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Reiseberichte USA

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Alt 14.07.2010, 14:03   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #9
ilnyc
Amerikaner
 
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Registriert seit: 08.04.2008
Beiträge: 1.381
So unterschiedlich sind die Erfahrungen. Wir waren Anfang September im RMNP, es war total ruhig überall, man begegnete an Viewpoints wie auch an den Lakes nur wenig anderen Menschen und es lag auch nur an den allerhöchsten Gipfeln ganz wenig Schnee. Daher hatten wir auch nicht so das Alpengefühl
ilnyc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2010, 15:46   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #10
Egooktamuck
Amerika Tourist
 
Registriert seit: 13.04.2010
Beiträge: 168
Bilder: 359
@eicbear

Freue mich schon auf weitere Einträge von Dir! Wir wollen nächstes Jahr evtl. auch in die Ecke. Sauge daher im Moment alles an Informationen nur so in mich auf.

Könntest Du vielleicht über Google Maps mal Deine Reiseroute, mit genauer Wegstrecke einstellen?

Wäre SPITZE!

Lieben Gruß
Egooktamuck ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2010, 22:43   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #11
eicbaer Mann
Neoncowboy light
 
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Ort: EIC-Country
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betr. RMNP; Es war vielleicht auch nicht der richtige Zeitpunkt für einen Besuch dort. Hochsommer, Schulferien und die Nähe zur Großstadt Denver nebst "Speckgürtel" waren wohl nicht so passende Faktoren. Was soll's, die Leute haben ja auch ein Recht auf ihren NP. Es war ja auch nicht schlecht dort, das Getümmel war ja auch nur in der Nähe des Parkeingangs in Richtung Bear-Lake.

... dann will ich mal die nächste Etappe tippen bevor es den Mitlesern zu langweilig wird...
eicbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2010, 00:36   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #12
eicbaer Mann
Neoncowboy light
 
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4.Tag; Frisco / CO - Black Canyon of the Gunnison N.P. - Montrose / CO (ca. 210 Meilen)

Tag 4 begann mit einen annehmbaren Frühstück im Best Western in Frisco. So zwischen 8 und halb 9 brachen wir zur nächsten Etappe auf. Wer jetzt denkt es geht zurück auf den I-70 gen Westen liegt falsch. Zwar fuhren wir kurz auf, aber nur um gleich an der nächsten Abfahrt wieder abzufahren auf die "91". Das Tagesziel, der Black Canyon lag heute erst am Ende der Tagesetappe kurz vor Montrose. Bei der Planung war ich mir nicht sicher ob das eine gute Idee war. Auch mit Hilfe von Google kann man sich nur in etwa einen Eindruck machen wie die Strecke ausschaut. Landschaftlich reizvoll oder die totale Mondlanschaft? In Colorado braucht man da aber keine Sorge zu haben, der State bietet eine schöne abwechslungsreiche Landschaft. Berge, Seen und Wälder sorgen für Vielfalt. Keinesfalls berühmte Orte, aber das macht gerade den Reiz aus und mir war wieder klar warum ich diese Art des Reisens eigentlich bevorzuge. Die kleinen Dinge am Rand der Strecke zu entdecken die in keinen Reiseführer stehen. Einige Bilder die für mich Amerika pur verkörpern, vielleicht auch nur Erinnerungen an Movies aus Kinderzeiten. Was auch immer, in Colorado findet man das vielleicht eher als anderswo.

Etwa 210 Meilen standen auf dem Programm, also nichts für Langschläfer. 4 Stunden hatte das Navi in etwa kalkuliert. Das schafft man nicht weil man ja doch hier und da mal anhält. Unsere geplante Ankunftszeit am BC war so gegen 13 Uhr. Bis dahin war es aber ein gutes Stück von Frisco. Aber es machte wirklich Spaß diese Route zu fahren, vielleicht mit eine der schönsten dieser Reise. Es ging durch die Berge Colorados in Richtung Leadville. Ein kleines Städtchen das sicher schon bessere Zeiten erlebt hatte. Dennoch versprühte die Stadt noch etwas vom Charme der Zeit als hier in den Minen noch fleißig gearbeitet wurde und reges Leben auf der Main Street herrschte. Einige Bauten zeugen noch von dieser Zeit und man spürte einen Hauch Wild West.





Weiter ging es gen Süden auf der "24". In Nähe der Straße fließt ein Fluß der an diesen Samstag eifrig zum Rafting genutzt wurde. Dutzende ausgedienter Schulbusse brachten ganze Gruppen von Sportlern zum Wasser. Hier und da ein kleiner See. RV'er würden hier sicher reiche Auswahl haben um ihr Quartier aufzuschlagen. Die "24" geht dann bald in der "285" auf. Etwa die halbe Etappe hat man geschafft wenn die Anbindung der "285" und der "50" in der Nähe von Salida erreicht hat. Ab hier ging es wieder richtig in die Berge gen Westen. Für uns galt, "der Weg ist das Ziel", gab es doch allerhand zu sehen im "Gunnison National Forest". Diese Gegend muß ebenfalls im Winter gern zum Skifahren genutzt werden. Schilder wiesen darauf hin das zwischen 19 und 5 Uhr kein Schnee geräumt wird. Zum Glück war es Ende Juni und die weiße Pracht war längst dahin.



In der Stadt Gunnison machten wir eine kurze Rast und stärkten uns mit Sandwich. Der BC ist ab hier nicht mehr weit. Man fährt am Blue Mesa Lake entlang, der gefluteten Teil des BC. Der eigentliche BCNP ist ja nur noch der Rest des einstigen Canyon. Aber auch dieser See hatte seinen Reiz. Allerhand wassersportliche Aktivitäten ging man hier nach. Wer keinen Camping-Trailer hinterm Pickup hängen hatte, der zog eben sein Boot umher. Colorado, der State der Pickup's und schweren Off-Roader!



Ankunft am Eingang des BCNP war so gegen halb 2. Herr Grundmann hatte in seinem Reiseführer darauf hingewiesen das der BC nur was für geübte Kletterer sei. Diese brauchen dazu allerdings noch eine Genehmigung. Den restlichen Touristen bleibt das Viewpoint-Programm. Das ist aber keinesfalls ohne Reiz. Es gibt eine Parkstraße von dessen Parkplätzen man eine tolle Aussicht in den Canyon hat. Normales Fotogerät stößt hier an die Grenzen des machbaren. Auf meinen Fotos kommen die wahren Größenverhältnisse überhaupt nicht richtig rüber. Hinzu kam das die Sonne an diesen Samstagnachmittag langsam Feierabend machte und durch ein Hellgrau ersetzt wurde. Der BC ist mit keinen seiner berühmteren Kollegen zu vergleichen. Das Gestein ist viel dunkler und mit einer helleren "Maserung" durchzogen. Eine enge schroffe Schlucht. Die Felswände ragen steil und irgendwie brutal empor. Mit etwas Fantasie erinnerte mich das an einige Szenen aus "Herr der Ringe".









Das Vorhaben von den Viewpoints wegzukommen konnten wir an diesem Tag nicht umsetzen. Der "Umweg" zum Black Canyon hatte sich auf alle Fälle gelohnt. Am späten Nachmittag regte es dann noch für eine gute halbe Stunde. Die Zeit nutzten wir um uns im Visitors Center etwas genauer über die Geologie des Parks zu informieren. Kurz hinter dem Park-Eingang zweigt eine Straße ab hinunter zum Fluß. Es geht in ettlichen Kehren steil bergab (Achtung! Die Bremsen nicht überfordern!). Unten kommt man an der letzten Staustufe raus. Ein idylischer Platz, ideal für ein Picknick. Etwas entfernt sah ich auch einen Campground und Angler kümmerten sich um das Abendbrot. Ein schöner Platz.



Ein halber Tag reicht zum Besuch des Parks für "Normal-Touristen" auf der Rundreise aus. Nur harte Kletterer und Naturburschen können hier mehr unternehmen. Von der "Bananen"-Route liegt der BC zu weit weg als das ein Abstecher sinnvoll wäre, aber aus Richtung Denver lässt er sich ganz gut einbauen. Auch wenn man vielleicht nur 3-4 Stunden im Park verweilt macht es Sinn, ist doch der Weg dorthin nicht langweilig.

Mein persönliches Fazit: Der BCNP ist eine herbe Schönheit und ist einen Besuch allemal wert! Wer Canyon-Fan ist muß auch den BC gesehen haben!

Vom Nationalpark zum Etappenort Montrose ist es nur noch ein Katzensprung. Die Stadt ist nicht der Nabel der Welt, aber man findet dort alles was man braucht. Alle bekannten Hotel-Ketten sind vor Ort, Einkaufsmöglichkeiten und gute preiswerte Restaurants. Ich hatte mich vorab wieder für Best Western entschieden. Wieder eine gute Wahl. Sah das Motel von außen nicht unbedingt top modern aus, so überzeugten doch die Zimmer durch gewohnte BW-Qualität. Gutes Mobiliar, geräumig und ein top Bad. Das Personal war top freundlich. Einen sauberen Standard-Pool gab es auch, durchaus ausreichend für eine Erfrischung am Abend. Zum Abendessen ging es zum Chinesen, ... preisgünstig und gut!

Das war Tag 4, ein gelungener Tag...
eicbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2010, 13:17   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #13
ilnyc
Amerikaner
 
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Registriert seit: 08.04.2008
Beiträge: 1.381
Sehe ich auch so: Black Canyon NP ist ein Besuch wert. "Der Herr Grundmann" ist insgesamt nicht so der Colorado-Fan und das zeigt sich in seinen Kommentaren und den weniger ausführlichen Infos im Reise-Know-How-Führer. Umso besser, dass Du (wie ich auch vor zwei Jahren) uns davon nicht haben abschrecken lassen.

P.S.: Wieder tolle Fotos!!
ilnyc ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2010, 20:32   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #14
reisefee
USAinfiziert
 
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Beiträge: 1.336
Bilder: 494
Warte schon sehsüchtig darauf, dass es endlich weiter geht. Ich hoffe, du hast am Wochenende ein bißchen Zeit für eine Fortsetzung.
reisefee ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2010, 21:46   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #15
eicbaer Mann
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Danke für das nette Feedback, es ermuntert zum weiterschreiben. Ich bin ja erst seit einer Woche wieder im Lande und da hat sich einiges angehäuft was erstmal erledigt werden muß.

Das Grundmann-Know-How ist ja nicht schlecht, nur beschreibt er ganze Routen. Wenn man wie wir jetzt die Route "linksrum" fährt mit einigen Änderungen ist er etwas umständlich zu handhaben. Erstmal immer ständig zurückblättern bzw. durchs halbe Buch springen um ein Teilstück einer anderen Route rauszusuchen. Ok, es gibt schlimmere Probleme auf dieser Welt..., damit kann man leben. Unterwegs habe ich nicht einmal in das Buch geguckt,... wozu hat man die eigene Schwester als Beifahrerin. Vorlesen lassen aus der Geschichte des nächsten Ziels während der Fahrt ist eine feine Sache. So war ich immer bestens präpariert im Zielgebiet.
eicbaer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2010, 11:35   Denver- Canyonsland Circle- Durango Oneway Beitrag #16
eicbaer Mann
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5.Tag; Montrose /CO – Canyonsland N.P. -Moab

Keine Spur mehr von der Bewölkung des gestrigen Nachmittags, … Sonne satt! Na wie wunderbar. Wir standen zwar an keinen Tag mit den Hühnern auf, aber die Langschläfer waren wir auch nicht. Auf Grund dessen das ja auch immer eine Tagesetappe zu fahren war waren wir immer so auf den Beinen das wir zwischen 8 und 9 Uhr wieder aufbrachen. So also auch an diesem Sonntagmorgen. Einzig die Frage beschäftigte mich noch welche Route ich von Montrose nach Moab nehmen sollte. Die nördliche führt über den Highway 50 gen Grand Junction. Auf dem Weg liegt dann kurz vor dem I-70 das Colorado National Monument und kurz vor Delta der Sweitzer Lake State Park. Dieser war mir bis dahin noch nie zu Ohr gekommen, später erzählte mir unterwegs eine freundliche Dame in der Durango Railroad das das dort sehr schön sein soll. Die südliche Route wurde mir vom ebenfalls sehr freundlichen Herrn an der Rezeption des Motels empfohlen. Ich hatte keine Ahnung was uns dort erwarten würde, also entschloss ich mich für diese Route. Diese ist länger und führt wieder durch die Berge, über den I-70 geht es aber wohl schneller.





Die Entscheidung für die Südroute war eine gute. Aus Moab heraus geht es auf der „90“ Richtung Westen, eine sehr abwechslungsreiche Gegend. Man fährt durch den Uncompahgre National Forest durch Wälder und Berge. Hier und da gibt es erfrischendes Blau in Form eines Sees oder eines Flusses. Die Gegend ist nun wahrlich nicht so bekannt, aber jede Meile die ich dort gefahren habe hat Spaß gemacht. Der inneramerikanische Tourismus war da aber wohl besser orientiert und hat die Gegend schon längst für sich entdeckt. Campgrounds und Stellplätze für die RV'er habe ich regelmäßig gesehen. Im dortigen Grün von Mutter Natur lässt sich sicherlich zum Abend gut was auf den Grill packen und am rauschenden Fluß noch ein kühles Bier zischen. Unser Tagesziel hieß aber Canyonsland N.P., also ging es weiter. An der Grenze zu Utah wechselt auch die Nummer der Straße und aus der Colorado 90 wird die Utah 46. Insgesamt lässt es sich dort gut fahren, auf der Strecke ist nicht viel Verkehr. Auf der Karte sieht das nicht weit aus, aber gute 3 Stunden sollte man schon einplanen um von Montrose nach Moab zu gelangen.



Man stößt dann irgendwann auf den Highway 191 und hat somit den klassischen Canyonsland-Circle erreicht. Die Straße kommt aus Richtung Bluff im Süden und nach der Junction ist es nicht mehr weit bis Moab. Hier grüßen einen dann auch die ersten typischen roten Sandsteinformationen.



Hier in Moab hatte ich für uns zwei Übernachtungen eingeplant. Wer genug Zeit hat kann auch noch einen weiteren Tag einfügen, hier gibt es reichlich zu entdecken und in den Parks hier kann man sogar Wochen zubringen. Heute Nachmittag stand der Canyonsland N.P. auf der Liste. Das hatte ich extra so geplant weil man dort wenn man nicht der geübte und strapazierfähige Wandersmann ist, man nicht ganz so weit ins Gelände ausschwärmen kann. Ein halber Tag mußte ausreichen. Der Park ist so groß das man tagelange Wanderungen zu den bizarsten Plätzen machen kann. Dazu bedarf es schon etwas Ausrüstung, Erfahrung und vor allen jeder Menge Power. Zu diesen Leuten (denen mein ganzer Respekt gehört) gehörten wir nicht. Auch für Offroader ist hier viel zu erleben. Man braucht wohl eine Genehmigung, kann dann aber wohl ins Abenteuerland einfahren.

Vorab wollten wir noch schnell das Gepäck im Motel ausladen, aber dafür waren wir noch zu früh. Ein Problem war das aber auch nicht, hatten wir doch keine verderblichen Sachen dabei. Auf die Schnelle gab es bei Subway ein Baquette. Für eine schnelle Mahlzeit ist Subway ganz ok. Es war zwischen 35' und 40'C heiß, und auf eine volle Mahlzeit zur frühen Mittagsstunde hatte keiner Lust. Nun aber auf in den Canyonsland N.P.. Auf der '98er Greenhorn-Tour kamen wir auch hier vorbei. Damals war es Mitte März, die Wolken hingen tief und es pfiff ein eisiger Wind. Keine 2 Stunden waren wir damals hier. Dabei ist der CLNP einzigartig schön, eine herbe Schönheit. Kantig mit tiefen Abgründen und atemberaubenden Ausblicken. Man möge bedenken das es von Moab bis in den Park noch gute 50km sind (satte halbe Stunde), das sieht auf der Karte aus wie ein Katzensprung. … ich merkte das auf der Rückfahrt beim Blick auf die Tankuhr, ein V8 braucht ganz gut Sprit auf 100km. Es war zwar keine Zitterpartie bis zum letzten Tropfen, trotzdem wußte ich dann wieviel ein Surburban-Tank so fasst. Aber zurück zum Park...



Unbedingtes Muss ist der Mesa Arch den man recht leicht vom Parkplatz aus erreicht, ein paar hundert Yards über einen ausgebauten Weg. Ein Bus hatte gerade eine Ladung Japaner abgekippt. Wir ließen sie erstmal ihre „Party“ feiern. In Heldenpose triumphierend auf dem Arch, das hatte es wohl seit Pearl Harbour nicht mehr gegeben. Naja sie sind eben etwas anders drauf. Ich wusste aber das der Tagesplan bei asiatischen Bustouristen mehr als eng gestrickt ist und nach knappen 10 Minuten war der Spuk vorbei und wieder Ordnung am Mesa Arch. Jetzt konnte man das Naturspektakel erstmal mit der nötigen Ruhe betrachten. Ein Sonnenaufgang hier muss wirklich toll sein, aber auch ohne die rote Beleuchtung ist der Steinbogen ein tolles Fotomotiv.





Wer den Sonnenaufgang hier live erleben möchte muss zur Sommerzeit sicher schon um 3 Uhr in der Nacht aus dem Hotel oder besser in der Nähe zelten. Danach ging es weiter zum nächsten Parkplatz. Ein paar hundert Yards von dort zum nächsten Point waren auch bei der großen Hitze drin. Dafür wurde man jedesmal mit tollen Panoramen belohnt.



Am Rande bemerkt sei das man auf jeden Fall einen großen Vorrat an Wasserflaschen dabei haben sollte, … der normal denkende Mensch weiß das eigentlich. Es herrschte eine ganz trockene Hitze wo nach ein paar Atemzügen Nase und Mund trocken waren. Die Luft roch ganz intensiv nach den Nadelgehölzen, ein äußerst angenehmer Geruch. Insgesamt habe ich diesmal den Park viel schöner und farbenprächtiger empfunden als einst. Was ein paar Sonnenstrahlen so ausmachen... CLNP wirkt urwüchsiger und weitläufiger als sein berühmterer Kollege Grand Canyon. Beim GC bildet der obere Rand eine Art Rahmen, hier ist alles noch endloser. Im Gegensatz zum GC geht es hier auch eine Spur ruhiger zu. Der Park liegt zwar im Canyonsland Circle ist aber doch etwas ab vom Schuß, bzw. der Arches wird bei Zeitmangel vorgezogen. Zu Unrecht wie ich finde. CLNP ist nicht so „wohlgeformt“ und es gibt nicht so viele markante Steinfiguren, aber hier ist das wahre „Marlboro-Country“ wie man es von den Werbeplakaten kannte. Ich entdeckete auch den „Shafer-Trail“ wieder, eine Gravel Road steil an der Felswand entlang.





Mir kamen arge Zweifel als ich sah wo wir damals mit einem Plymouth Neon entlang gefahren sind, zumindest ein Stück. Schneereste und eisige Stellen ließen uns damals umkehren, … auch besser so. Dort waren aber ein paar Allradler unterwegs, also ist der Trail befahrbar. Das macht aber keinen Sinn wenn man nur einen Nachmittag Zeit hat. Den Südteil mit the „Needles“ ist gute 50 km Luftlinie entfernt, dorthin kann man unter anderen über diese Piste gelangen. Aber wohl eher was für erfahrene Allradler und Leute die das Abenteuer nicht scheuen. Wir blieben an den Viewpoints. Der Bus mit den Japanern kam uns übrigens bald nachdem wir am Mesa Arche waren schon wieder entgegen. Vielleicht stand das Monument Valley für diesen Tag noch auf dem Plan.




Geändert von eicbaer (18.07.2010 um 11:52 Uhr)
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