Fortsetzung ...
Auf dem Rückweg zum RV schlenderten wir durch die Verkaufsstände der Navajo. Der Schmuck ist echt schön und ich könnte da ja fast alles kaufen. Wie wir später feststellten, waren die Preise auch viel billiger als in den Souvenirläden. Da ich aber noch nicht wusste, was auf unserer Reise alles noch so kommen würde, beschränkte ich mich auf ein Set, bestehend aus Kette, Ohrringen und Armband.
Zurück am Auto: same procedure

! Leider dauerte es nun richtig lang, bis wir wieder Spannung auf der Autobatterie hatten. Das war ja auch das merkwürdige. Wir hatten nicht einfach nur zu wenig Spannung auf der Batterie, nein sie war total tot! Und nach einer Weile dann plötzlich wieder voll da. Das machte kein Spaß….
Weiter ging es nun über die US 89 Richtung Page. Hinter Bitter Springs stieg die Straße stetig auf zum Antelope Pass, wo sie mitten durch die Echo Cliffs getrieben wurde. Das sah schon gigantisch aus. Wir hielten noch einmal am Viewpoint. Wohlweislich lies ich den Motor laufen.
Wir blickten auf eine riesige weite Ebene, in die sich der Colorado sein Flussbett geschnitten hatte –der Marble Canyon. Im Hintergrund war das Paria Plateau zu sehen. Welche eine Weite! Nur schwer löste ich mich.
Den nächsten Stopp wollten wir am Horseshoe Bend. Ich hielt Ausschau nach unserem Ziel. Da musste doch eine Erhöhung sein. Man muss doch die Felsen sehen. Au, nein. Mal wieder hatte ich mich selbst reingelegt. Wir waren ja auf dem Plateau und der Colorado floss unter uns. Man konnte nichts sehen.
Aber endlich kam das Hinweisschild zum Parkplatz.
Ich gab die Parole aus, dass jeder eine Flasche zu trinken mitnehmen solle und einen Hut aufsetzen. Nichts ahnend, dass wir dies wirklich stark brauchen würden. Und dann kämpften wir uns erst einmal eine rote Sanddüne rauf. Ich bereute es etwas, nur die Trekking Sandalen angezogen zu haben. Hinter der Düne ging es dann über Sand und Fels wieder abwärts und weiter zum Rim. Die Sonne heizte uns von oben, der Sand und die Felsen von unten ein. Wir hatten über 30°C im Schatten, bloß gab es keinen Schatten! Der Weg bis zum Viewpoint ist ja nur eine dreiviertel Meile lang, aber ich hatte wirklich das Gefühl, dass man auf diesem kurzen Stück verdursten konnte. Unsere Flaschen waren leer, da waren wir noch nicht ganz am Ziel.
Aber es hatte sich gelohnt. Was ein Naturschauspiel! Der Colorado machte hier tatsächlich eine beinahe 360° Kurve. Warum der wohl nicht geradeaus weitergeflossen ist? Tief unter uns floss er gemütlich seinen Weg. Rechts und links waren schmale Grünstreifen. Und was eine Ruhe hier herrschte!
Man kam sich richtig klein vor, vor dieser Kulisse.
Etwas bammel hatte ich um unseren Jüngsten, der nämlich nicht so ganz verstand, dass es am Rand einige hundert Meter steil nach unten ging. Holger und ich mussten uns abwechseln, Marwin in sicherer Entfernung mit anderen Dingen zu beschäftigen.
Nach einer ganzen Weile machten wir uns auf den Rückweg. Langsam wanderten wir wieder den Hügel rauf. Unterwegs gingen wir an einem älteren Pärchen vorbei, ohne Kopfbedeckung und Getränke! Die Frau hatte Probleme mit dem Kreislauf!
Am Auto angekommen, verkrochen wir uns in den Schatten und stürzten erst einmal eine weitere Flasche Wasser herunter. Der Weg hatte es echt in sich.
Leider dauerte es dann auch beinahe 10 Minuten, bis wir unser Motorhome starten konnten. Nun machte es keinen Spaß mehr. Ich war richtig sauer!

Wir hatten nun wirklich nichts falsch gemacht. Sorgsam achteten wir jedes Mal darauf, keinen Verbraucher anzulassen, wenn wir parkten. Wir mussten eine Werkstatt finden…
Die letzten Meilen bis Page waren schnell geschafft. Jetzt wollten wir eigentlich nur noch schnell die Lebensmittel- und Biervorräte aufstocken im Walmarkt und dann auf den Whaweap-Campground. Leider war auch das nicht so einfach, wie gedacht. Die Kassiererin weigerte sich strikt, uns das Bier auch nur einzuscannen, ohne dass sie einen Ausweis gesehen hat.

Hallo, wir waren mit allen drei Kindern einkaufen!
Also schnell zum RV gerannt, den Ausweis geholt und zurück. Erst danach durften wir das Bier einladen.
Um 16:00 Uhr waren wir dann auf unserem Campground. Der Tag wurde mit einem Bad im Lake Powell und dem Einrichten unseres ebenfalls im Walmart erworbenen, amerikanischen Prepaid Cell Phone beendet.