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Reiseberichte USA

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Alt 10.07.2010, 21:55   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #1
eicbaer Mann
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway

... gerade erst bin ich wieder aus den Staaten zu Hause gelandet. Die Eindrücke sind noch taufrisch, vielleicht der beste Zeitpunkt für einen Rückblick.


Nachdem wir letztes Jahr auf einer "Mini-Banane" erstmal als Familientrüppchen unterwegs waren und die Konstellation super harmoniert hat war schon vor Weihnachten klar das es eine Fortsetzung geben sollte. Im Vorfeld mußte ein Zeitraum eingegrenzt werden und im Groben die Ziele abgesteckt werden. Dies war meine vierte Reise über den Teich, für meinen Sohn die Dritte, für das Schwesterherz die Zweite und mein Schwager war heuer das Greenhorn. Da war es klar das ich Parks diesmal zum zweiten- oder gar drittenmal zu sehen bekam die für die "Neuen" noch völlig unbekannt waren. Das sollte aber kein Problem sein, denn jeden dieser Parks kann man x-mal besuchen und findet immer wieder was das man noch nicht kannte, bzw. man geht mal einen anderen Trail. Persönlich wäre ich diesmal lieber in den Nordwesten gereist, aber dafür haben wir eine Route gewählt wo auch ein paar "Erstlinge" für mich dabei waren. Die "Klassiker" wie Grand Canyon, Zion und Bryce wollte die Newbies natürlich unbedingt sehen. Das war auch ok so. Große Städte-Aufenthalte hatten für uns keine Priorität, das gab es letztes Jahr reichlich. Außerdem kommt man von der Westküste aus meist nur bis zum Monument Valley wenn man den Kreis wieder schließen will.


Genau hier lag das Problem. Die liebe Zeit... Es galt viererlei Personen vom selbstständigen Unternehmer bis zum Azubi urlaubsmäßig unter einen Hut zu bekommen. Der Azubi durfte nur während der Sommerferien Urlaub nehmen (und das ist auch ok so), also blieb nur der Zeitraum Ende Juni-Anfang Juli. Mehr als 16 Tage waren auch nicht gemeinsam zu arrangieren. Also mal gucken was man da basteln kann...


Ganz klar, wer 3 Wochen oder länger und das nötige Geld zur Verfügung hat hat gut lachen. Wir hatten uns auf "ein Park, ein Tag" verständigt, nicht nur Viewpoints abklappern sondern auch mal etwas abseits auf Entdeckung gehen. Weg von den Parkplätzen um die Natur intensiver wahrnehmen zu können. Außerdem gibt es einige Highlights die man wirklich nur zu Fuß erreicht. Die ganz schweren Wanderungen sollten es nicht sein, dazu sind wir wandermäßig garnicht ausgerüstet und zum anderen war ja da auch das Problem mit der Zeit wieder. Hinzu kam das es heiß war und für ungeübte Wanderer kommt da fix der technische KO.


Diesmal also mal ein anderer Ausgangspunkt als Las Vegas oder San Francisco. Geografisch macht sich Denver da sehr gut, kommt man eben mal von der anderen Seite... Schnell war mir klar das ich die Vorstellungen in 16 Tagen nicht unterkriegte ohne lange Stresstage zu verursachen. Die Reise sollte ja schließlich Urlaub sein und kein Terminstress. Durch Zufall entdeckte ich auf der Info-Page von Durango das die Stadt gute Fluganbindungen nach Denver hat. Ähnlich wie hier der Regionalexpress nach Erfurt alle zwei Stunden fährt, fliegt dort eine Maschine regelmäßig in die Hauptstadt von Colorado. Wermutstropfen ist dann eben die Einwegmiete, auch innerhalb des Staates Colorado. Zumindest habe habe ich keinen deutschen Anbieter gefunden wo das ohne geht. Da wir uns das Gefährt teilten ist das trotzdem machbar. Wenn man die Kosten rechnet nur um das Auto nach Denver zurückzubringen, inkl. weiterer Übernachtungen (2 Zimmer), Benzin, Verpflegung, Miete für einen weiteren Tag etc, kann man den Wagen auch in Durango am Airport abgeben und hat Ruhe. Das gibt sich nicht viel denke ich mal. Der Flugpreis für den Zubringer machte den ganzen Flug auch nur 40€ teurer. Vertretbar würde ich sagen.


Somit stand das Grundgerüst. Dann kam um den Jahreswechsel herum die Spekulation um die Ticketpreise. War ich an Weihnachten noch arg erschrocken, ging der Preis im Januar einiges runter. Weiter abwarten oder zugreifen. Ich entschied mich dann fürs Buchen. 4mal FRA-DEN via ORD und retour plus besagten Zubringer aus Durango, das gab es um die 750€ p.P. mit der United. Solange wie ich die Preis beobachtete gingen sie nicht nennenswert runter, sie blieben eher auf dem Niveau. Im April oder Mai hätte man für fast 200€ weniger fliegen können. Was soll's, es ist wie es ist...


Ich skizzierte die Tour und suchte die passenden Etappenorte dazu. Ich war immer ganz gut gefahren damit nach dem Besuch im Tagesziel noch ein paar Meilen in Richtung des nächsten Ziels weiterzufahren. Auch diesmal handhabte ich das so. Die klassische Frage... vorbestellen und oder auf gut Glück auf Zimmersuche gehen? Da ich mir dachte das ja schließlich die USA auch Ferien macht habe ich mich fürs Vorbuchen entschieden. Die Tour war ohnehin eng gestrickt und die einzelnen Etappen standen fest. Es erwies sich dann als guter Griff, zumindest um die touristischen Hochburgen wie z.B. Bryce, Page oder Monument Valley sah man oft ein "No Vacancy". Außerdem mag ich dann vor Ort nicht mehr lange suchen sondern kurz nach Ankunft erstmal 'ne Runde in den Pool springen. "Best Western" war unser Favorit der diesjährigen Reise, gut die Hälfte aller Unterkünfte gehörten dieser Kette an. Sicher gibt es preiswertere Unterkünfte, aber "BW" hatte mich noch nie enttäuscht. Außerhalb der Ferienzeiten ist das Preisgefüge sicher auch einiges günstiger als jetzt im Hochsommer, hier mußten wir wieder Tribut zollen für unseren Azubi. Ein paar Wochen vorher kann man die Tour sicher günstiger gestalten, außerdem ist es auch sicher nicht ganz so heiß. Das sollte man nicht unterschätzen wenn man mal ein Stück in der Natur unterwegs sein will.


Soweit nun also zur Planungsphase, auf geht's! So nach und nach werde ich die einzelnen Etappen aus meiner Sicht Revue passieren lassen. Vielleicht findet ja der eine oder andere ein paar Tipps was man machen kann und was man besser besser macht...


Geändert von eicbaer (10.07.2010 um 22:12 Uhr)
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Alt 10.07.2010, 23:31   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #2
eicbaer Mann
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1.Tag; FRA-ORD-DEN mit UA 941

Ein sonniger Mittwochmorgen, die Trollys waren gepackt und kamen mir irgendwie leer vor. Egal, ein "Neoncowboy" reist mit kleinen Gepäck. Zur fünften Morgenstunde rappelten unsere zwei Trollys die paar hundert Meter durch die verschlafen Straßen unserer kleinen Stadt gen Bahnhof. Meine Schwester mit Mann wartete dort schon und der Regionalexpress nach Göttingen war pünktlich. Wunderbar, der Anschluss ab Göttingen mit dem IC bis in den Bahnhof FRA-Airport klappte ebenfalls super. Gepäck eingecheckt und gut. Den zeitlichen Sicherheitspuffer konnten wir kurzweilig füllen. Nach der Passkontrolle war auch bald Boarding. Bis hierher alles wunderbar.

Auf "Flightstatus.com" hatte ich zuletzt immer mal geschaut wie UA 941 in der Zeit lag, immer recht solide. Mal 10 Min Verspätung, aber was ist das schon. Heute sollte das anders sein. Das Boarding ging irgendwie nicht voran und als es dann eigentlich losgehen sollte kam die Durchsage das das Gepäck nochmal komplett entladen werden mußte weil irgendein Gepäckstück wieder raus mußte. Na Klasse. Gut dafür kann man wohl niemand so richtig verantwortlich machen. Mit einer satten Stunde Verspätung ging es dann los. Mir war schon klar das man in Chicago Ohare wenigstens zwei Stunden zum Umsteigen einplanen sollte, das würde jetzt knapp...

Der Flug lief bis kurz vor ORD sehr ruhig, die 747 war packevoll. Dann die Durchsage das über Chicago heftige Turbulenzen erwartet würden. Also wenn eine 747 tüchtig durchgeschüttelt wird und absackt auf das es mucksmäuschenstill wird, dann ist das wohl richtig mieses Wetter. Aber auch dieser Flug landete sicher, allerdings blieben nur noch 45 Minuten um den Anschluss nach Denver zu bekommen. Die Mitarbeiter der UA gaben sich größte Mühe den Reisenden mit diesen Anschluß alle Hilfe zu geben was ging. Sie verteilte Karten für "Express Conect" und lotsten uns bei der Imigration durch die Schalter für Army-Angehörige und Diplomaten an den breiten Warteschlagen vorbei. Das Gepäck war auch fix da und gleich nach dem Zoll nahmen sie es uns wieder ab und schleusten es weiter zum Anschluss im United Terminal. Die Schlepperei mit dem Gepäck im Airport-Shuttle fiel also aus. Fand ich sehr entgegenkommend. Trotzdem hatten wir jetzt höchstens noch 20 Minuten um ans Gate zu kommen. Wer Ohare kennt weiß das das ein echter Härtetest ist. Aber ich errinnerte an alte "Rocky"-Klamotten, "... es ist erst vorbei wenn es vorbei ist...". Also versuchten wir es. Im United-Terminal frisch durch die Security, eigentlich wäre jetzt das Gate schon dicht. Noch ein paar Minuten durch den langen Tunnel an das Gate anvisiert. Da stand schon der nächste Flug angeschlagen..., und zum Glück noch die 757 nach Denver. Wegen des schlechten Wetter inkl. schweren Gewitters ging nämlich kein Flug raus. Glück gehabt. Erleichtert nahmen wir die Plätze ein. Aber wir waren noch lange nicht die Letzten, eine dreiviertel Stunde später trudelten noch Leute ein. So standen wir noch eineinhalb Stunden am Gate und noch locker eine halbe im Stau der Jets zur Startbahn. Irgendwann war auch dieser Flug in der Luft und die knappen 2 Stunden bis Denver erschütterten uns nun auch nicht mehr.

Imigration war ja schon erledigt, also raus und das Gepäck holen und ab zu "National" den Mietwagen holen. Das wäre aber zu einfach gewesen. Nach einer gefühlten Stunde war ein Trolly da und das Gepäckband spuckte nichts mehr aus. Was ich ahnte bestätigte sich kurz drauf bei der Clearingstelle. Das restliche Gepäck freute sich über einen Zwischenstopp in Chicago. Es war eigentlich vorherzusehen das in dem Chaos was auf der Strecke bleiben mußte. Aber auch das erschütterte mich nicht wirklich. Meine Schwester hatte da schon größere Probleme. Die Mitarbeiter der UA mühten sich auch hier und versprachen das Gepäck bis zum nächsten Mittag ins Hotel in Denver zu bringen. Der erfahrene Reisende weiß das man sich besser für den ersten Tag ein Textil mit ins Handgepäck nimmt, ... ich jetzt auch. Bis jetzt ging immer alles glatt. Aber ehrlich, so richtig aus der Bahn konnte mich das auch nicht werfen.

Dann mal noch fix mit dem Shuttle-Bus zur "National". Den Wagen hatte ich hier über "Sunnycars" mit All-Inclusive-Paket gebucht. Kann ich empfehlen, war vom Preis ok und man hat alle nötigen Versicherungen mit drin. Der Mann am Counter bei der Vermietung schien wohl nur noch auf uns gewartet zu haben, immerhin waren wir nun schon über 4 Stunden hinter der geplanten Zeit. Gebucht hatte ich die Kategorie a la "Chevy Trailblazer" nachdem die größere Kategorie wie "Dodge Durango" nicht verfügbar war. Das sollte auch ausreichen, zumal auch etwa günstiger. Bei der Planung hatte ich bedacht das man bei 4 Erwachsnen mit je einem großen Trolly nebst sich ansammelnden Kleinkram und Proviant schon etwas Größeres her mußte. Die Abfertigung ging ganz fix und wir waren noch nicht richtig auf dem Hof da war auch schon das Licht aus und der Angestellte auf und davon. Draußen bekamen wir vom dortigen Mitarbeiter zur großen Überraschung einen Chevy Surburban. Na das war doch was! Das eigentliche Wunschauto zum Preis der tieferen Kategorie, ... das fand ich natürlich gut. Vorab war mir natürlich klar das das keine Spritspar-Autos sind, was solls... Wir hatten Urlaub und wollten ein großes bequemes Auto. Außerdem hatte ich dann später das Gefühl das in Colorado jeder Zweite solch ein Schiff fährt, .... da kam es auf den einen nun auch nicht mehr an.

Navi an die Scheibe geklebt und ab ins vorgebuchte VQ Hotel in Denver. Gute 30 Minuten dauerte die Fahrt vom Airport in die Stadt, Dank der späten Stunde ohne jede Störung. Einchecken und das war dann Tag 1, nicht ganz ohne Stress. Vorweg genommen, damit hatte es sich dann auch schon für den Urlaub mit dem Stress. In der Skylounge ist eine Sports-Bar, dort gönnte ich mir mit dem Filius noch was zu trinken und ab ins Bett.

Kleine Besonderheit. Der Chevy hatte ein Kennzeichen von Connecticut. Auf der ganzen Reise habe ich alle möglichen Kennzeichen der USA gesehen, sogar von Alaska. Von Connecticut war ich der einzige Vertreter. Vorher kam der auch als Einweg-Mietwagen aus North Carolina. Sicherlich gehörte er nicht zum Wagenpark der Station in Denver und sie gaben ihn wie den Schwarzen Peter weiter nach Durango. Ein klasse Auto, V8-Motor, super bequem. Was der tatsächlcih verbraucht habe ich die ganze Zeit nie ausgerechnet. Gönn-Dir-Faktor Stufe 4. Das Wiiwarr aus Meilen, Gallonen, Dollar, Euro und Kilometer war mir zu umständlich. Außerdem hätte er dadurch nicht weniger verbraucht. Urlaub eben. Ökologisch sicher bedenklich, aber da ist man in den USA immer noch nicht so eingestellt wie hier. Die großen Kähne fahren zu Hauf rum und auch Recycling steckt dort noch in den Kinderschuhen. Das war der Wahnsinn was alleine an einem normalen Frühstücksbüfett mit Einweggeschirr für Müllberge produziert werden. Aber das nur am Rande.

eicbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2010, 19:21   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #3
eicbaer Mann
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2. Tag: Denver

Der Tag zum aklimatisieren sollte eigentlich damit verbracht werden Denver anzuschauen. Allerdings waren wir zum Teil textilmäßig noch nicht ganz auf sommerliche Großstadt eingestellt, ... die Sache mit dem überfälligen Gepäck. Also mal eben umgeplant. Ein kleiner Ausflug zum Buffalo Bill's Grave & Museum in den Bergen vor den Toren der Stadt wurde eingeschoben. Dieser sollte so bis zum frühen Nachmittag dauern und dann würde sicherlich das Gepäck angekommen sein.

Von der Innenstadt gelangt man in etwa einer halben Stunde dorthin. Recht einfach zu finden, den I-70 Richtung Westen und dann kommt auch schon eine Ausschilderung. Etwas für Wild West-Romantiker und Fans des wilden Reitersmanns, das kann man sich durchaus ansehen.






... Blick rüber zu den Rocky's

Der erwartete tolle Ausblick über Denver blieb allerdings aus, die Stadt war eingedunstet. Die Skyline war zwar zu erkennen, aber es lohnte nicht ansatzweise das Fotogerät zu zücken. Eine unerwartete Zugabe gab es dann auf der Rückfahrt am Rande des I-70. Dort kann man mit etwas Glück eine Büffel-Herde sehen. Natürlich sind die in einem riesigen Gehege beiderseits des Interstate, aber immerhin... wann bekommt man diese großen Tiere schonmal zu sehen.




... das Stadion der Broncos gleich den dem VQ Hotel

Zurück im Hotel, war dann bald die Welt wieder in Ordnung und frisch gekleidet ging es in die Innenstadt die sich um die 16th St. herum befindet. Ich war äußerst positiv überrascht, wußte ich doch von Denver kaum etwas. Alles freundlich und sehr sauber. Mehr als ein Überblick war an diesem Nachmittag nicht drin. Dort befinden sich viele Bank- und Büro-Hochhäuser in Nachbarschaft zu altehrwürdigen Gebäuden aus der "guten alten Zeit".







Einkaufsorgien sollte man dort allerdings nicht planen, da sind doch die Mall draußen an den Ausfall-Highway besser geeignet. Dennoch, Denver hat Flair. Wir bummelten ring um die 16th Street und ließen es uns gut gehen. Dort fahren zwar kostenlose Busse die Promenade hoch und runter, aber man kommt auch gut zu Fuß voran. Alles relativ nah beieinander. Denver hat auch ein sehr bekanntes Museen-Viertel, das passte allerdings nicht in den Zeitplan. Wer da aber interessiert ist kann sicher mehrere Tage in Denver einplanen.

Sport-Events gibt es in Denver auch alle Nase lag, an diesem Tag spielte Denver in der NBL gegen die Boston Red Socks. Allerdings haben wir von Baseball Null-Ahnung und wir zogen ein anderen Ort für den Abend vor..., das "Buckhorn"-Exchange Steakhaus. Das älteste Restaurant der Stadt im originalen Stil von einst.



Wir nahmen ein Taxi dorthin, sehr weit war es eigentlich nicht entfernt. Die Fahrt ging um ein paar Blocks in ein Viertel das mich an Filme in zweifelhaften Gegenden erinnerte. Kleine, alte Holzhäuser... teilweise schon mit Brettern zugenagelt oder vergammelt. Hier sollte das "Buckhorn"-House sein? Tatsache! http://buckhornexchange.com/ Hinter der nächsten Ecke stand es recht einsam nahe einer Bahnanlage. Früher war hier wohl mal mehr los. Feines Restaurant in weniger feiner Lage. Ohne Vorbestellung geht hier garnichts, aber man war sehr bemüht und nach kurzer Wartezeit bekamen wir einen Tisch. Sehr kultig und wie aus einem Hollywood-Streifen, Wild West-Feeling pur. Das Haus ist tatsächlich so alt und kein Fake. Dieses originelle Restaurant ist nicht wirklich die Adresse um preiswert Essen zu gehen, aber wer sowas schätzt ist hier genau richtig. Mein New York Strip war vom Feinsten, das war doch ein sehr schmackhafter Abschluß des ersten Tages. Gönn-Dir-Faktor 4+!

Fazit Denver:
- Denver hat mir sehr gut gefallen, nicht so riesengroß wie z.B. L.A. aber dafür irgendwie netter und sauberer, als Ausgangspunkt für eine Rundreise sehr empfehlenswert.
- Hotel: Hotel VQ, liegt zwar dicht an der City aber durch einen Interstate von dort getrennt. Das Hotel bietet ein kostenloses Shuttle zur 16th und zum Coorsfield an, das ist ok. Der Preis war auch ok (Sonderangebot im Winter bei Expedia). Freundlich und sauber, die Zimmer im gewohnten Standard. Nichts zu meckern. Frühstück ist nicht inkl.


- Unweit des Hotels ist auch ein Vergnügungspark mit allerlei Fahrattraktionen, vielleicht ein was für einen "Kindertag" für reisende die mit Kids unterwegs sind.

Geändert von eicbaer (11.07.2010 um 19:28 Uhr)
eicbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2010, 14:22   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #4
anna-lena2512
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Schön, dass dir Denver gefallen hat Habe dort Verwandte und letztes Jahr auch mal zwei Monate dort gelebt und mag die Stadt und vor allem die Nähe zu den Rockies sehr gerne. Freue mich auf eine Fortsetzung des Reiseberichts
anna-lena2512 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2010, 22:52   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #5
eicbaer Mann
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Ein knapper Tag ist nicht viel um eine Stadt richtig kennenzulernen, aber der erste Eindruck ist ja bekanntlich der beste. Ich würde jederzeit wieder gern von Denver aus starten.

Fortsetzung folgt demnächst.
eicbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2010, 10:40   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #6
ilnyc
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Geht doch schon mal schön los. Ich fahre gern mit.
Das Problem mit der Skyline im Dunst kenne ich auch. Bei uns wurden die Fotos oben von Bills Grab auf die City auch nix.
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Alt 13.07.2010, 14:29   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #7
eicbaer Mann
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3.Tag; Denver - Rocky Mountain N.P. - Frisco /CO (ca. 190 Meilen)

... nun dann, gut das der Surburban eine dritte Sitzreihe hat..., willkommen "ilnyc"!

Der dritte Tag, die Rundreise sollte nun losgehen. Nach den gut sortierten Frühstück in der Skylounge des VQ Hotels ging es ab gen Rocky Mountain N.P. Etwas mehr als eine Stunde hatte das Navi kalkuliert über Boulder und Estes Park. Das lässt sich ganz entspannt fahren. Den RMNP ordnete ich in der Hitparade der amerikanischen Nationalparks nicht so weit vorne ein, ist er doch in unseren Medien kaum präsent. Die Leute aus dem Großraum Denver und Umgebung sehen das aber wohl anders. Es waren auch hier Ferien und das Wochenende stand vor der Tür. Eine unendliche Karawane RV's und Trailer zog gen Estes Park. Je näher wir dorthin kamen wurde mir auch klar warum. ... es ist einfach sehr schön dort! Ideal zum Campen, Fischen, Baden..., ein Ferienidyll! Ein Kaffeestop in Estes Park. Dieser Ort ist ein reiner Ferienort, sehr gepflegt und sauber mit den typischen Nebengeäuschen wie Souvenirgeschäften, Anglershops und T-Shirt-Läden & Co. Es war recht warm an diesem Freitag, irgendwas zwischen 90-100'F, ... allerdings nur im Tal.

Gleich hinter dem Ort ist der Eingang zum Nationalpark, also den Anual-Pass gekauft (welcher sich heuer mehr als gerechnet hat) und einen kurzen Überblick im Visitor-Center verschafft. In der Recherche vorab hatte ich mich belesen das ein Hike zum Bear-Lake sehr schön wäre, ... leichter geplant als getan. Halb Colorado wollte wohl an diesem Tag dorthin. Der Abzweig dorthin war schon zugestaut und ein freundlicher Ranger erzählte mir was von "closed". Ein wenig Chaos, Menschen und Volk. Es fehlte nur noch Karussell und Schießbude und der Rummel wäre eröffnet gewesen. Nö, da hatten wir keine Lust drauf. Wir entschlossen uns erstmal weiter in den Park einzufahren. Es gibt zwei Parkstraßen, eine alte und eine neuere. Die Entscheidung fiehl aus, da die alte Route derzeit saniert wird.







Herr Grundmann und sein Reiseführer über den ganzen Westen hatten mir schon berichtet das der RMNP nicht in die Reihe der NP's in Utah und Arizona passt, eher alpin würde der Park anmuten. Stimmt! Es hätte auch genauso gut in Österreich sein können. Man fährt von unten kommend durch mehrere Vegetationszonen. Interessant allemal und die Landschaft ist wunderschön. Viel Grün und wer aufpasst sieht auch hier und da etwas Wildlife. Wandern kann man dort sicher auch ganz wunderbar, doch wahrscheinlich mehr was für Leute die dort länger bleiben und ganze Tageswanderungen lieben. Für uns Kurz-Hiker nicht so geschaffen. Am oberen Visitors-Center erzählte mir ein weiterer Ranger das die gesamte Parkstraße nur von Juni bis Ende September geöffnet ist. Hatte das Grundmann verschwiegen oder habe ich nachlässig recherchiert? Egal, Glück gehabt, es war ja Ende Juni. Letzte Schneereste zeugten aber davon das sich hier der Winter länger hinzieht.







Auch an der Bergstrecke wurde eifrig gewerkelt, was aber den Verkehr nicht sonderlich behinderte. Die großen Scharen der Touristen kamen nicht bis ganz hoch. Klar doch, die steckten ja alle zum Bear-Lake fest. Es blieb hier also nur bei einer Durchfahrt und Stopps an diversen View-Points.





Fazit zum Park: Man täte dem RMNP sehr unrecht wenn man ihn in die zweite Liga der NP's einsortieren würde, sicher ist er zu Recht ein NP. Der deutsche US-Südwest-Fahrer erwartet aber wohl mehr rotes Gestein. Ein echter NP-Fan sollte aber auch den RMNP mal besucht haben. Die meiste Zeit des Jahres macht das aber wohl keinen großen Sinn weil ja die Durchfahrt nicht möglich ist und nur der untere Teil offen ist. Zum Fischen und Reiten wird wohl kaum jemand nach Colorado reisen, es sei denn er hat dort längere Zeit zu tun. Bei uns stand der Park an Stelle 1 der Rundfahrt, da war die Truppe noch nicht so verwöhnt von den bizarren Parks und eine gewisse Begeistung war vorhanden. Es war schön dort. Wer nicht so alpiner Freund ist oder nicht viel Zeit hat kann den Park auch auslassen und seine Reise über den I-70 gen West abkürzen und zum Arches & Co durchstarten.

Der zweite Teil des Tages fiehl unter die Rubrik "der Weg ist das Ziel". Es ist nicht so das hinter dem Parkausgang das Ödland anfängt. Auch hier ist der heimische Tourismus zu Hause. Im Winter wird hier sicher viel Ski gefahren und jetzt im Sommer laden kleine Seen und die Berge zu allerlei Ferienfreizeit ein. RV'er und Camping-Fans sind hier richtig, ein bißchen wie Österreich. Wir hatten ein paar Stopps unterwegs, ein Supermarkt hier, ein Starbucks dort... Über die "34" und "40" ging es gen Süden zum I-70. Es geht bergauf und bergab durch die Rockys. Lässt sie entspannt fahren und das Grün der Gegend kann man prima im internen Farbspeicher bunkern für die Zeit wenn es in Arizona mal etwas farblos werden sollte. Bedenklich stimmten mich die vielen großen abgestorbenen Waldflächen auf der Fahrt vom RMNP bis runter zum I-70. Nach Waldbrand sah das nicht aus, irgendwelche anderen Umwelteinflüsse? Schädlinge? Ich konnte das nicht in Erfahrung bringen. Wirklich mehr als Schade drum, ich hoffe man bekommt das Problem wieder in den Griff.





Ein kleines Stück ging es noch über die I-70 und der Tageszielort Frisco /CO war erreicht. Auch ein Wintersportort, diverse Reklameschilder für Ski-Verleih zeugten davon. Frisco ist als Etappenziel sehr gut geeignet. Es gibt alle bekannten Hotelketten vor Ort, einen Wal-Mart und und und, kurzum alles was man braucht. Ich hatte das Best Western am Ort ausgewählt. Best-Internet-Rate, Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Das Hotel liegt zwar sehr nah am Interstate, aber davon merkt man nichts. Rustikal-gemütlich im Mountain-Stil gestaltet, man kann sich gut wohlfühlen dort. Es gibt einen Inndoor-Pool, keine Sensation aber gut für einen Sprung ins kühle Nass. Ein amerikanisches Mini-Frühstück war inklusive. Nicht schlecht wenn bloß nicht dieses Einweggeschirr wäre. Styropurbecher und Pappteller, an jeder Imbißbude geht es stilvoller daher. Von den sinnlosen Müllbergen abgesehen. Aber das ist leider nicht nur im Best Western Frisco so...

Am Schuhwerk des Sohnes gab es Probleme, so das Ersatz her musste. Wer konnte da besser über entsprechende Läden Auskunft geben als die junge modisch gekleidet Frau an der Rezeption. Ich lag richtig, sie war bestens informiert. Ein Abfahrt vor Frisco aus Richtung Denver gibt es in Silverthorne ein kleines Outlet-Village. Sicher nicht so groß wie in Las Vegas, aber für Schuhe und Freizeitbekleidung ist dort gut gesorgt. Des Sohnes Einkaufsbedürfnisse konnte wir hier am frühen Abend noch befriedigen. Schwager und Schwester waren leicht angeschlagen, die Zugluft im Taxi in Denver hatte wohl für eine Erkältung besorgt. Das sollte aber wieder werden. Ein kleiner Abend-Imbiss. Mein großes Kind wollte unbedingt mal Taco Bell antesten, ... sei's drum. Urteil; Es wird einen nicht schlecht von, aber leckere Buritos hatte ich anders in Erinnerung. Muß man nicht haben... Noch zwei Bud auf dem Zimmer und der Tag ging zu Ende.


Geändert von eicbaer (13.07.2010 um 15:06 Uhr)
eicbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2010, 17:56   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #8
anna-lena2512
Amerika Kenner
 
Registriert seit: 09.03.2009
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Das mit den Besuchermassen im Rocky Mountain NP glaube ich dir Habe letztes Jahr einen ersten Besuch während des Labor Day Weekends versucht. Es war schon in Estes Park so voll, dass wir gar nicht mehr direkt in den Park gefahren sind und nur etwas die Gegend erkundet haben. So um den 20ten September war ich dann im Park, die Laubfärbung hatte schon eingesetzt, kaum mehr Touristen vor Ort, herrlich Allerdings war es ziemlich kalt und ein paar Tage später hatten wir in Denver den ersten Schnee
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Ancient Bristlecone Pine Forest, California: Hallo, moechte hier nur kurz ein paar Fotos...
08.09.2009 Gast8248 11 11.09.2009 02:25

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