Die Gedanken kreisen mal wieder heftig um das Bevorstehende – und „das Bevorstehende“ ist in diesem Falle eine relativ spontane, von Sehnsucht geplagte und als alternativlos zu bezeichnende Entscheidung, bezüglich des diesjährigen Urlaubszieles:
Wir wären hier nicht im
Amerika-Forum, wenn wir
Jener unbeschreiblichen und unheilbaren Krankheit, die uns (Michael 49J. und Rosi 45J.) von dem Moment an befallen hat, als wir das erste Mal im Sommer 2008 amerikanischen Boden betreten haben.
Unser Startpunkt der Reise soll dieses Mal in Philadelphia sein – warum?
Ganz profan: Weil an unserem Anreisetag in dieser Stadt die Flüge am preisgünstigsten angeboten wurden und da wir letztes Jahr leider nur einen einzigen Tag für Philly „übrig“ hatten, wollten wir nun das Versäumte nachholen und sehen, was die Stadt außer des Independence Parks noch für uns bereit hält.
An der Küste entlang – mit einem kleinen Abstecher nach Cape May – wollen wir dieses Mal das Stück nach New York abseits des Highways und mit viel Zeit erleben. Die ADAC-Straßenkarte verspricht in dieser Gegend viele „grüne“ Sträßchen, und was in Europa fast immer ein Indiz für wirklich schöne Strecken ist, kann in Amerika nicht gänzlich verkehrt sein. Das zumindest ist die Idee für die ersten Tage und schließlich geht es natürlich wieder in DIE Stadt der Städte…
Angeregt durch einen TV-Bericht über die Gärten New Yorks, wollen wir uns diesmal unter anderem abseits der üblichen Pfade dieser Stadt auf den Weg machen. Abseits vom Empire State Building, abseits von Top of the Rocks, abseits von Times Square und Broadway.
Abseits der vielen must-see´s und to do´s, die zwangsläufig auf jeder Touristen-Liste stehen. So ist es natürlich auch bei uns gewesen, als wir noch das Lied „Ich war noch niemals in New York“ mitträllern konnten.
Diesen Luxus also wollen wir uns diesmal leisten, und wir sind schon ganz gespannt, was dabei rauskommt, wenn man mehr oder weniger planlos in New York unterwegs ist. Außerdem reizt es uns ungemein, mal nach zwei „generalstabsmäßig“ durchgeplanten Aufenthalten in den USA, so ganz ohne Zeitdruck das zu tun, worauf wir gerade Lust haben und unsere Tage spontan danach einzurichten, wo es uns am besten gefällt, wie sich das Wetter gestaltet und wohin uns unsere Neugier eben so treibt.
Wir wollen es diesmal also ein wenig „anders“ angehen, als die beiden Male davor. Die einzige zeitliche Vorgabe ist der Realität geschuldet, dass nach drei Wochen wieder der Heimflug ansteht.
Auch wenn außer den Flügen, dem Mietwagen, dem Hotel in Philly und dem einen oder anderen Groupon-Gutschein nichts weiter vorgebucht ist und uns diesmal keine Mappe mit all den „Reservation Confirmations“ begleitet, sehen wir uns dennoch im Geiste bereits auf den ehemaligen Bahnlinien des High Line Parks entlang schlendern, auf den Deckchairs den Sonnenuntergang am Hudson River beobachten, im Conservatory Park entdecken, was dort im Central Park als „Formaler Garten“ zu verstehen ist und im New York Botanical Garden wollen wir uns auf Entdeckungstour begeben und den Spuren einer visionären Landschaftsgärtnerin folgen, die aus einer Ödnis einen Garten gestaltet hat, in der sich jeder wie eine Königin oder ein König fühlen kann….
Und noch eine Sache ist diesmal anders: Wir sind sozusagen das erste Mal seit vielen Jahren wieder „zu zweit allein“ unterwegs. Kurzurlaube haben wir durchaus schon ohne Kind unternommen, aber den Jahresurlaub nicht mehr, seit wir eine Familie mit Kind sind.
Und so können wir also in der Zwischensaison – nach dem Hochsommer und vor den Leafpeeper-Touristen, die Gegend bereisen und mit viel Wetterglück die Schönheit der Ostküste der USA erleben und noch ein kleines bisschen den Fall Foliage miterleben. Die Foliage-Wetterkarten der letzten Jahre lassen darauf hoffen, dass zum Ende unserer Reise die bunte Blätterpracht dafür sorgen wird, dass wir wieder nur schweren Herzens würden Abschied nehmen können und bereits da schon der Nährboden für eine weitere USA-Reise würde bereitet werden.
Hach – wir sind noch gar nicht angekommen und ich schwelge bereits in Erinnerungen, die noch gar nicht erlebt sind. Die aber trotzdem schon – in der Hoffnung auf einen erneut unvergesslichen Aufenthalt – in meinem Gedanken, Vorstellungen und Träumen langsam aber sicher Gestalt annehmen und mir vorgaukeln, als wäre ich bereits mittendrin…
Ich freue mich jetzt schon darauf, mit euch meine dritte
USA-Reise zu durchleben, Erfahrungen auszutauschen und zu teilen
Mit einem besonderen Augenzwinkern möchte ich Sara (Travelfan83) Hallo sagen, die nahezu zur gleichen Zeit in derselben Gegend unterwegs gewesen ist, wie wir. Leider hat sich unser geplantes Treffen in New York zerschlagen, aber wir haben uns gegenseitig immer auf dem Laufenden gehalten, Tipps ausgetauscht und einander vor Schlechtwetterfronten gewarnt…so waren wir im Geiste doch zusammen in den USA unterwegs.
Und so sah nun im Endeffekt unsere gesamte Route aus:
Start: 10. September 2011
Ende: 1. bzw. 2. Oktober 2011

Begleitet haben uns wie immer unser Laptop, meine neue Bridge-Kamera, die Canon Power Shot SX 30 IS, eine Kleinbild von Panasonic (Lumix), genügend SD-Karten, damit ich diesmal unterwegs nichts löschen muss (doppelt gemoppelt hält besser) und natürlich unser Navigationsgerät, ohne das es bei uns nicht geht. Die Karte ist zwar mittlerweile schon vier Jahre alt. Aber weitgehend, war alles noch beim Alten.
Außerdem haben uns wie immer einige meiner heißgeliebten Reiseführer weitergeholfen. Allen voran natürlich das ADAC TourSet, welches eine tolle New England AAA Karte beinhaltete und die sonst üblichen Faltpläne mit den umseitigen Informationen, sowie der Baedeker "USA- Nordosten". Im Gegensatz zu der Enttäuschung, die wir mit dem Beadeker "USA Südwesten" erlebten, war dieser nun wieder in der gewohnte Qualität und hat uns mitsamt seiner Karte viele Informationen und Tipps gegeben. Dafür war es mit dem "Kanada Osten/USA Nordosten" Reiseführer von Grundmann genau umgekeht. Ich möchte ihn jetzt nicht wirklich als Enttäuschung bezeichnen, aber der Funke wie beim "USA - der ganze Westen" ist bei uns nicht übergesprungen. Deshalb durfte er auch zu Hause bleiben. Als "Schnellinformationsquelle" haben wir zwischendrin immer mal gerne zum Marco Polo "USA Neuengland" gegriffen und angeregt durch eine Leserin meines "Urlaubsplanung - da werden Sie geholen" Threads habe ich mich zum Kauf des Lonley Planet Reiseführers "USA Nordosten" entschlossen. Mit geballten 548 Seiten Informationen über den Nordosten der USA - mit/ohne Bilder allerdings - hatten wir einen sehr guten Partner in Ergänzung mit den anderen Reiseführern und fühlten uns somit fast immer sehr gut informiert.
Sehr hübsch und informativ waren in den Neuengland Staaten die "Resort-Maps", die man im Visitor Center oder in manchen Geschäften kostenlos bekommen konnte und die einem einen schnellen Überblick über die Angebote im Ort verschafft haben. Diese Karten waren allerdings nicht maßstabsgetreu und mit viel Phantasie anzuwenden

. Ansonsten lagen auch auf den Zimmern schöne Hefte über lokale Angebote aus, die einem so manches Mal noch einige nette Informationen gegeben haben. So z.B. haben wir einige der Covered Bridges in Vermont aufgestöbert, die uns sonst verborgen geblieben wären. Und unsere Nationalpark-Faltplan-Sammlung hat auch Nachwuchs bekommen...der Acadia-Nationalpark - der einzige in ganz Neuengland. Ich liebe diese altmodischen Dinger!!!
Das soll es erstmal mit vorab Informationen gewesen sein, ehe unsere eigentliche Reise beginnt...



!
LG Rosi