Wir sind noch nicht umgezogen, wir haben "nur" aktiviert. Von daher kann ich zum Auswandern noch nicht so viel sagen.
Zum Thema deiner Arbeit.
Für mich war USA immer ein Traum und mich schreckt auch keine Rezession oder Wirtschaftskrise zumal man sich nix vormachen muss, wenn die USA wirklich den bach hinuntergingen, zögen sie ganz Europa mit. Und weil es es gerade mal ausschaut,a ls stünde Europa "besser" da, als die USA, heißt das lange noch nicht, dass das so bleibt.
Und Europa steuert auf die nächste Krise zu, die ist imo so unabwendbar, wie das Amen in der Kirche, weiters glaube ich, dass ich in ein paar Jahren sehr froh bin, dass ich in Dollar anstatt Euro bezahlt werde.
Die Dinge, die für mich
Amerika lebenswert machen, die für mich ein persönlicher "Traum" sind, die sind nicht abhängig vom Prokopfeinkommen oder erwirtschafteten Bruttosozialproduktes. Die sind grundsätzlich:
* maximale Eigenverantwortung, damit auch maximale Möglichkeit, die eigenen Stärken, Talente und Fähigkeiten gewinnbringend einzusetzen
* generelle Offenheit gegenüber Innovationen und gegenüber Menschen
* das Land an sich, die Landschaft, die Architekur, die Vielfalt, die Vielseitigkeit, die Größe...
* die Vielzahl an Optionen und Möglichkeiten, die man mit wesentlich weniger Aufwand, Auflagen und staatlichen Restriktionen angehen kann.
(mein Liebelingsbeispiel ist immer noch, man stelle sich vor Bill gates hätte in einer deutschen Garage gebastelt -> windows wäre das englsiche Wort für fenster und Apple das Synonym für Computer, DOS ne Aufbewahrungseinheit für Gemüse, bei der das e vergessen wurde.. etc. pp. weil dem Bill die Garage dicht gemacht worden wäre, vom Ordnungsamt)
* Flexibilität, die Möglichkeit, immer etwas neues zu versuchen/machen ohne dass man gleich als "Aussteiger"/"Spinner" betrachtet wird.
ich kürze hier mal ab, sonst schreib ich nen Roman
Kurzum glaube ich, dass es einem in keinem anderen Land der Welt so einfach gemacht wird, sein persönliches Glück zu erschaffen (Betonung auf schaffen, denn tun muss man fei schon selbst was) wie in den USA und das glaube ich immer noch obwohl in den letzten Jahren (nach 9/11) einiges dazu gekommen ist (plus die wirtschaftliche Krise) was für mich zunächst mal sehr "unfrei und unamerikanisch" wirkt.
Unterm Strich:
wenn man einen Traum hat (oder mehrere) und bereit ist, hart für die Durchsetzung (Umsetzung) zu arbeiten und mit dem entsprechenden Talent oder zumindest Lernwillen gesegnet, dann geht das nach wie vor noch immer am besten (bzw. es werden einem die wenigsten Hürden in den Weg gestellt) in USA (meiner ganz persönlichen subjektiven Meinung nach)
Und wenns anders ist, kann ich in ein paar Jahren davon berichten (live und aus eigener Erfahrung) bis dahin bleibe ich dabei, dass ich davon ausgehe, dass ich mit gleichbeliebendem Engagement und Arbeitsleistung in USA unterm Strich besser dastehen werde, als jetzt hier. Und ich mag es hier, ich gehe mit einem weinenden Auge aus der schönsten Stadt Deutschlands!
EDIT: TYPO