31.08.2010 Der Tag der Pannen
Als wir heute morgen aufwachen, regnet es immer noch. Von dem typischen Kanadafeeling, welches hier am See aufkommen soll, bekommen wir nichts mit.
Wir brechen auf und drehen uns nach wenigen Metern erstaunt um. Die Tür quietscht und zwar nicht nur ein bisschen. Das Quietschen übertönt alles und geht uns ziemlich auf die Nerven, aber wir finden keine Lösung dieses Geräusch zu stoppen.
Den ersten Stopp legen wir am Hope-Slide ein. Es ist grau in grau und passt zu der Stimmung, die hier in einem aufkommt. Der Gedanke, dass sich immer noch Menschen unter diesem Gestein befinden, gibt mir kein gutes Gefühl.
Durch den Manning PP fahren wir nur durch. Bei Sonnenschein muss er wunderschön sein, aber wir sehen nur tiefhängende Wolken und Regentropfen auf der Windschutzscheibe.
Kurz vor Princeton hört der Regen auf und als wir eine Werkstatt sehen, halten wir kurzentschlossen an. Nachdem wir unser Qietschproblem geschildert haben, verstellen Sie etwas an der Tür, die daraufhin fester schließt und das Quietschen hat ein Ende. Geld wollen sie nicht und wünschen uns noch schöne Ferien.
Wir laufen ein bisschen durch Princeton. Es ist ein so richtig schön verschlafener Ort. Ich liebe das!
Wir müssen das erste Mal tanken. Tanken ist meine Aufgabe und nachdem ich mal kapiert habe, wie das mit der Kartenbezahlung funktioniert, ist es gar nicht schwer. Inzwischen hat es wieder angefangen zu regnen oder besser gesagt zu schütten. Jetzt wollen wir nur noch nach Penticton.
Wir sind gerade aus Princeton raus, da stellen wir fest, dass der 12V Anschluss im Wohnbereich, keinen Strom während der Fahrt bekommt und auch die anderen Steckdosen im hinteren Wohnbereich sind tot. Langsam sinkt unsere Laune auf einen Tiefpunkt.
Als wir an einem Wohnpark vorbeikommen, fahren wir von der Straße ab und halten vor dem ersten Haus, dass auch einen 31f RV vor der Tür stehen hat. Ich klopfe an und frage, ob er eine Vorstellung haben könnte, warum wir keinen Strom auf den Dosen haben.
Unser freundlicher Helfer heißt Barry. Er war wohl mal Ingenieur bei der Navy und wenn er den Fehler findet -so die Aussage seiner Frau-, kann er ihn auch reparieren. Die nächste Stunde verbringen zwei Männer damit, sich alle Leitungen, Sicherungen, Schaltkreise anzusehen und in Ecken zu kriechen, wo ich nicht auf Idee gekommen wäre, dass dort auch noch irgendetwas sein könnte. Des weiteren stellen wir fest, dass das Handbuch zum Wagen nicht wirklich hilfreich ist, da die Fotos überhaupt nicht zu unserem WoMo passen. Anscheinend gehört es noch zum Vorgängermodell.
Ein Nachbar kommt noch vorbei und erzählt mir, dass es der erste Regen seit dem Frühling sei. Mir ist nicht wirklich nach Lächeln zumute.
Da ertönt ein Hurraschrei aus dem Innenraum. Barry hat einfach seinen Finger in den 12V-Anschluss gesteckt und eine amerikanische 1Cent Münze zu Tage befördert, die den Stromkreis im hinteren Teil überbrückt hat. Die Sicherungen noch mal neu drücken und der Strom ist wieder da.
Auch bei Barry durften wir uns für seine Hilfe nicht erkenntlich zeigen.
Ohne weiteren Stopp geht es nach Penticton. Hier fahren wir als erstes einen Walmart an und kaufen einen Reisefön, da unserer heute morgen seinen Geist aufgegeben hat.
Es ist bereits nach 18.00 Uhr und wir nehmen den ersten CG, der auf unserer Seite liegt.
Wir haben Full Hook-up und der Strom ist auch schnell angeschlossen.
Aber das Wasser! Die Verbindung leckt. Als Ersttäter wohl erkannt, kommt unser freundlicher Campnachbar mit einer riesigen Zange. Er fixiert den Schlauch und meint dann, wir sollten ihn möglichst so befestigt lassen, wenn wir die Wagenklappe dann noch zu bekommen, da wir sonst immer wieder Probleme haben werden. Wir bekommen noch ein paar wertvolle Tipps und freuen uns dann auf unser bequemes Bett.
So richtig positiv war heute eigentlich nur eins:
Die superfreundlichen und immer hilfsbereiten Kanadier. Wir sagen: DANKE!heute gefahren: 306 kmÜbernachtung: South Beach Gardens RV Park, Site 3, 47$ für Full Hook-up
Die Waschräume sind sehr sauber und für 8 min. heiße Dusche zahlt man 1$,
es gibt einen Spielplatz und Waschmaschinen, der Platz ist sehr sauber, liegt an der Straße, die hat aber nicht sehr gestört