Tag 3: Bishop - Yosemite - El Portal
Nach einer kurzen Nacht und einem ausgiebigem und gutem Frühstück checken wir aus dem Ramada Limited aus und die Straße hat uns wieder. Zunächst fahren wir über Lee Vining bis zum Mono Lake und genießen die spektakulären Ausblicke, die sich von der Straße aus bieten. Im Info Center am Mono Lake holen wir uns den Annual Pass, den wir eigentlich schon im Death Valley kaufen wollten. Dort haben wir allerdings keinen Annual-Pass-Verkäufer getroffen, also erledigen wir das jetzt hier. Wir fahren zum Aussichtspunkt South Tuff und laufen diesen kurzen, sehr hübschen Rundweg bis zum See. Es stinkt ein bisschen und der Sand ist voller kleiner, ziemlich fieser Fliegen, die in Schwärmen auffliegen, wenn man dort lang läuft. Aber weder der Gestank noch die Fliegen sind auf den Bildern zu erkennen und deshalb rieche und sehe ich großzügig darüber hinweg und bleibe von den "Igitts" und "Bahpfuis" der Kinder gänzlich unbeeindruckt .
Tuff-Formationen im Mono-Lake
Schöne Aussicht. (Den Geruch sieht man ja nicht.)
Dann fahren wir weiter und sind relativ schnell am Eingang zum Yosemite Park. Eine spektakuläre Aussicht folgt der anderen und wir halten an allen Punkten an und erfreuen uns an den schönen Ausblicken auf „El Portal“, „El Capitan“ und diverser Wasserfälle. Am Olmsted Point steht ein weiblicher Ranger (Wie heißen die? Rangerin?) Die freundliche Dame zeigt durch ein Fernglas die Touristen, die wie Ameisen in einer Reihe den Half Dome hochkraxeln. Dann geht es weiter.
Die Fahrt durch den Park und über den Tioga Pass dauert einige Stunden und langsam bekommen wir etwas Hunger. Da es brechend voll ist, (Samstag.....), bekommen wir an den wenigen Stellen wo es etwas Essbares geben könnte, keinen Parkplatz und ernähren uns von unseren Keksen, die wir glücklicherweise dabei haben. Zwischendurch machen wir noch eine kleine Wanderung zum Bridalvail Fall, immerhin bekommen wir hier einen Parkplatz. Die Toiletten sind in einem üblen Zustand und der Geruch im Umkreis von etlichen Metern ist.......grenzwertig. Zu unserem Erstaunen gibt es Menschen, die das nicht stört und die in diesem penetrantem Gestank sogar direkt neben den Toiletten picnicken. Nunja.......wer´s braucht. Wir haben sowieso nichts mehr zu essen dabei. Am späten Nachmittag verlassen wir den aussergewöhnlich schönen Park und fahren nach El Portal in die Cedar Lodge.
Olmsted Point

Half Dome
Getümmel am Bridalvail Fall
El Capitan
Der Check-in verläuft freundlich und problemlos, das Zimmer ist grenzwertig und sehr renovierungsbedürftig, aber halbwegs sauber. Leider gibt es keine Kaffeemaschine auf dem Zimmer, aber man bekommt Kaffee umsonst an der Rezeption, das geht ja auch. Für den Zimmerpreis von knapp 110 € hätten wir etwas Besseres erwartet, aber was soll´s. Da es keine Alternativen gibt und der nächste Ort meilenweit entfernt ist, wenden wir uns fröhlicher Dinge und mit großem Hunger dem einzigen Restaurant am Ort zu. Die Auswahl ist begrenzt, aber das macht nichts, wir haben einen Zustand erreicht, in dem wir alles essen würden. Ja, ich glaube ich hätte sogar ein Camenbert-Brot mit Leber gegessen. Oder Rosenkohlsalat. Was sehr wohl etwas macht, ist, dass das Restaurant ziemlich schmutzig ist und auch die Mitarbeiter den Eindruck machen, als ob sie es mit der eigenen Körperhygiene nicht so genau nehmen. Egal, wir haben Hunger, die Magensäure wird´s schon richten und so übersehen wir auch die überteuerten Preise. Wir essen die schlechtesten Pommes unseres Lebens, matschigen, halbvergammelten Salat und Makkaroni, von denen ich gar nicht wusste, dass man sie so schlecht zubereiten kann. Aber wir sind trotzdem glücklich und immerhin satt, bezahlen und beschließen einstimmig, hier keine Stammgäste zu werden und auf keinen Fall am nächsten Tag Magen-Darm-Probleme zu haben. Dann gehen wir ganz zufrieden nach einem aufregendem Tag in unser Bett.
Gefahrene Meilen: Ca. 170
Erkenntnis des Tages: Der Hunger treibt´s rein!