Tag 3
Der Tag begann für uns in SoHo. Wir haben allerdings nicht bedacht, dass um neun noch die meisten Geschäfte geschlossen haben und SoHo um die Zeit noch etwas einsam ist. Trotzdem sieht man natürlich die für dieses Viertel typischen Häuser mit den eisernen Feuerleitern. Früher waren hier die Textilfirmen ansässig und heute gibt es viele Galerien. Wer auf Shoppen steht, sollte hier auch mal vorbei schauen.

Weiter ging es nach Little Italy, was aber eigentlich schon fast komplett von Chinatown überdeckt ist. Scheinbar gab es in diesen Tagen ein italienisches Straßenfest, aber auch das hatte noch nicht auf. Wir sind also weiter nach Chinatown gegangen. Einmal durchgehen ist ganz nett, aber ich kann mich mit dem Geruch, den lebenden Meerestieren, die sich im Schaufenster in fünf Reihen übereinander stapeln und den getrockneten Fischen nicht so recht anfreunden. So ging es mir schon in SF. Warum das Chinatown in New York jetzt so viel weniger touristisch sein soll wie das in SF kann ich jetzt auch nicht so richtig nachvollziehen.

Im Sara D. Roosevelt Park, wo auch ausschließlich Asiaten saßen, stand dann für uns eine Entscheidung an. Sollen wir die Bootsfahrt um Manhattan machen oder nicht? Es war mal wieder Regen angesagt und genau dann als wir im Park saßen zog es sich richtig zu und wir haben uns schweren Herzens entschlossen, die Fahrt nicht zu machen. Statt dessen wollten wir erstmal zum Battery Park. Bis wir da angekommen waren, hatte sich der Himmel natürlich wieder aufgeklärt und die Sonne schien. Für die Bootsfahrt wars mittlerweile aber zu spät. Pech gehabt.
Auch hier gibt es, wie an jeder Ecke, ein 9/11 Memorial. Diese Skulptur stand ursprünglich in der Nähe des WTC und hat den Einsturz halbwegs gut überstanden und wurde dann hierher gebracht.

Man beachte, wie schön parallel die Angel zum Arm von Lady liberty steht und das war noch nicht mal Absicht

Wir sind weiter am Ufer entlang gegangen bis wir zum Terminal der Staten Island Ferry kamen. Dann eben so, wenn die andere Fahrt schon nicht geklappt hat. Wir haben gerade eine Fähre verpasst und mussten ein bisschen warten, aber das war schon ok. Die Fahrt dauert vielleicht 10 bis 15 Minuten, aber so richtig nah fährt man nicht an der Freiheitsstaue vorbei. Der Blick ist aber trotzdem schön, auch auf die auf dem Rückweg immer näher kommende Skyline von Manhattan.
Die Brooklyn Bridge ist leider etwas verpackt, weil daran gearbeitet wird.

Als wir wieder in Manhattan angekommen waren, war es Essenszeit und wir haben uns Subs geholt und uns in eine Art Park gesetzt. Der Financial district gefällt mir irgendwie sehr gut. Die hohen Häuser aber ohne die Menschenmassen aus Midtown und alles so sauber. Die ganzen Anzugträger, die sich auch zum Mittagessen irgendwas auf die Hand holen und sich auf Mauern und Bänke setzen. Und zwischendurch immer mal wieder einzelne grüne Bäume.