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da hattet Ihr aber einen Schutzengel dabei! So einen kapitalen Reifenschaden habe ich noch nie gesehen .
ich schon - an einem der letzten Tage ist bei unserer Fahrt dem Vordermann der Reifen geplatzt - war aber ein Geländewagen, die scheinen da Doppelwandige Reifen zu haben...der konnte noch ganz gemütlich an den Rand fahren, während sein gesamter Reifen ca. 20cm an uns vorbeiflog (und dabei bin ich schon verdammt gut ausgewichen...)
Als stiller Mitleser gebe ich mich nun auch zu erkennen. Sowie als Forum Newbie. Ich verschlinge momentan zig Reiseberichte in div. Forums. Dieser hier ist mit einer.. richtig toll freue mich immer mehr auf unsere eigenen USA Ferien.
unser Auto hatte so eine Anzeige, die ständig was von "Reifendruck checken" erzählt hat . Gesehen haben wir aber nichts. Irgendwann haben wir dann mal an der Tanke angehalten und um Hilfe gebeten. Der sehr nette Mitarbeiter lokalisierte das Problem dann hinten links (obwohl man nichts sehen konnte). Platt war der Reifen dann erst kurz vor Sedona (Village Oak Creek). Wenn ich bedenke, dass wir von Tucson bis Sedona damit gefahren sind, streuben sich mir immer noch die Haare. Das hätte echt schief gehen können. Eingefangen haben wir uns den Nagel in den Old Tucson Filmstudios...
Aber die Reparatur war easy und günstig und wir sind sogar noch durchs Monument Valley damit gefahren.
06.05.09 – Neues Auto, neues Glück Hat eigentlich schon mal jemand auf ´ner Interstate an den Straßenrand geschaut. Also nicht auf die Werbetafeln oder Anzeigen, wann der nächste Fast-Food-Overkill-Komplex kommt. Nein, auf den Boden meine ich. Wir haben das seit dem Auto-Malheur öfter getan. Und was sieht man da in einer unglaublichen Häufung?? Reifenteile über Reifenteile. Sowas fällt einem natürlich erst wirklich auf, wenn man selber mal einen Platen gehabt hat. Das ist aber unglaublich – ein wahrer Reifenfriedhof. Die Frage ist, woran liegt das eigentlich??
Schlechte Straße – yep, definitiv. Meistens waren die Interstates und Freeways in einem so erbärmlichen Zustand, dass das Fahren eher einem „Hoppeln“ gleich kam. Na ja, vermutlich geht das ganze Geld in die Pflege der Raststätten… ich sage nur Dauerbewässerung einer „Grünfläche“ neben nem WC….
Oder erbärmliche Reifenqualität? Würde mich nicht wundern – treibt ja den Konsum an.
Oder aber die Nicht-Existenz einer „Maintanence“ für die Straßen.
Wie auch immer. Das nur mal am Rande.
Das neue Auto. Passt schon.
Schlecht:
Zeigt nicht die CD-Infos an
Ist überhaupt wählerisch was das Abspielen mancher CDs anbelangt
Gut:
Heller.
Bequemere Sitze
Nun aber. 5:10. Aber muss ich das noch erwähnen??? Heute passt das aber ausgezeichnet mit dem frühen Aufstehen. Es geht durch den Joshua Tree und die Wüste gen Lake Havasu. Und die Vorhersage der Temperaturen lässt nichts Gutes befürchten: 42°. Aber Schnee in der Wüste würde man ja auch nicht erwarten….
Also, nach dem Frühstück (Lobby und Fernsehen – as always) kurz den üblichen Morgen-Einkauf im Supermarkt (Dr. Pepper light galore!!!) und dann zu Autozone und so’n Windschutzscheiben-Reflexions-Wärme-aus-dem-Wagen-halt-Dingens gekauft. Ihr wisst schon, was ich meine. Hilft bei über 40° allerdings auch nur bedingt.
Die Fahrt zum Joshua Tree verläuft recht ereignislos und nur semi-spannend. Nach einem netten Pläuschchen mit dem Park Ranger (hat eigentlich jeder Ami Verwandtschaft in Deutschland oder war schon selber mal da???) die 80 $ für den Nationalpark-Pass abgedrückt und rein in den Park. Ich halte mich hier mal nicht groß mit Beschreibungen des Parks auf, da die meisten Interessierten eh schon a) da waren oder b) darüber gelesen haben. Nur soviel: Hat mir extrem gut gefallen. Sicher eine andere Hausnummer hinsichtlich der Spektakularität als der Grand Canyon oder der Yosemite. Aber irgendwie passt das schon. Wir spazieren bei schon ganz ordentlichen Temperaturen durch das Hidden Valley und können uns schon vorstellen, wie hier die Kuhjungens früher die Wagenburgen errichtet haben. Bewundern tun wir die Kletterer, die offensichtlich das noch etwas anstrengendere Bewegungsprogramm gewählt haben. Und sonst so?? Eidechsen, Chipmunks, lustige Bäumchen und surreale Steinhaufen. Wie erwähnt, gefällt. Am Key’s View versuchen wir trotz des mittlerweile aus dem x km entfernten L.A. herüber gezogenen Smogs (bzw. der Diesigkeit) in die Ferne zu schauen und halten einen kleinen Schnack mit zwei Landsleuten, die sich exakt die gleichen Daten für die Rundreise ausgesucht haben wie wir. Danach ein kleines Picknick bei 40° und den Rundkurs durch den Park weiter verfolgt bis Twentynine Palms. Impressionen gefällig?
Vom Park geht es am frühen Nachmittag auf die staubige Strecke nach Lake Havasu City. Und jetzt ist auf jeden Fall mal das unglaubliche „Weiten-Gefühl“ da, dass wohl jeder empfindet, der mit dem Auto durch die USA kurvt. Einfach nur geil. Rechts und links wenig. Sonnig. Sand. Berge. Steine. Und kaum Autos. Dazu gute Musik im Auto. Könnte ewig so weiter gehen.
Tut es aber nicht gegen frühen Abend kommen wir in Lake Havasu bei 42° an und suchen mal gleich unsere Übernachtungsmöglichkeit für diese Nach auf. Motel 6 Lakeside. Eher mal semi. Sicher die am wenigsten gute der Reise. Aber trotzdem natürlich noch sehr zu ertragen. Dann geht’s raus. Kurz die London-Bridge angesehen (crazy, na ja London in Lake Havasu, Paris und New York in Las Vegas – worüber soll man sich noch wundern):
Und versucht etwas zum Essen zu finden. Dabei über das Kino „Movies Lake Havasu“ gestolpert. Ist gebongt. Erst Essen, dann Kino. Leider gibt’s aber nix gescheites in der Straße, die uns die gute Dame vom Hotel empfohlen hat auf unsere Frage nach „netten Restaurants“ – tja das Verständnis des Begriffs kann subjektiv variieren. Sie meinte Fast-Food-Läden im der üblichen Anordnung (Riesen-Parkplatz und Schlangen an den Drive-Thru-Schaltern inklusive…). Deswegen zurück das Ganze und bei Del Taco nahe des Hotels gespeist. Zwar auch Fast Food, aber eine okaye vegetarische Auswahl. War im übrigen abgesehen von Dennys unsere einzige Fast-Food-Kette. Und eher so semi. Na ja, satt. Dann kurz zum Hotel und den Schlitten geholt. Wenn man schon mal in den USA ist, kann man auch ganz klassisch die 500 Meter ins Kino mit dem Auto fahren. Vor allem bei immer noch 40° und weil es niemand für nötig befunden hat, irgendwie eine Art „Fußweg“ zur Verfügung zu stellen. Auf der Hauptstraße gen Kino wurde eben jener nämlich saniert/renoviert (whatever) und auf der anderen Straßenseite gab es keinen. Nochmal wollten wir uns nicht durch die „Wildnis“ zum Kino schlagen. Fußwege??? Braucht hier in den USA ja eh kein Mensch….
Also, Kino. Wolverine. Ganz nett. Erstaunlich leer das Kino – noch genau zwei andere Interessierte. Bedeutete somit extrem freie Platzauswahl. Dann noch ein paar abendliche Impressionen von Lake Havsu und Arizona und ins Hotel:
07.05.09 – Get your Kicks on Route 66 Dass es in dem Motel kein Frühstück geben würde, war eigentlich klar, in dem Moment, in dem wir es betreten hatten. Na ja, muss es ja auch geben. Insofern ab in den Supermarkt – hat man natürlich in Lake Havasu auch die freie Auswahl. Wir entscheiden uns spontan für Safeway’s. Frisches Obst, Möhren, Bagel, Getränke und ab zur Kasse. Und da mal wieder die sprichwörtliche Freundlichkeit der Amis. Obwohl wir klar als Touris zu outen sind (welcher Ami unterhält sich wohl in Deutsch??) gibt uns die Kassiererin die Preise zum Safeway Club-Preis und dient uns auch gleich eine Club-Karte an. Tja, Datenkrake und so. Aber – who care’s. Genommen. Und immerhin können wir jetzt auch bei Vons günstig kaufen. Und in Schottland. Und in England. Und, und, und. Toll. Hab’ ich jetzt also immer dabei die Karte…. Also, wenn ich zufällig mal in Schottland bin und ein Safeway meinen Weg kreuzt. Aber, lohnt sich schon, so wurde eben Safeway zu unserem bevorzugten Supermarkt auf der Tour (auch aus praktischen Erwägungen – war nämlich häufig in „Easy-Walking-Distance“ zu unseren Hotels.
Heute steht also der Weg über die Route 66 zum Grand Canyon an. Cruisen wie in alten Zeiten also. Arizona macht im übrigen seinen Ruf hinsichtlich der Temperaturen alle Ehre – schon morgens knallt die Sonne, so dass ich nie wieder die Amis bezüglich des Themas Klimaanlage beschimpfen werde. Allerdings – kleine Parenthese – was mir nach meiner Wiederkehr ein Arbeitskollege erzählt hat, geht dann vielleicht doch ein bisschen weit. Der war in 2008 mit seiner Freundin auf einer ähnlichen Tour unterwegs und beobachtete dort folgendes: Ein, nun, wohlgenährter amerikansicher Herr mittleren Alters schält sich aus seiner (unnötig zu erwähnen) großen Karre – auf dem Behindertenpakplatz direkt vor’m Supermarkteingang (angeblich sollen auch, hm, sehr wohlgenährte Menschen diese Parkplätze mit einer besonderen Genehmigung nutzen können. Keine Ahnung, ob das stimmt – aber mir ist schon Abwegigeres untergekommen). Auf jeden Fall schwingt (falsches Wort in diesem Zusammenhang natürlich) der sich aus seiner Karre. Lässt diese aber laufen und den Schlüssel aber stecken. Tür zu, Zweitschlüssel raus und zu die Karre – da bleibt es auch schön kühl, wenn die Einkäufe erledigt sind…. Ohne Wort eigentlich.
Ich schweife ab. Route 66 also. Von Toppock bis Kingman in meinen Augen wirklich sehenswert und spaßig. Niedrige Geschwindigkeiten, kurvige Straßen, schöner Bergpass und urige Örtchen (insb. Natürlich Oatman). Hier mal ein paar Impressionen:
Ab Kingman meiner Meinung nach relativ witzlos. Kommt einem genauso wie eine Interstate vor. Meine Freundin muss das gleiche gedacht haben – war dies doch der einzige Teil der gesamten Tour, den sie schlafend im Wagen verbracht hat. Zugegebenermaßen habe ich Hackberry verpasst, was laut mehreren, mit denen ich gesprochen habe, durchaus einen kurzen Stopp wert sein soll. Na ja, was soll’s? Bei Seligman geht’s dann auf die Interstate. Aber erstmal muss ein kurzer Stopp zur Nahrungsaufnahme sein. Und Seligman hält auf jeden Fall mal die „Historic-Route-66-Fahne“ hoch. Zumindest kann man sich hier vorstellen, wie es wohl in alten Zeiten auf der Route gewesen sein muss. Das gefällt. Praktischerweise muss man hier dann auch nicht auf ein Ketten-Restaurant zurückgreifen sondern kann klassisch in ein Diner gehen. Burger für die Dame. Buritto für den Herren. Vegetarische Variante. Gefüllt mit Bohnenmus, dazu Bohnenmus. Hm, nun ja, abwechslungsreich…. Schmeckt trotzdem. Gab auch noch Reis dazu.
Danach dann fix weiter zum Grand Canyon. Dort wollten wir mit dem Flugzeug einen Rundflug machen (war ´n Geburtstagsgeschenk für Petra). Am Flugplatz entscheiden wir uns nach ausführlicher Beratung für den 50 Minuten Flug. Und, was soll ich sagen? Schon beeindruckend. Diese Riesen-Spalte in der Erde. Insbesondere gänsehaut-verdächtig war für mich der Moment, wo das flache Waldland aufhört und dann die schroffe Kante kommt. Der Abzug des Fotoapparates glüht und der Magen meldet sich mit zunehmender Flugdauer. Wackelt halt doch ganz gut….
Aber nach 50 Minuten sind wir wohlbehalten wieder gelandet und stauben noch vom netten Bodenpersonal einen tollen Geheimtipp („Can your girlfriend keep a secret??“ – „She should – if not I have to kill her….“). Auf jeden Fall sollten wir unter keinen Umständen einen der klassischen View-Points ansteuern, da diese so überfüllt sind („There’s you, a million of people and a tiny bit of sunset…..“) und uns einen bestimmten „Dirt-parking-lot“ suchen – von da noch ne dreiviertel Meile durch’n Wald und da ist der heimelige Platz. (Wo das ist kann ich natürlich nicht verraten – wer weiß, wozu das Bodenpersonal amerikanischer Flughäfen bei Geheimnisverrat fähig ist….). Gesagt getan. Kurz vor 19:00 den Wagen auf dem Parkplatz geparkt und durch den Wald geschlagen. Dabei schnell Gedanken an die klassischen amerikanischen Horrorfilme verscheucht, bei denen unbedarfte Touristen in abgelegenen Gegenden von degenerierten Einheimischen geschnetzelt werden. Und da ist der Platz. Großartig. Nur zwei weitere Personen. Schön auf einem Felsvorsprung direkt über’m Canyon sitzen, was Essen und Trinken und Genießen. Und dabei noch nette Gespräche mit zwei Amis aus Portland führen, die den Platz wohl mehr durch Glück und Zufall gefunden haben. Erzählt haben die beiden aber, dass sie am Tage vorher schon mal an einem der View-Points versucht haben, aber um 18:00 (!!!!) nicht mal mehr einen Parkplatz gefunden haben…… Das blieb uns nun also zum Glück erspart. Und es war wunderschön. Und so entspannt. Und komplett ungestört.
Wir sitzen also ungefähr anderthalb Stunden zusammen mit den Jungens, schnacken über USA und Germany und dies und das und die wichtigen Dinge im Leben („Are your really allowed to drink beer in Germany at the age of 16???“). Ja, und schmecken tut’s auch noch….. Als es uns dann langsam fröstelt, machen wir uns dann auf den Weg zu unserer Lodge (Maswik Lodge im G.C. Village), die uns auf Anhieb gut gefällt, rustikale Hütte eben. Aber sehr charmant. Im Vorwege hatte ich hier ein bisschen auf Risiko gespielt, da wir aus Kostengründen die Variante ohne Klimaanlage gewählt hatten (dass es so was in den USA gibt….). War aber kein Problem. Bisschen Lesen und TV und aus die Maus.