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18.07.2010, 11:39
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #17
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Neoncowboy light
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5.Tag; Fortsetzung wegen Überlänge
Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg, natürlich nicht ohne dem Geheimtipp „Dead Horse Point State Park“ einen Kurzbesuch abzustatten. Zwar nutzt einem hier der Anual-Pass nichts, aber der Eintrittsobolus war im Taschengeldbereich. Dafür wird man, vor allem wenn die Sonne im Westen steht, mit einem tollen Anblick der dortigen Schleife des Colorados belohnt. Tolle Farben. Der Sonnenuntergang dort muss der Hit sein, allerdings hatte die Truppe für heute keine Power mehr auf ihn zu warten. Im Sommer wird es eben sehr früh hell und erst spät dunkel, nichts für Hobby-Fotografen mit wenig Geduld. Ein Abstecher in der benachbarten State Park lohnt auf jeden Fall, einen Umweg kann man das nicht nennen. Der Zeitaufwand ist gering wenn man ohnehin schon im Canyonsland war.
Mit gut geleerten Tank kamen wir wieder in Moab an. Das Inca Inn hatte ich auf Empfehlung hier im Forum gebucht. Moab ist wegen seiner strategischen Lage für Touristen ein teures Pflaster, da ist das Inca Inn schon fast billig. Ein älteres Motel am nördlichen Ende von Moab an der „191“, aber frisch renoviert und sauber. Es gibt auch einen Pool der nach solch einem heißen Tag eine willkommene Erfrischung bietet. Das Motel wird von schweizer Auswanderern geführt, ein kleines amerikanisches Frühstück ist inklusive. Der Chef hat auch manch einen guten Tipp parat, kurzum das Inca Inn kann man buchen. Nichts was die Welt noch nicht gesehen hätte, aber zum Übernachten völlig ok. Vorteil ist die verkehrstechnische Lage, Arches N.P. fängt fasst hinterm Badezimmerfenster an, 5-6km.
Mein persönliches Fazit; Der CLNP gehört bei einer Tour über's Colorado-Plateau einfach dazu. Für normale Touristen ist an einem halben Urlaubstag schon allerhand zu sehen. In Moab sollte man auf alle Fälle wenigstens zwei Übernachtungen einplannen. Arches und CL zusammen an einem Tag zu besuchen wäre Frevel, man sieht eigentlich nichts und ist nur auf der Flucht. Moab selbst ist eine kleine Stadt, ursprünglich nebenher zum damaligen Bergbau entstanden. Was der Reisende braucht gibt es hier zur Genüge. In der Urlaubszeit würde ich in Moab aber besser eine Herberge vorbestellen, ich sah öfter das „No Vacancy“ draußen hängen, auch am Inca Inn. Wir hatten einen tollen Tag mit tollen Eindrücken. Ein Abendessen im „ZAX“ rundete den Tag ab. Ein Restaurant das wir spontan auswählten weil man dort gut schattig draußen sitzen konnte. Es gibt die gesamte Breite von Pizza bis New York Strip auf der Karte, dort kann man ohne Sorge essen gehen.
Geändert von eicbaer (18.07.2010 um 11:55 Uhr)
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22.07.2010, 20:29
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #18
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Neoncowboy light
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6. Tag; Moab - Arches N.P.
... ein neuer Tag, Tag 6, und auf den hatte ich mich vorab schon ganz besonders gefreut. Auf der '98er Greenhorn-Tour war ich hier schonmal zur Stippvisite und war total begeistert. Damals fehlte die Zeit und es ging im Sturzflug durch den Park. Diesmal hatte ich den Arches N.P. immerhin einen ganzen Tag zugedacht. Anfahrt hatten wir heute fast keine, die 5 Meilen von Moab in den Park kann man wohl nicht Anreise nennen. Für Langschläfer war aber auch dieser Tag nichts. So gegen 8 gab es ein kleines Frühstück und dann ging es auch schon ab in den Park.
Dieser Tag sollte im Nachhinein der heißeste des ganzen Urlaubs werden. Der Spitzenwert lang in den Nachmittagsstunden bei 106'F. Ein großes Depot an Mineralwasser hatten wir an Bord, und das war auch gut so. Wir fuhren erstmal die gesamte Parkstraße durch bis zum Ende am Landscape Arche. Das taten neben uns noch viele andere Besucher, schon um halb 9 wurden Parkplätze knapp. Erste Station war also der Landscape Arch. Diese berühmte Steinbrücke ist über einen angelegten Weg für jedermann gut zu erreichen. 10-20 Minuten Spaziergang und man steht vor diesen steinernen Wunderwerk. Recht zerbrechlich sieht er aus und man rechnet ja auch jederzeit damit das er ganz zusammenbricht.
Vielleicht kann ich irgendwann mal sagen das ich ihn noch sehen durfte. Allerdings hoffe ich das er noch lange erhalten bleibt und viele Besucher empfangen kann. Ein großer Anblick, ein ganz besonderer Höhepunkt der Reise. Natürlich ist dort gut was los, natürlich wollen doch alle den Bogen sehen. So richtig Ruhe findet man nicht um dort eine Weile in Ruhe zu verweilen. In den Sommerferien aber eigentlich normal, ich beklage mich nicht.
Das war ja eine leichte Übung, da konnten wir sicher noch eins draufsetzen. In der Vorbereitung hatte ich gelesen das ein Hike zum Double-"O"-Arche sehr lohneswert sei. Das ist es auch! So etwa 2 Meilen sind es noch vom Landscape Arche aus. Hier trennt sich das Volk der Wanderer von den Parkplatz-Touristen. Vorweg, wer im Bewegungsapparat ein Handicap zu beklagen hat sollte diesen Trail nicht in Angriff nehmen. Der Präparierte Weg endet am Landscape Arche. Ab hier geht es zuweilen tüchtig bergauf, Absätze und kleine Felsspalten sind zu überwinden. Hätte es nicht über 35'C gehabt hätte ich auch nur müde gelächelt, aber jetzt wußte ich warum immer dringend zu genug Wasser geraten wird. Man pustet schon tüchtig durch.  Dafür wird man durch tolle Panoramen auf dem Weg entschädigt. Die anderen Wanderer waren auch nicht besser unterwegs als wir. Wer Probleme bei Hitze hat sollte das Unternehmen besser auch ausfallen lassen. Unsere Familientruppe war unterschiedlich stark aufgestellt. Von stürmisch (der Filius) bis äußerst erschöpft (das Schwesterherz). Ich sah mich in der Pflicht da ich diesen Hike gestartet hatte und gab Hilfestellung wo es ging. So war es dann ein großes Erlebnis als wir dann am Double-"O"-Arche ankamen.
Ich schätze wir waren so 45-60 Minuten vom Parkplatz unterwegs, bei kühleren Wetter geht das sicher einfacher. ... aber immerhin, wir haben es geschafft. Vernünftiges Schuhwerk sollte man schon anhaben, aber anderes Profi-Zubehör braucht man nicht. Gute Puste, Wasser satt, eine Kopfbedeckung und etwas Kraft... und der Hike wird toll.
Hierher hatten sich an diesem Tag nur eine handvoll Wanderer durchgeschlagen. Hier hatte man deutlich mehr Ruhe um die Naturschönheiten in sich aufzunehmen, außerdem brauchte die Truppe wohl eine längere Pause. Den Rückweg wählten wir auf der gleichen Route. Der Trail geht aber auch rund, soll aber nach Berichten anderer Wanderer dort nicht ganz ohne sein. Da hatte ich doch einige Bedenken. Ich wollte ja nicht das jemand von uns in der Hitze Schaden nimmt. Schneller ging der Rückweg auch nicht, muß ja auch nicht. In der Ruhe liegt die Kraft.
Inzwischen war schon High Noon, die Sonne knallte erbarmungslos auf den Nationalpark. Wir fuhren die Parkstrasse Station für Station zurück, hielten an und machten nicht wenige Fotos. Wir entschlossen uns für ein paar Stunden zurück ins Motel zu fahren, etwas abkühlen und dann wieder den Besuch im Park fortsetzen. Eigentlich schade um die Zeit, aber das körperliche Wohlbefinden geht vor. Ein Sprung in den kühlen Pool war die reinste Wohltat. Dann noch 1-2 Stunden ausruhen und die Lage hatte sich wieder entspannt. Die Nähe Moab's zum Park macht es möglich zwischendurch mal kurz Siesta zu halten. Insgesamt wäre es vielleicht sinnvoller die Reise nicht unbedingt in den Hochsommer zu legen.
Ob bei dieser Hitze der geplante Hike zum Abend zum Delicate Arche was würde war noch unklar. Eigentlich stand er auf der Liste ganz oben, das hatte ich fest eingeplant. Mal gucken... Hier beim zweiten Teil des Besuch fuhren wir die bekannten Formationen ab, Three Gossips, The Organ ... und und und. Nicht zu vergessen den Balance Rock. Interessant, jetzt im Nachmittagslicht sah er ganz anders aus als noch am Vormittag. Aus Richtung Osten zogen dunkle Wolken auf und es grummelte etwas nach Gewitter. Den Plan mit dem Delicate Arch verschob ich auf "irgendwann mal", immerhin ein Grund zum wiederkommen. Die verbleibende Zeit bis zum Gewitterguss nutzen wir um in den Abzweig zum Double Arch zu fahren. Ich kannte ihn schon von anno '98, ein absolutes "must see". Erstaunlicherweise gab die tiefstehende Sonne mit den dunklen Wolken schöne Kontraste beim Fotografieren.
Wir hatten noch knapp 2 Stunden Glück mit dem Wetter und konnten wenigstens in dieser Ecke des Arches viel Eindrücke sammeln. Die Größenverhältnisse sind schon krass, die Länge der Bögen die sich spannen. Da die meisten Besucher zur späten Nachmittagsstunde und den dunklen Wolken den Rückzug antraten war es hier jetzt angenehm still geworden. Man konnte den Wind rauschen hören und die Vögel in der Luft. ... ganzgroßes Naturkino! Auf der Rückfahrt zum Visitors-Center taten sich nochmal tolle Aussichten auf. Die Felsen die am Morgen noch blass wirkten leuchteten jetzt im kräftigen Rot.
Mein persönliches Fazit; Dem Arches N.P. sollte man eigentlich 2 Tage widmen (wenn man genug Zeit hat). Es ist eine ganz besondere Wahrnehmung wenn man mal etwas mehr Power einsetzen muss um etwas Besonderes zu entdecken. Es gibt so viele schöne Trails das einem die Auswahl schwer fällt. Fotografieren ist selbst bei schönsten Wetter nicht so ganz einfach weil man immer die Schatten der Felsen berücksichtigen muss damit man keine dunklen Bilder produziert. ... der Arches N.P., zusammen mit dem Bryce N.P. meine persönliche Nr.1! 100%ige Wiederrkommgarantie!
Ein großartiger Tag, auch wenn der Hike zum Delicate Arch nichts geworden ist. Zum Essen ging es heute nicht weit. Gleich neben dem "Inca Inn" ist das "Hacienda", ein mexikanisches Restaurant. Nach dem zweifelhaften Besuch bei Taco Bell wurde hier erstmal wieder in bester Manier vorgeführt wie ein Burito schmecken muss. Nichts für Ernährungsbewusste, es hat gut geschmeckt dort aber liegt schwer im Magen. Trotzdem zu empfehlen.
Geändert von eicbaer (22.07.2010 um 20:41 Uhr)
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25.07.2010, 13:26
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #19
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Neoncowboy light
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7.Tag; Moab - Bryce Canyon
Der Problemtag, Grund dafür der knappe Zeitrahmen. Vorher hatte ich hier schon allerhand Informationen gesammelt, aber irgendwo mußte ein Tag abgeknappst werden. Die "Neulinge" wollten natürlich auch den Zion und Grand Canyon sehen, sonst hätte ich wohl eher hier einen Tag gestrichen. Also aus der Situation das Beste machen.
Frühaufstehertag! Gleich um 7 Uhr gingen wir zum Frühstück in unseren Motel in Moab und gegen halb 8 waren wir dann schon unterwegs. Es lässt sich entspannt fahren, das Stück zur I-70 und kurz darauf schon wieder runter auf die "24". Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Goblin State Park, etwa eineinhalb Stunden von Moab aus.
Geschätzte 10km sind es von der "24" bis in den Park, und die lohnen sich. Auf der '98er Greenhorn-Tour sind wir hier unwissend vorbei gefahren. Diese stellenweise mannshohen oder gar niedrigeren Felsfiguren wirken tatsächlich wie kleine versteinerte Zwerge. Mit etwas Fantasie kann man sich die lustigsten und skurillsten Dinge vorstellen. Man läuft zwischen den steinernen Kobolden rum und hat Spaß und wundert sich über die Launen der Natur. Auch hier muß man beim Fotografieren sehr auf die Schatten achten, sonst ist nicht viel auf den Fotos drauf.  Verweildauer so zwischen 2-3 Stunden. Der State Park gehört als "Must see" unbedingt als Station in den Canyonsland Circle.
Anschließend war Tank- und Essenstop in Hanksville. Der Tank war zwar noch gut halbvoll, aber eine Zitterpartie wollte ich nicht riskieren. Auch das Restaurant war nichts Besonderes, es gab gutbürgerliches Essen im nüchternen Ambiente. Geht aber mal für Zwischendurch, dafür war es auch preiswert. Zum Capitol Reef N.P. war es von hier auch nicht mehr weit. Anno '98 hatten wir diesen N.P. ebenfalls links liegengelassen. Damals im März war alles Grau in Grau und es war neblig trüb. Diesmal lachte eine heiße Sonne vom Himmel. Der Capitol Reef wird ja zumeist etwas stiefmütterlich behandelt, er ist so ein schmales Handtuch. Wohl riesengroß aber für unsereins als Autotourist nicht so zugänglich. Der Scenic Drive ist verhältnismäßig kurz im Gegensatz zu den N.P.-Kollegen, dafür aber sehr schön.
Interessant auch die Geschichte um den Park herum, über die einst hier siedelnen Mormonen und ihre Obst-Plantagen. Die Bäume stehen heute noch zum Teil, ebenso wie die liebevoll erhaltene Mormonen-Schule am Park-Eingang. Erinnerungen an Hollywood-Serien vergangener Tage werden hier wach. Zurück zum Scenic-Drive. Unglaublich Größenverhältnisse tun sich auf wenn man nach dem Ende der asphaltierten Straße weiter die Gorge Road fährt (ja ja ich weiß..., kein Versicherungsschutz etc..  ). Die Piste windet sich zwischen hohen Felsmassiven hindurch. Ideale Kulissen für Western-Movies. Im Nachhinein betrachtet einer der schönsten Momente mit auf der Tour. Ein paar Kilometer mag die Road lang sein bevor sie an einem Viewpoint aufhört. Natürlich fährt man dort sehr langsam lang damit der Nächste nicht mit Staublunge auf der Strecke bleibt oder Wanderer sich in derStaubwolke verlaufen. Bei Regenwetter könnte es dort allerdings kritisch werden, mehrfach kreuzt die Piste einen trockenen Flußlauf..., das könnte nasse Füße und Ärger mit der MW-Firma geben.
Der Capitol Reef ist eine herbe Schönheit, alles wirkt sehr urgewaltig, ein Park der sich nicht mit den benachbarten Parks vergleichen lässt. Der C.R. hat in meiner Park-Hitliste einige Plätze gutgemacht! Ansonsten ist der Capitol Reef N.P. eher was für die richtigen Naturfreunde die tiefer in die Wildness eintauchen, mit Ausrüstung etc. Weitere Dirty Roads in Angriff zu nehmen ist für Kurz-Besucher auch nicht sinnvoll, da gehört reichlich Zeit dazu und ein entsprechendes SUV. Das sind alles Routen die viele Meilen lang sind, nur was für erfahrende Offroader.
Ein allerliebstes kleines Idyll findet am Anfang des Scenic Drives...
Ob nun original rekonstruiert oder ein Touristen-Remake, egal hier fühlt man sich in die Zeit der Familie Waltons zurückversetzt. Jeden Moment müßte John Boy mit dem klapprigen Laster um die Ecke kommen. Im Haus gibt es ein kleines kostenloses Museum und einen kleinen Laden mit diversen selbstgemachten Leckereien. Der Appel-Pie war topfrisch und zur besten Kaffeezeit gab es da kein Entkommen. Unbedingt empfehlenswert! Man schmeckt den Unterschied zur Supermarktware! Das herrliche Panorama ringsum rundet die Open Air-Kaffeestunde noch ab. Ebenfalls eine wunderschöne Erinnerung an den Capitol Reef N.P.
Inzwischen war es schon gegen 4 Uhr nachmittags, alles andere als den restlichen Weg zum Bryce Village zu fahren fiehl flach. Deshalb wird auch immer zu zwei Tagen für diese Etappe geraten. Trotzdem war das letzte Teilstück nicht ohne Reiz, ... der Weg ist das Ziel. Wunderschöne Panoramen tun sich auf. Kurz hinter dem C.R.N.P. zweigt man bei Torrey auf die "12" ab und durchfährt den Dixie National-Forest. Anno '98 empfand ich diese Strecke als furchtbar, neblig und trübe fühlte ich mich auf einer Odysee die dem Bryce nicht näher kam. Bei Sonnenschein ist es hier ganz anders und die Fahrt allein ist Genuss pur. Das machte Lust später hier mal tiefer einzutauchen, mal den Burr Trail zu fahren. Aber das kommt irgendwann mal in der Zukunft. Jedenfalls habe ich diese Gegend in Utah mit ganz anderen Augen gesehen. Der Escalante State Park wie auch der Kodachrome blieben unbesucht auf der Strecke, ... immerhin ein Grund hier wieder herzukommen.
Die Städtchen Henrieville und Tropic machten für sich Reklame und zeigten mir für später schonmal Alternativen zur Übernachtung im Bryce Village auf. Rustikale Western-Orte, oder zumindest so gemacht. Sicher eine gute Adresse.
Nach 450-500km fahren wir dann ganz froh endlich am Hotel angekommen zu sein, wobei ich sagen muß das diese lange Etappe nicht wirklich anstrengend war. Wir hatten ja zwei Aufenthalte in den Parks und viele kleine Stopps unterwegs. Alles ganz entspannt. Als Herberge diente hier das neue Best Western Grand Hotel. Beim Besuch vor 2 Jahren war dafür noch nichtmal die Baugrube ausgehoben. In der Hauptsaison nicht gerade der Preisbrecher, dafür bekommt man aber auch ein sehr komfortables Hotel mit besten Service. Die Zimmer sind gewohnt groß, topmodern, pieksauber. Zu meckern gibt es nichts, das große Frühstück ist bei dem stolzen Preis inklusive.
Nach dem Beziehen der Zimmer entschlossen wir uns noch zum Sonnenuntergang in den Park zu fahren. Das war uns dann aber nicht vergönnt, abendliche Wolken ließen das Naturspektakel an diesem Tag ausfallen.
Mein persönliches Fazit; Wer genug Zeit hat sollte wenigstens 2 Tage für das Stück einplanen. Wer wie wir zeitlich knapp bemessen ist, sollte wenigstens den Abstecher im Capitol Reef mitnehmen und auch den Goblin S.P. nicht außen vor lassen. 450km ist allerhand, unsere Tagesetappen waren sonst höchsten um die 200km. Das Best Western Grand Hotel muß man nicht unbedingt buchen wenn man den Geldbeutel nicht gar so stressen will. Auf der Strecke davor und danach gibt es sicher preiswertere Unterkünfte. Gönn-Dir-Faktor 5   Trotz viel Fahrerei ein toller Tag!
Geändert von eicbaer (25.07.2010 um 13:59 Uhr)
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27.07.2010, 22:07
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #20
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USAinfiziert
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 1.336
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Schwer beeindruckt
Eicbaer, du hast uns auf dem Gewissen! DANKE!
Wir konnten nicht anders! Inspiriert von deinem tollen Bericht und den super Fotos machen wir uns nun Anfang September auf nach Denver.
Hoffentlich finden wir noch viele Anregungen bei dir für unsere Reiseplanung.
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28.07.2010, 13:13
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #21
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Neoncowboy light
Registriert seit: 24.01.2009
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@Reisefee; ... Ihr habt jetzt nicht wegen meinen Geschriebsel der Touristik-Branche Umsatz zukommen lassen??? Sicherlich schon längst geplant gewesen, ... oder? Aber von Denver aus bin ich bestimmt nicht das letztemal gestartet, eine gute Alternative zu den großen Metropolen in Kalifornien und Nevada. Gerne wäre ich noch 1-2 Tage dort geblieben, es gibt noch mehr zu sehen als die Gegend um die 16th Street. Colorado insgesamt hat mich total begeistert.
8.Tag; Bryce Canyon und Weiterfahrt nach Springdale (Zion)
Die Anfahrt fiehl an diesem Tage aus, logierten wir doch die Nacht zuvor sehr komfortabel im recht neuen Best Western Grand Hotel. Nach der Frühaufsteherrunde am Tag zuvor ließen wir es dafür heute etwas entspannter angehen. Treffen so gegen 8 Uhr in der Lobby und danach ein gemütliches Frühstück mit allen was des Herz (bzw. Magen) begehrte.
Dem Bryce Canyon, meiner privaten Nummer 1 unter den Parks, hatte ich einen ganzen Tag zugedacht, im Anschluß nur noch die Weiterfahrt zum Zion. Es war also kein großer zeitlicher Aufwand um vom Frühstückstisch zum Sunrise-Point zu gelangen. Nachdem am Abend zuvor graue Wolken das Sonnenuntergangsspektakel zunichte gemacht hatten strahlte jetzt wieder die Sonne satt und recht heiß. Dafür das der Bryce recht hoch gelegen ist hatte es immerhin so um die 30'C. Mein dritter Besuch hier, allerdings trug der Canyon bei den ersten beiden Aufenthalten (jeweils im März) noch ein weißes Wintergewand. Ein Abstieg hinunter war da nicht so günstig. Zum einem waren die Wege nicht frei bzw. sehr schlammig, zum anderen war ich unpassend gekleidet (Startpunkt Las Vegas...   ).
Diesmal wollte ich unbedingt einen moderaten Hike einbauen. Nachdem ich meine Familienmitglieder im Arches doch recht hart gefordert hatte sollte es hier ein wenig leichter gehen. Der Weg vom Sunset- zum Sunrise-Point schien mit dafür gut geeignet.
Bedenken hatte ich nur, das sich in den Sommerferien die Leute hier gegenseitig auf die Füße treten würden. Die Sorge war unbegründet. Er war zwar deutlich mehr besucht als einst im März, aber das verteilte sich ganz gut und man konnte den Nationalpark in Ruhe genießen.
Die Runde kann man wirklich gut zu Fuß (geschätzte 3-3,5km) gehen ohne der große geübte Wanderer zu sein. Die Wege sind gut angelegt und beschildert. Profi-Wanderschuhe braucht man nicht, aber schon festes Schuhwerk. Ein Rucksack mit Wasservorrat und Fotoapparat, das sollte genügen. Wir ließen es wirklich sehr ruhig angehen und benötigten so zwischen 1,5-2 Stunden für den Trail. Was soll ich sagen, "von unten" sieht das alles gleich nochmal viel schöner aus. Man kann hier und da verweilen und das Panorama in Ruhe genießen. Auf- und Abstieg sind leicht zu machen und auch für Kinder und nicht wandererfahrene Besucher geeignet.
Die Größenverhältnisse nimmt man erst richtig wahr wenn man zwischen den roten Riesen umherläuft. Eine sehr schöne Impression, mit eine der schönsten der Reise, war dieser Trail.
Anschließend dann noch das "Standardprogramm" entlang des Scenic-Drives. Das kann man sich auch ein drittes mal anschauen und ist wieder aufs neue begeistert.
So zwischen 14-15 Uhr zogen wieder dunkle Wolken auf, also galt auch hier wieder die Weisheit vom frühen Vogel und dem Wurm. Zeit zum Aufbrechen. Bei unserer Abfahrt gen Red Canyon schüttete es zwischenzeitlich wie aus Eimern. Vorher gab es aber erstmal eine warme Mahlzeit im "Ruby's Inn", rustikal westernmäßig. Zur Mittagszeit haben die dort ein "All you can eat-Bufett" für faires Geld, das kann man getrost wählen. So schnell wie der Regen kam, so schnell schien auch die Sonne wieder. Praktisch, so ist am Tag noch was dran...
Auf der Fahrt nach Springdale lag ja die aktuelle Tunnel-Baustelle im Zion N.P. Vor der Abreise galt noch im Internet die Regelung das der Tunnel nach 16 Uhr bis zum nächsten Morgen passierbar wäre. ... nur gut das ich am Bryce im Visitors-Center nochmal die aktuelle Situation erfragt hatte. Sicherlich wegen des Besucheransturms in den Ferien wurde das geändert, Mo-Do offen von 8pm-8am, dafür von Fr bis So komplett frei. Ups, da hätten wir lange warten können. Also entschloss ich mich für den Umweg über Cedar City. Sicherlich dauert das in etwa eineinhalb Stunden länger, aber so schlimm ist das nicht. Es geht durch eine landschaftlich schöne Berglandschaft mit vielen Wäldern. In Cedar City nutzte ich gleich die Gelegenheit den Surburban randvoll zu tanken. Der Preisunterschied zwischen der Stadt und den Weiten Utahs ist schon gewaltig. Ein Boxenstopp bei Starbucks, ... alles im Lot.
Über den I-15 geht es dann noch ein Stück Richtung Las Vegas ehe man wieder abfährt Richtung Zion. Hier sollte wieder das Best Western unser Quartier sein. Ein sehr angenehmes Haus in reizvoller Lage. Auch in Springdale und Umgebung sah ich zur Hochsaison viele "no vacancy"-Schilder, ... da lag ich doch mal wieder richtig. Zum "Feierabend" ging es noch eine Runde in den Pool. ... wieder ein toller Tag im Lande der Mormonen.
Geändert von eicbaer (28.07.2010 um 13:40 Uhr)
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29.07.2010, 13:07
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #22
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Neoncowboy light
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9.Tag; Zion N.P. und Weiterfahrt nach Page/AZ
Um unser heutiges Tagesziel zu erreichen brauchten wir noch nicht einmal den Chevy aus der Parklücke zu locken. Der Shuttle-Bus zum Parkeingang hielt direkt vor dem Hotel. Zuvor gab es aber ein komfortables Frühstück (was allerdings diesmal nicht inklusive war, aber bezahlbar) und die Familien-Truppe konnte gut gestärkt den Besuch im Zion N.P. angehen. Auch hier war es Besuch Nummer 3. Anno '98 und '08 hatte ich schonmal einen Aufenthalt hier. Allerdings blieb es seinerzeit beim Viewpoint-Hopping. So ähnlich wie gestern wollten wir wieder einen Hike für Normalos angehen. Eine gute Mischung zwischen großer Wanderung und Spaziergang wie wir übereinstimmend feststellten. Bei den Planungen stand der Zion vorab erst noch eine ganze Weile auf der Kippe, ich hätte den Tag lieber eingespart und an anderer Stelle den Canyon de Chelly eingebaut. Aber wie das in einer gut funktionierenden Demokratie eben ist, fällt man eine diplomatische Entscheidung.
Der Zion N.P. ist auch durchaus beim dritten Besuch noch ein Erlebnis. Wie gesagt die Anreise war gleich Null und beim kurzen Stopp im Visitors-Center ließen wir uns nochmal bestätigen das der "Middle Emeralds Pool Trail" keine große Schwierigkeiten machen sollte. Ein moderater Hike also...
Der Zion liegt im Gegensatz zum Bryce schon wieder einige Höhenmeter tiefer, was sich auch in den Temperaturen wiederspiegelt. So um die 35'C müßte es gewesen sein. Daheim bewegt man sich da kaum noch mehr als nötig, aber wir wollten ja etwas sehen und konnten nicht bis zu den ersten Nachfrösten warten.
Den Park-Shuttle-Bus verließen wir an der Haltestelle Zion Lodge und überquerten den Virgin River. Wer nicht so gut zu Fuß ist kann auch den Emerald Pool Trail ohne Steigungen direkt am Virgin River entlang gehen. Es geht sich recht angenehm unter den Bäumen im Tal, der nahe Fluß spendet eine gewisse Frische. Wir hatten uns aber für die Middle-Version entschieden und begannen den Trail. Eigentlich keine schlimmen Anstiege, aber bei Sommerhitze kommt man dann doch schnell ins Schwitzen. Auch hier ist genügend Wasservorrat unabdingbar. Der ganze Trail bis weiter zum Haltepunkt "The Grotto" ist vielleicht 2-3 Meilen lang, eine gemütliche Tour von ca. 2 Stunden.
Der Weg schlängelt sich moderat bergauf und auch wenn der Höhenunterschied zum Tal nicht so gewaltig ist wie in den Canyons an den Tagen zuvor, so hat man doch eine ganz andere Perspektiven in das Tal im Zion zu blicken. Von den überhängenden Felsen, wo sonst sicher deutlich mehr Wasser zu Tal stürzt, erfrischte etwas kühles Nass die Wanderer. Hochsommer, auch der Zion hat Wassermangel.
Ein schöner Trail kurzum, wenn auch die einzelnen Kräftereserven unterschiedlich beansprucht wurden. Leicht kritische und anklagende Töne bezüglich der Hitze und der Wanderroute überhörte ich einfach. Man muß ja schließlich auch mal seine persönliche Belastbarkeit ausloten...   
Persönlich empfand ich den Trail als gut begehbar, deshalb schlug ich nach kurzer Pause vor auch dem "Weeping Rock Trail" unseren Besuch abzustatten. Der ist ganz kurz, ein paar hundert Meter und leicht zu gehen. Eigentlich nur ein Abstecher vom gleichnamigen Bus-Stopp. Den kann man ganz locker noch mitnehmen. Auch hier tröpfelte es unter dem Felsvorsprung nur wo es sonst wohl kräftig rauscht. Die Spuren an den Felsen ließen darauf schließen.
Nach diesem Abstecher folgte nur ein View-Point-Hopping mit dem Shuttle-Bus. Eine praktische Sache übrigens. Die Autos bleiben draußen, das Verkehrschaos bleibt aus und die Luft angenehm sauber. Zudem fährt das Shuttle ja auf lau.
Der große Wasserfall am Ende der Bus-Route am Temple of Sinawava war ebenfalls trocken. Ein eigenartiger Anblick, vor zwei Jahren im Frühjahr donnerten hier unendliche Wassermassen zu Tal.
Zur Mittagszeit waren die Temperaturen noch weiter gestiegen, der Aufenthalt unter der prallen Sonne kaum mehr machbar. Gut das im Virgin River noch Wasser war, das erfrischte doch ein bißchen.
Irgendwann am frühen Nachmittag war die Luft raus, die Truppe erschöpft und wir traten den Rückzug an. Dieser dritte Besuch im Zion war für mich auch der schönste. Eine ganz gute Mischung, zwischen Auto-Tourismus und Wanderungen. Mal ein paar hundert Meter von den Parkplätzen wegzukommen und direkten Kontakt mit der Natur aufzunehmen bringt einen ganz andere Wahrnehmungen als nur vom asphaltierten Terrain aus ein paar Fotos zu schießen. Man kann sich ja moderate Touren aussuchen die einem machbar erscheinen. Bei der Hitze den Aufstieg zum Angels Landing zu wagen ist wohl nur was für harte Wanderexperten. Letztendlich soll es ja auch Spaß machen und nicht zum Kampf werden. Das belastet dann nur die Stimmung in der Truppe. Es ist schließlich Urlaub ...
Wegen des gesperrten Tunnels machten wir auf der anschließenden Weiterfahrt den Bogen "untenrum", also erst ein Stück zurück nach Hurricane und dann weiter in Richtung Colorado City auf der "59 die dann nach der Grenze zu Arizona zur "389" wird. Man kommt dann auch nach Kanab von wo es auf dem Highway 89 weiter nach Page geht. Ein Umweg zwar, aber immer noch besser als auf die Tunnel-Öffnung um 20 Uhr zu warten. Mehraufwand an Zeit 90 Minuten etwa.
Wie inzwischen an fast allen letzten Nachmittagen üblich zogen wieder dunkle Wolken auf. Aber wenn es mal kurz geregnet hat ist es dann auch wieder gut. Kein dauerregen der die Stimmung trübt.
Die Herberge in Page war für die nächsten zwei Nächte das örtliche Motel6. Zwei Jahre zuvor wohnten wir im benachbarten Super8 Motel. Das Motel6 machte damals einen soliden Eindruck und ich buchte das von daheim vor. Das war auch wieder gut so, Page in der Ferienzeit ist ein Dreh- und Angelpunkt für alle Touristen auf dem klassischen Canyonsland-Circle. Hier sah ich auch oft das "no vacancy"-Schild rausgehängt. Das Motel6 in Page kann man getrost buchen, eines der besseren Häuser dieser Kette. Ein massiver Bau, die Zimmer haben soliden Standard und sind sauber. Weiteren Schnickschnack darf man bei Motel6 nicht erwarten. Der Hotelpool ist angenehm groß und gefüllt mit kühlen Nass. Sehr angenehm.
Auf uns wartete an diesem Tag nur noch der Pool, ein China-Restaurant auf der Nachbarschaft (das "Mandarin", empfehlenswert, unter der Woche gibt es preisgünstig ein "All you can eat"-Büfett) und ein Versorgungseinkauf bei Wal-Mart.
Wieder ein gelungener Tag....
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31.07.2010, 19:56
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #23
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Neoncowboy light
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10.Tag; Page, Antelope Canyon & Lake Powell
Eine feine Sache wenn man nach dem Frühstück nur kurz um die Ecke zum Tagesziel fahren muß. Mit Frühstück hat man es nicht so bei Motel6, nicht schlimm, wußte ich ja vorher. Die Leute von Denny's konnten aushelfen. Denny's taugt zwar nicht für's traute Candlelight-Dinner mit der Liebsten, aber deftiges Frühstück nach amerikanischer Art kriegen sie allemal hin. Durchaus zu empfehlen für Leute die gebratenen Speck mit Eier, Pancakes mit Sirup und all diese Sachen mögen.
Von dort ist es keine Viertelstunde bis zu den beiden Slot-Canyons bei den Navajos. Wer sich immer Richtung des schmucken Kohle-Kraftwerks hält wird die Canyons finden.
Wir hatten uns für den Upper Antelope Canyon entschieden, für 26$ ist man dabei. Die sind aber gut angelegt. Anno 2008 bin ich völlig unbelesen hier nur durchgerauscht gen Grand Canyon...., grober Fehler.  Rings um Page sieht es auf den ersten Blick wenig spektakulär aus, aber nicht umsonst ziehen hier Ströme von Touristen her. Zurück an die Kasse des Canyons... Bilder hatte ich ja in der Zwischenzeit hier reichlich gesehen, entsprechend gespannt war ich. Alleine durften wir allerdings nicht einsteigen, ein junger Navajo begleitete die kleine Gruppe. Ob das nun generell so gehandhabt wird oder nur während der Hochsaison im Sommer..., keine Ahnung.
Durch eine rechte enge Felsspalte erfolgt der Einstieg. Hier und auch innerhalb des Canyons sind ein paar Stellen die für Leute mit gehandicapten Bewegungsapparat nicht geeignet sind. Es war so zwischen 9 und 10 am Morgen, noch nicht ganz optimal vom Licht her aber was sich dann auftat war einfach großartig.
Ein prächtiges Farbenspiel in bizarren Formen. Es war überwältigend schön. Man kam mit gucken und fotografieren nicht so recht nach. Ich ließ mich etwas zurückfallen und bildete das Schlußlicht der Gruppe. So hatte ich immer freie Sicht und unverstellte Fotomotive. Allerdings nicht allzu lange, das nächste Grüppchen folgte bald und der Navajo war bemüht das die Gruppen nicht durcheinander kamen.
Rein organisatorisch kann ich das ja verstehen, es ist recht eng im Slot-Canyon und Stau fast vorprogrammiert. Aber ein paar Minuten mehr Zeit hätte ich mir schon gewünscht. Trotzdem konnte ich tolle Eindrücke sammeln. Wer den Canyon kennt weiß sicher was ich meine, den anderen geben die Fotos hoffentlich einen annähernden Eindruck.
Die Antelope Canyons bekommen von mir den Status "Must see"! Einfach toll! Nach knapp einer Stunde waren wir dann am Ausgang angekommen, schade eigentlich, aber wir hatten ja auch noch reichlich Programm für den restlichen Tag. Den Lower AC ließen wir unbesucht, zum einem kostete der nochmal Eintritt und zum anderen hatten wir für den nächsten Tag noch ein weiteres Highlight ähnlicher Art eingeplant.
Wo wir schonmal in dieser Gegend waren bot sich ein Abstecher zum Horse Shoe Bend an, das sind wirklich nur ein paar Minuten mit dem Auto. Der Parkplatz ist ausgeschildert am Highway 89. Von dort sind es gut 10-15 Minuten über einen sandigen Weg. Eigentlich ganz gut zu gehen, nur die Hitze ließ uns ein paar Minuten länger gehen. Es waren wieder über 35'C..., da wird auch ein so kurzer Trail zur Herausforderung.
Eine ganz tolle Sache, läuft man doch erstmal ein Stück ohne den Bogen zu sehen. Dann dieht man in etwa den Verlauf des Canyon, aber den Fluß noch nicht. Wie tief sich der Colorado hier in den Fels gespült hat läßt sich noch nicht erahnen. Erst wenn man an den Rand tritt tut sich dieses tolle Panorama auf...
... wohl dem der ein Teleobjektiv sein Eigen nennt!  Wer hier optimale Fotos machen will braucht ein Equipment der besseren Art. Ich werde nachrüsten müssen. Ich will nicht schon wieder mit Superlativen rumwerfen, aber der Horse Shoe Bend gehört auf einer Südwest-Tour unbedingt besucht!
Den HSB gibt es auf lau, Zeitaufwand inkl. Hin-&Rückweg etwa eine Stunde. Einen Antelope Canyon und den HSB kann man wohl bequem an einem halben Urlaubstag besuchen ohne in Hast zu verfallen.
Jetzt war es so kurz nach 12, es wurde Zeit zum Aufbruch zum Lake Powell. Hier erwartete uns am Nachmittag ein weiteres Highlight der Reise...
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31.07.2010, 23:55
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Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #24
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Neoncowboy light
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10.Tag; Page, ... der Nachmittag, Rainbow-Bridge-Tour
... wir mußten uns etwas beeilen um vom Horse Shoe Bend zum Lake Powell Resort zu gelangen. Schon von zu Hause aus hatte ich diese Bootstour zur weltberühmten Rainbow-Bridge gebucht. Nötig gewesen wäre das wohl nicht, auf dem Schiff hätten noch ein paar Leute Platz gefunden. Hätte sich allerdings eine größere Gruppe von Touristen auf einmal zu dieser Fahrt entschlossen hätten wir wohl in die Röhre geguckt.
Das Gebiet am Lake Powell hat Nationalpark-Status, somit verschafft der Anual-Pass auch hier freie Einfahrt. Ein sehr großer Bereich jenseits der Staumauer von Page aus gesehen. Zum einen der Hafen, dann die Yacht-Anleger und nicht zuletzt die Campgrounds und Badestrände. Ein Nachmittag am Badestrand wäre auch nicht schlecht gewesen, aber baden kann ich ja sonstwo immer noch. Die Rainbow-Bridge war spektakulärer.
Kein billiges Vergnügen, einer vierköpfigen Familie würde ich es nicht verdenken wenn sie die Tour ausfallen lassen würden. Kostet doch der Trip für alle schon soviel wie ein günstiges Ticket von Deutschland aus an die Ostküste, ganz klar "Gönn-Dir-Faktor 5*****"! Ich habe beim Buchen auch eine Weile gezögert, aber wenn man schonmal hier ist... Ach egal, ich brauchte ja nur meinen eigenen Obolus zu bezahlen. Kurz vorweg, selbst diesen Gönn-Dir-Preis ist die Tour wert.
Die Boots-Tour ist kein Trip eben mal um die Ecke, die Rainbow Bridge ist gut 70-80km von Page entfernt. Auf normalen Weg nicht zu ereichen, nur aus der Luft und über den See. Zudem ist er das Heiligtum der Nativ-People. Gute 6 Stunden dauert die Tour. Etwas mehr als 2 Stunden pro Richtung, das ist für die nicht geringe Entfernung nicht lange. Die Größenverhältnisse zwischen See und den Felsen ringsum verwirren total. Allein der schwere Wellengang den das Schiff erzeugte ließ erahnen wie schnell es unterwegs war. Über Headset bekam man die ganze Hinfahrt über sehr interessante Informationen (auch auf Deutsch) über den ehemaligen Glen Canyon, den Lake Powell, seine Entstehung und Geschichten rund um den See. Allein die Fahrt war schon ein Erlebnis, Wassersport wird hier allerorts betrieben und ungezählte Hausboote sind auf dem See unterwegs. Je mehr ich davon sah, desto mehr bekam ich Lust später auch mal so ein Gefährt zu mieten, wenigsten mal für ein paar Tage. Irgendwann mal...
Sehr angenehm war der frische Fahrtwind auf dem Oberdeck, die Zeit nutzte ich um die Speicherkarte des Fotoapparats zu füllen. Motive gab es zu Hauf.
Bald bog das Schiff in einen Seitencanyon ein, ab hier wurde die Fahrt noch spektakulärer. Die Felswände waren jetzt sehr nahe am Schiff und man fühlte sich ein bißchen wie in engen Fjorden in Norwegen. Ein fast gespenstische Stille herrschte dort, das Schiff und die Sportboote dürfen hier noch in Schleichfahrt unterwegs sein. Zur Linken und Rechten zweigten wieder ganz schmale Seitenarme ab die so eng waren das da kein Boot mehr durchpasste. Bis vor etwas mehr als 50 Jahren war hier uriger Canyon und nun der Colorado aufgestaut. Egal wie man nun dazu steht das der Mensch hier ins Handwerk der Natur eingegriffen hat, aber auch diese bizarre Seenlandschaft hat ihre Reize.
Ich hatte mir diese Schiffstour ja schon entsprechend toll vorgestellt, aber dieser Teil hier kurz vor dem Ziel faszinierte mich völlig.
Noch um zwei Ecken und der Anleger war erreicht. Wegen des gesunkenen Wasserstandes wurde ein schwimmender Anleger geschaffen von wo es noch ein paar Minuten Fußweg bis zur Rainbow-Bridge sind. Ein gut angelegter Weg, ein paar hundert Yards vielleicht, den auch Leute schaffen können die nicht so gut zu Fuß sind. Ja und dann, ... was soll ich sagen... Da stand sie auf einmal, die Rainbow Bridge. Wie ein vergessener Dinosaurier, ein Relikt aus Ur-Zeiten wirkte sie auf mich. Mächtig, groß und uralt. Im Gegensatz zum zerbrechlichen Landscape Arch im Arches N.P. strotzte sie vor Stärke. Der dicke Bogen spannt sich weit und erhaben. Jetzt konnte ich verstehen das er für die Native-People ein Heiligtum ist. Es ist übrigens verboten unter der Brücke durchzulaufen. Ein Ranger achtet darauf das dort niemand Unfug treibt und den Glauben der Indianer mit Füßen tritt.
Bis vor einigen Jahren war der Wasserstand im See so hoch das die Rainbow Bridge das Wasser überspannte. Eine Stunde hat man Zeit bevor die Passagiere zurück zum Schiff müssen. Die 2 Stunden Rückfahrt vergehen wie im Flug. Wenn man zwischen 18 und 19 Uhr wieder im Hafen ankommt hat man nicht das Gefühl das man den ganzen Nachmittag unterwegs war, ... verzerrte Größenverhältnisse eben.
Mein persönliches Fazit; Wer die Möglichkeit hat und es das Urlaubsbudget hergibt sollte sich die Tour zur Rainbow-Bridge nicht entgehen lassen. Nicht billig, aber dafür bekommt man ein achtes Weltwunder zu sehen. Die Tour war jeden Dollar wert.
Insgesamt war der Tag ganz schön zugeplant, aber aus Zeitgründen war das nicht anders zu timen. Verzichten wollten wir auf keines der drei Highlights des Tages. Wer mehr Zeit hat kann in Page getrost 3 Nächte buchen. Ein Bade-Nachmittag am Lake Powell tut auf so einer Rundreise sicher auch ganz gut. Allerdings sollte man seinen eigenen Schatten mitbringen, keine Bäume weit und breit zu sehen. Sonnenbrand-Risiko!
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