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Reiseberichte USA

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Alt 05.06.2009, 09:13   Der "Klassiker" im Mai 2009 Beitrag #1
Riconelli Mann
St. Paulianer
 
Benutzerbild von Riconelli
 
Registriert seit: 25.01.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 502
Bilder: 255
Der "Klassiker" im Mai 2009

Hallo,

wie ich irgendwo anders vollmundig angekündigt habe, möchte auch ich mich mal aktiv an diesem Forum beteiligen, in dem ich den Bericht unserer Reise aus dem Mai hier einstelle. Ich nehme zwar an, dass es ein paar Tage (Wochen/Monate) dauern wird, bis der Bericht fertig sein wird. Aber, loslegen kann man ja schon mal.

Vorweg. Es war großartig. Früher eher der USA-Skeptiker, änderte sich dies 2007 durch einen NY-Urlaub. So dass diese Jahr entschieden wurde, dass meine Freundin (Petra) und ich mal in den Westen müssen. Und es hat sich gelohnt. Wie ihr lesen werdet……

Hier erstmal der Überblick der Reiseroute:
02.05.09 Flug von Hamburg nach San Francisco, Weiterfahrt nach Monterey
03.05.09 Hw1 (bis Pismo Beach)
04.05.09 Santa Monica / Venice Beach
05.05.09 Hollywood / Palm Springs
06.05.09 Joshua Tree / Lake Havasu City
07.05.09 Old Route 66 / Grand Canyon
08.05.09 Grand Canyon / Page
09.05.09 Page
10.05.09 Toadstool Hoodos / Zion NP
11.05.09 Las Vegas
12.05.09 Las Vegas
13.05.09 Death Valley
14.05.09 Yosemite
15.05.09 Yosemite
16.05.09 San Francisco
17.05.09 San Francisco
18.05.09 San Francisco
19.05.09 San Francisco
20.05.09 Rückflug nach Hamburg

Im übrigen merke ich gerade, dass ich ziemlich wehmütig werde beim Schreiben dieser Zeilen – zu gerne ware ich noch dort im Urlaub und würde einfach nur Genießen. Tja, Aber so ist das Leben ja meistens leider nicht.

Als Vorbereitung für diese Reise, die wir ungefähr ab Januar diesen Jahres geplant haben wurden neben diesem Forum folgende Reiseführer verwendet:
· Reise Know-how – Der ganze Westen
· Stefan Lohse Travels – Kalifornien
· Dumont – Los Angeles und Südkalifornien
· Lonely Planet – San Francisco
· Marco Polo – Las Vegas
· Hildebrandts Auto-Atlas – Westen der USA (aus dem Jahr 1993 – ein Glück, dass in den Wüsten nicht so viel neue Straßen gebaut werden……)

Man sieht, ich neige zur gründlichen Vorbereitung….. Deswegen wurden auch alle Hotels nach ausgiebiger Recherche im Intranet (tripadvisor, holidaycheck, amerika-forum) und den Reiseführern im Vorwege gebucht. Und so würde ich es auch wieder machen. Zwar mag man da den einen oder anderen Cent mehr bezahlen und die Spontaneität leidet etwas – aber praktisch ist es schon, wenn man morgens weiß, wo man abends pennt. Und auch mal später im Hotel ankommen kann.

So, und nun die Protagonisten:

der-klassiker-im-mai-2009-kalifornien-urlaub-2009-08.05.20090113.jpg

Petra und Sven, Hamburger Jungs und Deerns (wenn auch nicht gebürtig):

So, genug der Sabbelei, fangen wir an….:

02.05.09
Um 7:15 geht der Flieger von Hamburg-Fuhlsbüttel. Entsprechend klingelt der Wecker deutlich vor 5:00 (4:35 um genau zu sein). Die Nacht war aber eigentlich ganz gut. Okay, die allgemeine Reise-Aufgeregtheit. Aber das Thema „Mexiko- (oder Schweine-)Grippe“, dass ja in der Woche vor dem Abflug so akut war, konnte ganz gut verdrängt werden, so dass wir tatsächlich relativ ruhige 5 Stunden schlafen konnten.

Und auch unsere professionellen „Wohnungspasser“ sind kurz mit uns aufgestanden, um uns zu verabschieden. Meine Eltern. Die machen nämlich gerne bei uns in Hamburg (St Pauli) Urlaub, wenn wir in fernen Ländern weilen.

Und wie immer: Man ist zu früh. Einchecken am Automaten ging blitzschnell und auch der Baggage-Drop-of-Schalter war übersichtlich belagert, so dass man die klassische Stunde bis zum Boarding hatte. Notiz an mich: Nächstes Mal einfach noch eine halbe Stunde länger schlafen, dann funktioniert es auch……

Horrormeldungen gab es im Vorwege über den Flughafen in Paris und die Umsteigezeit, die nur 1,5 Stunden betrug. Aber manchmal steht man auch auf der Sonnenseite des Lebens. Der Flug landete knapp 15 Minuten vor der Zeit in Paris. Zugegebenermaßen, der Weg zum anderen Terminal war dezent ausgeschildert und noch dazu hinter einer Baustelle versteckt - aber es hat funktioniert, so dass wir den Flieger entspannt besteigen konnten.

Und da die erste negative Überraschung: Kein In-Seat-Entertainment. Wie war das noch mit der Sonnenseite….. Aber, wie man ja oben schon lesen konnte: Ich neige zum „Druchplanen“ – deswegen hatte jeder von uns Filme auf dem I-Pod dabei, so dass man durchaus nicht nur auf die Winz-Bildschirme in der Mitte des Ganges zurückgreifen musste.

Der Flug in der Übersicht:
Essen und Getränke gut und reichhaltig.
Flugbegleiterinnen semi-kompetent – denn deren Meinung nach hätten wir den „grünen Einreisezettel“ nicht ausfüllen müssen, wenn wir uns schon im Internet registriert haben. Haben wir aber trotzdem gemacht. Und war auch gut so…..
Der I-Pod kam zum Einsatz. Und geschlafen habe ich auch nicht. Aber das kenne ich schon.

13:00 Ortszeit betraten wir amerikanischen Boden. Und sofort ging es zum Mietwagenschalter. Gebucht war ein Midsize. Aber die freundliche Dame im Parkhaus der Mietwagenfirmen gestand uns ohne Aufpreis einen Fullsize zu und empfahl und auch gleich einen blauen Dodge Charger. Tja, und da wir beide genau 0 Ahnung von Autos haben, sind wir der Empfehlung einfach mal gefolgt. Ich sag nur 250 PS:


der-klassiker-im-mai-2009-kalifornien-urlaub-2009-02.05.20090008.jpg


Aber Glück sollte uns der Wagen trotzdem nicht bringen….. Erste Amtshandlung war das Etui mit den 25 gebrannten CDs aus dem Koffer holen (wie gesagt: Planung ist alles…) und dann ab auf dem schnellsten Weg nach Monterey, bevor die große Müdigkeit einsetzt.

Knappe 2 Stunden später nach den ersten Kontakten mit dem amerikanischen Straßenverkehr sind wir doch entspannt aber aufgekratzt in Monterey „gelandet“. Und haben unser Motel (Mariposa Inn) auch sofort gefunden. Und da zahlte sich die Vorbereitung schon aus: Kamin, I-Pod-Docking-Station, modernes und geschmackvolles Design, Flachbildschirm, 2 King-Size-Betten. Ein wirkliches Top-Hotel.

Eigentlich waren wir schon jenseits von Gut uns Böse, aber der Magen meldete sich. Also schnurstracks die Sachen abgeladen, uns entsprechend gefreut, dass wir endlich in den US of A angekommen sind und ab gen „Downtown“. Und hier der erste europäische Kardinalsfehler: Man geht einfach nicht zu Fuß (außer in San Francisco und Las Vegas vielleicht). Gefühlte Stunden später (war vermutlich nur ca. 45 Minuten – das langt ja aber nach so einem Flug) sind wir in der City und machen uns sofort auf die Suche nach einem (veget.) Restaurant, das ich in einem der zahlreichen Reiseführer gefunden habe. Tja, war wohl nicht mehr der Aktuellste – jedenfalls gab es das Restaurant nicht mehr….. Leider lachte uns keine Alternative wirklich an, so dass wir bei Trader Joes (großartiger, bio-angehauchter Supermarkt) halt gemacht haben, um uns dort etwas zu besorgen. Hat dann auch ganz gut funktioniert – Mikrowelle gab es ja im Zimmer. Leider ist Petra dann sofort nach der Rückkehr eingeschlafen, so dass es für Sie nichts mehr mit Essen war. Der Schlafdrang war wohl stärker. Um 21:30 war dann auch bei mir „TILT“. Licht aus und gut. Jetzt wird der Urlaub wirklich losgehen.
Riconelli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2009, 09:42   Der "Klassiker" im Mai 2009 Beitrag #2
masi76 Frau
Amerika Tourist
 
Benutzerbild von masi76
 
Registriert seit: 19.08.2008
Ort: Bielefeld
Beiträge: 132
Bilder: 165
Hey super, ein neuer Reisebericht. Da bin ich doch mal schnell dabei und sichere mir natürlich sofort den besten Platz am Fenster. So kriege ich hoffentlich auch unterwegs alles mit.
masi76 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2009, 11:02   Der "Klassiker" im Mai 2009 Beitrag #3
Moody Mann
Amerika Fan
 
Benutzerbild von Moody
 
Registriert seit: 11.03.2009
Ort: Bayern
Beiträge: 69
Super Anfang für den Reisebericht. Bin gespannt wie es weitergeht.

Wir haben so eine Reise auch schon einmal gemacht, nur andersrum (LA, SF, LV, LA kurz gesagt).

Wenn man dies so liest, bekommt man schon wieder Lust und wehmut, wie Du ja auch schreibst.

Bin auf alle gespannt und freue mich auf den nächsten Teil.


Schöne Grüße vom Süden (München) in den Norden.
Moody ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2009, 14:03   Der "Klassiker" im Mai 2009 Beitrag #4
zimmer_r
Wahl-Amerikaner
 
Registriert seit: 12.05.2005
Ort: Freigericht
Beiträge: 569
Lächeln Reisebericht

Super, bin auch gelich aufgesprungen, bin natürlic gespannt wie ein Flitzebogen wie es wetergeht.

Gruß
zimmer_r
zimmer_r ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2009, 14:58   Der "Klassiker" im Mai 2009 Beitrag #5
wishmaster Mann
Wahl-Amerikaner
 
Registriert seit: 19.04.2008
Ort: Nordschwarzwald
Beiträge: 746
Bilder: 120
Hi!

Bin auch dabei u. schon gespannt, was Du zu berichten hast...wahrscheinlich erweckst Du auch bei mir Erinnerungen u. Sehnsüchte, da ich an den Orten in Deinen Reisebericht ebenfalls schon war.

Naja, fahre ja im August wieder in die USA...

Gruß
Stefan
wishmaster ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.06.2009, 10:45   Der "Klassiker" im Mai 2009 Beitrag #6
Riconelli Mann
St. Paulianer
 
Benutzerbild von Riconelli
 
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Ort: Hamburg
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03.05.09 – Highway 1 und Birthday 31
Ich hatte im Vorwege ganz kurze Zeit mal darüber nachgedacht, am 03.05.09 in den Urlaub zu fliegen, da dies mein 31. Geburtstag ist. Durch die Zeitverschiebung von Deutschland in die USA wäre das ein gefühlter extra-langer Geburtstag geworden. Okay, das mit den Kerzen im Flugzeug wäre vielleicht etwas problematisch geworden, aber 250 Leute die „Happy Birthday“ für einen singen…. auch nicht schlecht. Na ja, dann hatte ich mich doch anders entschieden. Einfach, weil ich nicht wirklich Lust hatte, einen Großteil meines Urlaubes im Flugzeug zu verbringen – deswegen fliegen am 02.05 – Geburtstag am 03.05.

Der extra-lange Geburtstag war mir trotzdem vergönnt – kurz nach 4:00 war ich nämlich wach. Großartig. Dass das ein Urlaub für Frühaufsteher werden würde, war klar. Aber so früh?? Na ja, auch Madame ist so gegen 6:00 wach (und das wäre normalerweise 5 Stunden vor der Zeit an einem Tag, an dem es nicht zur Arbeit geht), so dass wir in der Tat recht früh starten können.

Die „Legenden“, die man so über das „Continental Breakfast“ in amerikanischen Motels und Hotels im Vorwege gehört hat, im Kopf, bewegen wir uns gen Frühstücksraum. Und ja, es war alles aus Plastik oder Pappe – was zum Glück nicht für das Essen galt. Das war nämlich gar nicht so schlecht. Toasts, Bagels, süße Teilchen, frischer Saft, Marmelade, Käse, Obst, Kaffee und „Cerealien“, wie die Werbung sagen würde – ich sag mal: Müsli. Mehr und besser als erwartet (oder befürchtet). Und so sollte es eigentlich auch die meiste Zeit des Urlaubs sein. Insgesamt rundete das aber das komplett extrem positive Bild des Mariposa Inn in Monterey ab – das war schon ein sehr überdurchschnittliches Motel, dass mit ungefähr 90 € für eine Übernachtung zu Buche geschlagen hat.

Nach’m Früchstück also früh los. Richtung Wharf. Dort dann erste Bekanntschaft mit der lokalen Fauna geschlossen:





Danach entschlossen wir uns den 17-Mile-Drive eine überteuerte Küstenstraße sein zu lassen und machten uns auf den Weg durch den Ortsteil Pacific Grove, der in manchen Reiseführern als ebenbürtiger Ersatz gepriesen wurde. Und ich glaube kaum, dass der 17-Mile-Drive viel schöner sein kann. Und der hätte vielleicht auch nicht so hungrige Squirrells gehabt:



Der ganze Weg die Küste entlang gen Süden war von zahlreichen „Ohs“ und „Ahs“ geprägt. Und von vielen Fotostopps inkl. Einer guten Portion spektakulärer Küsten-Fotos. Die inkl. Des recht tief-hängenden Nebels irgendwie noch spannender wirkten. „Kalifornien – wir sind da!“, ging uns durch den Kopf. Trotz gewisser Müdigkeit aufgrund des Vortages verging der Tag mit einem konsequenten Hochgefühl und einer Augfekratztheit. Auf dem Weg nach Süden haben wir dann noch einen kleinen Zwischenstopp am Pfeiffer-Beach gemacht, der wirklich recht dramatisch an der Küste liegt:


Inbegriffen war hier ein kurzes Picknick (fantastisch leckere Salate bei Trader Joe’s im übrigen…). Wobei sich irgendwann dann der große Hunger meldete und wir dann ab nach San Luis Obispo gefahren sind um uns ein vernünftiges „Geburstags-Menü“ zu gönnen. Nette kleine Innenstadt im Übrigen – gefiel uns sehr gut.

Von San Luis Obispo ging es dann auf direktem Wege gen Etappenort Pismo Beach, in dem wir ohne großes Suchen direkt unser Quartier am Strand, das Sea Gypsy Motel, gefunden haben. Dies war wirklich vorzüglich gelegen und strahlte im Zimmer latent einen gewissen „old-schooligen“ 60er-Jahre-Charme aus. Nach kurzer Bestürzung, dass wir wohl auf dem Boden schlafen müssten, hatten wir dann auch das Bett im Schrank entdeckt und uns dann auf den Weg runter zum Strand und zum Pier gemacht – es dämmerte schon. Dort störten wir dann einen kalifornischen Kondor bei der Mahlzeit am Strand und beobachteten mehrere Surfer, die trotz der eintretenden Dunkelheit noch aktiv waren. Mehrere Fotos des Pazifiks und des Piers bei Dämmerlicht und eine kurze Runde über den Pier und um den Block und das frühe Aufstehen forderte seinen Tribut. Ab also in die Heia.







Riconelli ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.06.2009, 23:50   Der "Klassiker" im Mai 2009 Beitrag #7
chrysche
Newbie
 
Benutzerbild von chrysche
 
Registriert seit: 28.02.2009
Beiträge: 39
Bilder: 12
Flugzeugnachbar

Hi Flugzeugnachbar - haben uns ja im Flugzeug von Paris - SFO kennengelernt.
Super Lob von mir deine Berichte sind bisher einsame spitze, freue mich schon auf den nächsten - wir bleiben eh in Kontakt.

Take care you guys!!!
chrysche ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.06.2009, 18:38   Der "Klassiker" im Mai 2009 Beitrag #8
Riconelli Mann
St. Paulianer
 
Benutzerbild von Riconelli
 
Registriert seit: 25.01.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 502
Bilder: 255
04.05.09 – L.A. – oder auch nicht!?
Heute war mal ausschlafen angesagt. 5:00. Eine Stunde länger als gestern immerhin. Ich bin zwar grundsätzlich ein Frühaufsteher. Aber so früh…. Na ja, so hat man was vom Tag – soll mir recht sein. Könnte auch an dem leicht muffigen Geruch (und Charme) des Hotels gelegen haben…… Anyway. Zeitig begaben wir uns zu nun auch endlich sommerlichen Temperaturen auf Supermarktsuche um das wichtigste Accessoire (nach der CD-Sammlung natürlich) für so einen Road-Trip zu organisieren: Eine Kühlbox. Nach kurzem Durchfragen im Hotel sind wir auf ´nen K-Mart in der Nähe gestoßen, der zwar schrecklich war (kennt jemand von euch Kaufhalle oder Woolworth in noch schlimmer….), aber immerhin eine Kühlbox zu bieten hat. Kühlbox und ein überdimensioniertes Paket Eis im Schlepptau dann zum Trader Joe’s (gehört im übrigen zu ALDI, obwohl das nicht weiter entfernt sein könnte als der Nordpol und der Südpol) und was Essbares besorgen. Einen leckeren Salat für Lunch und Bagel und Obst für’s Frühstück. Und ab geht’s gen Tinseltown….

Ach so, hier mal die typische Auto-Innenansicht:



Direkt durch an der Küste gen L.A. war das Ziel. Und angepackt wurde es ohne Umschweife. Die weite Ausdehnung von Mailbu bewundern wir und fragen uns, wie lang gezogen eigentlich ein eher kleiner Ort sein kann – man das zieht sich. Aber das wird natürlich jeder kennen, der schon mal in den USA Urlaub gemacht hat und dabei durch kleinere Städte gekommen ist: Die ziehen sich teilweise ewig an den Ausfallstraßen entlang. So auch Malibu. Nur natürlich in gediegen und nicht in staubig….

Ach, wo ich gerade dabei bin und mich über die typische Struktur amerikanischer Klein- und Mittelstädte auslasse. Packen wir doch mal kurz alle Klischees aus und sagen wir hier einfach mal verallgemeinernd, dass sie stimmen. Denn, dem ist so:

1. Amis haben ein Gewichtsproblem. So geht das Klischee. Und hey, ich will weiß Gott keinen beleidigen, aber insgesamt fällt eine Anhäufung von rundlicheren Figuren in den USA – insbesondere in den ländlicheren Gegenden schon auf.
2. Autos über alles. Das kennt jeder, oder. Mindestens 2 Pick-Ups gehören in jeden Haushalt. Auch wenn man gar kein Holzfäller ist….
3. Fast Food. Supersize me kennt jeder. Und irgendwie stimmt das schon. Wir waren schon eher erstaunt, wie das insbesondere in kleineren Städten aussah. Die gängigen Fast Food Ketten waren unausweichlich. So krass hätte ich mir das nicht vorgestellt, aber es ist wirklich war. Spannenderweise kommen Punkt 2 und 3 da mal gleich zusammen – denn besser besucht als die Lokalitäten waren meistens die Drive-In-Schalter….
4. Resultiert aus 2. Die Infrastruktur ist auf das Auto ausgelegt. Unfassbar wie viele Komplexe der Art „Riesen-Parkplatz – Riesen-Supermarkt – 2-50 Fast-Food-Läden" wir gesehen haben. Pro Einwohner ein Supermarkt und 2 Fast-Food-Läden. Vor allem aber ein Parkplatz, würde ich sagen.
5. Eis und Refills. Aber wem erzähle ich das.
6. Und am wichtigsten: Die Amis sind die freundlichsten Menschen der Welt, zumindest sind wir nur solchen Exemplaren begegnet. Nirgendwo ist reisen angenehmer.

Okay, genug abgeschweift. Zügig rein nach Santa Monica und in unser Hotel. Travelodge Pico Boulevard. Eine echte Empfehlung. Zwar nicht direkt im Zentrum von Santa Monica gelegen – aber eine großartige Anlage und im Besitz einer Rezeptionistin, die weiß, wo und wie man seinen Wagen im Zentrum am besten parkt. Direkt bei der 3rd Street Promenade im großen Parkhaus. Geht zwar nur für 3h, dann aber einfach mal umparken innerhalb des Parkhauses und fertig ist der Lack…

Tja sind wir nun schon in L.A. oder nicht?? Eher nicht, denn S.M. (was ´ne spaßige Abkürzung…) ist streng genommen eine eigenständige Stadt. Was man aber als Touri kaum merkt. Aber nett ist es in S.M.

Wir sind nun mittlerweile am Strand und spazieren von der Pier bis nach Venice. Was dann ungefähr so aussieht:





(Wir sind schon zwei lustige Foto-Modells..... Oh man....)

Spannend im Übrigen die Herrentoiletten am Strand, die zwar großzügig dimensioniert sind, aber irgendwie Türen für die Kabinen vermissen lassen. Leider konnte ich keinen der dort Sitzenden dazu bewegen, mir Fotomodell zu sitzen…. Strange diese Stadt.


Wo war ich? Ach, Venice und S.M. . crazy Typen, Baywatch-Häuschen und tolles Wetter. Wenn das mal kein Urlaub ist!?!? Nach dem ausgiebigen Spaziergang (wichtig: innerhalb der 3 h bleiben, denn: siehe oben) machen wir uns dann wieder auf den Weg gen 3rd Street Promenade. Shopping in einer Fußgängerzone – hach, da denkt man an deutsche Kleinstädte. Aber angenehm ist’s hier. Zum Essen geht’s dann in das Restaurant Real Food Daily. Hatte ich irgendwo aus’m Internet. Wirklich exzellentes vegetarisches Restaurant, das man auch Veganern empfehlen kann. Abwechslungsreiche Speisekarte und unfassbar freundliche Mitarbeiter.

Kurzer Exkurs zum Essen: Gegessen haben wir meist abends in „richtigen Restaurants“ nur einmal war’s Del Taco und zweimal Denny’s. Sind halt nicht die Fast Food Freaks. Wobei selbstverständlich auch das ein oder andere klassiche amerikanische Diner dabei war. Ich bin der Meinung, wenn man nicht komplett mit zugenähten Hosentaschen reist, dann kann man sich Restaurants in den USA super leisten. Guckt einen ja keiner blöd an, wenn man nur Wasser trinkt. Wir haben meistens eine Cola bestellt und die uns geteilt, da ja eh ge-refillt wurde. Hat keiner blöd geguckt. Amis, mit denen wir geschnackt haben, haben uns eher gratuliert, da das da die meisten so machen. So lagen die Ausgaben für’s Abendessen meistens so zwischen 20 und 30 EURO (umgerechnet) – und ich bin der Meinung, das passt schon….

Anyway. Nach’m Essen wollte ich dann unbedingt noch im Dunkeln zum Griffith Observatorium in den Hollywood Hills. Auch wenn das eine Fahrt durch die halbe Stadt bedeutete. Egal. Ca. 30 Min später waren wir also am Observatorium. Und irgendwie war das die Initialzündung: Yes, jetzt sind wir endgültig im Urlaub und in den Staaten angekommen. Was war das für ein gigantischer Anblick von oben auf L.A. bei Nacht. Ich hab’ jetzt noch Gänsehaut, wenn ich dran denke. Das kann man leider kaum in Worte fassen und noch weniger adäquat in Fotos – versucht habe ich es trotzdem mal:







Ein Meer aus Licht. Wie groß kann eine Stadt eigentlich sein??


Danach ging es dann aber zügig zurück zum Hotel und endlich verdient ins Bett. Habe ich eigentlich erwähnt, dass wir uns in L.A. nicht verfahren haben. Navigating by Strßenkarte funktioniert also auch ganz gut….
Miniaturansicht angehängter Grafiken
der-klassiker-im-mai-2009-kalifornien-urlaub-2009-04.05.20090010-1-1-.jpg(1).JPG   der-klassiker-im-mai-2009-kalifornien-urlaub-2009-04.05.20090022-1-.jpg.JPG   der-klassiker-im-mai-2009-kalifornien-urlaub-2009-04.05.20090032-1-.jpg.jpg   der-klassiker-im-mai-2009-kalifornien-urlaub-2009-04.05.20090052-1-.jpg.JPG   der-klassiker-im-mai-2009-kalifornien-urlaub-2009-04.05.20090057-1-.jpg.JPG  

der-klassiker-im-mai-2009-l.a.-2-1-.jpg.jpg  
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