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16.03.2009, 20:00
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Living the American Dream - or not? Beitrag #1
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Amerikaner
Registriert seit: 16.08.2003
Ort: Boston
Beiträge: 382
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Living the American Dream - or not?
Tut mir leid, eine duemmere, klischeebeladenere Ueberschrift fiel mir gerade nicht ein. Ich hab mir nur gerade so ein paar Gedanken gemacht und ein paar Dinge nachgelesen, weil ich gerade mit ein paar Leuten zu tun hatte - hueben und drueben- bei denen derzeit das ein oder andere nicht so rund laeuft. Geht ja ganz schnell sowas. Und mit dem erteilen von guten Ratschlaegen ist das ja auch immer so eine Sache.
Zum Punkt: wer sind heutzutage eigentlich deutsche Einwanderer in den USA? Gibt es sowas wie "typisch deutsch"? Und wie geht das zusammen?
Offenbar ist es ja nach wie vor fuer viele ein Lebenstraum, sich in den USA eine neues Leben aufzubauen. Das sieht man hier und in aehnlichen Foren. Das sieht man an diversen Fernsehproduktionen. Usw. Wie sieht die Realitaet aus? Aus irgendwelchen Gruenden, scheint es fuer Deutsche in den USA nicht so leicht zu sein. Ich weiss, "leicht" ist realtiv und vieleicht auch nicht immer wuenschenswert. Aber wenn man sich mal die Statistiken des US Cesus von 2000 ansieht (also vor der aktuell wohl stattfindenden deutschen Einwanderungswelle und diversen "Auswanderershows"...), dann sieht man, dass Deutsche in den USA im Schnitt weniger verdienen als gebuertige Amerikaner, aber auch weniger als viele andere Einwanderergruppen. Deutlich mehr als die Haelfte bleibt hinter dem Durchschnittseinkommen (Haushaltseinkommen) in den USA zurueck. 9%, gemessen am Individualeinkommen, leben unterhalb der Armutsgrenze. Also sicher nicht ganz das, was sich viele Leute so vorstellen.
Bevor ich jetzt versuche, mit Annekdoten und aufgrund von persoenlichen Geschichten Theorien aufzustellen, wuerde ich mich ueber Meinungen und Kommentare freuen.
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16.03.2009, 20:10
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Living the American Dream - or not? Beitrag #2
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Gast
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Zitat:
Zitat von libertarian
Tut mir leid, eine duemmere, klischeebeladenere Ueberschrift fiel mir gerade nicht ein. Ich hab mir nur gerade so ein paar Gedanken gemacht und ein paar Dinge nachgelesen, weil ich gerade mit ein paar Leuten zu tun hatte - hueben und drueben- bei denen derzeit das ein oder andere nicht so rund laeuft. Geht ja ganz schnell sowas. Und mit dem erteilen von guten Ratschlaegen ist das ja auch immer so eine Sache.
Zum Punkt: wer sind heutzutage eigentlich deutsche Einwanderer in den USA? Gibt es sowas wie "typisch deutsch"? Und wie geht das zusammen?
Offenbar ist es ja nach wie vor fuer viele ein Lebenstraum, sich in den USA eine neues Leben aufzubauen. Das sieht man hier und in aehnlichen Foren. Das sieht man an diversen Fernsehproduktionen. Usw. Wie sieht die Realitaet aus? Aus irgendwelchen Gruenden, scheint es fuer Deutsche in den USA nicht so leicht zu sein. Ich weiss, "leicht" ist realtiv und vieleicht auch nicht immer wuenschenswert. Aber wenn man sich mal die Statistiken des US Cesus von 2000 ansieht (also vor der aktuell wohl stattfindenden deutschen Einwanderungswelle und diversen "Auswanderershows"...), dann sieht man, dass Deutsche in den USA im Schnitt weniger verdienen als gebuertige Amerikaner, aber auch weniger als viele andere Einwanderergruppen. Deutlich mehr als die Haelfte bleibt hinter dem Durchschnittseinkommen (Haushaltseinkommen) in den USA zurueck. 9%, gemessen am Individualeinkommen, leben unterhalb der Armutsgrenze. Also sicher nicht ganz das, was sich viele Leute so vorstellen.
Bevor ich jetzt versuche, mit Annekdoten und aufgrund von persoenlichen Geschichten Theorien aufzustellen, wuerde ich mich ueber Meinungen und Kommentare freuen.
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glaube das es eher "leichter" sein sollte fuer deutsche einwanderer, da sie in der regel eine gute schulausbildung und berufsausbildung haben, meistens sogar noch gute ersparrnisse.
hoeren tust du es nur weil die deutschen am liebsten nur rummeckern.
und der sensus zeigt das anscheined die deutschen ohne ein government was ihnen jeden pforz vorschreibt etwas hilflos darsteht.
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16.03.2009, 20:59
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Living the American Dream - or not? Beitrag #3
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Gast
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Also, diese " typisch Deutsch " , das gibt es garnicht !! Das ist meiner Meinung nach ein Klischee, dass passt hier garnicht. Meckern tun die Meisten, aber, das tun die Canadians genau so gerne.
Alles in Canada ist besser, und man kann es Ihnen hier nicht recht machen.
Also, von daher, alles bloedsinn, was das angeht. 
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17.03.2009, 00:17
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Living the American Dream - or not? Beitrag #4
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Es kann nur EINEN geben
Registriert seit: 22.11.2008
Beiträge: 29.755
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Es gibt schon Mentalitätsunterschiede. Die gehen aber mehr in diese Richtung:
Die einen sind den Versorgungsstaat gewöhnt. Sie lieben es, wenn sie Steuern zahlen dürfen, man ihnen dafür aber jeden Pubs abnimmt. Sie geben ihre Verantwortung liebend gern ab, erwarten aber den gewohnten Fürsorgestaat.
Die anderen sind ganz anderer Art. Sie wollen selbst bestimmen. Vor allem über sich selbst. Dafür übernehmen sie aber die Verantwortung. Allerdings fordern sie auch, ihnen die Kompetenz zu lassen. Das bedingt aber auch, das benötigte Geld in ihrer Tasche zu belassen.
Die zweite Kategorie findet man oft bei den echten, bewußten Auswanderern, die ihre Entscheidung mit Emotionen FÜR die USA getroffen haben.
Die erste mehr bei denen, die mehr oder weniger zwangsläufig hier sind. Weil sie Partnerschaft oder Job in diese Situation gebracht haben. Sie wünschen sich dann möglichst ALLE Vorteile auf einmal. Den fürsorgenden Staat, den sie gewohnt sind, bei Amerikanischer Freiheit aber ohne Verantwortung und mit schönem Wetter in FL oder CA.  Oder sonstwo, wo sie es schön finden.
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17.03.2009, 13:18
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Living the American Dream - or not? Beitrag #5
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Gast
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Sprachprobleme
Staendiger Verleich US/DE, wobei die Erinnerung an DE verherrlicht wird
Keine Integration in das taegliche Leben (Waescheleinen scheinen ein Problem zu sein)
Partner unterliegt oft den gleichen Vergleichen - in DE war er so in USA ist er so
Soziales Netz ist nicht vergleichbar, wird meist erwartet
Vom Arbeitgeber erwartetes Engagement wird vom Arbeitnehmer und/oder der anderen Haelfte als in DE nicht ueblich abgelehnt
Dann gibt es diejenigen, die es geschafft haben. Kopfkratz:>)))
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17.03.2009, 13:37
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Living the American Dream - or not? Beitrag #6
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Gast
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Zitat:
Zitat von halloele
Keine Integration in das taegliche Leben (Waescheleinen scheinen ein Problem zu sein)
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Waescheleinen? Die hat hier Jeder auf dem Rasen. Was ich so lese, sind es eher die Waeschestaender, die man aus Deutschland vermisst (hab allerdings keine Ahnung wie die aussehen, dass sie so etwas Besonderes sind).
Ich kenne keinen Deutschen Auswanderer Ex Patriot, der es hier nicht geschafft hat. Deswegen erscheint mir die eingangsfrage auch etwas schwer verstaendlich.
Es ist doch nur natuerlich, dass Vergleiche angestellt werden, das machten sogar meine Schwiegereltern bei ihren besuchen in Deutschland, wo mein schwiegervater in einem Winter zu dem Schluss kamm, dass die Deutschen keine Ahnung davon haben, wie man den Schnee auf den Strassen richtig beseitigen muss, damit in Deutschland nicht staendig das Winterfahrchaos herrscht!
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17.03.2009, 13:53
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Living the American Dream - or not? Beitrag #7
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Amerikaner
Registriert seit: 16.08.2003
Ort: Boston
Beiträge: 382
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Ich hatte den Thread unter Statistiken angefangen, weil ich die Zahlen zur Einkommenstruktur deutscher Einwanderer nochmal rausgkramt hatte. Nach denen gehoeren deutsche Einwanderer zu den am wenigsten erfolgreichen Immigrantengruppen, wenn man Einkommen einmal als einen der Schluesselindikatoren vorraussetzt.
Einigen der Argumente oben wuerde ich zustimmen. Es scheint tatsaechlich durchaus signifikante Probleme bei einem nicht kleinen Teil der Einwanderer zu geben, sich den Gegebenheiten anzupassen. Nach einigen persoenlichen Erfahrungen mit solchen Leuten wuerde ich sagen, dass es in der Tat offenbar fuer einige Leute schwierig ist, aus dem deutschen Kategoriedenken bezueglich Berufstaetigkeit auszubrechen. Dabei ist gerade ja die Andersartigkeit des amerikanischen Arbeitsmarktes und Weiterbildungsmoeglichkeiten doch eine der groessten Chancen - GERADE im Vergleich zum starren deutschen Ausbildungswesens und Arbeitsmarktes.
Eben das ist dann aber auch in der alten Heimat in der Regel etwas schwer zu vermitteln (und ended ganz schnell mit Fragen, ob "Kuendigungsschutz" nicht doch die beste Erfindung seit Bismarck ist und wie man eigentlich mit "zwei Wochen Urlaub" ueberleben kann).
Darueber kommen einige Leute offenbar auch nach Jahren hier nicht hinaus. Habe neulich gerade wieder bei jemanden, der schon ein paar Jahre hier war einen "tabellarischen Lebenslauf" mit Beruf und Schuhgroesse der Eltern gesehen...
Wenn man dann auf "Heimaturlaub" so einen richtig bunten Abend erleben will (und man die Themen GWB/Irak/Foederalismus"reform" schon mal pauschal ausgeklammert hat), muss man nur erwaehnen, dass man die Kinder nicht in die gute oeffentliche Schule im Ort schickt, sondern homeschooling betreibt.
Irgendwie habe ich das Gefuehl, dass all diese Dinge irgendwann mal in Buchform erscheinen muessen. Man muesste mehr Zeit haben (drei Wochen Urlaub!).
Geändert von libertarian (17.03.2009 um 13:56 Uhr)
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17.03.2009, 15:50
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Living the American Dream - or not? Beitrag #8
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Gast
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Zitat:
Zitat von libertarian
Wenn man dann auf "Heimaturlaub" so einen richtig bunten Abend erleben will , muss man nur erwaehnen, dass man die Kinder nicht in die gute oeffentliche Schule im Ort schickt, sondern homeschooling betreibt.
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Na ja, da kannst Du aber auch einen bunten Abend hier erleben, besonders wenn zufaelligerweise mal Fachleute von dem Gebiet dabei sind, die Dir dann auch erklaeren koennen warum Home Schoolng nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist!
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