Gut, ich hoffe soweit sind alle bereit. Dann lege ich mal los.
25.8.2010 Tag 1
Wir haben einen Flug bei Air Berlin von Wien über Düsseldorf nach Vancouver gebucht. Ein Freund unseres Sohnes holt uns um 7:00 Uhr Morgens von zu Hause ab und bringt uns zum Flughafen.
Ich wollte nicht selbst fahren, da einerseits die Parkgebühren für 3 Wochen nicht ohne sind, und andererseits wollte ich mir auch nicht nach einem ca. 30 Std. Tag bei der Rückreise, den 180 Km langen Heimweg nicht mehr zumuten.
So kommen wir um 9:00 sicher und ausgeruht am Flughafen an und machen uns ans Check-In. Hier wird es gleich das erste Mal interessant.
Als wir gebucht haben (Dez. 2009) gab es für die Kanada-Flüge das 2-Piece-Concept (je Passagier 2 Gepäckstücke zu je 20 Kilo). Inzwischen wurde das jedoch auf das 1-Piece-Concept (1 Gepäckstück zu 23 Kilo) umgestellt. Ich habe mir zwar orher bestätigen lassen, das die Bestimmungen des Buchungsdatums gültig sind - jedoch weis das auch die nette Dame vom Check-IN ? Wir haben 3 Koffer - nach meiner Waage 18, 20 und 22 Kilo. nun gabs gleich 2 Überaschungen.
1. Offensichtlich habe ich nicht richtig gewogen. Lt. Check-In-Waage haben die Koffer plötzlich 18, 22 und 26 Kilo.
2. Überraschung: Die nette Dame vom Check-In verliert kein Wort darüber, wir bekamen unsere Flugtickets und machen uns auf, uns mit einem 2. Frühstück zu stärken.
Ich weis ja - wieso 3 Koffer mitschleppen ? So ist es halt wenn wann was das erste Mal macht - man geht auf Nummer sicher. Beim nächsten Mal wird es sicher weniger Gepäck - versprochen.
Nachdem wir auch noch die Sicherheitskontrolle trotz Fotoausrüstung, Laptop, diversen Ladegräten und sonstigen techn. Spielereien im Rucksack ohne Probleme hinter uns gebracht haben können wir endlich unser Flugzeu besteigen. Obwohl ich doch etwas größer bin, habe ich erfreulicherweise kein echtes Platzproblem.
Der Abflug verzögert sich etwas, da es offensichtlich ein Problem mit der Anzahl der Passagiere gibt. Es wird mind. 5 mal durchgezählt und das Ergebnis mit den Boardinglisten verlichen.
Endlich meldet sich der Kapitän und gibt den Start bekannt. Vorher stellt er jedoch noch eine nette Frage:
"Wir fliegen jetzt nach Düsseldorf. Sind sich alle Passagiere sicher, das sie auch dort hin wollen ?" Nachdem kein Widerspruch zu hören ist, machen wir uns endlich auf den Weg.
Der Flug nach Düsseldorf ist kurz und ohne besondere Vorkommnisse. Durch den verspäteten Abflug haben wir nur mehr 30 Minuten bis zu unserem Anschlussflug nach Vancouver, den wir jedoch problemlos erreichen.
Nun erst geht es richtig los. Die Flugroute führt uns über Großbritannien, Island und Grönland nach Nord-Kanada. In diesem ersten Teil der Reise haben wir jedoch leider eine gesclossnéne Wolkendecke, sodass wir nichts von dieser Landschaft mitkriegen. Erst als wir nach Grönland über die Baffin-Bucht und Victoria-Island den Norend Kanadas erreichen klart die Sicht auf und wir haben freien Blick auf spektakuläre Gletscherlandschaften und im Meer treibende Eisberge.

Nach einem langen Flug über den praktisch unbesiedelten Norden Kanadas, erreichen wir über Edmonton endlich die Rockies. Der Anblick dieser Bergkette von oben mit den Gletschern und den in den verschiedensten Farben schillernden Seen ist atemberaubend.

Nach einer kleinen Schleife über das Meer fliegen wir direkt über Vancouver Downtown und setzen zur Landung auf dem Flughafen von Vancouver an.

Vancouver Airport

Blick über Vancouver
Es ist interessant zu sehen,wie viele Holzflösse im Fraser River liegen. Hier ist offensichtlich das Wasser des Flußes nach wie ein billiges und effizientes Transportmittel.
Jetzt gilt es nur noch die Einwanderungsbehörden zu überzeugen und unsere Koffer in Empfang zu nehmen, was uns jedoch alles in annehmbarer Zeit gelingt.
Von einem Taxi lassen wir uns zu unserem Hotel bringen. Wir haben das Comfort Inn in der Nelson Street in Downtown gebucht.

Das Hotel liegt sehr zentral, so das wir noch zu Fuß die Stadt erkunden können. Es tut einfach gut nach so einem langen Flug sich die Beine zu vertreten. Das Wetter ist nach wie vor herrlich, und so sind wir nach einem kurzen Spaziergang am Canada-Place angelangt.

Ein markantes Gebäude ist hier zweifellos der Harbour Lookout Tower

Ein großes Kreuzfahrtschiff liegt vor Anker und verlässt den Hafen um seine Reise nach Alaska anzutreten.
Für uns viel interessanter ist jedoch das Treiben der Wasserflugzeuge im Hafen von Vancouver. Aus alen Richtungen kommen Flugzeuge an und andere heben ab um ihre Passagiere an ihr Ziel zu bringen.

Stimmugsvolles Licht über dem Hafen von Vancouver

Für uns ist es neu, das Wasserflugzeuge auch "gebadet" werden müssen.

Beim Beobachten dieses regen Treibens vergeht die Zeit wie im Flug und die Müdigkeit nach dem langen Flug macht sich bemerkbar. So nehmen wir noch schnell einen kleinen Imbiss in einem kleienen Laden ein und machen uns auf den Weg zurück zum Hotel.
Trotz der Müdigkeit schlafen wir nicht gleich ein. zu groß ist die Spannung und die Vorfreude auf Morgen, wenn wir unser Wohnmobil übernehmen und dann auf große Fahrt gehen.