Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
 |
|
|
12.01.2009, 19:16
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09 Beitrag #1
|
|
New York und Audi Fan :-)
Registriert seit: 10.12.2008
Beiträge: 298
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09
Hallo,
so hier mal mein Reisebericht über einen super Urlaub in NY.
Nach einem ca. 8,5stündigen Flug ab München kamen wir gegen 14 Uhr am JFK-Flughafen in Queens/NY an.
Nachdem wir nochmals unsere 2 Zeigefinger und uns selbst „fotografieren“ lassen mußten, entließ uns der freundliche Beamte (jaaa...sowas gibt’s scheinbar!) am Einreise-Schalter mit einem netten „be careful“ zur Gepäckausgabe.
Samt Koffer stellten wir uns gleich in die Taxi-Warteschlange (in Amerika läuft sogar das mit System ;-)). Im Hotel angekommen teilte man uns mit, daß wir leider nur ein 1-Bett-Zimmer bekommen können, es aber möglich sei, nach Abreise anderer Gäste am nächsten Tag in ein 2-Bett-Zimmer zu wechseln. Das Hotel war noch verhältnismässig neu und im typischen Wolkenkratzer-Stil gebaut (kein Riesenbunker), direkt am Madison Square Garden. Im Zimmer angekommen fiel uns als erstes die ungewohnte Bett-Höhe ins Auge. Wir hätten wohl Sturzhelme mitnehmen sollen :-D. Nach kurzer Auffrischung unseres Antlitzes machten wir uns gleich mal auf die unmittelbare Umgebung zu erkunden.
Ein paar Gebäude weiter war eine Feuerwehr-Station und nachdem wir durch die Öffnungen in den Rolltoren gelugt hatten, kamen uns von drinnen grinsende Gesichter entgegen und ein Firefighter öffnete das Rolltor und winkte uns freundlich herein. Nach ein wenig Unterhaltung setzten wir uns abwechselnd ins Firemobil und machten diverse Fotos. Danach ging es weiter zum Times Square...eine Art Fantasiewelt..und an Werbung und Farbigkeit kaum zu übertreffen....Wahnsinn!
Es gab ziemlich viel zu gucken und man blieb stehen um das Ganze auf sich wirken zu lassen.
Anschliessend kamen wir am Rockefeller Center vorbei (wo der größte Christbaum der USA steht), von leuchtenden Engeln umzäunt wacht Prometheus über das Eislauf-Treiben auf der großen Eisfläche (die im Sommer als Konzertplatz genutzt wird). Von überdimmensionalen Christbaumkugeln über mit leuchtenden Riesen-Schneeflocken dekorierte Gebäuden hinweg machten wir eine kurze Stippvisite in den Madison Square Garden (der weder
Am zweiten Tag ging es nochmal zum Times Square und nachdem wir uns am Anreisetag alles erstmal nur von außen angesehen hatten, gingen wir diesmal in diverse Läden hinein. Unter anderem in den 2stöckigen M+M's Laden, in dem es die Schokolinsen in allen erdenklichen Farben aus riesigen Tanks zum Abfüllen gibt und wo man von M+M's Kissen über eine M+M-Freiheitsstatue alles kaufen konnte. Dann natürlich ins Hardrock Cafe wo wir dann unsere ersten Dollars verbrauchten. Nach kurzem Abstecher ins weltgrößte Spielzeuggeschäft Toys-R-us ging es erstmal landestypisch zu McDonalds. Die Dekoration dort war wirklich cool (amerikanische Sehenswürdigkeiten an den Wänden, ein riesiges Modell der jeweiligen Gebäude und des Times Square). Gestärkt ging es weiter zum Rockefeller-Center, um das ganze nochmal bei Tag zu sehen (incl. Radio City Music Hall – wo alljährlich die MTV Video Music Awards verliehen werden und zahlreiche Verleihungen und Veranstaltungen stattfinden – außerdem befindet sich das größte Kino der Welt mit der größten Leinwand der Welt in der RCMH). Nächste Station war die St. Pauls Cathedral (die dem Kölner Dom nachempfunden ist und wo der Erdbeerschorsch...ähh Erzbischof von NY seinen Sitz hat). Weiter ging es zum Grand Central Terminal (größter Bahnhof der Welt mit 44 Bahnsteigen/67 Gleisen auf 2 Ebenen). Die Deckenbemalung der riesigen Haupthalle stellt einen Sternenhimmel dar. Wieder draußen angekommen kamen wir am Chrysler-Building vorbei (außen am Gebäude findet man diverse Wasserspeier in Kotflügel-Motorhauben-Radkappen-Form, die unverwechselbare Beleuchtung kommt durch Neonröhren zustande, die am Fensterrahmen befestigt sind, die Kuppel ist aus nichtrostendem Stahl gefertigt). Als nächstes kamen wir in die Public Library und nach Verlassen in den angrenzenden Bryant Park (mit einer Art Weihnachtsmarkt und Eislauffläche). Vorletzte Station war das Gebäude der „New York Times“. Den zweiten Abend liessen wir in einem Irish Pub nahe unseres Hotel ausklingen. Joe (der irische Besitzer) war sehr gut drauf und mixte uns diverses hochprozentiges (da die Iren scheinbar weder Caipi, noch Pina Colada oder Touch Down kannten, wurden es Surprise-Drinks) nachdem er uns alles mögliche gefragt hatte. Wir wollten wissen, wo denn an Silvester (den Ausdruck kennen die Amis übrigens nicht!) am meisten los sei und natürlich kam als Antwort und mit einladender Handbewegung „hereeeee!“.
Endgültig Freunde wurden wir, als er mir 5 Dollar für die Musikbox gab (um Bon Jovi Songs auszusuchen). An dem Abend haben wir einige Leute kennengelernt und irgendwie gab einem jeder sofort seine Cell-Phone-Number (ja es heißt auch nicht HANDY in den USA)...ob wir wirklich einen so unvergleichlichen Scharrrrm haben??? :-D Als erstes kamen wir mit Shawn ins Gespräch
Der Typ war total lustig und hat uns angeboten uns die Tage die Stadt zu zeigen. Was wir aber dann nicht mehr in Anspruch nahmen, da unser Terminplan doch eher voll war. So bleibt es erstmal beim Email-Kontakt. Später unterhielt ich mich lange mit Alan – einem Iren, der vor 11 Jahren nach New Jersey ausgewandert ist und uns wiederum anbot (da wir nächsten Tag zum Football in New Jersey waren und ich mich dort rein bon-jovi-technisch gerne noch umgesehen hätte) uns mit seinem Auto in NJ rumzufahren. Auch bei ihm habe ich mich erst nach unserer Heimreise gemeldet.
Ich war wirklich überrascht von der Zugänglichkeit und der Offenheit der Leute – man kam sofort ins Gespräch und wurde absolut nicht als „Fremder“ behandelt. Wirklich beeindruckend. Obwohl ich eher wenig über die gebürtigen Amerikaner sagen kann, da wir überwiegend Einwanderer kennengelernt hatten.
Geändert von missesauditt (12.01.2009 um 19:20 Uhr)
|
|
|
12.01.2009, 19:17
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09 Beitrag #2
|
|
New York und Audi Fan :-)
Registriert seit: 10.12.2008
Beiträge: 298
|
Am dritten Tag (dem 28.12.) ging es also per Bus nach East Rutherford/New Jersey ins Giants Stadium für das Spiel „New York Jets vs. Miami Dolphins“. Über das Spiel an sich kann ich kaum was sagen – wir hatten null Plan von den Regeln. Mann wirft komischförmigen Ball durch seine Beine zum Hintermann, der läuft daraufhin los und ein paar andere schmeissen sich auf ihn drauf, dann Zeitstop, dann werden Spieler getauscht und so geht das die ganze Zeit....haha.
Einzig die Atmosphäre der Fans – da ging es schon anders zur Sache, als man das bei uns so gewohnt ist. Es wird mit Nußschalen geworfen, mit Zetteln, mit Bierflaschen, anderen Zuschauern werden Mützen und Jacken entwendet und durch die Ränge geworfen – es werden Zuschauer unter lauten „Asshole“-Rufen der anderen „abgeführt“. Wenigstens habe ich mitbekommen, daß die NY-Jets verloren haben....haha. Damit war der Tag dann auch vorbei – da Hin- und Rückfahrt auch einige Zeit in Anspruch nahmen und durch das kalte und windige Wetter (ähhhmmm oder war es doch von der „harten“ Barnacht am Tag vorher) waren wir leicht geschlaucht.
Für die nächsten 2 Tage (29. und 30.12.08) hatten wir ein Ticket für einen Sightseeing-Bus.
Stationen unter anderem – SoHo, Harlem, Chinatown, Little Italy, Greenwich Village, Chelsea, Queens und Ground Zero (ehen. World Trade Center). Ground Zero ist noch immer eine riesige Baustelle und durch Planen abgetrennt. Direkt nebenan haben wir uns die St. Pauls Chapel angesehen (eine Art Memorial für 9/11, da diese kleine Kirche der erste Zufluchtsort für Überlebende bzw. FDNY und NYPD usw. nach der Katastrophe war). Wenn man sich wie ich etwas mehr mit dem 11. September beschäftigt hat, ist es doch eine sehr beklemmende Umgebung dort und wenn man die ganzen Altäre mit Fotos und die „Flag of honor“ (Flagge mit allen Namen der Opfer von 9/11) und diverse andere Erinnerungen dort ansieht, geht einem das doch sehr nahe.
Danach machten wir uns (zum ersten Mal) auf den Weg zum Battery Park, von wo aus man mit der Fähre nach Liberty Island (zur Freiheitstatue) schippern konnte. Da wir unser Ticket dank New-York-Pass ohne Anstellen und kostenlos holen konnten, uns aber trotzdem in eine kilometerlange Schlange für die Fähre hätten anstellen müssen, beschlossen wir an einem anderen Tag ganz früh am Morgen nochmal hinzufahren und machten erstmal Fotos vom Ufer aus (zu dem Zeitpunkt nach nicht mal der Hälfte des Urlaubs hatte ich schon knapp 300 Fotos gemacht). Danach sind wir wieder per Bus Richtung Woolworth- und PanAm (Metlife)-Building weitergedüst. Da es saukalt und mindestens genauso stürmisch war, liefern wir jeden Tag rum wie die Teletubbies, aber was solls...das wars wert :-). Nächster Stop war der Central Park, von dem wir einen Teil durchstreift haben. Im Sommer ist es hier mit Sicherheit super – zu unserer Zeit war es halt eher gespenstisch. Hier haben wir auch chinchilla-ähnliche Eichhörnchen entdeckt....voll putzig. Am selben Tag machten wir dann auch gleich noch die Nachtfahrt, die auch im Preis inbegriffen war und es ging nochmal durch den Times Square zur 5th Avenue (wo Louis Vuitton, Prada, Armani, Cartier, Kenneth Cole, Elizabeth Arden, Juicy Couture „daheim“ sind), vorbei am Trump Tower, Empire State, Chrysler Buidling, Rockefeller Center. Am zweiten Tag ging es weiter mit der Tour....erstmal gingen wir über den Fashion Walk of Fame (dem Walk of Fame in Los Angeles nachempfunden) mit zahlreichen bekannten Modeschöpfern wie Calvin Klein, Halston, Ralph Lauren. Mit dem Bus ging es Richtung „Central Park West“ quasi dem „Viertel der Berühmtheiten“ wo diverse Stars residieren oder Wohnungen haben. Vorbei am Dakota-Building (an dessen Eingang John Lennon erschossen wurde) bis hin zur Cathedral of St. John the Divine in den Morningside Heights (Upper West Side). Nachdem dann endlich der Bus kam, ging es zurück an die Upper East Side Richtung Guggenheim-Museum und Metropolitan Museum of Art. Da die meisten Museen kunstorientiert sind, haben wir uns einen Besuch mal geschenkt ;-). Das letzte nennenswerte der Tour war die Carnegie Hall. Gegen Abend stiegen wir am Flatiron Building aus, wo sich die 5th Avenue mit dem Broadway kreuzt und machten uns auf den Weg zur Brooklyn Bridge (was gar nicht mal so einfach war, da HIER nur Autos fahren durften und DORT kein Zugang für Fußgänger war)...nachdem uns jemand auf den richtigen Weg gebracht hatte, gingen wir bis zur Hälfte auf die Brücke. Danach mußten wir wieder zurückgehen, um den letzten Bus zu erwischen.
Am Silvester wollten wir aufs Empire State Building. Die Warteschlangen und die Durchsuchungen waren erträglich. Das Personal scheuchte sämtliche Besucher rum (was irgendwie lustig und auch nötig war) und wir wurden durch diverse „Stationen“ geschleust. Erstmal sahen wir einen Film über New York mit seinen Sehenswürdigkeiten, dann ging es in eine Art „bewegliches“ Kino, wo ein Hubschrauber-Flug simuliert wurde (über New York versteht sich) und da wir in der ersten Reihe saßen war dies ganz schön krass und wir hatten zum Glück gefrühstückt vorher...haha. Die Aussicht von oben war schön, aber da es sehr bewölkt war und bei Tag die Wolkenkratzer doch eher was „ungemütliches“ haben, hofften wir auf den Aufstieg aufs Top of the Rock an einem Abend. Wieder unten angekommen beschlossen wir uns Madame Tussauds anzuschauen. Wir plauschten mit Albert Einstein, dem Clooney Schosi, dem Depp Johnny, Pablo Picasso, Salvador Dali, Bruce Springsteen, James Dean, Charlie Chaplin, Evander Holyfield, Mich Jagger, Himi Hendrix, Bob Marley, Bono, Tina Turner, den Beatles, Andy Warhol, Benjamin Franklin, Abraham Lincoln, Brad Pitt (mit seiner Lara Croft), Jean Paul Gaultier, Morgan Freeman, Nicholas Cage...usw. usw. uuuuuund mein persönliches Highlight......aaaaahhhhhhhh.........the one and only Mister Jon Bon Jovi was there.....(überflüssig zu erwähnen, daß es davon Unmengen Fotos gibt und ich ihn an Stellen angefasst habe, wo andere nicht mal Stellen haben...haha....). Alles in allem war das echt super und es muß schon eine Höllenaufgabe sein, die Stars so detailgetreu nachzu“wachsen“. So danach beschlossen wir, uns eine Auszeit zu nehmen, da wir ja am Abend den Balldrop am Times Square sehen wollten. Es ging zurück ins Hotel, wo wir Ansichtskarten schrieben und uns ausruhten. Und ja – jetzt weiß auch ich, daß auch perforierte Briefmarken durchaus selbst kleben können. Ich hatte nämlich dummerweise nicht damit gerechnet (da es ja keine Briefmarken-Bögen waren) und sie vorher alle schön per Wasser im Zahnputzbecher naßgemacht. Und da ich an die 20 Karten geschrieben und auf dem ganzen Bett ausgebreitet hatte, war es natürlich nervig, mitanzusehen, wie die Briefmarken sich wieder gelöst hatten und ich verfluchte den Verkäufer in seinem Souvenir-Shop....grrrrr. Zum Glück liessen sich die Dinger nach Trocknung noch verwenden....puuuh. Gegen ca. 19 Uhr machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Times Square (in der Annahme, daß 5 Std. Vorlaufzeit genug wären) und mußten feststellen, daß der Times Square selbst komplett gesperrt war :-(. Wir wurden also von einer Seitenstraße zur nächsten gelotst, wo dann jede nacheinander gesperrt wurde.
An einer Sperre versuchten wir einen Officer zu „becircen“ und währenddessen machten sich hinter uns 4 Kerle bemerkbar, die Tickets für „Chuck Berry“ im „B.B. Kings Club“ hatten und daher dem Officer klarmachten, daß sie unbedingt in diese Straße müssen. Nachdem sie ihm die Tickets gezeigt hatten, meinte ein ziemlich hart aussehender Typ der 4 zu uns „Come with us....come come come....“ und wir waren drin.......erstmal froh, daß wir in die Straße konnten.......bis wir erstmal realisiert haben, daß die Kerle uns echt zu dem Konzert mitnehmen wollten. Der helle Wahnsinn......wir kannten sie nicht und die schleppten uns einfach mit, bestellten Essen und Cocktails und wir mittendrin und ohne einen Dollar zu zahlen. Das war echt das Highlight und wir haben uns wiedermal gut unterhalten. Sie hätten uns zwar auch danach noch mitgenommen, aber wir wollten nochmal versuchen, an den Times Square zu kommen. Es war ungefähr halb zehn und nachdem wir erneut feststellen mußten, daß kein Durchkommen war, wärmten wir uns in einem Souvenirladen auf und gingen danach wieder an die letztmögliche am nächsten drangelegene Straße, wo wir dann ausharrten bis das Gröhlen und die Schreie immer lauter wurden. Wir konnten den Balldrop nur seitlich etwas sehen. Es war aus unserer Position nicht sonderlich außergewöhnlich und vor allem – es gab nicht das kleinste Feuerwerk – nicht einen einzigen Knall. Nachdem der Ball unten (er bewegte sich an einer Stange am obersten Gebäudeteil ein paar Meter nach unten – jede Sekunde einen Schritt, die letzten 60 Sekunden vor Mitternacht) war, waren binnen Minuten die ganzen Leute weg – es war vorbei...pufffffff........einfach so mir nichts dir nichts...hmmm. Aber gut, wenn die ganzen Leute schon seit frühmorgens oder mittags dort anwesend waren, kein Wunder. Also machten wir uns zurück ins Hotel, wo wir im Aufzug auf Leute trafen, die es noch an den Times Square geschafft hatten und die uns auch bestätigten, daß wir nicht viel versäumt hatten und daß sie „totally stiff and frozen“ waren....haha. Egal – wir hatten unser Blues-Konzert von dem 80jährigen Chuck :-).
|
|
|
12.01.2009, 19:18
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09 Beitrag #3
|
|
New York und Audi Fan :-)
Registriert seit: 10.12.2008
Beiträge: 298
|
Am nächsten Tag machten wir uns nochmal auf nach SoHo und Chelsea. Es war eigentlich alles bequem zu Fuß zu erreichen – wir sind in den 11 Tagen nur an 2 Tagen Subway gefahren.
Erstmal gingen wir an der „United States Post Office“ vorbei – was für ein riesiges Postgebäude (die Post hat nur an einem einzigen Tag im Jahr geschlossen und das ist Weihnachten – in Amerika am 25.12.08 – ansonsten ist rund um die Uhr geöffnet).
Am Abend ging es aufs Top of the Rock.....und bei Nacht sieht es schon atemberaubend aus....das volle Lichtermeer......aber es hatte immer noch Temperaturen bei denen auch warme Gedanken nichts mehr ausrichten konnten.....der Wind war unerträglich.
Am 02.01.09 machten wir uns ziemlich früh auf den Weg um erneut den Versuch zu starten, nach Liberty Island zu gelangen. Und es hat geklappt :-). Sie ist so, wie man sie sich vorstellt. Die Aussicht nach Manhattan und nach Ellis Island ist sehr schön (zu dem Zeitpunkt hatte ich knapp 850 Fotos gemacht). Wir fuhren dann auch noch weiter nach Ellis Island (die Insel war lange Zeit Sitz der Einreisebehörde und zentrale „Sammelstelle“ für Immigranten). Danach schipperten wir wieder zurück und besorgten uns Tickets für das Musical „Grease“ am Broadway. Nach kurzer Auffrischung im Hotelzimmer ging es auch schon wieder los. Das Musical war super gemacht – es gab Gekreische wegen „Ace Young“ einem der Hauptdarsteller, der bei „American Idol“ entdeckt wurde....ja er sah schon knackig aus und wir waren in der 2. Reihe (wie immer halt ganz vorne...haha) also konnten wir das schon gut beurteilen :-).
Am nächsten Tag ging es nochmal Richtung Battery Park...von wo aus wir uns auf die Suche nach der Stock Exchange machten (dem Börsengebäude an der Wallstreet), was auch nicht so einfach war. Der typisierende Büffel steht mitten auf der Straße (und er wird ständig von Unmengen Menschen belagert) und das eigentliche Gebäude ist um ein paar Hausecken rum mittendrin eingepfercht. Aber ansonsten schön anzusehen. Gegenüber ist die Federal Hall wo George Washington (von dem davor eine Statue steht) 1789 als 1. Präsident der Vereinigten Staaten seinen Amtseid geleistet hat.
Wir spazierten weiter die Wall Street abwärts in Richtung Southstreet Seaport (dem Hafenviertel unterhalb Brooklyn und Manhattan Bridge) und von dort aus Richtung Brooklyn Bridge, um diese Richtung Brooklyn zu überqueren. Der Ausblick war fantastisch – auch wenn diverse Stahlseile und sonstige „Abschirmungen“ die Sicht sehr blockierten. Man spazierte praktisch über den Autos hinweg über den East River. Die Brooklyn Bridge war die erste Stahl-Hängebrücke der Welt und um deren Stabilität zu testen wurden 21 Elefanten über die Brücke geschickt.
In Brooklyn angekommen ging es in die Brooklyn Heights (ein Wohnviertel mit Häusern wie denen in der Bill Cosby Show), den Columbus Park und dann wieder zurück – diesmal über die Manhattan Bridge. Mittlerweile ging die Sonne unter und es war eine tolle Aus- sowie Ansicht. Man konnte die Freiheitsstatue sehen. Die Manhattan Bridge brachte uns nach Chinatown (als wir uns umdrehten stand da eine riesige Konfuzius Statue...haha).
Wir gingen nochmal Richtung Fluß (ans Ufer unterhalb der Brücken) und setzten uns ein wenig auf die Bank am Ufer. Angesichts der Temperaturen hielten wir es auch da nicht lange aus.
An unserem vorletzten Tag streiften wir nochmal durch die Geschäfte, guckten uns den ausgestellten „New Years Ball“ an und danach ging es nochmal in den B.B. Kings Club, da wir Tickets für den Harlem Gospel Choir hatten (incl. All you can eat buffet). Auch das war ein tolles Erlebnis und mal was ganz anderes. Danach wurde noch ein wenig geshoppt. Am Abend machten wir uns nochmal zu Joes Irish Pub auf um uns quasi zu „verabschieden“. Wir lernten noch Kyle kennen (einen Typ aus Colorado, der wochentags zum Arbeiten in NY ist und auch im selben Hotel wie wir nächtigte). Er lud uns auf einen Cocktail ein und wir hatten wieder eine Telefonnummer mehr....haha. Wir unterhielten uns unter anderem über das Müllproblem in Amerika (da man nahezu alles aus Pappbechern/-tellern und mit Plastikbesteck aß – bis auf Restaurants) und was es eigentlich für einen Sinn macht, daß wir in Deutschland alles trennen....naja....wirklich erklären kann man sich das nicht.
Da wir es nicht zu spät werden lassen wollten (auch wenn es der letzte Abend war), weil wir am letzten Tag nach Elizabeth (in New Jersey) ins Jersey Gardens Shoppingcenter wollten und um spätestens 16 Uhr wieder im Hotel sein mußten, da der Rückflug ja um 20.30 Uhr ging, fragten wir Joe nach der Rechnung. Kyle meinte noch „hey come on – it's your last night in new york...“ und Joe brauchte einige Aufforderungen, bis wir endlich zahlen konnten, da er uns absichtlich ignorierte....haha.
Am letzten Tag wollten wir noch einige Dollars los werden im Jersey Gardens (mit ca. 200 Geschäften) – was sich als gar nicht mal so einfach darstellte. Entweder war alles genauso teuer wie bei uns – oder einfach nicht unser Geschmack. Und so blieb es im normalen Rahmen.
Zurück im Hotel kam der Hotelangestellte auf mich zu (nachdem ich einen Tag vorher ein Taxi für 16.30 Uhr bestellte – Betonung auf TAXI) und meinte augenzwinkernd „Whenever you girls are ready – i have a special Limousine for you“, räumte alle Koffer zur Tür hinaus und ich saß da in der Lobby und staunte. Der Typ hatte uns eine Stretchlimo für die Fahrt nach Newark (New Jersey) zum Flughafen organisiert. Echt genial. Das war ein super Ausklang für 11 tolle Tage im großen Apfel.
Nach einer schlaflosen Nacht kamen wir am 06.01.09 um ca. 10.30 Uhr unserer Zeit am Flughafen in München an.
Da wir die letzten waren, die die Gepäckausgabe verliessen witzelte der Zoll noch, weil wir so schnell durch die grüne Schiebetür gingen und wünschte uns ein Frohes 2009.
Wieder in Deutschland kam ich mir erstmal vor, wie der Ball nach dem Drop. Es ist schon eine komplett andere Welt und wäre New York nur 2-3 Stunden entfernt, würde ich mich da durchaus öfter sehen lassen.
Und allen komischen Gerüchten im Vorfeld wie z. B. „es gibt komische Klos die leicht verstopfen“ oder „teilweise nur Vorhänge um das Klo“, man könne nicht mit jeder Kreditkarte zahlen, es werden oft keine größeren Scheine als 20-Dollar genommen, man wird ständig und genau kontrolliert, zum Trotz, klappte alles ohne jegliche Zwischenfälle und wir wurden immer freundlich behandelt.
Einziges Manko vielleicht „Port Authority“, wo wir uns für die Busfahrten nach New Jersey Tickets holen mußten. Sorry, aber da sitzen echt „Pitbulls“ hinter den Schaltern! Wir wurden beide Male angekeift und es war nicht möglich eine Frage zu stellen.
Die Polizeipräsenz ist sehr groß in NY – beinahe an jeder Kreuzung steht eine Polizeistreife, aber das ist irgendwie auch nachvollziehbar.
Es war eine tolle Reise, mit allem was dazugehört (ich allein habe an die 970 Fotos und Filme gemacht) und wir haben supernette Leute kennengelernt.
Und wer weiß – vielleicht gibt’s ja ein Wiedersehen :-).
So, das war er, mein Reisebericht mit den wichtigsten Dingen (naja auch ein paar unwichtigen Kleinigkeiten – aber egal – auch die gehören dazu).       
<<<<<<Falls jemand Verbesserungen zu meinen Angaben bei den Sehenswürdigkeiten hat, bitte Bescheid geben - ich weiß nicht genau, ob das alles so richtig ist.>>>>>>>>>>
lg
Sonja
|
|
|
12.01.2009, 20:49
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09 Beitrag #4
|
|
AAA-Club-Mitglied
Registriert seit: 10.03.2006
Ort: Niederrhein
Beiträge: 5.039
|
Hi Sonja
Toller Bericht. Hab´s mal eben im Schnelldurchgang gelesen. Und das schrieb ein Bon Jovi Fan ( du bist mir sehr sympathisch  ).
Es wäre echt toll wenn du noch ein paar Bilder einstellen könntest ( das würde auch den Text etwas auflockern, der sich ein bisschen anstrengend lesen lässt. Die Schrift wird beim lesen immer kleiner   )
Falls du noch mal nach NY kommst wähle zum shoppen die Woodbury Outlet Mall. Die Busfahrt kostet zwar 40 $ ( Fahrtweg ca. ne Stunde) - aber es lohnt sich.
LG
Michaela
|
|
|
12.01.2009, 21:07
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09 Beitrag #5
|
|
New York und Audi Fan :-)
Registriert seit: 10.12.2008
Beiträge: 298
|
Hallo Michaela,
ja du hast Recht - ich wollte mit den Bildern noch warten, da ich erstmal nur meine knapp 1000 habe und die von meiner Freundin erst Mitte Februar kriege - vielleicht hat die ja nochhhhhh schönere :-)
Danke für den Tip mit dem Shopping - falls ich nochmal hinkomme merke ich mir das vor :-)
Das mit Bon Jovi sagtest du mir schon mal...haha....freut mich 
lg
Sonja
|
|
|
14.01.2009, 14:19
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09 Beitrag #6
|
|
Amerika Tourist
Registriert seit: 10.06.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 104
|
Huhu,
schön das da noch ein Bon Jovi Fan ist. Ich bins nämlich auch. 
Dein Reisebericht gefällt mir sehr gut. Ich hoffe sehr, dass ich diese tolle Stadt auch mal besuchen kann.
Auf die Fotos bin ich schon sehr gespannt. Hoffentlich müssen wir nicht allzu lange warten. 
LG Nadine
|
|
|
14.01.2009, 22:02
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09 Beitrag #7
|
|
USA-Southwest-Liebhaberin
Registriert seit: 02.05.2005
Ort: Loffenau
Beiträge: 573
|
Hallo Sonja,
Kompliment - nach uns gereist und vor uns den Reisebericht fertg 
Ich habe sehr viel wiedererkannt, irgendwie wart Ihr auf unseren Spuren unterwegs, lach, wie so viele, die diese tolle Stadt bereisen. Bei mir hängt es auch noch am einstellen der Bilder...und der Ruhe, den Bericht so zu schreiben, dass man das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein. Aber mit Geduld und Muse wird es ganz sicher noch was werden. Viele Grüße Simone
|
|
|
16.01.2009, 13:45
|
Mein Reisebericht von 11 Tagen New York - 26.12.08 bis 06.01.09 Beitrag #8
|
|
New York Fan
Registriert seit: 06.10.2008
Beiträge: 128
|
Hey Sonja,
echt toller Bericht. Hat echt Spaß gemacht ihn zu lesen. Freue mich schon unheimlich auf die Fotos.
Weil du nach Verbesserungen gefragt hast: mir ist aufgefallen, dass du von einem Büffel geschrieben hast. Du meintest wohl den Bullen vor der New York Stock Exchange.
Ciao
Tom
|
|
|
 |
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
Andere Themen im Forum Reiseberichte USA
|
| Thema |
Datum |
Autor |
Antworten |
Letzter Beitrag |
Rundreise in die drei Südweststaaten der USA, Nevada, Arizona und Utah
Rundreise in die drei Südweststaaten der USA, Nevada, Arizona und Utah: Rundreise in die drei Südweststaaten der USA,...
|
03.01.2009 |
Tino S |
151 |
09.11.2010 20:54 |
Winter in den Rocky Mountains
Winter in den Rocky Mountains: Hallo USA-Freunde,
wir haben diese Tour...
|
05.01.2009 |
biauwe.de |
2 |
06.01.2009 18:18 |
Canyonlands für Fortgeschrittene
Canyonlands für Fortgeschrittene: Canyonlands National Park kennen alle, die Maze...
|
15.12.2008 |
Gast15192 |
3 |
30.12.2008 11:40 |
Fix it, Joe!
Fix it, Joe!: Ein Höhepunkt in Utah - die San Rafael Swell!
...
|
22.12.2008 |
Gast15192 |
1 |
22.12.2008 16:00 |
|