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Reiseberichte USA

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Alt 15.12.2010, 16:18   Let´s go West: Las Vegas-San Francisco-Seattle-Yellowstone-Moab Beitrag #17
SteffiG Frau
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Tag 4 El Portal bis Carmel-by-the-Sea

Tag 4 EL Portal bis Carmel-by-the-Sea


Wir checken früh am Morgen aus der Cedar Lodge aus und sausen weiter, heute sehen wir den Pazifik. Das ist eine interessante Vorstellung: Nach Las Vegas, Wüste und Gebirge, viele Kontraste in sehr kurzer Zeit. Um 7:00 Uhr sitzen wir im Burger King in Mariposa und genehmigen uns ein reichhaltiges Frühstück mit Bratkartoffeln und Burgern. Normalerweise nicht gerade das, was man so um die Zeit isst, aber wir sind ja flexibel. Die weitere Strecke über Fresno und San Luis Obispo bis an die Küste ist sehr interessant und kurzweilig und auf einmal sind wir da: Der Pazifik liegt vor uns. Wir steigen an der ersten Parkmöglichkeit aus und sofort kommt ein Präriehund, leistet uns Gesellschaft und setzt sich fotogen in Szene.





Über Morro Bay fahren wir weiter und entschließen uns, einen Abstecher zum Hearst Castle zu machen. Wir schauen uns das Besucherzentrum an und wie schon der Parkplatz erahnen lässt, ist es außerordentlich voll, so dass wir uns entschließen das Schloss nicht zu besichtigen.



Es gibt ja heute noch genug zu sehen. Und wir werden nicht enttäuscht. Zurück an der Küste kommt direkt ein Highlight, über das wir noch lange sprechen werden: Die Seeelefanten von Piedras Blancas. Wir wussten nichts davon und so war die Überraschung groß, als wir die gewaltigen Tiere, die dort in einer großen Kolonie leben, entdecken. Ich teste ausgiebig mein Teleobjektiv und wir können uns gar nicht satt sehen, an dem teilweise absonderlichen Verhalten der Tiere. Sie sind so fett und schwer, dass sie sich an Land nur mühsam bewegen können. Aber sie haben dennoch ein wenig Energie, sich zu kloppen. Das spielt sich dann dergestalt ab, dass ein bisschen rumgebrüllt wird, dann hoch den Kopf und die Hälse aneinander geschlagen mit Riesenradau und ein bisschen nach dem Gegner beißen. Gewaltiges Imponiergehabe, bei dem letztendlich die Schwerkraft siegt und nach kurzer Zeit des Kampfes beide Gegner erschöpft nebeneinander in den Sand sinken und weiter schlafen. Auch die Tiere, die ein Bad im Meer nehmen, schaffen es nicht auf einen Rutsch wieder zurück zu ihrem Platz zu kommen. Immer wieder müssen sie ein Päuschen einlegen, ist einfach alles zu anstrengend. Ich überdenke mein eigenes Gewicht und überlege, vielleicht ein Foto von einem dieser lustigen Tiere an meinen Kühlschrank zu hängen.












Wir fahren weiter diese unglaubliche Küste entlang und das Gefühl, auf DER Traumstraße zu fahren ist richtig, richtig gut! Natürlich halten wir an vielen Punkten an und genießen die Aussicht. Da wir auf der „falschen“ Seite fahren, ist es etwas lästig mit dem Parken, da die Parkplätze an der Küstenseite liegen. Aber das war vorher alles überlegt und ich habe die Reiseroute in die Richtung gewählt, weil ich irgendwie nicht den Nerv hatte, immer am Abgrund zu fahren. Im Nachhinein ist das nicht so dramatisch, weil der doch meist etwas weiter weg ist, aber das weiß man ja vorher nicht.....










Unser nächster Halt ist dann der Julia-Pfeiffer-Burns-State Park. DAS Foto wollte ich unbedingt machen und den Traumstrand natürlich mit eigenen Augen sehen. Wir parken am Straßenrand zwischen vielen anderen Autos und suchen zunächst mal die Toiletten. Hier sehen wir dann auch, dass es einen „offiziellen“ Parkplatz gibt für die 10 Dollar Eintritt, das Geld soll man in ein Kästchen werfen. Wir werfen das Geld rein, sind aber zugegebenermaßen etwas faul und haben jetzt keine Lust mehr, umzuparken also bleiben wir an der Straße stehen und riskieren ein Knöllchen. Irgendwo in der Nähe der Toiletten hebe ich eine lustig aussehende Baumfrucht auf. Kurz darauf juckt meine Hand wie verrückt. Komisch. Dann sehe ich die Schilder, die vor der „Poison Oak“ warnen. Ok, das Ding was ich aufgehoben habe, gehört definitiv nicht zur Poison Oak, aber vielleicht war Gift vom Baum dran. Na toll, das hat man davon, wenn man haptisch veranlagt ist. Ist aber zum Glück nicht so schlimm, außer dem blöden Juckreiz passiert nichts..



Wir laufen den kleinen Weg herab, der zu dem Aussichtspunkt führt. Der Ausblick auf den Strand mit dem kleinen Wasserfall ist wirklich sensationell.



Wir machen gefühlte 100 Fotos, laufen noch ein kleines Stück den Weg runter und machen uns dann auf den Rückweg zum Auto. Da wir gar nicht wissen, wo wir eigentlich hin wollen, entscheiden wir kurzfristig, bis Carmel-by-the-Sea zu fahren und dort zu übernachten. Unterwegs werden noch einige Aussichtspunkte angefahren und Bilder von der Küste gemacht, die sich von ihrer besten Seite zeigt, was nicht immer so sein wird. Aber das wissen wir noch nicht.






In Carmel angekommen, finden wir zentral ein Zimmer im Best Western und für schlappe 140 Dollar die Nacht erwarten wir natürlich, dass Clint Eastwood und Doris Day uns persönlich begrüßen und wir Brad Pitt und Jennifer Aniston beim heimlichen Flirt erwischen. Der Ort ist ein richtiger Promi-Treffpunkt und hat vermutlich aus diesem Grund auch so gut wie keine Straßenlaternen, so haben es die Paparazzi schwer. Wir stolpern im Stockdustern (Der gute Brad hätte drei Meter neben mir stehen können, ich hätte ihn nicht gesehen) durch die Stadt und versuchen ein Restaurant zu finden, wo man ein Essen für vier Personen bezahlen kann. Pizza für über 20 Dollar? Puh, wir setzen uns nochmal ins Auto und essen etwas vom Zentrum entfernt bei einem Subway ganz gute Baguettes und fallen ins Bett.

Kurios: Carmel hat keine Briefkästen, kaum Straßenlaternen, keine Leuchtreklame (was schade ist, dann würde man Nachts zumindest was sehen). Ein lustiger Ort mit lustigen Häuschen.

Gefahrene Meilen: 360
Erkenntisse des Tages: Man soll nicht alles anfassen und Seeelefanten haben Pimmelnasen.

Geändert von SteffiG (20.12.2010 um 18:35 Uhr)
SteffiG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2010, 16:28   Let´s go West: Las Vegas-San Francisco-Seattle-Yellowstone-Moab Beitrag #18
SteffiG Frau
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So, dann beantworte ich mal die Fragen:
Wir waren unterwegs vom 15.07. bis zum 13. August.
Ich habe sowohl Pol- als auch Skylight-Filter, Stativ und verschiedene Objektive verwendet und die Kamera ist eine Canon EOS 450 D Spiegelreflex.
Einige Bilder wurden dann noch nachbearbeitet. Die Farbe des Himmels ist so eine Sache....je nachdem, wie die Sonne steht, kann man machen was man will, da hat er einfach nicht die Farbe, die man gerne hätte. :-)
SteffiG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2010, 19:30   Let´s go West: Las Vegas-San Francisco-Seattle-Yellowstone-Moab Beitrag #19
jd.collector.07 Mann
Amerika Fan
 
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echt tolle Route habt ihr da gemacht...wir wollen im mai fast die gleiche Route in 4 Wochen (ohne Seattle,Olympic,Glacier und die Ecke Mt.Rushmore)...daher freu ich mich schon über deine Erzählungen und Bilder von den Redwoods,Crater Lake und dem Yellowstone....
P.S.:echt tolle Bilder und solch ein schönes Wetter überall...
jd.collector.07 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2010, 21:13   Let´s go West: Las Vegas-San Francisco-Seattle-Yellowstone-Moab Beitrag #20
kerstin1958 Frau
Everything feels well!
 
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kerstin1958 eine Nachricht über Skype™ schicken
Daumen hoch

...ein wirklich toller, lustiger Reisbericht mit super Fotos !!!

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Ich hoffe es gibt eine ?
kerstin1958 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2010, 21:19   Let´s go West: Las Vegas-San Francisco-Seattle-Yellowstone-Moab Beitrag #21
Fort Bragg
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Beiträge: 683
Bin weiterhin dabei. Klasse Bericht klasse Fotos.
Fort Bragg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2010, 21:56   Let´s go West: Las Vegas-San Francisco-Seattle-Yellowstone-Moab Beitrag #22
SteffiG Frau
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Bilder: 40
Danke, danke. :-) Fortsetzung folgt gleich.......da hab ich mir aber was aufgehalst, das Schreiben geht ja schnell, aber die Bilder verkleinern und hier reinladen, das ist echt ätzend.

Aber egal, weiter geht´s und der Himmel ist ab jetzt erstmal nicht mehr so blau........

Geändert von SteffiG (20.12.2010 um 10:27 Uhr)
SteffiG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2010, 22:46   Let´s go West: Las Vegas-San Francisco-Seattle-Yellowstone-Moab Beitrag #23
SteffiG Frau
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Tag 5 Carmel-by-the-Sea bis San Francisco

Am nächsten Morgen machen wir uns in aller Frühe auf und gucken uns den Ort noch mal im Hellen an. Sehr hübsch und gepflegt. Der Strand ist auch nicht der schlechteste, hier dürfen sogar die teuren Hunde der reichen Leute in den Sand kacken, das ist doch mal was! Von Brad und Konsorten weiterhin keine Spur.



Typisches Carmel Häuschen








*Schluck* muss man ständig daran erinnert werden?




Immerhin, es gibt ein Bild von Clint, der hier mal Bürgermeister war!

Das Wetter ist so „lala“ und wir beschließen, zunächst den 17-Mile-Drive zu fahren. Eine gute Idee, wie sich herausstellt, diese Tour ist wirklich interessant. Wir zahlen die paar Dollar Eintritt und fahren los, gespannt, was uns erwartet. Die Zahl der Touristen hält sich in Grenzen, an vielen Stellen sind wir alleine. An den Aussichtspunkten sehen wir immer wieder irgendwelche Tiere, die wir zu Hause eher nicht in freier Wildbahn finden. Von den obligatorischen Eichhörnchen abgesehen, erfreuen wir uns beispielsweise an einer Kolonie Seelöwen.




An einer anderen Stelle kommt direkt am Wegrand ein Hamster aus seinem Loch, der mich dazu animiert, mich mitten auf den Weg zu legen und von ihm Makroaufnahmen zu machen. Der kleine Kerl zeigt sich von seiner besten Seite und spielt das Spielchen so lange mit, bis ich keine Lust mehr habe.



Beim nächsten Halt wird es spektakulär: In einiger Entfernung springen drei Buckelwale immer wieder aus dem Wasser. Eine extra Showeinlage für uns? Leider fürs Knipsen etwas weit weg und dann gibt es auch nur eine unscharfe Vergrößerung aber als Beweis- Whalewatching geht auch von Land aus- reicht es allemal.



Dann kommen wir an die „Lone Pine“ und ich frage mich, warum um diesen Baum so ein Aufhebens gemacht wird....so toll finde ich den jetzt nicht. Vielleicht ist er für Touristen spannend, die keinen Wal und keinen Hamster zu sehen bekommen.



Noch ein bisschen mit Kelp rumgespielt......





Tierchen geknipst......



und Aussicht.



Nachdem wir uns hier wirklich Zeit gelassen haben, fahren wir weiter nach Monterey. Wir finden einen Parkplatz und flanieren die Hauptstraße entlang. Dann amüsieren wir uns über den Fotopunkt bei „Bubba Gump“ und die Jungs haben dort Spaß, einen auf „Forrest Gump“ zu machen.


"Es gibt Shrimps mit Bananen, Bohnenshrimps, Kokosnussshrimps, Pfeffershrimps, Shrimpssuppe, Shrimpseintopf, Shrimpssalat, Shrimps mit Kartoffeln, Shrimpsburger, Shrimpssandwich...
Das wars, glaube ich."


In einem Geschäft mit dem positiv gestimmten Namen "After the Quake" kokettiert man mit der ständigen Erdbebengefahr, mit der die Menschen hier leben müssen. Hoffentlich wird nie Ernst daraus, aber die Deko die so von der Decke baumelt, ist absolut sehenswert und originell. Am Aquarium beschließen wir schweren Herzens, es nicht zu besichtigen, da wir schon etwas spät dran sind und heute noch nach San Francisco müssen. Wir gehen noch eine Kleinigkeit essen, beschließen, dass Monterey ganz hübsch ist und fahren weiter.





Hier und da wird an der Küste ein Päuschen eingelegt, aber die Fotos werden wegen des grauen Himmels etwas langweilig. Endlich kommen wir, als es dunkel wird in San Francisco an. Es regnet und ist kalt. Dank unserem Navi finden wir unser Hotel „Tomo“ in Japantown schnell und checken ein. Das Hotel ist wirklich hübsch und im japanischen Stil gehalten. Die Jungs finden das Zimmer ganz toll und da wir alle recht müde sind, sehen wir zu, dass wir ins Bett kommen, weil wir Morgen San Francisco erobern wollen.




Während wir einchecken, können die Kinder in der Lobby abhängen und Filme gucken.

Gefahrene Meilen: Ca.130
Erkenntnis des Tages: Buckelwale und Hamster sind interessanter als Bäume.

Geändert von SteffiG (20.12.2010 um 18:50 Uhr)
SteffiG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.12.2010, 09:03   Let´s go West: Las Vegas-San Francisco-Seattle-Yellowstone-Moab Beitrag #24
SteffiG Frau
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Tag 6: San Francisco

Der Tag heute wird genutzt, um sich ausgiebig in San Francisco umzuschauen. Wir lassen unser Auto stehen und laufen erst mal ein wenig in Japantown herum. Ganz nett, haut uns aber nicht vom Hocker, wobei das sicher an dem grauen Himmel und der Kälte liegt.





Mit dem Bus fahren wir ins Zentrum und besichtigen die City Hall und die Umgebung davon. Wir stehen ein bisschen auf dem Meridian herum und merken, dass sich das nicht anders anfühlt, als wenn man woanders steht. Hier sind auffällig viele Obdachlose unterwegs, die fast alle einen verwirrten Eindruck machen, aber harmlos sind.























Nicht allen Menschen in dieser Stadt geht es gut.




Hm, fühlt sich normal an. Trotzdem lustig, mal auf dem Meridian herumzustehen.



Dann klappern wir mit der Cable Car diverse Punkte ab und frieren bei den Fahrten etwas, aber es ist unheimlich lustig, mit diesem alten Gefährt die hügeligen Straßen herauf und herunter zu klappern. Wenn man für diese Fahrten den End- und Anfangspunkt nicht benutzt, kommt man immer gut in die Bahn, ohne groß anzustehen. Da die einzelnen Stationen nicht weit auseinander liegen, ist es auch unproblematisch, mal zwei oder drei Stationen weiterzulaufen und dann erst zuzusteigen. Es ist ein wirklich erhebendes Gefühl, endlich mal in der Cable Car zu sitzen und selber damit zu fahren, das sieht man ja sonst immer nur im Fernsehen.









Ob er zu seiner Liebsten fährt? Auf jeden Fall war er sehr gesprächig. (Er sprach aber nur mit sich selbst!)






Der Vaillancourt-Brunnen am Justin Herman Plaza und Four Embarcadero Center, zwischen
dem Ferry Building und dem Anfang der Market Street.






Das Ferry Building an "The Embarcadero"

Wir flanieren durch Chinatown und wundern uns etwas, dass hier wohl der Tierschutz nicht zu Hause ist. Lebende Frösche und Fische werden in Eimern gehalten und verkauft, aber die Kinder wollen keinen Frosch und keinen Fisch mitnehmen. Das Getümmel hier macht Spaß und die kleinen Läden sind sehenswert. Hier hat man nicht das Gefühl, in Amerika zu sein.








Inzwischen hat der Himmel mal eine blaue Farbe und wir können einige nette Bilder machen








Transamerica Pyramid, ein tolles Gebäude!



Ungewöhnliche Perspektiven erfordern ungewöhnliche Maßnahmen!

Geändert von SteffiG (20.12.2010 um 19:33 Uhr)
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