Der kurze Flug war wirklich traumhaft schön und sehr ruhig. Nach 30 Minuten sind wir schon wieder gelandet. Auf dem riesigen Flughafen in Frankfurt mussten wir gleich mal ca. 20 Minuten zu Fuß gehen bis wir zu den Passkontrollen und zum Check-In kamen. Am Check-In erlebten wir einen kurzen Schock, weil das Ticket von meinem Freund irgendwie ungültig war. Der Computer hat aber nur gemeckert, weil er eine genauere Adresse von unserem Hotel in New York verlangt hat. Noch ein kleiner Snack am Flughafen und schon ging das Boarding für diese Riesenmaschine los - hat auch 45 Minuten gedauert bis es endlich losging. Diesen Start hab ich nicht ganz so gut überstanden > Flugangst und außerdem war ich noch nie in so einer großen Maschine und schon gar nicht bin ich jemals soo weit geflogen. Kurze Panik kam auf, aber es ging dann eigentlich ganz gut. Den ganzen 7,5 Stunden Flug haben wir eigentlich immer abwechselnd gegessen (wirklich tolles Service bei Lufthansa) und geschlafen.
Und dann war meine Aufregung auf einen Schlag verschwunden - es war Land in Sicht. Mein heiliges
Amerika - mein großer Wunschtraum würde nun endlich wahr werden:

Auch nach der Ankunft war Alles in Ordnung. Das Gepäck war da und auch bei der Immigration war man sehr, sehr nett zu uns. Davor wird einem wirklich viel zu viel Angst gemacht. Bei der Ground Transportation haben wir dann ewig auf unser Airlink-Shuttle gewartet, dass wir für 15,00 USD schon von zu Hause aus gebucht haben, weil es dort ziemlich verrückt zuging. Während der Wartezeit haben wir unseren ersten Einkauf mit Dollars getätigt - zwar nur ein unspektakuläres Wasser - aber trotzdem haben wir uns irre gefreut über unseren ersten Einkauf auf US-Boden!
Schon die Fahrt nach Manhattan und zum Hotel hat uns ziemlich beeindruckt. Sogar mein Freund (der den USA-Urlaub ja eher mir zuliebe mitgemacht hat - keine Angst-er wurde noch bekehrt und würde jetzt immer wieder hinfliegen) war sofort begeistert von dieser Stadt. Als ich das erste Mal aus der Entfernung die Skyline erspähte, musste ich spontan losquietschen vor Freude, weil ich mir das schon sooo lange gewünscht habe. Die anderen Mitfahrer haben sich vielleicht ein bißchen gewundert, aber das war mir egal.
Nach viel Fahrerei wurden wir in unserem Hotel abgeladen. "The New Yorker" in der 8th Avenue. Das Hotel war genau so wie wir es uns erhofft haben: Tolle Lage (Sichtweite vom Madison Square Garden, dem ESP usw.), tolles Hotel mit protziger, schöner Lobby, nettem Empfang und für uns war es einfach so cool und besonders, weil man dieses Hotel durch seine rote Leuchtschrift eben einfach kennt und somit Kultcharakter hat.
Wir haben unsere Sachen kurz in unser Zimmer gebracht (das Zimmer war sehr klein, aber sehr schön) und sind dann gleich losgezogen. Eigentlich ziemlich ziellos sind wir stundenlang die 34th Straße entlang gegangen und haben mal einfach dieses Feeling genossen. Wir haben auf diesem kleinen ungeplanten Rundweg auch gleich sehr viel entdeckt - vor allem die direkte Sicht auf das ESB hat uns sehr gut gefallen.
Auch an Macy´s sind wir schon gemütlich vorbeigeschlendert.
Und zufällig sind wir auch schon auf den Bryant Park gestossen - dort hat es uns sehr gut gefallen!! Ein toller kleiner Park, in dem sehr viel los ist!
Entlang der 5th Avenue sind wir dann zurück zum ESB - sind dann aber leider draufgekommen, dass wir die bereits online ausgedruckten Eintrittskarten im Hotel vergessen habe > daher wieder den ganzen Weg zurück zum Hotel!!!
Das war im Grunde aber gar kein Nachteil, weil es dann am Rückweg zum ESB schön langsam dunkel wurde und wir die Strecke dann gleich noch mal in einem ganz anderen "Licht" gesehen haben.
Schon der Weg zurück zum ESB war also einfach nur herrlich. Wenn es dunkel wird, ist diese tolle Stadt gleich noch faszinierender.
Für einen Sex and the City Fan - wie ich es bin - war es natürlich toll, dass eine Woche später die Premiere von deren neuen Kinofilm war > d.h. Werbung in der ganzen Stadt! An den ersten beiden Tagen habe ich mich über jedes Riesenplakat gefreut. Unglaublich - ich sehe Werbungen für Sex and the City und marschiere dabei durch deren New York. (Ich weiß - sehr kitisch - aber für mich wars einfach unglaublich!!) :-)
Den ganzen Weg zurück haben wir eigentlich kaum miteinander gesprochen, weil es sooo viel zu sehen gab. Wir waren da schon eher mit dem Cowboyblick unterwegs > Kopf im Nacken, Mund offen und staunend!! :-) Wir haben uns dann noch einen Burger bei Wendys gegenüber vom ESB gegönnt und waren eigentlich enttäuscht davon > der Burger war gar nicht gut und in dem Lokal war es so dreckig und eklig, dass wir uns kaum hinsetzen wollten. Naja - daraus haben wir gelernt und haben uns in die Schlange im ESB gestürzt.
Trotz den Onlinetickets mussten wir ca. 1,5 Stunden anstehen und die STimmung wurde schon ein bißchen gereizt, weil der Tag für uns jetzt doch schon sehr lang war. (Man bedenke, dass wir ja auch in den Nächten davor kaum geschlafen haben.)
Das Anstehen hat sich aber gelohnt! Die Aussicht war umwerfend!!!!!!! Der Audioguide war wirklich hilfreich und interessant und man hat gleich viel gelernt über diese tolle Stadt. Auch die Höhe und die Windverhältnisse da oben waren sehr beeindruckend! Ich finde die Geschichte von dem Selbstmörder, den es 2 Stock weiter unten wieder durch ein Fenster hineingeblasen hat, weil die Windverhältnisse da oben so extrem sind - ja wirklich witzig. Und bei jeder Führung wurde uns diese STory wieder erzählt!! :-)
Mit schmerzenden Füßen und bewaffnet mit einem leckeren Eis von Mac Donalds haben wir uns dann auf den Weg zurück zum Hotel gemacht, wo wir um 1 Uhr Ortszeit hundemüde ins Bett gefallen sind!