dann endlich am Flughafen JFK angekommen ging es doch recht schnell bei der Einreisekontrolle. Letztes Jahr durften mein Freund und ich gemeinsam an den Schalter, dieses Jahr musste er „zurücktreten“. Übliche Fragen…warum sind sie hier…waren sie schon einmal hier…wie lange…haben sie Fleisch oder Obst im Gepäck…Fingerabdruck hier…Lächeln für die Kamera dort…und schwupps war ich fertig. Auch bei meinem Freund lief alles problemlos. Die Koffer kamen auch ziemlich schnell. Dann sollte es ganz unproblematisch mit dem AirTrain zur U-Bahn-Station Jamaica gehen, aber nix da…nicht bei dem Wetter. Der AirTrain war außer Betrieb. Einige Leute kontaktierten daher das Notruf-Telefon, wo uns mitgeteilt wurde, dass sie uns empfehlen auf ein Taxi auszuweichen. Eigentlich wollten wir Geld sparen, aber nun gut, fragen wir halt ein nettes älteres Ehepaar, die auch zur Jamaica Station wollen, ob wir gemeinsam fahren, dann teilen wir uns das Fahrgeld. Gesagt, getan. Aber da wussten wir noch nicht wie lang die Schlange am Taxi-Stand sein würde…Geschlagene 2 Stunden standen wir dort…es war kalt, es war stürmig, es war nass...hab ich schon erwähnt, dass es kalt war? Nach einer Stunde fingen wir, nicht nur weil wir unsere Füße schon gar nicht mehr spüren konnten, sondern auch, weil wir gehört hatten, dass zahlreiche U-Bahnen ausgefallen seien, an zu rätseln, ob es nicht vlt. schlauer wäre das Taxi direkt zum Hotel zu nehmen. Leider wollte das nette Ehepaar, nach Manhattan und unser Hotel lag in Queens. Aber ich sagte ja „nett“…sie baten uns an, mit uns zu unserem Hotel zu fahren und von dort aus weiter nach Manhattan. Sie würden die Hälfte bis nach Queens übernehmen und den Rest nach Manhattan dann für sich auch noch tragen. Wir waren wirklich überglücklich als wir endlich im Taxi saßen und Wärme verspürten. Aber in Queens angekommen, meinte unser Taxifahrer plötzlich er könne nicht zum Hotel vorfahren, da die Straße gesperrt sei wegen zu viel Schnee. Also gut, stiegen wir schon etwas eher aus, er zeigte uns wo wir langlaufen sollten, verlangte 70 Dollar, wir zahlten davon 30, und verschwand. Also stapften wir mit unseren Koffern durch den tiefen, tiefen Schnee hin zu unserem Hotel, übrigens dem Ramada Long Island City in Queens.
Ein Bild zeigt euch das Dilemma am darauf folgenden Tag...man bemerke, dass hier aber schon Schnee von den Anwohnern weggeschaufelt wurde.
Ein LKW stand an dem Abend unserer Ankunft auch noch quer auf der Straße. Da verstanden wir dann auch, warum auf dieser Straße niemand mehr durchkam.
Die Eingangstür vom Hotel war normalerweise automatisch, nur leider eingefroren, ein Tritt hat geholfen. Und was wünscht man sich nun als erfrorener Tourist? Genau…eine warme, herzliche Begrüßung. Habe ich mich verhört, oder hat der gute Mann an der Rezeption gar nicht "Hallo" gesagt!? Ich versuchte es nochmal..."Hallo?" aber er fragte nur, ob wir vorgebucht hätten. Also habe ich ihm alle Daten gegeben und gesagt, dass ich gerne ein Zimmer in einem höheren Stockwerk hätte, da wir extra ein Zimmer mit Manhattan View gebucht hatten. Aber er hatte eh eins im 10. Stockwerk (mehr gabs nicht) für uns reserviert, da musste man nicht einmal Trinkgeld zücken. Der Check-in ging ziemlich schnell und dann waren wir endlich in unserem, noch viel zu kalten, aber viel zu lange ersehnten, Zimmer. Heizung an…ganz schön laut, aber egal.
Ich muss wirklich sagen, das Zimmer war echt schön. Neue Einrichtung, Flatscreen-Fernseher, sehr hohes Bett, wunderschöne Aussicht auf Manhattan, schönes Bad, Kaffeemaschine, Föhn, Kühlschrank, alles was das Herz begehrt, bis auf eine Mikrowelle, die gab es aber dafür im Foyer.
Das Hotel hatten wir übrigens bei Expedia gebucht, wo uns nichts von einem Frühstück gesagt wurde, in zahlreichen Hotelbewertungen hatten wir jedoch gelesen, dass es dies kostenlos dazu geben würde, was uns auch der Rezeptionist bestätigte. So…endlich schlafen…2 Uhr nachts…8 Uhr in Deutschland…*gähn*
Hier noch unser Blick: