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01.07.2010, 19:37
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten Beitrag #1
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Ehrenmitglied
Registriert seit: 28.04.2009
Ort: Zürich, früher Bregenz [A]
Beiträge: 2.325
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten
Sodala, nachdem ich wieder glücklich zurück bin, gibt's meinen neuen Reisebericht für die Community  . Vorgeschichte
Wie so ziemlich jedes Jahr ging im Januar/Februar wieder die Diskussion über das nächste Urlaubsziel los. Recht unentschlossen haben wir das Fotoalbum von letztem Jahr durchgeblättert bis zum Ende. Auf der letzten Seite saß da so unschuldig der America the Beautiful Annual Pass, gültig bis Juni 2010. Wir haben uns gegenseitig angeschaut, ich hab gesagt, der wär noch gültig, meine Freundin zurück, ja, der wär noch gültig. Am nächsten Tag hab ich zwei Routen zusammengestellt (DEN-LAS und SEA-SFO) und wir haben den National Park Guide von National Geographic rausgezogen. Schließlich dachten wir, rote Steine hatten wir letztes Jahr, das Foto vom Crater Lake ist super, in Forks kommt man auch vorbei, nehmen wir die Nordroute.
Die Route im Endeffekt wurde auch hier in die Routenplanung-Sektion gestellt und fand nur wenig Kritik. Es ging also folgendermaßen:
Tag 1: Zürich - Toronto - Seattle
Tag 2: Seattle
Tag 3: Seattle - Hurricane Ridge - Sol Duc (Olympic NP)- Forks
Tag 4: Olympic National Park (Rialto Beach und Hoh Rain Forest)
Tag 5: Forks - Quinault Rain Forest - Olympia
Tag 6: Olympia - Astoria
Tag 7: Astoria - Lincoln City
Tag 8: Lincoln City - Florence
Tag 9: Florence - Crater Lake National Park
Tag 10: Crater Lake
Tag 11: Crater Lake - Klamath Falls
Tag 12: Klamath Falls - Lava Beds NM - Chester
Tag 13: Lassen Volcanic NP
Tag 14: Chester - Muir Woods NM - San Francisco
Tag 15: San Francisco
Tag 16: San Francisco
Tag 17: San Francisco - Chicago - Zürich

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01.07.2010, 20:00
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten Beitrag #2
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Ehrenmitglied
Registriert seit: 28.04.2009
Ort: Zürich, früher Bregenz [A]
Beiträge: 2.325
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1. Tag: Zürich - Toronto - Seattle
Am 10.06. war es schießlich soweit: Abflug für meinen zweiten Urlaub in den Staaten. Mit Air Canada ging's um halb zwei Uhr mittags über den Teich nach Toronto zum Umsteigen. In der Immigrationhalle lauter Schilder die VWP-Reisende auffordern, den grünen Zettel auszufüllen, jedoch nirgends grüne Zettel zu finden und keiner wusste, wo's welche gibt. Eine CBP-Inspektorin hat mich gerettet und sagte mir, dass man in Toronto keine I-94W's mehr braucht. Finde, dann könnten sie auch die Schilder abhängen...
Ein paar Fragen über meine Arbeit an der Immigration, dann wurde beschlossen, dass ich kein Terrorist bin und ich durfte das Flugzeug in die USA nach Seattle besteigen.
5 h später landeten wir in Seattle, kämpften uns mehr schlafend als wach via baggage claim zum Alamo-Schalter, wo wir unseren Midsize Hyundai Elantra bekamen. War eigentlich ein sehr angenehmes Auto, groß genug für das ganze Gepäck und ziemlich sparsam (Gesamtverbrauch ca. 35 mpg oder 7 l/100 km). Dann sind wir nur noch über die I-5 in die Stadt hinein, und bewaffnet mit einem AAA-Routenplan zum W Hotel gefahren (auf die falsche Seite des Blocks, dank der rechteckigen Städte war das aber kein Problem). Wir haben unser Zimmer bezogen und sind um 21 h Ortszeit hundemüde ins Bett gefallen.
Übernachtung: W Seattle Hotel, 149 USD + Tax pro Nacht
2. Tag: Seattle
Müde wie wir waren, blieb uns das 3-Uhr-morgens-aufwachen-Jetlag-Syndrom erspart und wir haben bis 7:00 Uhr geschlafen. Nach einem guten Frühstück mit nicht so gutem, i.e., langsamem, Service ging's raus aus dem Hotel und ab zum Historic District, der uns aber nicht so überzeugte. Also sind wir zur Waterfront runter und dem Puget Sound entlang zurück Richtung Stadt gewandert, bis wir das Aquarium erspähten. Das hat uns beide interessiert, also nichts wie rein . Von tropischen Fischen bis zu Ottern und Lachsen gab es alles zu sehen.

Pier an der Waterfront von Seattle

tropischer Fisch

Nemo, leider etwas unscharf . Hab unglücklicherweise kein gutes Bild von Dory bekommen, die war mir immer zu schnell...

Fischotter im Aquarium
Ich muss sagen, das Aquarium ist sehr gut gemacht und - wie ich finde - seine 17 Dollar Eintritt wert.
Vom Aquarium ging's weiter zum Pike Place Market, wo wir Bekanntschaft mit fliegenden Fischen und zum ersten Mal der Northwest Cuisine machen durften.

Auf Eis gelegte Fische, die von den Verkäufern auch gern mal rumgeworfen werden .

Pike Place Market

dito
Nachdem wir in einem der vielen Futterplätze hervorragenden crab cake und grilled crabs gegessen haben, war's Zeit zum World Fair Center rauszufahren. Also 4$ an der Monorail bezahlt und los ging's .
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01.07.2010, 20:12
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten Beitrag #3
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Ehrenmitglied
Registriert seit: 28.04.2009
Ort: Zürich, früher Bregenz [A]
Beiträge: 2.325
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Dort angekommen thront die Space Needle wie ein Ufo auf Stelzen über dem schön angelegten Weltausstellungsbezirk.

Space Needle
Da inzwischen das Wetter von grau-in-grau auf schön umgeschlagen hatte, ging's rauf auf das Türmchen. Exzellente Ausblicke auf Puget Sound, Olympic Peninsula und die Skyline sind die Leistung, die man für die 17 Dollar Eintritt erhält.

Downtown Seattle

Puget Sound

Hafen

Kreuzfahrtschiff (nach Alaska?)

See im Nordosten von Seattle
Von oben sahen wir auch einen nahegelegenen Brunnen, der sehr seltsame Dinge mit seinen verschiedenen Wasserfontänen machte. DAS müssen wir genauer ergründen  . Also wieder mit dem Lift runtergefahren und zu dem interessanten Ding gegangen: aus Lautsprechern ertönt Musik, von Beethoven bis Michael Jackson und der Brunnen macht eine Choreographie dazu. Es scheint eine gängige "Mutprobe" von Seattelites und Touristen zu sein, in den kurzen Pausen hinzurennen und die Halbkugel in der Mitte zu berühren  . Wagemutigere versuchen einen Spießrutenlauf zwischen den Fontänen in voller Aktion durch. Ist sehr lustig zu betrachten  .

Der Brunnen
Nachdem wir sicher ne Stunde dasaßen/lagen und uns entspannten, sind wir zurück nach Downtown gefahren und haben noch einen Borders besucht (unsere gedachte Reiseabendlektüre wurde schon im Flugzeug verschlungen, wir sind solche Leseratten  ). Nachdem wir uns im Hotel kurz abgeduscht hatten, sind wir noch kurz raus in nem Subway ein Sandwich essen (wir hatten schließlich schon ordentlich zu Mittag gegessen) und dann ins Hotel - man hat den Jetlag schließlich dann doch gespürt... Übernachtung: W Seattle Hotel, 149$ + Tax
Und wie es weitergeht erfahrt ihr in den nächsten Tagen!
Schöne Grüße,
Sigi
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01.07.2010, 20:54
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten Beitrag #4
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Amerika Fan
Registriert seit: 14.05.2010
Beiträge: 89
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Tolle Route und da ich nächstes Jahr auch in den Olympic NP will, fahr ich doch gleich mal mit!!! Ich freu mich schon auf den Bericht.
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02.07.2010, 16:39
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten Beitrag #5
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Newbie
Registriert seit: 04.06.2010
Beiträge: 31
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Super Bericht, ich bin schon gespannt wie es weitergeht!
Wir sind auch am überlegen ob wir nächstes Jahr so etwas machen wollen, haben aber leider nur gute zwei Wochen. Ist das zu schaffen?
Gruss aus dem Zürcher Weinland
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02.07.2010, 23:04
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten Beitrag #6
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Paechter der Weisheit
Registriert seit: 13.03.2002
Ort: Coos Bay, OR
Beiträge: 4.474
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ich bin ja aus dem PacNW. war auch schon einige Male in Seattle.
wenn ihr nochmal in Richtung Space Needle kommt, solltet ihr das Experience Music Project anschauen, Scifi Museum ist auch daneben, falls es interessiert http://www.empsfm.org/
ein ganz toller Laden ist das Uwajimaya, das ist ( mit einem Zweitladen in Beaverton, OR und 2 weiteren in WA State ), ein pretty much Original japanischer Supermarket, die haben auch sehr schoene Keramik http://www.uwajimaya.com/
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04.07.2010, 23:58
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten Beitrag #7
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Newbie
Registriert seit: 06.03.2008
Ort: Zürich
Beiträge: 34
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oh, wir machen ne ganz ähnliche Route in 5 Wochen.. freu mich auf die Fortsetzung!
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06.07.2010, 18:33
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Es muss nicht immer der Südwesten sein - 16 Tage im Nordwesten Beitrag #8
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Ehrenmitglied
Registriert seit: 28.04.2009
Ort: Zürich, früher Bregenz [A]
Beiträge: 2.325
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Sodala, hier bin ich wieder, die Weiterfahrt hat sich leider etwas verzögert  .
Um es aufzufrischen, in der letzten Sektion sind wir in Seattle im W Hotel in die Heia gegangen um dann am 3. Tag: Seattle - Olympic NP I - Forks
wieder dort aufzuwachen  .
Heute morgen war's nicht grau in grau, sondern ins Hotelfenster blinzelte die Sonne herein und zwischen den Wolkenkratzern hindurch ließ sich in der Ferne der Mt Rainier erahnen.

Mt Rainier (?) in der Ferne
Nach einem schönen Frühstück hatte dann heute unser Auto seinen ersten Einsatz. Wie schon geschrieben, ein silbergrauer Hyundai Elantra, gerade mal 3150 Meilen auf der Uhr bei der Übernahme.
Um rüber auf die Olympic Peninsula zu kommen, gibt's zwei Möglichkeiten von Seattle aus: runter zur Tacoma Narrows Bridge (deren Vorgängerin auch unter dem Namen Galloping Gertie berühmt-berüchtigt wurde), oder mit der Fähre rüber über den Puget Sound. Da wir eine Fährfahrt als sicher gute Möglichkeit für Skyline-Fotos sahen, haben wir uns schon im Vorfeld hierzu entschlossen und die Tickets online gebucht (sind 90 Tage gültig, keine Fahrplanbindung) und so als Nebeneffekt noch den Hochsaisonszuschlag gespart  . Also nichts wie rein in die steilen Straßen von Seattle und dem AAA-Routenplan gefolgt - oder doch lieber den Schildern "TO FERRIES"?    . Fragen über Fragen... Die Schilder kommen von öffentlichen Stellen, also werden die uns wohl an den richtigen Ort führen - so dachte ich. Irgendwann hieß es dann mal "BAINBRIDGE ISLAND FERRY - RIGHT LANE", was ich auch machte - nur hieß right lane da wohl rechts abbiegen nicht rechte Spur, auf jeden Fall landete ich auf dem Zubringer zur I-5.    . Also wieder bei der Seneca Street runter vom Freeway und diesmal dem AAA-Routenplan folgen. Und prompt waren wir am Fährterminal  . Daraufhin hab ich dem Routenplan geglaubt  .
Nach ca. 10 min Warten am Fährhafen konnten wir auch schon auf unser Schiffchen rüber zur Bainbridge Island drauffahren und kurz darauf ging's los. Langsam entschwand Seattle hinter uns, während die Olympic Mountains auf der anderen Seite immer größer wurden.

Seattle entschwindet hinter uns.
Über ein ziemliches auf und ab, mit wunderschönen Blumen am Straßenrand, gings dem Ost- und Nordrand der Olympic Peninsula entlang nach Port Angeles zum Visitor Center des Olympic National Park, wo wir uns über den Zeitpunkt der Tiden informieren konnten (low tide ca. 8:00 am am nächsten Tag, 8:50 am übernächsten - und noch die niedrigste des ganzen Monats).
Wieder im Auto, ging's nun zuerst mal rauf zur Hurricane Ridge, einem schönen Aussichtspunkt.

Hurricane Ridge

Juan de Fuca Strait, mit Vancouver Island und Victoria im Hintergrund.

Auch ein paar Tierchen verirren sich da mal zum Parkplatz  .

Unberührte Täler.
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