Das Colorado-Plateau mit „Recreation Vehicle“ und 3 Kindern
Tsja, nachdem ich viel Hilfe aus diesem Forum bei der Planung unserer Reise bekommen habe und ich es Euch auch angedroht habe, möchte ich Euch nun im folgenden an unseren Erlebnissen - vor allem mit unserem "Erholungsfahrzeug"- teilhaben lassen.
Unser Auto ist groß und so haben wir viel Platz für Mitfahrer. Also Anschnallen - los gehts.....
18.08.2009
Endlich war es so weit. Bereits seit Wochen fieberten wir dieser Reise entgegen. Im
Amerika-Forum hatte ich einiges über unser Urlaubsziel gelesen, hatte die Tour geplant und etliche Forumsteilnehmer auf ihren Reisen begleitet. Nun endlich sollte es auch für uns so weit sein.
Am Vorabend wurde ich dann für ca. 2 Stunden einmal so richtig nervös. Gott sei Dank legte sich dies dann aber wieder. Die Nacht verlief gut, auch die Kinder schliefen.
Der Tag startete kurz vor 7:00 Uhr. Um 9:00 Uhr holte uns der Flughafen-Transfer ab. Da wir sowieso 5 Personen waren, kam ein Minivan. So hatten wir auch mit unseren 6 Koffern, 5 Rücksäcken, sowie der Rückentrage für Marwin keine Probleme bzgl. der Unterbringung im Auto.
Noch vor 10:00 Uhr erreichten wir das Terminal 2 des Rhein-Main-Airports, suchten die Check-in-Schalter von Delta und stellten uns an der Schlange an. Das konnte ja einige Zeit dauern! Gut das wir 2,5 Stunden vor Abflug am Flughafen waren. Bald kam auch ein netter Angestellter und fragte uns (auf Englisch), ob wir Anschlussflüge hätten. Wir teilten ihm mit, dass wir nach Las Vegas wollten. Er studierte eine Liste, nickte und ging dann weiter. Mit unserem Anschluss schien somit alles in Ordnung zu sein.
Nach einer kurzen Zeit nahm eine Dame des Bodenpersonals von uns Notiz, und mit den Worten „Oh, die ganze Familie“ winkte sie uns aus der Schlange und brachte uns zum Business Check-in.

Hier kamen wir auch gleich dran. Doch die gesamte Prozedur dauerte doch noch beinahe eine halbe Stunde, bis alle Koffer abgegeben, die Bordkarten und Gepäckquittungen in Empfang genommen werden konnten. Dabei waren alle Stewardessen total begeistert von unserem Jüngsten, der wiederum begeistert den blankpolierten Boden mit komplettem Körpereinsatz wischte. Überrascht, dass wir bereits 1 Stunde vor Abflug am Gate sein sollten, hatten wir nun nur noch eine dreiviertel Stunde Zeit für unser Frühstück (denn das hatten wir uns zu Hause gespart).
Wir beschlossen, zuerst durch den Security Check zu gehen. Mit 3 Kindern, einer kompletten Fotoausrüstung im Fotorucksack, sowie ein Bordcase, welches Laptop und allerlei Toilettenartikel in Reisegröße enthielt, war dies schon eine spannende und zeitintensive Angelegenheit. Es war sehr interessant zu beobachten, auf welche Tasche der Schwerpunkt gelegt wurde. Im Laufe der Reise wechselte dies nämlich. In Frankfurt musste ich die Kamera aus dem Rucksack nehmen und für sich alleine durch das Röntgengerät schicken. Genauer gefilzt wurde allerdings Kevins Rucksack.
Nun hatten wir nur noch 20 Minuten für ein schnelles Frühstück bei Burger King. Dann ging es ab zum Gate. Und auch hier wurden unsere Pässe noch einmal von einem netten Beamten kontrolliert. Das interessierte Marwin aber wenig, Er duckte sich unter der Absperrung durch und machte sich auf den Weg. Nun hatten wir ein Problem. Wir konnten ja nicht einfach hinter ihm her sprinten. Der nette Beamte beeilte sich aber und so konnten wir unseren kleinen Kerl wieder einfangen.
Als zum Boarding aufgerufen wurde, zeigte es sich wieder von Vorteil mit Kindern zu reisen: Wir wurden wieder aus der Masse der Passagiere herausgefischt und als erstes ins Flugzeug geschleust.

Die Zeit bis zum Start verbrachten wir mit dem Einrichten unsers Platzes und verteilen von Nasentropfen.
Dann rollte der Flieger endlich aufs Rollfeld. Gleich würde es losgehen! Aber nein, der Kapitän meldete sich. Es würde ein mechanischer Defekt angezeigt, wir müssten zurück ans Gate und nachschauen. Ich sah mich schon wieder alles einsammeln und das Flugzeug wechseln.

Glücklicherweise kam nach weiteren 20 Minuten das OK und wir konnten endlich starten. Ich war nun das erste Mal froh, dass wir von Delta eine längere Wartezeit in Cincinnati aufgebrummt bekommen hatten.
Der Flug an sich verlief dann insgesamt ganz ruhig. Wir nahmen Abschied vom Flughafen und der Frankfurter Skyline, später von Europa als wir über die Atlantikküste flogen. Es gab ausreichend zu trinken und Marwin verlustierte sich mit der „Multimedia-Anlage“ und drückte des Öfteren den Rufknopf für die Stewardess. Auch unser wichtigster Reiseteilnehmer, Schäffchen, auf das mindestens 4 Personen über die gesamte Reisezeit aufpassten, genoss den Flug.
Überrascht waren wir allerding darüber, dass wir trotz ESTA-Formular noch einmal das grüne Papier im Flugzeug ausfüllen mussten.

15:25 Uhr Ortszeit landen wir nach einem 9stündigen Flug in Cincinnati. Zum ersten Mal betraten wir amerikanischen Boden.

Gemütlich machten wir uns auf den Weg, den wir hatten ja genügend Zeit. Vor den Einreiseschaltern bildete sich wieder eine Schlange. Doch auch hier wurden wir alsbald heraus gewunken und durch den Schalter für die US Citizens gelotst.

Die ersten 3 Stunden gingen so schnell rum. Dafür zogen sich die beiden anderen ziemlich und so langsam machten sich dann auch die ersten Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Vom Flug nach Las Vegas bekamen wir dann auch kaum was mit.

In Las Vegas angekommen, wurden wir bereits auf dem Flughafen von Glückspielautomaten empfangen.
Wir sammelten unsere Koffer ein und gönnten uns einen Kofferboy sowie ein Taxi. Endlich um 22:30 Uhr nach einer 22stündigen Anreise erreichten wir unser „Transferhotel“ Tuscany in Las Vegas und fielen gleich ins Bett.