Da mir dieses Forum schon durch den schweißtreibenden Visumsprozess geholfen hat, hoffe ich auch für meine Bewerbung etwas Unterstützung zu bekommen. Vielen lieben Dank im voraus schon einmal.
Zu meiner Situation:
Ich habe in Deutschland an der Uni Frankfurt BWL studiert und damit fangen die Probleme auch schon an. Mit meiner Note (2,2), der Studiendauer (11 Semester) und dem Tiel (Diplom-Kaufmann) können zumindest größere Arbeitgeber in Deutschland was anfangen. Hier wohl eher weniger.
Wie soll ich das alles übersetzten?
Soll ich etwa versuchen einen GPA zu errechnen ~ 2,8? oder soll ich eine Spanne angeben (1.0 being the best 6.0 being the worst) Oder ganz weglassen? Am liebsten würde ich ja ne durschnittsnote oder Top 20% meines Jahrgangs angeben, aber die Info gibt meine tolle Uni nicht raus.
Wie soll ich den Titel übersetzen? Leo.org war keine große Hilfe. German MBA equivalent halte ich für etwas großspurig und geht ja meine ich auch eher in die Management Richtung. Diploma hört sich für amis wohl nach nichts besonderem an. Business School Graduate vielleicht? Ist ja irgendwo zwischen Bachelor und Master.
Ich habe das Glück, dass mein Studiengang von der AACSB akkreditiert wurde. Ich schätze das werde ich in das resumee schreiben, was denkt ihr?
Berufserfahrungen habe ich von einigen auch hier Bekannten Unternehmen. Ich war bei PWC sowohl Praktikant als auch Festangestellt. Wie 90% aller anderen wurde ich in 2 Wochen vor Ende der Probezeit zu Beginn der Wirtschaftskrise entlassen. Meine Zeugnisse sind jedoch 1+ mit Sternchen. Bringen mir hier aber gar nichts oder? Soll ich mir die überhaupt übersetzen lassen? Meine Ersparnisse sind nicht mehr sooo dicke, daher würde ich darauf gerne verzichten, wenn es eh nichts bringt.
Wie macht man es mit Referenzen? Ich hatte einen Mentor für den ich sehr viel gearbeitet habe und der denke ich auch viel von mir hielt. Wie es sich für die Wirtschaftsprüfungsbranche gehört, arbeitet er mittlerweile nicht mehr für das unternehmen. Macht dies etwas? Kenne ansonsten nicht mehr viele da. Ich konnte mit HR ganz gut, kann oder sollte man die angeben?
Danach war ich bei einer kleiner WP/Steuerkanzlei. Ca. 1,5 Jahre. War länger krank und habe dann gekündigt um nochmal zu studieren. Haben die mir wohl übel genommen. Der Chef hat mir zwar angeboten als Referenz zu dienen, hat mir aber jetzt (mit mega Verspätung) ein mieses Zeugnis ausgestellt. Gegen das will ich mich noch wehren, dann ist aber die Referenz eventuell weg. Was tun? (Mir ist bewusst dies ist nicht unbedingt
USA spezefisch und erwarte hier keine Antwort. Muss da wohl selbst in mich gehen)
Gebe ich Studentenjobs an? Stand 3 Jahre bei Axel-Springer am Fließband und war bei der Telekom und Accenture im Controlling. Falls ja, wie nenne ich das? Leo meint dies wären interns, auch wenn es keine Praktika waren???? Brauche ich auch hier Referenzen?
Zu meiner Stellensuche: Ich will nicht unbedingt ins Rechnungslegung/Prüfung zurück. Eher so in die Controlling Richtung. Excel Tabellen sind auch nicht mein Traum, aber diese und die Eingabe von Daten zu optiemieren macht mir schon Spaß. Hier wäre ich natürlich Berufsanfänger. Soll ich meinen Lebenslauf dann komplett amerikanisch rückwärts-chronologisch aufbauen, oder mein Studium in den Vordergrung rücken? Könnt ihr mir ein paar Vorlagen empfehlen? Die Basics habe ich drauf, kein Foto usw aber irgendwie sehen die alle so langweilig und wenig professionell aus. Auf meinen deutschen war ich stolz, hier komme ich gar nicht klar.
Irgendwelche Berufsideen die auf meinen Hintergrund halbwegs passen? Das ich kleine Brötchen backen muss ist mir klar, aber Frikadellen umdrehen will ich noch nicht. Ich bin zudem nation-wide mobil, meine Frau ist bald mit dem college fertig und kommt überall mit hin.
Weiß jemand wie lange ich nochmal ans College möchte um Deutschlehrer zu werden? Hab hier Ewigkeiten im Internet gesucht, der Weg sieht sehr steinig aus, aber ich höre aus meinem erweiterten Bekanntenkreis auch viele positive Beispiele. Diese waren jedoch vor No Child Left Behind (oder wie die Qualitätinitiative hieß)
puh, das war viel, nochmals danke für's lesen und für eventuelle Antworten.