Hi Guys,
die Einreise an der Emigration verlief diesmal sehr schnell.
Tatzen scannen, Däumeling scannen, in die Webcam grinsen. Man sieht es zig mal bevor man dran ist und jeder, fast jeder, kommt vor Aufregung mit der Reihenfolge der Abläufe durcheinander, während der freundliche Officer gebetsmühlenartig immer den gleichen Text abspult - nur ich nicht, breites Grinsen - Abfrage meiner Daten beim CIA, FBI, Secret Service, CSI und dann kurze Rückmeldung vom MI6: "Der tut nix!" Zwei krachende Stempel in den Pass, Klebchen auf die Rückseite. "Welcome to America!"
Auf die Family kurz gewartet und ab zum Kofferholen. Wenige Minuten später hatten wir unser Gepäck auf einem Wägelchen und machten uns auf den Weg zum "Rental Car Shuttle" - überall gut ausgeschildert.
Raus an die frische Luft - frisch??? Von wegen : Brüllende Hitze. Also ab zur Haltestelle und Asyl im Schatten gesucht. Boahr, ist das heiß hier.
Da wir nicht die Ersten waren, mussten wir zwei Shuttle-Busse abwarten, bis wir endlich mit unserem Gepäck in einen klimatisierten Bus durften.
Am Car Rental angekommen ging es dann zum Schalter von Dollar. Ich hatte hier einen Midsize SUV gebucht. Ersten war Dollar zum Zeitpunkt der Buchung ein bisschen günstiger als Alamo, zweitens standen wir beim letzten USA-Urlaub bei Alamo über zwei Stunden an, bis wir endlich unser Auto bekamen.
Die Formalitäten waren bei Dollar schnell erledigt. Zusatzversicherungen wurden angeboten, ohne aufdringlich zu werden. Ich lehnte dankend ab und bekam die Unterlagen für die Fahrzeugübernahme.
Eine Etage weiter standen die Autos in der Choiceline. Wir hatten die Wahl zwischen einem grauen KIA Sportage und einem grauen KIA Sportage. Also entweder ja, oder doch. Es war ansonsten auf der ganzen Parkpalette von Dollar nicht ein weiterer SUV.

Okay, was soll´s.
Also Schlüssel übernommen und raus aus dem Parkhaus Richtung Wal Mart in Flughafennähe. Bereits nach ein paar hundert Metern viel uns auf, dass das Auto zwar durch die Waschstraße gefahren wurde, aber nur ganz oberflächig gesäubert wurde. Lenkrad, Griffe, Ablagen - alles klebte und überall roter Staub.
Nun wurde ein großer Kanister Wasser, ein Mikrofasertuch und Reinigungsmittel gekauft und das Auto auf dem Wal Mart Parkplatz, zum Staunen der anderen Kunden, erstmal sauber gemacht.
Alt geht, gebraucht geht, hässlich geht, alles kein Thema - dreckig und klebrig geht gar nicht.

Von diesem Tage an stand fest: Wir werden keine Freunde, aber wir werden miteinander klar kommen. Außerdem: Dollar, never again und KIA, nein danke.
Ein paar weitere Gründe hierfür folgen im Verlaufe meines Reiseberichts noch.
Da konnte auch der bullige V 6 Motor nicht drüber hinweg trösten.
P.S. Für den Staub auf dem zweiten Foto war ich zu einem späteren Zeitpunkt selbst verantwortlich.
Es grüßt der NightRider