Hallo , Silvia.
Mit Neidfaktor meine ich , das früher jeder auf jeden aufgepast und geholfen hat . Auf unserer kleinen Insel wurde Nachbarschaftshilfe groß geschrieben .
Heute hat jeder mit sich selber zu tun .
Wir haben z.B. in unseren Hotel auch gut in Saisonzeiten zu tun , wo andere
weniger haben . Aber anstatt zu überlegen was bei uns anders läuft
( Kinderfreundlichkeit , gutes Preis - Leistungs Verhältniss etc.), versucht mann uns immer öfter Steine in den Weg zu legen . Konkret hatten wir bei einer Hausinternen Umbaumaßnahme an einem Sonntag (!) das Ortnungsamt vor Ort ( geschickt hat es wohl ein Mitbewerber ).
Ich hatte jahrelang meine guten Kontakte zur Fussball Bundesliga für unsere
Jugendlichen und als PR Maßnahmen für die Insel genutzt , um u.a.mit dem F.C.St.Pauli eine Sommerfussballschule zu installieren . Es sollte dabei nichts verdient werden , trotz immensen Arbeitaufwandes . Weil ich aber nicht der
" Kurdirektor " war , hatten wir nicht die Unterstützung , die wir eigentlich gebraucht haben .
Ähnlich war es bei dem Musikfestival 04 auf Amrum . Dies wurde von mir mit 2 Freunden organisiert , um einmal zu zeigen , was möglich ist wenn man an einem Strang zieht . Es traten dort an 3 aufeinanderfolgenden Tagen
Manfred Man`s Earth Band , The Ten Tenor aus Australien und Rolf Zukowski
( Kindermusik ) auf . Wir beantagten eine Genehmigung von 4000 Zuschauern /
Konzert . Auflagen bekammen wir aber für 10.000 ( kein Witz ) Besuchern .
Da verliertst man einfach die Lust !
Es gönnt hier keiner dem anderen das Scwarze unter den Fingernägeln .Egal wieviel man dafür arbeitet .
Das ist bei mir der Neidfaktor .
Wir haben das Gefühl das es bei Euch anders sein kann - in
USA .
Dort zählt Leistung noch etwas , und man arbeitet auch für sich nicht nur wir
hier oft für das Finanzamt u. die Banken .
Liebe Grüße nach Phoenix .
Ein ehemaliger Nachbar von mir ( aus gemeinsamen Kindertagen ) ,wohnt oder wohnte auch mal in Phoenix , kann mich nur noch an seinen Nachnamen
errinnern , er hieß Dillen.
Bis bald Frank