...habe dieses Post erst jetzt entdeckt, sorry, bin aber sehr froh darüber, denn auch ich bin ein Verfechter von "Weniger ist mehr"!
Was ich zu dem Thema noch beitragen möchte ist dies:
1)
Diese Mietwagen-Urlaube in USA leben meiner Meinung nach doch eigentlich substanziell davon, dass man entsprechend dem "American way of live" lässig über die Highways kreuzt und sich einen tollen Tag macht, indem man nicht nur die dicken Straßen nimmt, sondern auch mal übers Land fährt und für sich entdeckt. Nicht den Schnellimbiss am Interstate nimmt, sondern ein Städtchen abseits anfährt und dort ein Lokal sucht, hier ein einsamen Fluß zum Baden findet oder dort ein tolles B&B für wenig Bucks.
Dort, wo auch nicht ständig Touristen zu finden sind, ist es viel interessanter und die Leute sind neugierig und viel netter und freuen sich, auch mal einen Touri aus Deutschland bei sich zu haben.
Wichtig: Überall ist Polizei und zu schnell fahren kann ziemlich teuer werden! Hohe Durchschnitte einplanen könnt ihr vergessen!
2)
Was ich Anfangs nicht glauben konnte und deshalb den Newbies mitgeben möchte: Man muss nur dort vorbuchen, wo sehr viel Touristen sind. Das Flughafenhotel auch noch. Aber ansonsten sollte man sich jede Flexibilität bewahren, man findet immer was. Ich nehme z.B. ein Netbook mit und buche erst am Abend der Abreise ein Motel für den nächsten Tag vor.
Solchermaßen "frei" kann man wirklich weiterfahren, wo es einem nicht gefällt, bleiben, wo es schön ist, Umwege dorthin machen, wo man Tipps dazu bekommen hat. Immer aktuell nach "Specials" schauen, wir hatten schon ganze Suites für 75.- $ usw. Schätze, solche eine Infrastruktur an Motels, Hotels und B&Bs gibt es nirgends auf der Welt und das sollte man nutzen!
3)
Megastädte: Der Aufenthalt in den Großstädten bedingt nicht unbedingt ein Auto, behindert oft nur (Parkplätze). Bestes Beispiel NYC. Wer seine Reise von einer Großstadt aus plant, bleibt meistens die ersten Tage dort und fährt erst dann los. Da kann man durchaus das Auto sparen und muss es nicht unbedingt gleich nach Ankunft am Flughafen abholen. Ausnahme: LA.
In diesem Mega-Städten gibt es mega-viel zu sehen, nehmt euch Zeit! NYC oder Las Vegas - man braucht einfach seine Zeit dazu!
Denn man sollte auch wissen, dass die Amerikaner ihre Sehenswürdigkeiten optimal präsentieren und es deshalb ziemlich lange dauern kann, bis man sich das in Ruhe angesehen hat, z.B. ein Besuch auf einem der Museumsträger (Midway oder Intrepid) beschäftigt einen auf Stunden, aber auch die Wartezeiten für einen Besuch (Liberty) sind oft enorm, man muss durchaus 1-2 Stunden einkalkulieren. Steht man dann endlich auf dem Empire State Building, dann ist das so imposant, dass da auch schnell eine Stunde um ist. Das ist nicht einfach ein Kirchturm, den man schnell rauf steigt, zehn Minuten kuckt und wieder geht....
Also muss man - um bei diesem Beispiel zu bleiben - durchaus bis zu drei Stunden einkalkulieren, um das Empire genießen zu können.
So - DAS war meine Botschaft an euch!

Anmerkung:
Wenn wir unterwegs sind und mit anderen Touristen zusammenkommen, können wir sehr schnell und deutlich einheimische US-Touristen (oder Kanadier) von Europäern unterscheiden. Nicht an der Sprache!
Sondern an der Hektik! (und an der Freundlichkeit - wenn dich keiner mehr grüßt, bist du mit Sicherheit unter Europäern) - die Amis sind einfach relaxter...