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Verliebt, Verlobt, Verheiratet - Heirat mit einem US-Citizen

Alle Fragen bezueglich der Heirat mit einem US Buerger/in, dem Verlobten-Visa ( K1 Visa ) sollten in diesem Themenbereich gepostet werden!


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Alt 14.10.2003, 13:08   Ich verliere langsam den Mut Beitrag #1
Gast19539
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich verliere langsam den Mut

Hallo Mädels und Jungs,

ich muss mich einfach mal ausheulen.

Kurz zu meiner Person:

Also ich bin 26 habe einen 7jährigen Sohn und bin seit knapp 9 Jahren mit einem amerikaner verheiratet. Als er 1999 aus der Army ausgetreten ist, hat er erst bei den deutschen und dann on post gearbeitet. Dann bekam er auf einmal heimweh und so entschloss er sich (da er keine Zukunft für sich und uns in Deutschland sah) zurück nach Florida (erstmal zu seiner Mama) zu ziehen.

Da man reisende nicht aufhalten soll und ich merkte dass er ziemliches heimweh hatte, habe ich zugestimmt. Er sah das allerdings sehr positiv. Er ist nun seit 3 Monaten drüben und hat immer noch keinen anständigen Job gefunden. Denn wie ihr sicherlich wisst, muss er ein Jahres-Mindeseinkommen von $ 19.500 damit ich einreisen darf. Dabei war er 100%ig überzeugt dass er sofort einen Job drüben findet.

Die ersten paar Wochen war ich auch total optimistisch, dachte das wird schon alles klappen. Aber jetzt hat mich der Mut verlassen. Ich habe hier einen guten Job, bin Gott sei Dank, finanziell nicht abhängig und mir gehts hier sehr gut und weiß nicht, ob ich das letztendlich alles aufgeben will. Was wird mich dort drüben erwarten???? Zwei Wochen Urlaub im Jahr, wenn überhaupt. Unterbezahlt, als Ausländer sowieso. Kind spricht die Sprache nicht. Keinen, den ich kenne (außer der Familie). Und ich muss auch noch meine Mom hierlassen, die dann ganz alleine ist.

Komplett neu anfangen. Ohne Job, ohne Wohnung, ohne Auto. Manchmal denke ich mir, wir wären besser rüber gegangen, als er noch in der Army war. Dann wäre es wahrscheinlich wesentlich einfacher gewesen.

Und was mach ich, wenn es dort drüben nicht klappt? Wieder nach Deutschland ziehen? Mein Kind wieder aus der Umgebung reißen? Wieder neu anfangen? :?: :?: :?: :?:

Oh Gott bin ich verzweifelt :!:



Wie geht es denn Euch dabei? Was habt Ihr für Ängste?
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Alt 14.10.2003, 17:47   Ich verliere langsam den Mut Beitrag #2
dorith
Ehrenmitglied
 
Registriert seit: 07.08.2001
Beiträge: 2.902
dorith eine Nachricht über Yahoo! schicken
hi angel,

kann deinen stress gut verstehen - sowas ist sehr nervenaufreibend, vor allem die ungewissheit.

im moment ist die konjunktur hier nicht grade auf spitzenleistung und florida ist auch nicht unbedingt die zentrale ökonoischen wachstums...
vielleicht muss dein mann sich beruflich etwas umorientieren - jobs gibt es IMMER!!! - man muss nur an der richtigen stelle gucken. zb. bringt es einem computergeek nix, wenn er irgendwo in der pampa in kansas-prärie hockt, wenn er einen job als it-leiter sucht.
ebensowenig kann ein farmer irgendwas in downtown l.a. finden.

kommt eben schon ziemlich drauf an WAS man WO sucht und WIE gewillt man ist, auch kompromisse zu machen. da liegt vielleicht der knackpunkt - die kompromissbereitschaft.
hier kann man auch durchaus vom computergeek, zum krankenpfleger zum bauarbeiter wechseln, und auch das ist in ordnung. trägt vielleicht nicht dazu bei, dass man es zum ceo schafft, aber man kann überleben, und das ist es, was wirklich zählt.

du hast recht - es wäre nicht sinnvoll für euch, wenn du dort alle brücken abreisst, um dann nach nem jahr wieder vor der tür zu stehen, vor allem mit kind dabei.

vorgehensmässig würde ich sagen:
• dein mann soll sich einen job besorgen - egal was. notfalls zwei. geht auch. damit kann er euch über wasser halten.
• du bleibst in .de, bis er einen job hat und auch bissle was angespart hat, für eventuelle notfälle (jobverlust, etc.).
• wenn er da im neuen job die ersten paar wochen/monate (whatever - kommt auf euch an), dann würde ich beginnen, zu planen.

vorher sind zu viele "what if" faktoren enthalten, die mit sicherheit auch eure ehe und familie ungut beeinflussen würden.

man kann hier durchaus auch neue freunde finden, und sich ein neues soziales umfeld erarbeiten - ist aber natürlich nicht so bequem, wie in einem schon vorhandenen netz zu hocken.

wo guckt dein mann nach arbeit? was sucht er genau?
ich bin fast täglich im internet auf stellensuche für peter, vielleicht sehe ich da was passendes für ihn.

hier in usa reicht es aber auch nicht, nur mal zwei, drei bewerbungen zu verschicken im moment.
hunderte kommen eher in den bereich des sinnvollen, dies nur am rande.

an deiner stelle würde ich wirklich warten, bis er was festes gefunden hat - und dann erst rüberkommen. sonst stresst das eure familie zu sehr, weil dann das tägliche genörgel losgeht "warum hast du nocht keinen job?" "lass mch in ruhe!" etc.
das könnt ihr euch auch telefonisch geben, aber so hast wenigstens du dein einkommen.

spart schonmal kräftig was an, damit ihr dann hier gleihc ein gutes finanzpolster habt, sollte das mit seinem job nicht gut gehen.
man sollte schon mindestens drei monatzeinkommen auf der seite haben, sechs sind besser.

komplett neu anfangen heisst nicht, dass die welt zu ende geht :lol:
ist auch wirklich aufregend, interessant - -kurz, ein abenteuer.
seh es als solches, dann macht es vielleicht auch spass. nehm viel humor mit, der ist überlebenswichtig. nehm telefonnummern mit, um dich auszuheulen und totzulachen, nehm erinnerungen mit, um dich aufzuheitern, lass die schlechten erinnerungen dort.

wegen deinem kind: mach dir darum keine sorgen - solange du glücklich bist, und du dich liebevoll um dein kind kümmerst, wird es keinen schaden daran nehmen flexibilität zu lernen.
dorith ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2003, 18:15   Ich verliere langsam den Mut Beitrag #3
treihhusa
Amerika Kenner
 
Registriert seit: 07.12.2002
Beiträge: 370
Hallo Angel,

ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen und moechte mich dem anschliessen was Dorith bereits geschrieben hat. Nur dann macht es wirklich Sinn, ansonsten kommst Du hier nicht zur Ruhe und qualst Dich dann nur noch mit den Gedanken, ob es nicht doch besser waere wieder zurueck zu gehen, weil durch Heimweh geplagt. etc. Wenn die Lage einigermassen geregelt ist, kommen solche Gedanken nicht so schnell auf und Du kannst Dich auf andere Sachen konzentrieren.

Die Arbeitssituation ist mehr als bescheiden und Du hast Recht, es wird wirklich schlecht gezahlt. Ich suche schon seit 5 Monaten nach einem Job und kann einfach nichts gescheites finden. Ich wohne in der Naehe von L.A. aber wenn sich nicht bald was tut, muessen wir hier weg. Es ist schon wirklich bloede.

Also, bleib erst einmal in Deutschland und sag Deinem Mann, das Du nicht eher kommen kannst, bevor er eine einigermassen vernuenftige und akzetable Basis fuer Euch geschaffen hat. Er muss das einsehen und vielleicht probiert er dadurch neue Wege und sieht den Ernst.

Alles Gute!
treihhusa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2003, 22:07   Ich verliere langsam den Mut Beitrag #4
Anne K.
Amerika Tourist
 
Registriert seit: 17.05.2003
Beiträge: 235
Liebe Angel,
Du tust mir wirklich leid, bloede Situation!!!!
Dorith und Torsten haben absolut Recht!!!
Dein Mann MUSS sich mal ein bisschen anstrengen, immerhin hat er Verantwortung fuer Euch und Ihr seid doch eine Familie, die zusammen halten muss! Bleib hier, bis er etwas gefunden hat.
Wegen der anderen Sachen (Freunde, Fremde, Deiner Mutter, Kind) wuerde ich mir nicht so viele Sorgen machen, ich denke auch, Dein Kind ist gluecklich, wenn die Eltern es sind und ist da zu Hause, wo Ihr seid und vorallem,. wo Ihr ihm ein wirkliches ZUHAUSE gebt! Egal wo!
Sprachlich und sozial wird Euer Kind die wenigsten Schwierigkeiten haben.
Ich wuensche Euch auch ALLES GUTE!!!!!
Liebe Gruesse, Anne

P.S. Und tritt Deinen Mann mal ein bisschen in den Po!
Anne K. ist offline   Mit Zitat antworten
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