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13.05.2010, 15:49
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Florida Rundreise Beitrag #1
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Amerika Tourist
Registriert seit: 16.02.2008
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Beiträge: 126
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Florida Rundreise
Hallo alle zusammen! Endlich kann auch ich einen Reisebericht beisteuern. Ich hoffe, ihr findet ihn interessant zu lesen! (Leider ist er nicht so aktuell wie manche andere. Und ich hab das noch nie gemacht - daher muss ich erst heraus finden, wie man auch Bilder dazu gibt. Bitte um Verständnis!)Unsere FLORIDA RUNDREISE 26. Dezember 2009 bis 5. Jänner 2010:ORLANDO - MARRITT ISLAND NATIONAL WILDLIFE REFUGE - KENNEDY SPACE CENTER - FORT PIERCE - KEYS - KEY WEST - EVERGLADES NATIONAL PARK - OCHOPEE - NAPLES - FORT MYERS - TAMPA - HOMOSASSA WILDLIFE STATE PARK - ORLANDOSamstag, 26. Dezember:Am 26. Dezember starten wir, das sind Monika, Ingrid und Elisabeth, unsere Reise nach Florida. Wir haben einen angenehmen Flug von Wien nach Frankfurt, wo wir gleich mit einem Elektrowagerl abgeholt und zu unserem Weiterflug nach Orlando gekarrt werden. Dieser Service erspart uns nicht nur unnötiges Herumwandern am Frankfurter Flughafen, sondern vor allem auch viel Zeit, da wir an den langen Warteschlagen problemlos vorbei gefahren werden. Die Sicherheitskontrollen sind harmlos und kein Problem – und das obwohl am Vortag ein Bombenanschlag in einem amerikanischen Flieger stattgefunden hat und daher erhöhte Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind.Der Flug von Frankfurt nach Orlando ist lange. Über die mehr als zehn Stunden helfen uns drei Filme, gutes Futter und einige Sudokus. Die letzte Stunde, so will es die amerikanische Sicherheitsbehörde als Konsequenz vom Vortag, müssen wir sitzend verbringen, dürfen weder aufs Klo noch an unser Handgepäck, die Bildschirme werden abgedreht und auch Decken und Polster sind nicht mehr gestattet. Dank dieser Maßnahmen fühlen wir uns natürlich wesentlich besser beschützt vor Terroristen, allerdings dauern die letzten 60 min. dadurch noch mal extra lange. Irgendwann ist aber auch der lange Flug vorbei und auf dem Weg zur Autoübernahme versuchen wir uns schon auf alle möglichen Upgrade-Tricks einzustellen. Wie sich dann heraus stellt, ist das gar nicht nötig, niemand will uns was andrehen. Wir sind erstaunt! Auch die Wahl unseres Autos verläuft prima. Wir können anfangs nur unser Glück nicht fassen – wir haben einen Intermediate SUV gebucht und können als einer Reihe schnuckeliger, riesiger Wagen wählen. Wir entscheiden uns für einen großen, geräumigen SUV in weiß, der uns sehr gefällt und der sich fahrtechnisch als ausgezeichnet herausstellt. Wieder fallen wir etwas aus der Reihe, als wir beginnen den Wagen gründlich zu inspizieren und den mexikanischen Einparkschakel nach technischen Details zu fragen. Leider versteht der gute Mann kaum Englisch und kennt sich beim Auto scheinbar weniger aus als wir, er gibt uns aber den guten Rat, einfach alle Knöpfe mal auszuprobieren und zu schauen was dann passiert. Ja, prima Tipp, danke!Unser Hotelzimmer erreichen wir problemlos nach ca. 45 Minuten Fahrt über die mautpflichtige Autobahn. Bei Dunkelheit und hundemüde fallen wir dann ins Bett und schlafen erstmal gut – mit einigen Unterbrechungen auf Grund des Jetlags – bis zum Morgen.Gefahrene Kilometer: 100Sonntag, 27. Dezember:Nach einem typisch amerikanischen Frühstück mit Plastikgeschirr besuchen wir das Marritt Island National Wildlife Refuge und sind begeistert von der wunderbaren Sumpflandschaft mit den Mangrovenwäldern und den vielen Vögeln, die sich hier tummeln. Wir sind ganz entzückt als wir – zwar aus der Ferne, aber doch – Krokodile ausmachen können! Wahnsinn!Anschließend fahren wir zum Kennedy Space Visitor Center. Hier verbringen wir den ganzen Tag. Wir sehen interessante Filme über die bemannte Raumfahrt und machen bei einer Tour mit verschiedenen Stationen auf dem Raumfahrtsgelände mit. Ingrid und Elisabeth sind besonders mutig, wir wagen bei einem simulierten Spaceshuttlestart mitzumachen und sind begeistert. Das Space Visitor Center ist großartig gemacht, es gibt viel zu bestaunen und wir erleben einen wirklich schönen Tag.Anschließend fährt uns Monika sicher und souverän die Küste entlang bis Vero Beach, wo wir gegen 20.00 Uhr unser Hotel erreichen und zufrieden die unterwegs erstandenen Instant-Nudelsuppen schlabbern. Mit einem warmen Gefühl im Bauch gehen wir sehr müde schlafen.Gefahrene Kilometer: 160
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13.05.2010, 15:49
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Florida Rundreise Beitrag #2
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Amerika Tourist
Registriert seit: 16.02.2008
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Beiträge: 126
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Montag, 28. Dezember:Wir sind heute bereits gegen 6.30 auf den Beinen und machen uns zu aller erst einmal auf den Weg zum Frühstück. Nach dem Auschecken fahren wir zu Walmart und erstehen alles, was für ein autarkes Leben in den USA nötig ist: Obst, Brot, Wurst Bei Fort Pierce besuchen wir den Strand, halten unsere nackten Zehen zum ersten Mal ins Meerwasser und genießen die Sonne beim anschließenden mittäglichen Picknick. Danach fahren wir über die Interstate 95 weiter. Ab Fort Lauderdale ist sehr viel Verkehr. Ingrid bringt uns aber sicher ans Ziel in Florida City kurz vor den Keys. Wir erreichen unser Hotel um etwa 18.00, betanken den Wagen und gehen zu Danny’s gut Abendessen. Nach einem kurzen Verdauungsspaziergang beenden wir den Tag durch Systemabsturz.Gefahrene Kilometer: 360Dienstag, 29. Dezember:Heute gibt es ein richtig gutes Frühstück, bei dem wir uns den Wanst voll schlagen und uns anschließend auf der US 1 nach Süden zu den Keys aufmachen. Die Keys vermitteln perfektes karibisches Flair. Die Sieben-Meilen-Brücke sowie die weiten Mangrovenwälder rechts und links der Strasse beeindrucken uns sehr. Das Meer glitzert in den unterschiedlichsten Blau- und Türkistönen. Wir machen einen Abstecher zum Bahia Honda State Park, genießen dort Sandstrand vom Feinsten und strecken unsere Füße in den eher kühlen Atlantik – was andere nicht davon abhält, darin zu baden.Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang und Picknick neben dem Meer geht unsere Fahrt weiter Richtung Key West. Wir landen leider kurz vor unserem Ziel in einem nicht enden wollenden Stau. Gegen 15.45 kommen wir dann aber doch noch bei unserem B&B an und beziehen das Zimmer, das sehr eigenwillig, aber mit Charme eingerichtet ist.Wir machen uns sogleich zu Fuß auf den Weg zum Hafen um den Sonnenuntergang zu bewundern und werden nicht enttäuscht. Was für ein Anblick! Die Stadt ist voller Menschen, jedes Lokal und die Straßen sind überfüllt. In einer Nebengasse finden wir dann ein uriges Lokal und freuen uns über das leckere Essen. Danach spazieren wir wieder heim in unser B&B und bestaunen unterwegs noch originell weihnachtlich geschmückte Häuser – einige sind stilsicher und geschmackvoll, andere … nicht ganz. Gegen 21.00 fallen wir müde ins Bett.Gefahrene Kilometer: 210Mittwoch, 30. Dezember:Unser B&B ist nett und speziell. Wir scharren schon mit den Hufen, als es um 8.30 endlich Frühstück gibt – wie immer aus Plastikgeschirr. Wir essen sehr gut und viel vom super-leckeren, frischen Gebäck und Fruchtsalat (und auch von allem anderen). Anschließend checken wir aus und fahren zum Southern Most Point für einen Fotostopp. Hier ist der südlichste Punkt der kontinentalen USA und wir sind hier deutlich näher an Kuba als an der Hauptstadt Washington, D.C. Wir stolpern auf dem Weg zurück zum Auto fast über einen freilaufenden Hahn, der wohl in der angrenzenden Militärbasis lebt. Interessante Kombination.Wir machen uns wieder auf den Weg nach Norden über die Keys. Auf dem Weg besuchen wir den Coral Reef State Park und freuen uns auf eine – angeblich wundervolle – Glasbodenbootfahrt, um die einzigartigen Korallenriffe dieser Gegend zu bestaunen. Allerdings ist die bereits ausgebucht für heute – und für das gesamte Jahr. Man empfiehlt uns doch jetzt schon für den kommenden Winterurlaub zu buchen … was wir dann aber doch nicht tun. Auch Kajak ist schön, aber leider auch ausgebucht. Schade. So spazieren wir eben durch einen Mangroventrail und verbringen einige Zeit am Strand. Nach einem Kaffeestopp geht es dann zurück nach Florida City und abends noch in den Everglades National Park, wo wir den sensationellen Sonnenuntergang bewundern. Wir fahren danach begeistert von den Eindrücken zurück in unser Hotel und erstehen auf einem strategisch günstig gelegenen Obstmarkt Papayas und Mangos, die wir gleich abends verputzen. Mhmm, lecker! Wir schicken noch schnell ein Mail nach Hause und gehen dann bald schlafen.Gefahrene Kilometer: 280
Geändert von krankeschwester (13.05.2010 um 15:54 Uhr)
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13.05.2010, 15:50
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Florida Rundreise Beitrag #3
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Amerika Tourist
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Donnerstag, 31. Dezember:
Wir tanken wieder an der gleichen Tankstelle, die wir auch schon vor unserem Besuch auf den Florida Keys beehrt haben und machen uns danach auf in den Everglades National Park. Nach einem kurzen Erkundungsspaziergang haben wir glücklicherweise die unerwartete Möglichkeit an einer von einem Ranger geführten Radtour teilzunehmen. Diese zweistündige Fahrt mitten durch die Everglades ist ausgesprochen interessant und informativ. Wir stoppen immer wieder, um vom Ranger Tier- und Pflanzenwelt dieses einzigartigen Ökosystems erklärt zu bekommen. Es ist sehr warm und sonnig und am Ende der Radtour sind wir begeistert, zufrieden und bereit für ein gutes Mittagessen!
Daher schlagen wir gleich am Parkplatz unsere Zelte fürs Mittagessen auf und besuchen danach frisch gestärkt den Gumbo Limbo Trail, benannt nach einer besonderen Baumart, die auch „Nackter Indianer“ heißt aufgrund seiner roten Rinde. Wir bewundern diese schönen und speziellen Bäume auf dem Trail und gleich daneben auf dem Anlinga Trail sehen wir aus allernächster Nähe ganz viele Krokodile, die sich in aller Ruhe in der Sonne aalen. Wir sind schwer beeindruckt von diesen Tieren, die zwar behäbig aussehen, sich aber blitzschnell bewegen können. Hin und wieder stockt uns der Atem, wenn wir beobachten, wie manche Besucher ganz nahe an die Tiere heran gehen, um Fotos zu machen oder ihre Kinder direkt neben den Tieren herumtollen lassen. Wir fragen bei einem Ranger nach, wie viele Unfälle mit Krokodilen es hier wohl pro Jahr gibt und sind erstaunt über die Antwort: Im gesamten Everglades National Park ist es bisher noch nie zu einer Krokodilattacke gekommen – was allerdings nicht an den vorsichtigen Besuchern liegt, nein, es ist für ein Krokodil einfach zu viel Arbeit sich über einen Menschen herzumachen, wenn er sich auch viel einfacher an Fischen und Vögeln bedienen kann.
Voll bepackt mit grandiosen Eindrücken von Flora und Fauna machen wir uns auf den Weg rund um den Everglades National Park. Die Everglades sind eigentlich ein einziger breiter und sehr flacher Fluss – der aufgrund der Bebauung und intensiven landwirtschaftlichen Nutzung immer mehr an Wasser verliert, austrocknet und von Pestiziden verunreinigt wird. Dadurch gerät das fragile Ökosystem immer mehr aus dem Gleichgewicht und es ist ungewiss, ob die Everglades diese Veränderungen verkraften werden.
Beim Shark Valley gibt es wieder die Möglichkeit in die Everglades zu fahren. Das lassen wir uns nicht zwei Mal sagen und machen bei einer 30-minütigen Rangerführung mit, die uns sehr gefällt. Die Rangerin erzählt uns viel über die Krokodile, die sich wieder direkt neben uns am Weg aufgereiht haben. Auch Krokodilbabies gibt es zu bestaunen. Nach einem impulsiven „Jö!“ und Näher-gehen-wollen weist uns die Rangerin allerdings darauf hin, dass immer da, wo kleine Krokobabies sind, auch die meist eher nicht sonderlich tolerante Mutter in der Nähe ist. Dieser Hinweis lässt uns gleich mal etwas mehr Abstand halten. Und überall tummeln sich Schildkröten und Vögel. Da sollten die Krokos noch eine Weile was zu Essen haben.
Auf der Weiterfahrt rund um den Everglades National Park stoppen wir in Ochopee, wo es das kleinste Postamt der USA zu bestaunen gibt. Das ist tatsächlich winzig und noch dazu ziemlich abgelegen. Gegenüber des kleines Verschlages ist nur ein einziges Haus, vermutlich lebt der Postler hier und kann sich praktischerweise selbst seine Briefe zustellen. Ansonst dürfte hier nicht wirklich „die Post“ abgehen.
Wir fahren weiter zu unserem sehr netten Hotel in Naples. Es ist Silvester und wir grübeln auf dem Weg zum Hotel schon darüber, wie wir uns wohl bis Mitternacht die Zeit und Müdigkeit, die sich in unseren Knochen breit macht, vertreiben könnten, als wir zufällig bei der Rezeption ein Schild sehen, auf dem ein Silvesterfeuerwerk für 17.30 angekündigt ist. Interessant – Elisabeth meint noch zu dem netten Herrn an der Rezeptionsbudl, dass es hier scheinbar zwei Feuerwerke gibt – ein zeitiges und ein „richtiges“ um Mitternacht. Darauf hin erklärt uns der Knabe, dass dies Florida – das Land der Pensionisten - sei und um 21.00 alles schlafen würde. Daher gibt es das Silvesterfeuerwerk allen Ernstes schon um 17.30 und das war es dann. Aha!
Naja, uns freut es irgendwie. Wir machen uns also gleich auf zum Strand, wo wir genau rechtzeitig ankommen, um das Spektakel mitzuerleben. Hier darf nicht jeder einfach Feuerwerke in die Luft ballern oder mit Pöllern rumkrachen wie bei uns – nein, es gibt ein wirklich schön gemachtes, 30-minütiges Feuerwerk, das wir im Sand sitzend beobachten und in das allgemeine „oh“ und „ah“ und „jö“ der Amerikaner (die teilweise mit ihrem elektrischen Rollstuhl bis zum Stand gefahren sind) einstimmen. Wir dürften den Altersdurchschnitt an diesem Abend ganz schön gedrückt haben.
Anschließend gehen wir Abendessen in einem typischen Diner, in dem wir von der Kellnerin als „honey“ angesprochen werden, was etwas strange wirkt, wenn man gleichzeitig einen Seniorenteller bestellt. Wir werden mit typisch amerikanischem, aber gutem Futter versorgt und genießen noch unsere schnuckelige Hotelanlage, um dann in die Federn zu fallen.
Gefahrene Kilometer: 250
Freitag, 1. Jänner:
Beim morgendlichen TV-News-Update erwischen wir zufälligerweise eine Übertragung des Neujahrskonzertes. Na, wenn das keine heimatlichen Gefühle weckt! Wir erfreuen uns an einem suuuuper Früstücksbuffet im Hotel und Elisabeth wirft sich danach auch noch kurz ins hoteleigene Schwimmbad.
Wir fahren noch mal zurück zum Everglades National Park, diesmal zum nordwestlichen Eingang nach Everglades City. Dort machen wir bei einer zweistündigen Bootstour mit, sie bringt uns in die Region der Tausend Inseln. Hier sehen die Everglades wieder ganz anders, aber auch ebenso beeindruckend aus. Es ist heute sehr frisch, besonders auch durch den Fahrtwind, aber wir werden belohnt. Wir sehen wilde Delphine, die mit dem Boot spielen und viele Vögel, die das neue Jahr eher ruhig angehen. Die dürften wohl gestern etwas über die Stränge geschlagen haben.
Nach dem Mittagessen fahren wir auf der Interstate 75 nach Norden bis Fort Myers. Unterwegs dorthin kommen wir in einen gewaltigen Regen – es ist so heftig, dass man teilweise gar nichts mehr sehen kann. Wir können aber nicht mal rechts ranfahren – so was ist in den USA scheinbar nicht vorgesehen. Also tasten wir uns halt langsam weiter.
In Fort Myers beziehen wir unser Hotel und fahren danach auf Monika’s Bestreben zum Edison & Fort Winter Estate, wo wir Edison’s Labor bewundern und seine vielen cleveren Erfindungen – vom Toaster bis zur Glühbirne - würdigen. Sein Garten löst ebenfalls Begeisterung bei uns aus. Der gute, alte Edison war nämlich nicht nur passionierter Erfinder, sondern züchtete auch jede Menge Pflanzen. Der dürfte wirklich ein ausgesprochen interessantes Kerlchen gewesen sein. Wir essen abends Suppe im Hotel und schlafen danach bald ein.
Gefahrene Kilometer: 220
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13.05.2010, 15:51
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Florida Rundreise Beitrag #4
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Amerika Tourist
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Samstag, 2. Jänner:
Wir tanken wieder und machen uns dann auf den Weg weiter nach Norden. Heute ist es sehr frisch, aber sonnig. Über die Autobahn I 75 kommen wir zügig nach Tampa und erreichen mittags Bush Gardens. In diesem Erlebnispark ist das nachgebaut, was sich Amerikaner unter Afrika vorstellen. Es sind sehr viele Leute im Park und man muss bei jeder Attraktion lange in der Schlage stehen, was mit der Zeit etwas mühsam ist. Mit einem Zug fahren wir durch die „Serengeti“ und schweben mit einer Gondel auch über all die afrikanischen Tiere, die man in der Serengeti angeblich finden kann. Ein 4D Film über Piraten steht auch auf unserem Programm – wir sitzen strategisch so, dass wir nicht mit Wasser bespritzt werden. Gut so!
Abends können wir uns kaum noch auf den Beinen halten und es ist uns kalt. Trotzdem fahren wir noch zu Walmart, wo sich Monika eine neue Reisetasche kauft. Wir essen warme Sandwiches bei Walmart und erstehen einige wenige Sachen. Müde kommen wir gegen 21.45 in unser Hotelzimmer und schlafen bald ein. Heute heizen wir in der Nacht ein, weil es tatsächlich kalt geworden ist. Wie sich später herausstellt, ist dieser Winter der kälteste den Florida in den letzten zehn Jahren erlebt hat. Wir sind entzückt, bei derart geschichtsträchtigen Ereignissen dabei gewesen zu sein.
Gefahrene Kilometer: 240
Sonntag, 3. Jänner
Heute stehen wir bereits gegen 6.30 auf und frühstücken. Draußen ist es sehr kalt. Wir fahren weiter zu unserem nördlichsten Ziel dieser Reise: dem Homosassa Wildlife State Park, einem kleinen, feinen und sehr jungen Park, der sich den Schutz der Seekühe auf die Fahnen geschrieben hat. Hier gibt es warme Quellen, die vom Meer aus zugänglich sind und den empfindlichen, aber friedlichen Seekühen als Winterquartier dienen.
Mit einem Boot erreichen wir den Park und glauben zu allererst große Steine im flachen Wasser zu sehen – bis wir bemerken, dass sich diese „Steine“ langsam bewegen. Es sind Seekühe! Wir sind tief beeindruckt von diesen Tieren und bewundern sie über Wasser ebenso wie durch eine Aussichtsplattform, die uns die Unterwasserwelt zeigt. Neben den vielen Manatees, die sich hier tummeln gibt es eine Vielzahl an riesigen Fischen, die quasi Flosse an Flosse im warmen Wasser abhängen.
Bei einem Informations-Talk erzählt ein Ranger über diese gefährdeten und beeindruckenden Tiere und wir dürfen bei einer Fütterung zusehen. Kranke Tiere werden hier aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen. Fast alle Manatees haben tiefe Narben auf ihren Körpern – Zeichen der Zivilisation, die für viele Seekühe auch tödlich endet. Viel zu oft werden Manatees von rücksichtslosen Motorbootfahrern überfahren und schwer verletzt.
Neben der Manatee-Station im Homosassa Wildlife State Park gibt es auch noch eine Art Zoo für alle möglichen heimischen Tiere Floridas, denen wir natürlich auch noch einen Besuch abstatten. Ein Nilpferd haben die hier auch. Das ist zwar kein Bewohner Floridas, dafür aber ein berühmter Filmstar (u.a. aus Daktari) und für Filmstars gelten ja immer andere Regeln. Wir sind dabei, wie das Nilpferd mit ganzen Melonen gefüttert wird. Beeindruckend.
Nach einer wärmenden Suppe, die richtig gut tut, fahren wir wieder mit dem Boot aus dem Park und erstehen noch einige nette Souvenirs im Museumsshop in dem Wissen, damit auch etwas gutes für die Tiere getan zu haben, denen der Erlös zugute kommt.
Wir machen uns anschließend auf den Weg nach Osten, zurück Richtung Orlando. Dort sind wird begeistert von unserem Hotel, wir leeren das Auto (das sich im laufe der Reise trotz großer Ladefläche ziemlich angefüllt hat) und Ingrid und Elisabeth bringen den Wagen gleich anschließend zur Automietstation zurück. Die Fahrt zum Disney World, wo der Wagen abgegeben werden soll, ist allerdings nicht ganz so einfach: das Disney World Gelände ist quasi eine Stadt in der Stadt, wir fahren und fahren und fahren, weit und breit ist nichts und niemand zu sehen, finster ist es und der Tank ist fast leer. Als wir uns schon damit abfinden, wohl irgendwo falsch abgebogen zu sein und wir uns unserem Schicksal, Gestrandete im Disney Resort zu sein, hingeben wollen, sind wir plötzlich da! Die Rückgabe ist dann derart kurz und schmerzlos, dass nicht mal mehr die Zeit für ein Abschiedsfoto mit dem Wagen ist – als wir die Kamera gezückt haben, ist der Wagen schon fort.
Mit dem Taxi fahren wir bis zu einem Outlet Center, wo wir Abend essen und von dort mittels I-Ride zurück zum Hotel gelangen. Hier kommen wir dann endlich gegen 21.00 an. Monika, die im Hotel geblieben ist, hat sich bereits Sorgen gemacht. Gott sei Dank unbegründet.
Gefahrene Kilometer: 450
Geändert von krankeschwester (13.05.2010 um 15:55 Uhr)
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13.05.2010, 15:54
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Florida Rundreise Beitrag #5
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Amerika Tourist
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Montag, 4. Jänner:Elisabeth’s Handy schrillt uns um punkt 6.00 Uhr morgens aus dem Schlaf. Nach einem wirklich ausgezeichneten Frühstück mit Speck und Eiern und richtigen Porzellanhäferln (wir sind entzückt!) lassen wir uns mit dem hoteleigenen Taxi zu Discovery Cove fahren. Durch einen tropischen Garten gelangen wir zu einer paradiesischen Strandanlage. Wir sind begeistert! Eingehüllt oder besser gesagt: eingepresst in ausgesprochen eng anliegende Moltoprenanzüge kommen unsere weiblichen Rundungen erstaunlich vorteilhaft zur Geltung und es wird uns klar, dass wir zuhause wohl wieder ein Weight Watchers Programm starten sollten. Derartig gut isoliert ist es auch gar nicht mehr so frisch.Wie auch immer, wir besuchen die Vogelvolaire, wo wir die Herzen (oder zumindest die Mägen) vieler zahmer Vögel mit Futter für uns gewinnen können. Unsere Köpfe dienen einigen als Landeplatz. Anschließend durchschwimmen und -schnorcheln wir den warmen, tropischen Fluss, der sich unendlich lange durch das Gelände windet und voller tropischer Fische und Pflanzen ist, die wir ausgiebig bestaunen. Es dauert mehr als eine Stunde um eine Runde im Fluss zu schwimmen – so groß ist die Anlage. Es ist genial schön und wir können uns gar nicht satt sehen. Wir genießen das warme Wasser, streicheln Rochen und durchschwimmen ein Korallenriff. Das Mittagessen schmeckt hervorragend. So stellen wir uns das Paradies vor (vielleicht noch etwas wärmer)!Absoluter Höhepunkt ist aber der Kontakt mit den Delfinen. „Unser“ Delfin Sejay ist ein faszinierendes Wesen: kraftvoll, verspielt und intelligent. Kleinste Handbewegungen des Trainers setzt er um und hat doch seinen ganz eigenen Willen. Wir streicheln ihn und lassen uns von ihm durch das Wasser ziehen. Der Delfin ist ein wahres Kraftpaket und es scheint, als würde er nicht einmal bemerken, dass wir mit unseren paar extra Kilos an ihm dranhängen. Wir haben mehr als eine halbe Stunde intensiven Kontakt mit Sejay und sind begeistert. So etwas haben wir noch nicht erlebt. Nach all den vielen Eindrücken packen wir uns warm ein und legen uns etwas in die Sonne, um anschließend noch mal schnorcheln zu gehen. Viel zu schnell vergeht die Zeit und wir müssen unsere Sachen packen und mit dem I-Ride wieder ins Hotel zurück fahren. Dieser Tag wird wirklich unvergesslich bleiben!Dienstag, 6. Jänner:Heute packen wir unsere prallen Koffer und spazieren noch den International Drive entlang. Dabei entdecken wir ein Chinalokal mit grandiosem Buffet. Also schlagen wir dort unsere Mittagszelte auf und uns die Mägen voll ehe wir wieder zurück ins Hotel und von dort nach einem kurzen Verdauungsschlaf per Taxi zum Flughafen fahren. Dort heißt es dann wie immer lange in der Schlage stehen und warten, warten und nochmals warten bis endlich der Schalter aufgemacht wird und wir auch einchecken dürfen. Wir sind aber trotzdem froh, so zeitig am Flughafen gewesen zu sein, die Schlange wird nämlich schnell unendlich lange und wickelt sich um den ganzen Terminal. Wie so oft ist auch dieser Flug überbucht und Stewardessen versuchen verzweifelt Freiwillige zu finden, die erst morgen fliegen wollen und können. Interessiert fragen wir, was wohl passiert, wenn sich nicht genügend Freiwillige melden. „Dann müssen die letzten eben unfreiwillig hier bleiben“ kommt als Antwort und wir umklammern unsere Tickets noch etwas fester. Die geben wir nicht mehr her!Sekunden vor der Sicherheitskontrolle, für die wir ebenfalls wieder eine Weile angestellt waren, schießt es Ingrid ein, dass sie ihre Blutverdünnungsspritze noch nicht gespritzt sondern im Handgepäck liegen hat – in genau dem Handgepäck, das jede Sekunde durchleuchtet werden wird. Wir haben gerade noch so viel Zeit, uns auszumalen, wie man uns abführt, mit dem Stiefel auf den Boden drückt, nach Drogen oder Sprengstoff durchsucht und als Terroristen brandmarkt, dann sind wir auch schon durchleuchtet und …. keiner hat die Spritze entdeckt! Und das trotz erhöhter Sicherheitswarnstufe und angeblich besonders gründlicher Untersuchungen. Ein Hoch auf die Sicherheitsbeamten. Wir fragen uns, was hier wohl noch alles übersehen wird und wundern uns irgendwie nicht mehr, wie am 25. Dezember der Detroit-Attentäter Feuerwerksraketen mit an Board nehmen konnte. Nach weiteren Stunden des Wartens ist unser Flug endlich unterwegs Richtung Frankfurt, wo wir auch wohl behütet landen und wieder per Elektrowagerl einmal durch halb Deutschland gefahren werden – zumindest kommt es uns so vor. Gut, dass wir diesen Service gebucht haben, sonst hätten wir den Anschlussflug sicher nicht so entspannt erreicht. Wir bekommen dann auch noch Priority Boarding – danke, sehr nett! – und büseln bis kurz vor der Landung.Damit ist unsere Reise nach Florida zu Ende.Insgesamt gefahrene Kilometer: 2.270So, wie gesagt, wegen Fotos schau ich noch. Ich möchte mich auf diesem Weg für all die Hilfestellung und Tipps bedanken, die ich hier schon so oft bekommen habe (und wieder brauche - ich plane gerade eine AMTRAK Reise für diesen Sommer und würde mich über jeden Tipp freuen!)
Danke Leute!
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10.06.2010, 12:07
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Florida Rundreise Beitrag #6
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Amerika Fan
Registriert seit: 31.05.2010
Ort: NRW
Beiträge: 55
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Danke für diesen schönen und wirklich klasse geschriebenen Reisebericht! Ich war selber schon oft in Florida, habe aber immer komplett andere Sachen da gemacht und von daher war eure Reise als Anregung für den nächsten Besuch schon sehr interessant. Hoffentlich kannst du die Fotos noch nachträglich einfügen!
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10.06.2010, 18:48
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Florida Rundreise Beitrag #7
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Super-Moderator
Registriert seit: 06.01.2007
Ort: Bayern
Beiträge: 4.477
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Hallo krankeschwester,
da ein Reisebericht ohne Bilder nur Halb so schön ist  hier mal ein Link für Dich: http://www.amerika-forum.de/bilder-einfuegen-78164.html
Viele Grüße (und bald weiterschreiben...)
Richie
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30.08.2010, 13:15
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Florida Rundreise Beitrag #8
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Amerika Tourist
Registriert seit: 16.10.2008
Ort: Frankfurt
Beiträge: 134
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Die "Krokodile" sind übrigens Alligatoren!  Schnell wegrenn und versteck!
Kommt denn keine Fortsetzung? Bin doch schon soooo gespannt!
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