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Reiseberichte USA

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Alt 01.02.2010, 17:53   Faszination USA 2009 Beitrag #9
harry1985 Mann
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Beiträge: 16
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Tag 26
Las Vegas – Valley of Fire
Am nächsten Tag fahren wir zum Valley of Fire State. Den Namen verdankt dieser Park seinen feuerroten Sandsteinformationen, die vor 150 Millionen Jahren aus riesigen Wanderdünnen entstanden. Wir fahren den Scenic Drive durch den Park und bleiben immer wieder stehen, um auf den faszinierenden Steinen herum zu klettern und in die kleinen Höhlen zu steigen. Beim Rainbow Vista sehen wir auf ein Meer von bunten Steinen, extrem beeindruckend. Es ist kaum zu glauben, wie solche Landschaften und Felsformationen entstehen können. Es wirkt fast so, als hätte sie jemand mit Händen geformt.
Zurück in Las Vegas gehen wir am Abend auf die Freemont Street, welche auch als Glitter Gulch bekannt ist. Hier wurden die ersten Leuchtreklamen aufgestellt. Hier ist es noch heller als am Strip. Die Straße liegt unter einem Stahlbaldachin – wozu ein Dach, wenn es doch gar nicht regnet? Es stellt sich heraus, dass das Dach eine riesige Leuchtreklame ist, 27 m hoch und 450 m lang, von welchem spektakuläre Licht- und Soundshows ausgestrahlt werden. Das Thema ist gerade Summer of 69. Jede halbe Stunde drehen die Casinos ihre Lichter ab und die Reklame wird eingeschaltet, ein Wahnsinn. Außerdem sehen wir noch einen Elvis und Beatles Imitatoren, welche gerade ein gratis Konzert geben. Ein gelungener Abschluss in Vegas.



Tag 27
Las Vegas – Zion Nationalpark
Heute verlassen wir Las Vegas, unser Ziel ist der Zion Nationalpark. Im Herzen dieses wunderschönen Nationalparks liegt der Zion Canyon, welcher vom Virgin River geformt wurde. Schließlich haben noch Wind, Regen und Eis ihr Übriges getan. Die Wände erheben sich 600 m hoch und werden von Gipfeln in Rot- und Weißschattierungen gekrönt. In den Canyon selber gelangt man nur mit einem Shuttle Bus, von den Haltestellen beginnen zahlreiche kurze und längere Wanderungen.
Die erste Wanderung führt uns zu den Emerald Pools. Es sind insgesamt 3 kleine Tümpel, welche durch kleine Wasserfälle gespeist werden. Es geht steil bergauf, durch tiefen Sand, es ist heiß und anstrengend. Oben angekommen stehen wir vor einer senkrechten Wand aus rotem Stein.
Nachdem wir unten im Tal auf einer Wiese eine kleine Pause machen, gehen wir den Riverside Walk im Temple of Sinawava. Der Wanderweg schlängelt sich anfangs entlang des Virgin River. Nachdem das Tal immer enger wird, führt die Wanderung schließlich im Fluss weiter. Wir verzichten auf das kühle Nass und gehen zurück. Der Park ist ein echtes Wanderparadies, obwohl es teilweise sehr heiß ist. Der Kontrast zwischen den grünen Pappel-, Eichen- und Weidenwäldern und den roten und weißen Felsen ist einfach wunderschön.



Tag 28
Zion Nationalpark – Bryce Canyon
Weiter geht es in Richtung Osten zum Bryce Canyon Nationalpark. In der Früh müssen wir aber erst wieder durch den Zion Nationalpark. Schließlich kommt ein unbeleuchteter langer Tunnel durch den Berg. Die roten Felsen des Zion werden nach und nach durch weiße abgelöst, es wird grün und mehr und mehr Bäume sind zu sehen.
Endlich kommen wir am Bryce Canyon an. Wir fahren auf einer Straße mitten durch einen Wald auf einer Art Hochebene, wir ahnen noch nichts vom Canyon selber. Doch dann geht es zum ersten Aussichtspunkt am Abgrund des Canyon und wir können die rot-weißen Hoodoos sehen. Diese bunten Felsen charakterisieren diesen Park. Von der 30 km langen Panoramastraße hat man eine gute Aussicht auf das Gewirr unzähliger rosa, orange und rot leuchtender Felsnadeln. Diese Hoodoos entstanden, als Regen und Wind die härteren Felsen aus dem Sandstein heraus frästen, die später zu skurrilen Formen verwitterten. Und der Prozess dauert noch weiter an. Wir fahren die Panoramastraße bis zum Ende und bleiben bei den zahlreichen Vista Points stehen. Von jedem einzelnen haben wir eine atemberaubende Aussicht.

Zurück am Sunrise Point gehen wir schließlich den Queen’s Garden und Navajo Loop Trail. Dieser Rundweg führt uns hinab in den Canyon und windet sich dann zwischen den engen Canyons und Felsen, hin und wieder auch quer durch. Zum Schluss geht es im Zickzack eine steile Wand hinauf. Teilweise geht es direkt neben uns steil bergab und man hat Angst, dass der Boden weg bricht. Am Sunset Point angekommen, gehen wir den Rim Trail entlang wieder zurück. Den Bryce Canyon zu Fuß erforschen ist wesentlich besser als mit dem Auto. Im Tal unten wirken die Farben und Felsformationen noch viel beeindruckender. Zum Schluss fahren wir noch zu Mossy’s Cave. Eine kleine Wanderung führt uns zu einer Art Höhle und einem kleinen Wasserfall. Wir fragen uns, woher das Wasser kommt, alles ist sonst trocken hier.



Tag 29
Bryce Canyon – Calf Creek Falls – Capitol Reef Nationalpark – Goblin Valley - Moab
Am nächsten Tag heißt es dann sehr früh aufstehen. Wir fahren zum Sunrise Point, um uns den Sonnenaufgang anzusehen. Die Sonne lässt auf sich warten und es ist so bald in der Früh extrem kalt, es hat keine 10 Grad. Doch es hat sich gelohnt, die Sonne kommt hinter einem Berg zum Vorschein und bringt die Hoodoos zum Leuchten.

Anschließend fahren wir zu den Calf Creek Falls. Dort machen wir eine 10 km lange Wanderung zum Lower Calf Creek Fall. Sie führt uns durch eine schöne Schlucht, anfangs über Felsen, dann durch tiefen Sand. Teilweise müssen wir uns durch dichtes Gebüsch kämpfen. Eidechsen queren immer wieder unseren Weg. Schließlich hört man den Wasserfall und wir sind endlich am Ziel. Vor uns eine halbrunde Felswand, wo das Wasser über 40 m in die Tiefe stürzt und sich in einem Pool sammelt. Da der Park noch so unbekannt ist, sind wir fast die Einzigen hier. Die Farben des Wasserfalls sind einfach nur atemberaubend. Ein wunderschöner Ort abgeschieden vom Rest der Welt. Am Rückweg dann noch eine kleine Überraschung: eine Schlage läuft uns über den Weg. Anschließend fahren wir weiter zum Capitol Reef Nationalpark.

Der Capitol Reef Nationalpark umfasst eine 160 km lange bunte Felswand, die vor rund 65 Millionen Jahren entstand. Schon von weitem sehen wir die rot, weiß, orange Wand. Je näher man kommt, desto beeindruckender ist sie. Die Erdschicht, die sich aufwölbte, bildete Spalten, in denen Wasser eingeschlossen Wurde. Die abenteuerliche Fahrt entlang des teilweise unbefestigten Scenic Drive Road bietet einen Überblick über die Gegend. Am Schluss führt uns ein unbefestigter Weg in eine Schlucht bis zum Capitol George. Die Fahrt ist echt abenteuerlich, teilweise mit sehr engen Kurven und Gegenverkehr, also besser etwas langsamer fahren. Die Farben und Felsformationen sind einfach faszinierend. So farbenfroh war es bisher noch nirgendwo, das Panorama einfach nur traumhaft.

Am Ende des Tages besuchen wir noch Goblin Valley, ein Tal aus Steinpilzen. Die Fahrt dorthin führt uns durch eine faszinierende Landschaft. Die Zufahrtstraße zum Park selber fehlte, natürlich wieder einmal „Road Work“. Es ging also durch Erde und Schlamm. Das Tal zeichnet sich durch tausende einzigartige braun gefärbte Felsskulpturen inmitten der Great Basin Desert aus. Die Goblins wurden in einem rund 150 Millionen Jahre andauernden Prozess gebildet. Das weiche Gestein wurde durch Wind und Wasser abgetragen, das harte blieb zurück. Die Felsformationen laden geradezu ein, auf ihnen herum zu klettern, was wir auch machen. War echt lustig. Erstaunlich ist auch, dass solche Felsformationen nirgendwo sonst zu sehen sind, nur in diesem kleinen State Park. Unser Ziel heute Abend ist schließlich Moab, die erste größere Stadt seit langem.

harry1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2010, 17:55   Faszination USA 2009 Beitrag #10
harry1985 Mann
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Tag 30
Moab – Arches Nationalpark
Heute besuchen wir den Arches Nationalpark, welcher die weltweit größte Ansammlung natürlicher Felsbögen hat, über 80 dieser Naturwunder finden sich hier. Der Park „schwimmt“ auf einem Salzlager, das sich unter dem Druck der Felsmassen verflüssigte. Vor rund 300 Millionen Jahren drückte es nach oben und brach den darüber liegenden Sandstein auf. Die zwischen den weiter erodierten Rissen frei liegenden „Gesteinsflossen“ verwitterten so, dass die harten Oberflächenfelsen als solide Bögen verblieben.
In der Früh fahren wir gleich bis zum Ende des Parks, um dort eine gut 15 km lange Wanderung zu den Bögen zu machen. Doch dies ist keine normale Wanderung, denn sie führt uns quer über die Felsen. Teilweise geht es über einen schmalen Felsrücken, daneben bis zu 10 m steil bergab. Die Wanderung ist bloß mit zusammengelegten Steinen markiert. Schlägt man den falschen Weg ein, steht man schon bald vor einem Abgrund. Es ist echt abenteuerlich. Im Laufe des Tages wird es immer heißer und die Kletterei scheint kein Ende zu nehmen. Leider haben wir zu wenig Wasser mit, doch zwei Franzosen helfen uns aus. Schließlich kommen wir direkt zu den beeindruckenden Felsbögen und können durch sie durch gehen. Unter anderem zum Landscape Arch, mit 91 m Länge der längste Naturbogen der Welt, und zum Double O Arch, zwei Bögen direkt übereinander. Dann geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Nach einer kleinen Verschnaufpause fahren wir noch ein paar Vista Points ab und schließlich zum Delicate Arch. Die Sonne ist stechend heiß, wir sind müde und erschöpft, dennoch wandern wir nochmal knapp 2 Stunden 140 Höhenmeter hinauf zum Delicate Arch. Der Wanderweg führt uns wieder quer über die Steine. Es gibt kaum Sträucher oder Bäume, also auch keinen Schatten, wo wir uns vor der Sonne schützen könnten. Doch als wir oben angekommen sind, hat sich die ganze Anstrengung gelohnt. Der Bogen steht völlig frei und ist riesengroß. Gleich daneben befindet sich eine Art Schüssel aus Stein. Hier oben haben wir auch eine gute Sicht auf die La Sal Mountains. Da es schon spät ist, sind wir fast die einzigen hier. Nach einer kleinen Pause geht es wieder runter, im Laufschritt, denn das ist weniger anstrengend als gehen.
Zuletzt fahren wir noch zur Window Section mit dem Turret Arch und den nebeneinander stehenden Bögen North und South Window. Erst als wir direkt unter den Bögen stehen merken wir wie enorm groß sie sind. Bevor wir den Park verlassen, kommen wir noch am Balanced Rock vorbei, ein auf einer Sandsteinnadel balancierender Felsen. Kaum zu glauben, dass er nicht hinunter fällt. Heute war zweifelsfrei der anstrengendste Tag unserer Reise, 20 km bei 35 Grad über Felsen klettern ist extrem anstrengend, doch das war es wert. Nur so konnten wir die Naturwunder des Parks direkt erleben.



Tag 31
Moab – Gooseneck State Park – Monument Valley - Page
In der Früh fahren wir zum Gooseneck State Park. Vor uns liegt eine große Ebene, auf einmal geht es steil bergab. Der San Juan River grub sich in Millionen von Jahren 300 m tief in den Stein und schuf diese 3 beeindruckenden Schlaufen. Die verschiedenen Gesteinsschichten sind deutlich zu erkennen. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es wohl eine so perfekte und gleichmäßige Szenerie.
Anschließend fahren wir zum Monument Valley. Schon von weiten sind die bis zu 300 m hohen Tafelberge zu sehen. Diese uralten Giganten sind ein Symbol des amerikanischen Westens und Filmkulisse für zahlreiche Filme. Das gesamte Gelände befindet sich in einem Reservat der Navajo Indianer. Wir starten unseren Besuch im Visitor Center und fahren dann die unbefestigte Straße quer durch den Park. Diese Fahrt ist wohl die abenteuerlichste auf unserer Reise: Teilweise tiefer Sand, in dem wir fast stecken bleiben, dann wieder über Felsen, bei denen wir Angst haben, dass die Reifen platzen oder wir gar aufsetzen und dann gibt es wieder riesige Schlaglöcher mitten auf der Straße. Da einmal rein gefahren, kommt man nie wieder heraus. Unser Auto muss einiges durchmachen und ist danach ganz rot vom Staub. Wir hätten auch mit einem Bus fahren können, doch so ist es lustiger und man kommt der Natur noch viel näher. Die Landschaft ist einfach nur atemberaubend. Es ist wie immer sehr heiß. Am Straßenrand sitzen die Navajo Indianer und verkaufen ihren selbst gemachten Schmuck. Schließlich fahren wir weiter, durch eine Landschaft ohne jegliche Zivilisation, wie immer halt. Unser Ziel ist Page.
In Page angekommen, wissen wir plötzlich nicht mehr wie spät es ist, denn hier gibt es keine Sommerzeit und somit gewinnen wir eine Stunde. Abends fahren wir noch zum Glen Canyon Staudamm. Zuerst zu einem Aussichtspunkt und dann über eine Brück auf die andere Seite. Der Damm staut den Colorado zum Lake Powell, den zweitgrößten Stausee in den USA. Das Zusammenspiel der Farben vom blauen See und den roten Felsen ist einfach genial. Man sieht nirgendwo grüne Flächen, Sträucher oder Bäume, alles ist rot eingefärbt, einschließlich unser Auto. Das wird am Abend mal schnell etwas gewaschen.




Tag 32
Page – Horseshoe Bend – Navajo Bridge – Grand Canyon - Williams
Am nächsten Tag fahren wir nochmal runter zum Staudamm. Anschließend wollen wir zum Antelope Canyon, doch das Wetter spielt nicht mit, es beginnt zu regnen und keine Sonne weit und breit. Da vor einigen Jahren in diesem Canyon aufgrund starker Regenfälle 11 Touristen ertrunken sind, verzichten wir auf einen Besuch. Wir fahren also weiter und machen noch einen Halt am Horseshoe Bend. Nach einem kurzen Weg zur Abbruchkante können wir einen tollen Ausblick in den Canyon auf den grün-blau schimmernden Colorado genießen. Doch nicht lange, es beginnt wieder zu regnen, zum Glück haben wir die Regenjacken schon an. Schließlich gehen wir noch Kaffee trinken und fahren dann weiter in Richtung Grand Canyon. Auf der Fahrt dorthin machen wir noch einen Umweg zur Navajo Bridge, der höchsten Brücke der USA. Es ist der einzige Weg weit und breit über den Colorado River, welcher später den Grand Canyon bildet.

Auf der Fahrt ist hin und wieder in der Ferne der Abgrund des Grand Canyons zu erahnen. Doch erst als wir ankommen, erblicken wir die gesamten Ausmaße. Die Schlucht ist 350 km lang, bis zu 29 km breit und über 1 500 m tief. In 6 Millionen Jahren hat sich das Wasser des Colorado River seinen Weg durchs Colorado Plateau gebahnt. Für den gewundenen Flusslauf ist die geologische Eigenart des aus vielfarbigen Kalkstein-, Sandstein- und Tonschieferschichten bestehenden Plateaus verantwortlich, aus dem Erosion Felsformationen und -nadeln herausgebildet hat. Wind trug das Kalk- und Sandgestein ab, Regen schnitt Nebencanyons in den weichen Fels. Doch am mächtigsten war das Eis. Einzigartig ist das Zusammenspiel von Licht, Schatten und Farben.
An diesem Tag fahren wir alle Aussichtspunkte des östlicheren Desert View Drive ab, einschließlich Grand View Point. Am letzten Punkt angekommen beginnt es auch schon in Strömen zu regnen. Auf der Fahrt ins Hotel in Williams bleiben wir zweimal stehen. Viele Autofahrer fahren bei diesem Wetter ohne Licht, was einfach nur unverantwortlich ist, man sieht gar nichts. Wir müssen gut 100 km zum Hotel fahren, doch es geht wieder einmal nur gerade aus. Abends finden wir heraus, das durch Williams die Route 66 verläuft, unser Hotel liegt direkt an der Straße und ist das älteste in Arizona.




Tag 33
Williams – Grand Canyon
Am nächsten Tag fahren wir schon bald in der Früh zum Grand Canyon. Heute ist zum Glück schönes Wetter. Wir stellen unser Auto am Parkplatz ab und gehen teilweise zu Fuß den 1 500 m tiefen Abgrund entlang und fahren mit dem Shuttle Bus die Hermet Road entlang bis zum Ende. Die Sonne erleuchtet den Canyon heute in bunten Farben. Für eine längere Wanderung sind wir zu erschöpft, außerdem würden wir zwei Tage brauchen hinunter ins Tal und wieder herauf. Also begnügen wir uns mit dem Rim Trail und den Aussichtspunkten. Schließlich fahren wir wieder zurück nach Williams, machen noch einen Zwischenstopp am Kaibab Lake und gehen am Abend noch durch die Stadt, wo gerade ein Oldtimer Treffen an der Route 66 stattfindet. Wir sehen noch ein paar echt coole Autos.
harry1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2010, 17:56   Faszination USA 2009 Beitrag #11
harry1985 Mann
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Tag 34
Williams – Lake Havasu – Joshua Tree Nationalpark – Palm Springs
Heute liegt eine extrem lange Autofahrt vor uns. Ein Stück fahren wir auch auf der Historic Route 66 zwischenSeligman und Kingman. Doch es ist nicht mehr viel übrig vom alten Glanz dieser legendären Straße, eine Gerade mitten durchs Nirgendwo. Leider müssen wir gerade dort tanken, was etwas teurer ist. Schließlich fahren wir weiter nach Lake Havasu, einer kleinen netten Stadt mitten in der Wüste am gleichnamigen Stausee. Dort liegt die berühmte London Bridge. Diese wurde Stein für Stein aus England herüber transportiert. Doch leider gab es dafür keinen Fluss, über die sie führen konnte, daher wurde einfach ein künstlicher Wasserlauf geschaffen, auf dem heute zahlreiche Boote fahren. Da es extrem heiß ist, etwa 40 Grad, springen wir schnell ins kühle Nass.
Dann liegt eine weite Autofahrt vor uns, immer entlang des Colorado River. Direkt am Fluss ist es grün und dicht besiedelt, der Rest ist Wüste. Unser Ziel ist der Joshua Tree Nationalpark, der seinen Namen aufgrund der einzigartigen Joshua Trees erhalten hat, die es nur dort gibt. Der Park besitzt zudem rosa-graue Felsformationen, verlassene Mienen und Oasen. Wir fahren von Norden bis nach Süden quer durch den Park. Zudem machen wir eine kleine Wanderung, aber wirklich nur eine kleine, denn es ist heiß und hier gibt es Klapperschlangen. Im Süden sehen wir noch ein paar Kakteen und eine kleine Oase. Ansonsten hat der Park im Vergleich zu anderen wenig zu bieten. Am Abend kommen wir dann in Palm Springs, dem Winterquartier für Reiche und Berühmte aus L.A, an.



Tag 35
Palm Springs – L.A.
Der letzte Tag unserer Reise. In der Früh ausschlafen, packen und dann geht es auf dem 6-spurigen Freeway in Richtung L.A. Dort fahren wir noch nach Downtown, um uns das El Pueblo anzusehen, den ältesten Teil der Stadt. Die Olvera Street präsentiert sich hier im Stil eines mexikanischen Marktplatzes. Gleich daneben befindet sich die Union Station im Missionsstil. Unsere Suche nach einem Restaurant ist hier vergeblich, denn am Sonntag hat alles zu. Wir schauen also noch an der Walt Disney Concert Hall vorbei und fahren dann zum Farmer’s Market, dort ist schon etwas mehr los. Überall tummeln sich Leute. Ein letztes Mal gönnen wir uns ein gutes Essen in einem Restaurant, das 6. Mal übrigens mit Besteck und auf einem richtigen Teller.
Dann drehen wir noch eine kleine Runde und lassen anschließend noch unser Auto von fleißigen Mexikanern waschen. Dann geht es zurück zur Alamo Station, wo wir unsere Kühlbox einem Angestellten schenken. Wir sind übrigens über 6.600 km gefahren. Unser Proviant in der Kühlbox ist aufgebraucht, lediglich ein Müsli Riegel, den wir noch aus New York haben, ist übrig. Mit dem Shuttle Bus fahren wir zum Flughafen. Dort heißt es dann warten aufs Flugzeug und dann ab nach Hause. 11 Stunden Flug liegen vor uns.

harry1985 ist offline   Mit Zitat antworten
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