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Alt 27.04.2011, 08:18   Heirat & Baby in USA oder Deutschland? Beitrag #1
youngmiss
Newbie
 
Registriert seit: 27.04.2011
Beiträge: 2
Heirat & Baby in USA oder Deutschland?

Hallo ihr Lieben,

ich bin seit heute neu in diesem Forum und hoffe dass ich hier den ein oder anderen Tipp hier bekommen kann.

Long story short:
Nach langer Zeit möchte mein Freund (Amerikaner) und ich (Deutsche) ;-) endlich Nägel mit Köpfen machen. Ende Mai kommt er wieder rüber und dann wollen wir uns verloben. Wir hatten uns das eigentlich so gedacht, dass er - sobald er wieder in den Staaten ist - alles in die Wege leitet um das K1 Visum zu beantragen. Wenn das alles irgendwann durchgeht möchte ich rüber und dann innerhalb der 3-Monats-Frist heiraten (wie das halt so läuft). Er möchte auch, dass ich dann auf jeden Fall gleich drüben bleib und wir das mit der Greencard regeln (was ja ebenfalls noch ein bißchen dauern wird). Das ist DER PLAN.

Jetzt hab ich aber so ein paar Bedenken bezüglich der Vor- und Nachteile.
Das "Problem" ist dass ich auch an Deutschland hänge. Mehr als er an Amerika. Er wäre auch offen gewesen hier rüber zu kommen, allerdings haben wir bessere Chancen in den USA. Damit meine ich dass er drüben einen superguten Job hat (12 Jahre in der selben Firma immer noch ohne Vertrag!!! und nicht in der Army) und ein Haus. Ich habe hier auch einen guten Job (allerdings nur für deutsche Verhältnisse) aber nur eine kleine Wohnung und nicht wirklich viel Erspartes. Das hieße er müsste hier richtig zurückschrauben und mit Jobsuche usw. würde es auch sehr schwierig werden, da er kaum Deutsch kann.

Wir wollen dann auch eine Familie gründen und ein Kind bekommen. Und das ist jetzt der springende Punkt für mich. Wenn ich jetzt nach Amerika gehe und später dort schwanger werde dann bekomme ich ja kein Geld, richtig? Das hieße, dass ich auf das Elterngeld was ich in Deutschland bekommen würde (was aufgrund meines nicht schlecht bezahlten Jobs ne ganze Menge wäre!!) komplett verzichten müsste. Jetzt wollte ich fragen, ob vielleicht jemand weiß, wie es sich verhalten würde wenn ich in Deutschland schwanger werden würde und dann zu Beginn der Elternzeit in die USA umziehen würde. Wäre mir dann das Elterngeld gesichert?
Ich weiß dass es für meinen Freund absolut kein Problem ist mich finanziell "auszuhalten" aber da ich schon seit ich denken kann für mich selber Sorge und alles was ich habe auch selbst bezahlt habe könnte diese Situation für mich etwas schwerer werden....

Ich hoffe, dass ich nun nicht zu viel geschrieben habe und die ein oder andere Person meinen Beitrag bis zum Ende durchgelesen hat.

Ich würde mich sehr über Antworten freuen.
youngmiss
youngmiss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2011, 08:44   Heirat & Baby in USA oder Deutschland? Beitrag #2
Gast18808
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von youngmiss Beitrag anzeigen
Hallo ihr Lieben,

ich bin seit heute neu in diesem Forum und hoffe dass ich hier den ein oder anderen Tipp hier bekommen kann.

Long story short:
Nach langer Zeit möchte mein Freund (Amerikaner) und ich (Deutsche) ;-) endlich Nägel mit Köpfen machen. Ende Mai kommt er wieder rüber und dann wollen wir uns verloben. Wir hatten uns das eigentlich so gedacht, dass er - sobald er wieder in den Staaten ist - alles in die Wege leitet um das K1 Visum zu beantragen. Wenn das alles irgendwann durchgeht möchte ich rüber und dann innerhalb der 3-Monats-Frist heiraten (wie das halt so läuft). Er möchte auch, dass ich dann auf jeden Fall gleich drüben bleib und wir das mit der Greencard regeln (was ja ebenfalls noch ein bißchen dauern wird). Das ist DER PLAN.

Jetzt hab ich aber so ein paar Bedenken bezüglich der Vor- und Nachteile.
Das "Problem" ist dass ich auch an Deutschland hänge. Mehr als er an Amerika. Er wäre auch offen gewesen hier rüber zu kommen, allerdings haben wir bessere Chancen in den USA. Damit meine ich dass er drüben einen superguten Job hat (12 Jahre in der selben Firma immer noch ohne Vertrag!!! und nicht in der Army) und ein Haus. Ich habe hier auch einen guten Job (allerdings nur für deutsche Verhältnisse) aber nur eine kleine Wohnung und nicht wirklich viel Erspartes. Das hieße er müsste hier richtig zurückschrauben und mit Jobsuche usw. würde es auch sehr schwierig werden, da er kaum Deutsch kann.

Wir wollen dann auch eine Familie gründen und ein Kind bekommen. Und das ist jetzt der springende Punkt für mich. Wenn ich jetzt nach Amerika gehe und später dort schwanger werde dann bekomme ich ja kein Geld, richtig? Das hieße, dass ich auf das Elterngeld was ich in Deutschland bekommen würde (was aufgrund meines nicht schlecht bezahlten Jobs ne ganze Menge wäre!!) komplett verzichten müsste. Jetzt wollte ich fragen, ob vielleicht jemand weiß, wie es sich verhalten würde wenn ich in Deutschland schwanger werden würde und dann zu Beginn der Elternzeit in die USA umziehen würde. Wäre mir dann das Elterngeld gesichert?
Ich weiß dass es für meinen Freund absolut kein Problem ist mich finanziell "auszuhalten" aber da ich schon seit ich denken kann für mich selber Sorge und alles was ich habe auch selbst bezahlt habe könnte diese Situation für mich etwas schwerer werden....

Ich hoffe, dass ich nun nicht zu viel geschrieben habe und die ein oder andere Person meinen Beitrag bis zum Ende durchgelesen hat.

Ich würde mich sehr über Antworten freuen.
youngmiss

Sorry...12 Jahre ohne Vertrag?
Was fuer nen Vertrag? Hier gibt es nicht wirklich Arbeitsvertraege.

Ich verstehe deinen Plan nicht wirklich.

Wann willst du denn schwanger werden?
Waehrend er im Mai jetzt rueberkommt?
Und dann wenn das K-1 durch ist, was machst du dann...schwanger?
Alles so timen das es genau mit Geburt etc zusammenpasst?
Viel Glueck dabei.

Ich denke du wirst kein Elterngeld bekommen wenn du DE verlaesst und dann in den USA schwanger wirst, noch wirst du Elterngeld bekommen wenn du in DE dein Kind bekommst und dann in die Staaten gehst.
Warum auch...du lebst nicht mehr in Deutschland.

Ich hab das Gefuehl du machst 2 Denkfehler.

Erstens solltest du ueber die Tatsache hinwegkommen das dein zukuenftiger Ehemann dich 'aushaelt'.
Ihr seid Partner und wenn ihr beide Kinder wollt, dann ist doch klar das einer Broetchen verdient waehrend der andere sich ums Kind kuemmert.

Zweitens wenn du sagst das du es gewohnt bist fuer dich selber zu sorgen, aber im naechsten Atemzug von Elterngeld redest, dann passt da fuer mich was nicht, weil du dann nicht selber sorgst sondern nur einen Anspruch auf Beihilfe vom Staat hast...selber sorgen sieht irgendwie anders fuer mich aus, aber das bin nur ich.

Wenn dein zukuenftiger Mann einen guten Job hat mit dem er dich und Kind versorgen kann,dann sehe ich kein wirkliches Problem.

Jazz
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Alt 27.04.2011, 09:19   Heirat & Baby in USA oder Deutschland? Beitrag #3
Anjaxxo Frau
Wahl-Amerikaner
 
Benutzerbild von Anjaxxo
 
Registriert seit: 06.07.2009
Ort: Canandaigua NY
Beiträge: 956
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Naja, wenn sie in Deutschland schwanger wird, in Deutschland ihr Kind bekommt und dann Elterngeld beantragt, koennte sie schon diese Zeit im Ausland verbringen, denke ich(wenn sie dann ein Visum hat), wer sagt denn, dass sie sich dafuer in Deutschland aufhalten muss, sie muss sich ja nicht, wie ein Arbeitsloser, regelmaessig irgendwo melden oder sich bereit halten, jederzeit einen Job anzufangen.
Allerdings muss sie, glaube ich, einen Wohnsitz in Deutschland haben und bestimmte Voraussetzungen dafuer erfuellen.

Zitat:
Unter bestimmten Voraussetzungen kann Elterngeld auch während des Aufenthaltes im Ausland gewährt werden. Weitere Informationen finden Sie dazu in der unten angeführten Broschüre

http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generato...e,rwb=true.pdf:
Das Problem sehe ich in dem Fall eher in der Planung, denn auf den Zeitpunkt genau eine Schwangerschaft zu planen, wird wohl nicht funktionieren.

Ansonsten stimme ich Jazz in allem zu. Ich wuerde mein Leben nicht danach planen, wie ich das meiste Geld vom Staat bekomme.

Geändert von Anjaxxo (27.04.2011 um 10:36 Uhr)
Anjaxxo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2011, 10:46   Heirat & Baby in USA oder Deutschland? Beitrag #4
die_katta
Newbie
 
Registriert seit: 05.04.2011
Beiträge: 45
Zitat:
Zitat von Anjaxxo Beitrag anzeigen
Naja, wenn sie in Deutschland schwanger wird, in Deutschland ihr Kind bekommt und dann Elterngeld beantragt, koennte sie schon diese Zeit im Ausland verbringen (wenn sie dann ein Visum hat), wer sagt denn, dass sie sich dafuer in Deutschland aufhalten muss, sie muss sich ja nicht, wie ein Arbeitsloser, regelmaessig irgendwo melden oder sich bereit halten, jederzeit einen Job anzufangen.
Ich glaube, dafür gibt es ein Wort.....das nennt man SOZIALBETRUG.... Man kann es zwar so machen, aber legal ist das nicht.
die_katta ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2011, 14:49   Heirat & Baby in USA oder Deutschland? Beitrag #5
geoduck
Ehrenmitglied
 
Benutzerbild von geoduck
 
Registriert seit: 06.09.2007
Beiträge: 8.852
Wenn du so sehr an Deutschland haengst , deinem Job und all den sozialen Hilfen, dann solltest du es dir sehr genau und sehr lange ueberlegen, ob du wirklich diesen Sprung ueber den grossen Teich machen willst. Denn die USA sind nicht D, auch wenn viele Leute das denken.
Wenn es dir ums Geld geht- Kinder sind teuer. Wenn du dich nicht von deinem Mann 'aushalten" lassen willst,- day care ist teuer.
Ihr bekommt Steuerverguenstigungen fuer jedes Kind, aber Elterngeld und Kindergeld, das kannst du vergessen. Und auch das du, falls du arbeiten willst, viel Zeit freibekommst wenn du ein Kind hast. Wenn du Glueck hast, bekommst du einige Wochen frei. Wenn du mehr Zeit frei haben willst, musst du deinen Urlaub aufsparen oder unbezahlten Urlaub nehmen.
geoduck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2011, 15:25   Heirat & Baby in USA oder Deutschland? Beitrag #6
Gast28871
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von youngmiss Beitrag anzeigen
Ich weiß dass es für meinen Freund absolut kein Problem ist mich finanziell "auszuhalten" aber da ich schon seit ich denken kann für mich selber Sorge und alles was ich habe auch selbst bezahlt habe könnte diese Situation für mich etwas schwerer werden....
Der Satz ist doch eigentlich ein Widerspruch in sich. Du hast Probleme, dich von jemandem "aushalten" zu lassen, aber wenn der Steuerzahler fuer dich aufkommen muss ist das etwas anderes? Die logische Konsequenz sollte in der Situation eigentlich sein, dass du sofort nach der Geburt/Mutterschutz wieder in deinen Beruf einsteigst und fuer dich selber sorgst.

Ich weiss nicht, was fuer dich bzw. euch besser ist - Deutschland oder USA, das kannst nur du entscheiden. Nur so viel, mach die Entscheidung nicht von ein paar Kroeten Elterngeld abhaengig. Ueberlegt euch gut, wo ihr euch als Familie eher gluecklich seht. Ausbildung, Jobchancen, Lebensart, Lebensgefuehl.... etc. sollten im Vordergrund stehen und nicht wieviel Kindergeld steht mir wo zu.

Elterngeld & Co bekommst du nach einem Umzug in die USA nur noch, wenn du einen Wohnsitz in D aufrecht erhaelst. Und dieser Wohnsitz muss ein richtiger Wohnsitz sein, alles andere ist Beschiss.
  Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2011, 15:41   Heirat & Baby in USA oder Deutschland? Beitrag #7
youngmiss
Newbie
 
Registriert seit: 27.04.2011
Beiträge: 2
Zitat:
Zitat von Florida02 Beitrag anzeigen
Der Satz ist doch eigentlich ein Widerspruch in sich. Du hast Probleme, dich von jemandem "aushalten" zu lassen, aber wenn der Steuerzahler fuer dich aufkommen muss ist das etwas anderes? Die logische Konsequenz sollte in der Situation eigentlich sein, dass du sofort nach der Geburt/Mutterschutz wieder in deinen Beruf einsteigst und fuer dich selber sorgst.

Ich weiss nicht, was fuer dich bzw. euch besser ist - Deutschland oder USA, das kannst nur du entscheiden. Nur so viel, mach die Entscheidung nicht von ein paar Kroeten Elterngeld abhaengig. Ueberlegt euch gut, wo ihr euch als Familie eher gluecklich seht. Ausbildung, Jobchancen, Lebensart, Lebensgefuehl.... etc. sollten im Vordergrund stehen und nicht wieviel Kindergeld steht mir wo zu.

Elterngeld & Co bekommst du nach einem Umzug in die USA nur noch, wenn du einen Wohnsitz in D aufrecht erhaelst. Und dieser Wohnsitz muss ein richtiger Wohnsitz sein, alles andere ist Beschiss.
Danke für eure Antworten!

Erstmal vorne weg, ich habe hier auf keine Art und Weise gesagt, dass ich das deutsche Sozialsystem rollen möchte. Es war lediglich eine Frage. Außerdem finde ich es hart ausgedrückt, dass die Steuerzahler für mich aufkommen sollen! Schließlich bin ich auch einer davon, oder nicht? Habe seit ich denken kann durchgehend gearbeitet und musste noch nie irgendwelche Sozialleistungen in Anspruch nehmen! Hatte hier objektive Antworten erwartet und nicht dass man mich als (durch die Blume) Sozialbetrügerin (o.ähnliches) darstellt. Außerdem möchte ich kein Kind bekommen um SOFORT danach wieder ins Berufsleben einzusteigen. Ich würde mir wünschen die ersten Jahre für mein Kind da sein zu können (das ist ja auch Sinn und Zweck von Elternzeit und Elterngeld).
youngmiss ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2011, 16:29   Heirat & Baby in USA oder Deutschland? Beitrag #8
Toapert
Super-Moderator
- Kojak is mine -
 
Benutzerbild von Toapert
 
Registriert seit: 29.08.2007
Ort: Pacific Northwest
Beiträge: 21.461
Ich denke das Elterngeld etc pp ist erstmal zweitrangig. Zunaechst muesstet ihr ueberlegen ob dein Freund mit mangelnden Deutschkenntnissen und seiner Ausbildung (wird die anerkannt in D.?) ueberhaupt vermittelbar ist. Und wenn ja, wieviel verdient er dann?

Wie sieht es umgekehrt fuer dich aus? Wie gut ist dein Englisch im Vergleich zu seinem Deutsch, welche Jobs stehen dir in den USA offen usw.

Mit welchem GESAMT-Einkommen koennt ihr in D. vs USA rechnen und was koennt ihr euch davon leisten ? (inklusive KV)


Wenn du nicht von ihm "abhaengig" sein willst, wie waers, wenn er dann mit dem Baby zu Hause bleibt und du generierst das Einkommen? Oder ihr macht beide je einen Halbtagsjob?
Toapert ist offline   Mit Zitat antworten
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