Ich bin im Sommer 98 ausgewandert und war im Herbst 99 wieder in D zur Taufe meiner Nichte und rundem Geburtstag meines Vaters. Sonst waere ich eher nicht geflogen, so kurz darauf schon. War seither auch gar nicht mehr drueben...
Also zuerst mal wollte ich nicht weg, ich sass im Flieger auf der Rollbahn habe mir die Berge angesehen und wollte am liebsten gleich wieder aussteigen. Dann habe ich unheimlich meine Hunde vermisst!
In D war das Wetter eigentlich gar nicht so schlecht, aber ich habe trotzdem gefroren wie ein Schneider da es doch ein extremer Unterschied zu Las Vegas war.
Bei meinen Freunden und Bekannten hatte ich permanent den Eindruck, dass sie Heimweh erwarten oder doch Horrorstories wies mir in den USA geht. Das hat doch ein bisschen genervt. Heute noch muss ich mir Schmollen antun, weil ich Freunde angeblich "kein bisschen vermisse". Ich sehe eben keinen Sinn darin, mich da reinzusteigern, da ich es ja doch nicht aendern kann.
Dann habe ich sehr intensive und gute Unterhaltungen gefuehrt mit Onkels und Tanten aus meiner erweiterten Familie, Leute die extra kamen um mich zu sehen und mit denen ich vorher wo ich praktisch noch um die Ecke gewohnt habe, kaum so viel und intensiv gesprochen hatte.
Alles kam mir eng und bedrueckend vor, vor allem dunkel, alle Wohnungen waren so klein und die Strassen eng.

Mein Mann sagte eben, ich haette ihm gesagt ich vermisse es kein bisschen und bin froh dass ich wieder daheim bin. Er hatte naemlich Bedenken, ich kaeme traurig zurueck und wuerde zurueckwollen.
Traurig war ich erst, als ich die Staubflocken und Spinnweben ueberall gesehen habe und den Pack Rechnungen, die mein Mann vergessen hatte einzuwerfen. :twisted:
Mitgebracht hatte ich uebrigens eine ausgestopfte Elster und ein Dirndl.