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Reiseberichte USA

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Alt 11.07.2006, 21:29   Die Ostküste der USA Beitrag #1
usamelly13
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Beiträge: 1.518
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Die Ostküste der USA

Hallo liebe Amerikafreunde,

nachdem ich hier im Forum schon so viele schöne Reiseberichte gelesen habe, möchte ich auch gerne mal unsere kurze Ostküsten Tour Juni 2005 präsentieren. Reiseberichte von der Westküste gibt es ja schon genug ;D

Es ist zwar schon über ein Jahr her, aber es kommt mir vor, als sei es erst gestern gewesen. Leider waren wir nur knappe zwei Wochen unterwegs aber das lag daran, dass wir glückliche Gewinner der 999 LTU-Flüge waren, die es nach New York für 99 Euro zzgl. Steuern und Gebühren gab. Diesen Schnapper gab es auch nur, weil LTU New York als neues Sommerflugziel mit in den Flugplan letztes Jahr aufgenommen hatte und man konnte diese Flüge auch nur am 1. August 2004 im Internet buchen. Nachdem alle Server überfordert waren, kam dann nachts um 1.24 Uhr die Reisebestätigung. Also sind wir nonstop von Düsseldorf bis New York und zurück für insgesamt 259,00 Euro pro Person geflogen Was will man mehr ;D

Also, los gehts. Viel Spaß mit unserer Ostküstentour: New York - Philadelphia - Baltimore- Washington - Shenandoah N. P. - Luray Caverns - Charlottesville - Richmond - Colonial Williamsburg - Norfolk/Virginia Beach - Chesapeake Bay - Ocean City - Lewes - Cape May - Atlantic City - New York

MONTAG, 6. JUNI 2005
Ankunft in New York


Abflug Düsseldorf: 13.45 Uhr
Ankunft New York JFK: 16.00 Uhr
Übernachtung: Hotel Pennsylvania

Der LTU-Flug 1550 verspätet sich schon in Düsseldorf – unser Vogel kommt nicht schnell genug aus Peking zurück...So starten wir erst um fast 15.00 Uhr.

Wir haben wenig Gegenwind, der Flugkurs geht über England, Irland und dann über den Atlantik, über Neufundland und dann ein Stück südlich die Ostküste entlang Richtung JFK International Airport. Wir landen mit nur noch 45 Minuten Verspätung in New York.

Die Einreise in die USA ist wieder einmal kurz und schmerzlos, so wie wir das auch in LA erlebt haben. Selbst der ‚Mehraufwand’ durch Fingerabdruck und Foto ist kaum der Rede wert. Nun heißt es warten am Schalter für die Shuttlebusse, anschließend warten wir auf denselben, dann ca. 1 Stunde Fahrt nach Manhattan zu unserem Hotel Pennsylvania am Madison Square Garden. Zum Wetter: es ist bedeckt, relativ feuchte Luft und es regnet ein wenig. Kurz vor der Einfahrt in den Tunnel, ein erster Blick auf die Skyline von Manhattan. Auf dem Weg zum Hotel immer wieder ein kurzer Blick auf das Empire State Building zwischen den Häuserschluchten hindurch.

Am Hotel Pennsylvania angekommen, betreten wir die Hotelhalle und denken, wir sind in Las Vegas, zumindest was die Menge an Menschen und die Betriebsamkeit angeht – da ist ja selbst der Flughafen eine „einsame Kirche“ gegen gewesen...

Check-Inn und ab auf unser Zimmer 825a im 8. Stock. Hurra, mit Blick auf das Empire State Building. Zu meiner Freude ist sogar eine Ecke vom Chrysler Building zu erkennen, weiter rechts sieht man noch Macy´s. Also, ein wirklich toller Ausblick…. Das Hotel ist eines der günstigsten Hotels in NYC und daher sehr beliebt. Leider musste ich auch dieses Mal wieder feststellen, dass die Zimmer zwar groß aber nicht sauber sind. Im Badezimmer war u. a. Schimmel unter der Decke. Aber angeblich soll es jetzt auch renovierte Zimmer geben. Man darf gespannt sein.

Beim Betreten des Zimmers ist das bereits gewohnte Brummen der Klimaanlage zu hören. Als ich sie jedoch abschaltete, war es immer noch genau so laut wie vorher...wie kann das sein? Na klar, unter uns, gegenüber auf dem Dach des Gebäudes, befinden sich unzählige und große Kühlaggregate, die dreimal so viel Lärm machen. Vom Verkehr ganz zu schweigen.
Also eine lebendige Stadt – die Stadt, die niemals schläft!!!

Wir gehen noch ein Stück die 7. Straße entlang, kaufen etwas Wasser und ein paar Essereien, dann noch ein kurzer Gang am Madison Square Garden und an Macy’s vorbei und schon ist der Tag gelaufen – wir sind nun auch schon ein paar Stunden auf den Beinen – es ist nun 22:20 Uhr New Yorker Zeit, gleich 4:20 Uhr deutscher Zeit und die Waagerechte ruft. Wir können die Augen kaum mehr aufhalten, man ist total überdreht und absolut überwältigt und kann es noch gar nicht fassen, wieder in New York zu sein. Immerhin sind 9 Jahre vergangen, seitdem ich das letzte Mal in New York war.

Fortsetzung folgt....



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Alt 11.07.2006, 21:56   Die Ostküste der USA Beitrag #2
usamelly13
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Re: Der Osten der USA

DIENSTAG, 7. JUNI 2005

New York


Da wir durch die Zeitverschiebung relativ wieder früh wach waren, sind wir zeitig (8.50 Uhr) unterwegs und entschließen uns, Richtung Empire State Building zu gehen und trotz des diesigen Wetters auf die Aussichtsplattform zu fahren. Es ist an der Kasse (Eintritt pro Person: 14 Dollar) und am Fahrstuhl angenehm leer. Die vielen Absperrungen und Zick-Zack-Gänge zeugen von deutlich höheren Tourimengen...Oben angekommen, leider relativ diesige Sicht. *Wir beginnen unsere Fotosession, je später es wird, desto besser wird die Sicht. So langsam kommt aus dem Dunst auch die Freiheitsstatue zum Vorschein. Der Blick über Manhattan ist wunderschön – nur leider fehlt das World Trade Center :-[…. Man kann es kaum in Worte fassen. Die geraden Straßen, der Verkehr, die vielen kleinen und großen Häuser...

Nachdem wir fast 2 Stunden den Ausblick vom Empire State Building genossen haben, wollen wir uns die Stadt auch von unten anschauen. Wir fahren mit dem Fahrstuhl wieder downstairs. Dann hat uns die Erde wieder und wir entschließen uns, mit der Gray Line auf Entdeckungstour zu gehen. Gray Line, das sind Busse, die durch Downtown fahren und an allen wichtigen Touripunkten anhalten. Man kann so oft aus- und einsteigen (hopp on and off) wie man möchte und das 24 Stunden lang. Die Fahrt geht in Richtung Süden vorbei am Flat Iron Building, Greenwich Village, Soho, Little Italy, Chinatown, zum Court House und zur City Hall. Dort steigen wir aus und wandern zur und über die Brücke aller Brücken[smiley=04]: die Brooklyn Bridge. Bei Hitze und sengender Sonne (ca. 90 Fahrenheit) eine sehr heiße Angelegenheit, aber mit jedem Meter, den wir uns der Brückenmitte nähern, kommt eine frische Brise vom Meer und es wird erträglicher. Der Blick lenkt auch schnell von der Hitze ab, denn die Brücke ist wunderschön und die Aussicht auf Manhattan erst recht –und erst die Kombination von beidem. Wir machen natürlich wieder das ein oder andere Foto und laufen langsam zurück...

Auf dem Rückweg steigt die Temperatur spürbar mit jedem Schritt. Wir gehen zur St. Pauls Chapel, der kleinen Kirche, die den Einsturz der Twin Towers absolut unversehrt überstand. Viele Erinnerungen finden sich zu diesem Ereignis in der Kapelle. Hinter der Kirche sind es nur wenige Schritte zum Ground Zero, der riesigen Fläche, wo einst DIE zwei Skyscraper schlechthin standen. Auch wenn man hier am Ort des Geschehens steht, ist es nur schwer vorstellbar, was sich hier tatsächlich am 11. September 2001 abgespielt hat...Es muß wirklich grausam gewesen sein, es ist schon ein beklemmendes Gefühl hier zu stehen.

Nachdem wir uns bei Burger King mit einem kühlen Getränk gestärkt haben, sind wir wieder zur Gray Line Haltestelle gelaufen und haben auf den nächsten Bus gewartet. Das ist überhaupt kein Problem, denn diese Busse fahren alle 10 bis 15 Minuten. Unsere Fahrt bringt uns diesmal zum Battery Park, der Südspitze Manhattans. Dort unterbrechen wir die Fahrt und nehmen das Schiff zu Liberty Island. Die Fahrt kostet 10 Dollar pro Person und ist auf jeden Fall das Geld wert, denn man weiß gar nicht was schöner ist, der Blick auf die Freiheitsstatue oder der Blick zurück nach Manhattan. Sicherlich war der Blick zurück auf Manhattan vor dem 11. September 2001 schöner als die Twin Towers alles überragten, aber so war es auch nett anzusehen. Nach einer knappen halben Stunde Fahrt haben wir wieder Boden unter den Füßen und bummeln bei „lauschigen“ Temperaturen (es ist unerträglich schwül und heiß) über Liberty Island. Wir machen natürlich wieder das ein oder andere Foto und fahren dann mit der Circle Line zurück nach Manhattan.

Wieder angekommen entschließen wir uns, mit der kostenlosen Staten Island Ferry einen kleinen Abstecher nach Staten Island zu machen. Die Fahrt dauert insgesamt 45 Minuten. Wir laufen ein bisschen durch die Gegend und fahren mit einem der nächsten Fähre wieder zurück. Es war zu erkennen, dass auf jeden Fall viele viele Leute mehr von Manhattan Richtung Staten Island gefahren sind als umgekehrt. Naja, es war ja auch mitten in der Rush Hour…Die New Yorker fahren u. a. mit der Fähre zur Arbeit und wir mit Bus und Bahn ;D

Wir laufen zum Battery Park in der Hoffnung, dass die Gray Line Busse noch fahren. Dort um ca. 19.00 Uhr angekommen, stellen wir uns in die Schlange und hören, dass der letzte Bus um 20.00 Uhr zurückfährt. Glück gehabt. Mittlerweile wird es schon ein wenig dämmerig als wir wieder im Herzen der Stadt – am Times Sqaure – angekommen sind.



usamelly13 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2006, 21:59   Die Ostküste der USA Beitrag #3
usamelly13
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Re: Der Osten der USA

Spontan überlegen wir uns, bei Dunkelheit auf das Empire State Building zu gehen. Leider müssen wir dazu einen kurzen Abstecher ins Hotel machen, da unsere Akkus von den Digitalkameras fast leer waren. Also, zurück zum Hotel und um ca. 22.30 Uhr nochmals losgezogen, da der letzte Fahrstuhl um 23.15 Uhr aufs Empire State Building fährt. Leider war es jetzt nicht mehr so leer wie heute morgen. Aber es war noch ganz OK. Oben angekommen (die Fahrt endet übrigens im 86. Stock) müssen wir feststellen, dass doch schon ganz schön viele Leute mit uns die gleiche Idee hatten, New York City bei Nacht zu fotografieren. Es ist einfach unbeschreiblich schön, die ganzen Lichter zu sehen. Man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr raus. *[smiley=04] :Wir starten wieder unsere Norden-Osten-Süden-Westen-Tour und schießen ganzg ganzg viele Fotos und werden fast als letzte um Mitternacht in den Fahrstuhl verfrachtet. Ach so, pfiffig wie wir ja so manchmal sind, hatten wir nicht nur unsere Kameras dabei sondern auch unser Stativ, um natürlich die schönsten Fotos der Welt von New York bei Nacht zu machen. Nur leider mussten wir unser Stativ unten beim Sicherheitscheck abgeben, denn wir hätten ja auch jemanden damit erschlagen können. Da denkt man an nichts Böses und schwupp war es weg. Aber man kann die Kamera prima auf die Mauern legen, so dass die Bilder nicht verwackeln. [smiley=08]

Wir gehen nach Hause und springen unter die Dusche. Der Weg vom Hotel Pennsylvania bis zum Empire State Building dauert noch nicht einmal 10 Minuten. Dann hat ein sehr schöner langer langer Tag auch mal ein Ende. Völlig erledigt fallen wir mal wieder ins Bett.



usamelly13 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2006, 22:01   Die Ostküste der USA Beitrag #4
usamelly13
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Re: Der Osten der USA

MITTWOCH, 8. JUNI 2005

New York


Frisch gestärkt mit einem leckeren Donut von Dunkin Donuts und einem Kaffe geht es morgens gleich wieder zum Empire State Building. Dort steigen wir in den Tourbus der Gray Line. Bevor wir diesen jedoch erreichen, sind wir schon durchgeschwitzt, so schülwarm ist es bereits am Vormittag – es wird also ein erfrischender Tag. *[smiley=09]Und der Weg vom Hotel Pennsylvania zum Empire State Building ist ja nur knappe 10 Minuten lang!!!!

Wir fahren mal wieder mit dem Bus knappe 2 Stunden, bevor wir dann am Rockefeller Center völlig durchgeschwitzt aussteigen. Übrigens ist die Besucherterrasse auf dem Rockefeller Center seit Novemer letzten Jahres wieder geöffnet! Die Hosen kleben fast an den Plastikstühlen fest, die Sonne knallt senkrecht und das Wasser läuft uns nur so den Rücken runter. Die „Wettervögel“ sprechen hier übrigens momentan immer von „Unseasonable Warm Weather“. Naja, ob warm wirklich ausreicht, eher hot, denn es sind hier Temperatruen um die 93 Grad Fahrenheit. Am Rockefeller Center machen wir einige Fotos und eine kleine Verschnaufpause im Schatten. Unser Weg führt uns weiter zum Hotel Waldorf Astoria und dann direkt zum Chrysler Building, meinem Lieblingsgebäude. [smiley=04]

Hurra, Hurra das Chrysler Building! Das ist für mich auf jeden Fall das schönste Gebäude der ganzen Stadt, es sieht einfach wunderschön aus, wenn die silberfarbene Spitze in der Sonne glänzt. Völlig erledigt dort angekommen, erholen wir uns in der kühlen Hotelhalle von den Strapazen des Wetters. Es ist einfach die Hölle für eine Städtetour. Denn bis über 90 ° Fahrenheit fällt einem wahrlich nichts mehr ein.

Ein Abstecher zur berühmten „Grand Central Station“ muss aber noch drin sein. Das ist der Hammer. So ein hübscher Bahnhof und vor allen Dingen die Bahnhofshalle. Da können sich so manche Bahnhöfe bei uns in Deutschland mal ne Scheibe abschneiden. Es ist nämlich alles schön gepflegt. Dagegen sind die Bahnhöfe in Düsseldorf, Köln, Hamburg oder Berlin wirklich ein Nest. Auf dem Weg zum Dodges Theatre, wo die Off-Broadway-Show „Musical of Musicals“ läuft, überqueren wir u. a. den Times Square und den Broadway. Es ist der Wahnsinn, was hier los ist. Menschen über Menschen schieben sich durch die Straßen, also nicht nur Yellow Cabs und andere Fahrzeuge, die Schlange am TKTS (Half Price Ticket Booth – dort kann man günstigere Theatertickets kaufen) wird immer länger und wir beschließen, die Karten direkt an der Theaterkasse zu kaufen, denn wir haben echt keine Lust, mehrere Stunden anzustehen um dann evtl. ein paar Dollar zu sparen.

So laufen wir bei unerträglicher Hitze zum Theater und überraschenderweise haben wir auch noch super Plätze in der 3. Reihe bekommen. Es soll also wahr sein. Ich soll meine Freundin nach 15 Jahren zum erstem Mal wiedersehen und dann auch noch zugleich auf der Bühne. Ich bin jetzt schon ganz schön aufgeregt. *[smiley=10]Aber es sind ja bis dahin noch ein paar Stunden.....

Nachdem wir jetzt stolze Ticketbesitzer geworden sind, beschließen wir, zurück zum Hotel zu gehen, um uns noch ein wenig auszuruhen und frisch zu machen. Ein Abstecher zu Macy´s musste sein, denn ich wollte unbedingt eine Fossiluhr mit Lederarmband haben. Es gab eine rosafarbene Fossiluhr für mich und eine für Christian. Meine war ein richtiges Schnäppchen. Sie hat nur 21 Dollar gekostet, bei uns in Deutschland hätte ich dafür fast doppelt so viel bezahlt.

Um 19.00 h soll es dann in Richtung Theater gehen. Mein Puls hüpft schon hin und her und ich kann es kaum erwarten, bis es endlich 20.00 Uhr ist. Wir stellen uns vor den Haupteingang des Hotelsum uns schnell ein Taxi zu schnappen. Das dürfte ja wohl bei der Menge an Taxen kein Problem werden. *[smiley=01] Oh, leider falsch gedacht. Denn die Schlangen am Taxistand sind ganz schön lang. Langsam werde ich unruhiger und denke, hoffentlich schaffen wir es pünktlich zum Theater.

Aber es sollte so sein!!!!!

Wir haben auch ein Taxi bekommen, allerdings ein Fahrradtaxi. *[smiley=08]Dieser nette junge Mann hat uns für 20 Dollar direkt zum Theater gebracht. Es war eine sehr witzige Fahrt mitten durch die Rush Hour von New York und so manchmal musste man sich richtig heftig festhalten, denn es ging von links nach rechts, von rechts nach links und das alles zwischen den ganzen Autos. Und wir mittendrin ;DAber immerhin wir waren um 19.30 Uhr am Theater und alles sollte gut werden.

Die letzten Minuten laufen und dann geht der Vorhang auf. Mein Puls überschlägt sich fast, als ich zum ersten Mal nach 15 Jahren meine Freundin wiedersehe. Die Show war very funny, eine Satire auf diverse Broadway-Shows. Vor der Vorstellung habe ich einen Platzanweiser gefragt, wo denn die Stagedoor wäre. Dieser war so freundlich und zeigte mir, aus welcher Türe die Darsteller nach der Show kommen würden.




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Alt 12.07.2006, 01:17   Die Ostküste der USA Beitrag #5
usamelly13
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Re: Der Osten der USA

Also ging ich direkt nach der Show dorthin und wartete und wartete. Auf einmal ging die Tür auf und sie kam auf mich zugelaufen und rief immer wieder: Melanie, my Melanie. I can`t believe that. I wrote an email yesterday evening.....Yesterday evening, naja schade, hab ich nicht bekommen, denn im Hotel hatten wir keinen Internetanschluss. Wir redeten, machten Fotos und gingen zusammen Richtung Hotel, bzw. Richtung Auto. Es war so wie früher, wir haben uns beide soooo sehr gefreut und es war einfach ein ganz tolles Erlebnis. *Völlig überwältigt von diesem tollen Abend bin ich ins Bett gefallen und irgendwann bin ich dann doch mal eingeschlafen.

DONNERSTAG, 9. JUNI 2005

New York, Franklin Mills, Philadelphia und Elkton


Meilenstand in NY bei Übernahme des Wagens: 6.411
Ankunft Philadelphia: 6.510
Ankunft Motel 6 in Elkton: 6.576

Wir starteten diesen Tag mit dem Check-Out im Hotel Pennsylvania und unser Weg führte uns in die 50th Straße zur Alamo Car Rental Station.

Wir haben fast unser Leben riskiert, um eines dieser vielen Yellow Cabs zu erwischen, aber es hat dann doch noch geklappt.
Eine rasante Fahrt - oder besser gesgat, stopp and go- durch NYC folgte. Bei Alamo angekommen haben wir wieder einen „Chevrolet“ in Empfang nehmen können. *[smiley=04]Ein wirklich tolles Auto mit allem Schnick und Schnack, was das Autofahren hier sehr vereinfacht.

Wir verließen New York durch den Lincoln Tunnel – die Rush Hour war schon ziemlich heftig – aber insgesamt muss man sagen, dass das Autofahren in New York nicht so schlimm ist, da aufgrund des „Schachbrettmusters“ alles sehr übersichtlich ist. Die Beschilderung ist zwar nicht immer auf Anhieb gut zu erkennen, aber insgesamt haben wir den Weg gut gefunden. Aber wir hatten ja auch unser Navi dabei. Aber das funktionierte aufgrund der Wolkenkratzer in NYC nicht, aber Kartenlesen ist ja auch kein Problem. :

Unser Weg führte uns zur Franklin Mills, einem Outlet Center vor den Toren von Philadelphia. Bei einer Affenhitze waren wir froh um jede Abkühlung und so verbrachten wir ca. 2 Stunden dort. Christian hat sich einen Samsonite Rucksack gekauft, den ich auch mit nach Kanada nehmen darf, wenn meiner zu klein ist. Ich selber habe mir schöne Schuhe von Clarks gekauft. Einkaufen in den USA ist auf jeden Fall günstiger als bei uns zu Hause.

Weiter ging unsere Fahrt in Richtung Philadelphia. Ach ja, zwischendurch sei angemerkt, dass wir schon fast 14 Dollar Toll (Autobahngebühren) bezahlen mussten. So etwas gab es letztes Jahr an der Westküste nicht.

In Philadelphia angekommen, mussten wir feststellen, dass es sich nicht wirklich abgekühlt hat. Wir parkten unseren Chevi im Parkhaus gegenüber von der Liberty Bell, die auch sogleich unser erster Anlaufpunkt war. Wir haben schöne Fotos gemacht und sind dann über den Washington Sqaure durch die Straßen Philis gelaufen. Vorher haben wir noch ein paar nette Fotos von der Christ Church gemacht bevor es dann mit dem Auto in Richtung Downtwon ging. Wir haben noch so eben einen Parkplatz in der Nähe des Kunstmuseums bekommen und haben uns eine schöne Stelle ausgesucht, von wo wir die Skyline fotografieren konnten.

Auf dem Weg zur Interstate South 95 sind wir direkt an den großen bekannten Wolkenkratzern vorbeigefahren. Gott sei Dank noch schnell ganz tolle Fotos vom Rathaus mit William Penn und von den Gebäuden gemacht, etwas gegessen und schon mussten wir leider wieder Philadelphia verlassen. Unser Weg über die South 95 führte uns direkt am Philadelphia International Airport vorbei. Schnell ist mir der Gedanke gekommen, dass ich in genau vier Wochen wieder in Philadelphia sein werde (Zwischenlandung auf dem Weg nach Seattle mit den Mädels).

Wir fuhren weiter Richtung Elkton und hatten dann auch schon bald unser Ziel – Motel 6 – erreicht. Das Motel 6 haben wir schon von zu Hause via Internet gebucht, da gibt es günstigere Tarife. Ganz glücklich angekommen haben wir uns dann zum ersten Mal ins Internet eingeloggt. Hurra, der erste Reisebericht und somit die erste mail an unsere Daheimgebliebenen konnte folgen.....Um fast 1 Uhr Mitternacht dann Licht ausgemacht und geschlafen.



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Alt 12.07.2006, 01:28   Die Ostküste der USA Beitrag #6
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Re: Der Osten der USA

FREITAG, 10. Juni 2006

Elkton, Baltimore, Washington


Abfahrt Motel 6 Elkton: 6.576
Ankunft Baltimore: 6.634
Ankunft Red Roof Inn Washington: 6.676

Tanken: 15.14 Dollar
Toll: 2 Dollar

Nach einem Frühstück in dem schönsten McDonalds, den ich je gesehen habe, noch schnell getankt und auf geht’s in Richtung Baltimore (Maryland).

Wir erreichten Baltimore am frühen Vormittag und haben wieder in einem Parkhaus geparkt. Also, parken ist in Amerika richtig teuer. Wieder 12 Dollar fürs parken bezahlt. Aber so stand das Auto auch zumindest im Schatten und direkt am Hafen. *[smiley=04]

Baltimore hat einen ganz ganz tollen Hafen und wir stiefelten die ganze Hafenpromenade entlang und haben schöne Fotos gemacht. Es war tierisch bewölkt und dazu noch knalle heiß und vor allen Dingen schwül. Wir haben keine Ahnung wie viel Prozent Luftfeuchtigkeit, aber das ist vielleicht auch besser so. Zwischendurch kommt dann mal ein kühles, besser gesagt, lauwarmes, Windchen um die Ecke, aber es reicht nicht aus, um sich abzukühlen. Wir haben eine tolle Aussichtsplattform erreicht, von der aus wir ganz super Fotos von der Skyline von Baltimore machen konnten. Hurra, die Fotoparty konnte starten. Zwischendurch ist ein riesiges Militärschiff aus Finnland im Hafen eingelaufen. So etwas sieht man ja auch nicht alle Tage. Völlig verschwitzt machten wir noch kurz einen Abstecher zu „Barnes and Noble“ bevor unsere Fahrt weiter in Richtung Washington ging.

Nach einer knappen Stunde erreichten wir Washington. Noch schnell bei Safeways eingekauft und dann direkt zum Hotel Red Roof Inn. Wie sich später herausstellte, liegt dieses Hotel mitten in Chinatown. Das Parken kostet mal wieder 15 Dollar, aber wenigstens steht unser Chevi sicher auf dem Hotelparkplatz.

Wir wohnen wieder im 8. Stock und wir haben ein sehr großes Zimmer. Alles bestens. Wir essen Salat und Obst, denn so richtig großen Hunger hat man bei dieser Hitze nicht, und dann planen wir unsere Sightseeingtour. In Washington muss man gut zu Fuß sein, um die ganzen Memorials etc. zu erreichen. Mit dem Auto lohnt es sich nicht, da die Parkplätze sehr rar und zudem auch noch sehr teuer sind. Öffentliche Verkehrsmitteln nutzen auch nichts, denn es sind keine Haltestellen in der Nähe der Memorials.

Wir laufen zu allererst in Richtung Capitol. Unser Weg führt uns weiter in Richtung Washington Monument und dann direkt zum Weißen Haus. Nachdem wir von allen Sehenswürdigkeiten ganz viele Fotos geschossen haben, laufen wir weiter in Richtung Lincoln Memorial. Dort angekommen meint man, man wäre am Hauptbahnhof, so viel Betrieb ist dort. Wir machen dort auch wieder schöne Fotos und beschließen, bis zum Anbruch der Dunkelheit dort sitzen zu bleiben. Wie sich später herausstellte, hat sich das sehr gelohnt, denn wir haben sehr schöne Nachtaufnahmen vom Lincoln Memorial, vom Jefferson Memorial, vom Washington Monument und vom Capitol gemacht.

Völlig erschöpft und durchgeschwitzt laufen wir direkt ins Hotel zurück. Der Gedanke an eine kühle Dusche lässt uns immer schneller werden. Und gegen 22.30 Uhr sind wir dann endlich wieder im Hotel. Noch schnell duschen, Fotos gucken und das Reisetagebuch schreiben und jetzt ist es fast 1 Uhr Mitternacht und ein langer schöner Tag findet nun endlich sein Ende.

Übrigens, bitte nicht auf Rechtschreibfehler etc. achten. Die Berichte sind einfach frei aus dem Bauch letztes Jahr in USA geschrieben worden. Die möchte ich auch ungern nochmal durchlesen, denn so haben wir es wirklich erlebt :



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Alt 12.07.2006, 01:42   Die Ostküste der USA Beitrag #7
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Re: Der Osten der USA

SAMSTAG, 11. JUNI 2005

Washington, Shenandoah N.P., New Market

Abfahrt Red Roof Inn Washington: 6.676
Arlington: 6.682
Ankunft Quality Inn New Market: 6.809

Tanken: 12,33 Dollar
Park Fees: 10 Dollar

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Brot, Käse und Kaffee fahren wir gestärkt in Richtung Arlington Cemetery. Unser Weg führt uns u. a. wieder am Lincoln Memorial vorbei. Wir erreichen Arlington schon nach ein paar Minuten Fahrzeit und sind völlig sprachlos: es ist knattervoll und das morgens um kurz nach 10 Uhr. Naja, sind eben alle früh auf den Beinen, die etwas von der Stadt sehen wollen. Nachdem wir bei tierischer Hitze und unmenschlicher Luftfeuchtigkeit gerade noch den Weg zu den Kennedys gefunden haben geht es direkt weiter in Richtung Shenandoah N. P. in Virginia. * [smiley=04] :

Mit John Denver´s „Almost Heaven West Virginia Blue Ridge Mountains Shenandoah River ....“ fahren wir zum North Entrance. Dort angekommen fängt es auch an zu tröpfeln. * Das kennen wir ja noch von der Westküste im letzten Jahr (strömender Regen am Grand Canyon!). Aber egal, da müssen wir durch. Es wird schon bald wieder aufhören. Und es waren auch wirklich nur ein paar Tröpfchen, die vom Himmel fielen. Wir fahren und fahren den etwas kurvenreichen Skyline Drive und merken schon bald, dass es richtig schön hier ist. Jaja, Virginia one of the fabulous states in the USA. *[smiley=01]

Es ist alles sehr sehr grün, es sieht fast aus wie ein ganzer grüner Teppich. Zwischen den vielen Wäldern haben wir auch eine tolle Aussicht auf Weideland und Farmen. Virginia ist ein ganz toller und vor allen Dingen auch landschaftlich wunderschöner Bundesstaat der USA. *Wir halten an dem ein oder anderen Aussichtspunkt natürlich an, machen ein nettes Picknick und wieder wunderschöne Fotos, von Schmetterlingen, Blumen, Natur pur eben. Das Wetter hat sich zwischenzeitlich wieder etwas gebessert, der Nieselregen hat aufgehört und so ab und zu versucht auch die Sonne die Wolkenwand zu durchdringen. Gott sei Dank!!! 8)

Da das Quality Inn Hotel in New Market ist, besuchen wir – bevor wir ins Hotel fahren – noch die größten und bekanntesten Tropfsteinhöhlen der Ostküste: die Luray Caverns. Für heute verlassen wir den Shenandoah N.P. und fahren direkt zum Eingang der Höhlen.

Am Eingang sind wir mal wieder von den Eintrittspreisen überwältigt: 18 Dollar pro Person!! Ufff, meine Güte, hier an der Ostküste muss man echt ganz schön viel Eintrittsgelder bezahlen. Ich glaube, wir haben jeder schon fast 150 Dollar allein dafür ausgegeben. Naja, gelohnt hat es sich ja auf jeden Fall und wer weiß, wann man das nächste Mal hier ist. Man wurde in Gruppen von ca. 20 Leuten in die Höhle geführt und schon begann unsere einstündige Führung durch die Höhle. Das Highlight der Höhle ist die "Stalacpipe Orgel, das größte natürlichste Musikinstrument weltweit. Das war alles sehr schön und sehr interessant, allerdings muss ich sagen, dass ich den Akzent von unserer Führerin kaum verstanden habe. Hilfeee, dachte ich verstehe ganz gut englisch, aber da war sooo ein komischer Akzent drin ???Woher die Führerin wohl kam?!?!

Naja, auf jeden Fall haben wir ganz tolle Fotos geschossen und sind dann um ca. 18.00 Uhr in Richtung Hotel gefahren. Dort angekommen sind wir noch essen gegangen und für mich gab es einen leckeren riesengroßen Salat.

Dann geduscht und eigentlich wollte ich noch Postkarten schreiben, aber mir sind die Augen zugefallen und so hab ich um 22.00 Uhr schon tief und fest geschlafen.

So, das wars für heute, Fortsetzung folgt morgen.....




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Alt 12.07.2006, 04:43   Die Ostküste der USA Beitrag #8
Willy Mann
San Francisco Fan
 
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Ort: Costa Brava
Beiträge: 1.223
Re: Der Osten der USA

Hallo Melanie!

Habe gelesen, das du in der St.Pauls Kapelle gewesen bist, dazu hatte ich nicht mehr die Nerven, da hat mich Ground Zero doch zu sehr mitgenommen und ich glaube das wäre zu viel für mich gewesen.
So habe ich auch noch einen Grund mehr, mal wieder nach New York zu reisen.

Über die Brooklyn Bridge sind wir ebenfalls nicht gegangen weil es einfach zu kalt und windig war, über die Brücke aller Brücken (die Golden Gate Bridge *) sind wir dann aber in San Francisco gelaufen………

Scherz beiseite, die Brooklyn Bridge ist eine der schönsten Brücken, die ich je gesehen habe und wenn sie für dich die Brücke aller Brücken ist, dann kann ich das sehr gut verstehen. *

Wir hatten auf dem Schiff das gleiche „Problem“ wie ihr, wir wussten auch nicht in welche Richtung wir den sehen sollten, wir sind sogar abends erst zurückgekommen und haben „die Skyline“ dann bei Dunkelheit in ihrem Lichterglanz gesehen und das zur Weihnachtszeit, der Wahnsinn!

Ich kann gut nachvollziehen wie du dich gefreut hast, als du deine Freundin nach 15 Jahren wieder gesehen hast, ich war mit dir auf dem Empire State Building und bin noch einmal die Hopp on, hopp of Tour mitgefahren, ja ich war sogar noch einmal bei Abraham Lincoln und an JFK’s Grab und, und, und….......

Ich danke dir für’s mitnehmen, ich danke dir für diesen schönen Reisebericht und……......... ich habe ihn wirklich genossen.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung…… * [smiley=04] [smiley=09]
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