Hallo Birgit, hallo Coodo,
schön, dass ihr auch mit von der Partie seid.
Also fangen wir mit dem Vorabend der großen Reise an.
28.08.2010 Einchecken mit Hindernissen
Morgen geht es endlich auf die große Reise, auf die wir so lange gewartet haben.
Wir haben einen Direktflug von Düsseldorf nach Vancouver gebucht. Air Berlin ist zwar nicht unbedingt unsere bevorzugte Fluglinie, aber die Punkte Direktflug und Abflug Düsseldorf (von uns nur ca. 1 Std. Fahrzeit), sind bei einem Flug mit Kleinkind einfach unschlagbar.
Außerdem wird am Vorabend von 18-21.00 Uhr ein Vorabendcheck-in angeboten, den wir diesmal in Anspruch nehmen wollen.
Also Koffer ins Auto, Laura in den Kindersitz, Mann hinters Steuer und ab Richtung D'dorf. Pünktlich um 18.00 Uhr stehen wir an den Schaltern. Man, wollen viele diesen Service in Anspruch nehmen, damit hatten wir nicht gerechnet. Also stellen wir uns in die Schlange.
Plötzlich und ohne erkennbaren Grund heult meine Tochter los. Ihr tun die Zähne weh und sie wolle zum Zahnarzt. Ich kann nichts erkennen, aber die Alarmglocken schrillen. Unsere Tochter will freiwillig zum Zahnarzt!
Jetzt ist guter Rat teuer. Es ist Samstagabend, nach 18.00 Uhr und wir sind in einer fremden Stadt.
Während wir so langsam in der Schlange vorrücken, tippt Volker wie verrückt auf seinem I-Phone. Ein "Ich hab eine Notfallpraxis gefunden, da sollen auch Fachärzte sein", klärt das erste Problem.
Inzwischen sind auch wir am Schalter angelangt. Wir geben unsere Reisepässe ab und die nette Dame vom Schalter (ich weiss die genaue Berufsbezeichnung nicht) fängt an in Lauras Kinderpass zu blättern. Dann fragt sie mich tatsächlich, ob Kinder für Kanada nicht auch einen biometrischen Reisepass bräuchten, sie sei sich da nicht so sicher. Die Kollegin, bei der sie nachfragt ist sich auch nicht sicher und mein Herzschlag wird langsam schneller. So etwas wichtiges konnte ich in der Reisevorbereitung doch nicht übersehen haben.
Die Dame telefonierte mit einem Vorgesetzten und gab dann Entwarnung.
Den biometrischen Pass würden wir benötigen, wenn wir über
Amerika einreisen würden. Also alles in Ordnung. Wir bekamen unsere Bordkarten und Laura winkt den Koffern noch hinterher.
Wir gehen das erste Problem wieder an. Dank Navi sind wir auf direktem Weg zur Notfallpraxis. An der Aufnahme fragen wir nach einem Zahnarzt und bekommen zur Antwort, dass der seinen Dienst nicht angetreten und auch nicht abgesagt habe. Wir erhalten zwei Zahnarztadressen mit Notdienst. Also anrufen, rein ins Auto, quer durch D'dorf und rein in die Praxis.
Ergebnis: Die Zähne sind in Ordnung, aber am Zahnfleisch ist an einer schlecht einsehbaren Stelle ein Pickel, der wohl sehr schmerzhaft ist. Über die Notfallapotheke geht es nach Hause, wo wir müde aber zufrieden um kurz vor 22 Uhr ins Bett fallen.