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13.10.2009, 11:06
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Chicago und die Great Plains Beitrag #1
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31 von 50
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Metzingen
Beiträge: 98
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Chicago und die Great Plains
Nachdem unser Urlaub jetzt schon ein paar Wochen zurück liegt, möchte auch ich euch mit einem Reisebericht erfreuen (und hoffentlich nicht langweilen). Es ist zwar kein "Klassiker", sondern eher abseits der üblichen Touristenrouten, aber vielleicht auch gerade deshalb für den einen oder anderen interessant. Wir, das sind Stephan, Karin, (mit dem USA-Virus infiziert seit 1988, bzw. 92) und unser zu Beginn der Reise noch 6-jähriger Sohn Moritz, den wir letztes Jahr im März vorsätzlich in Florida ansteckten (mit vollem Erfolg!).
Wir sind auf dieser Reise 5,52 E-10 Lichtjahre (Stephan meinte, bei den Entferungen in diesem Land schiene ihm diese Einheit angemessen) entspricht 5225,5 km, gefahren. Dabei verfuhren wir Sprit für $323,35 oder 209,66 Euro. Wir zahlten zwischen $2,39 und $2,65 für die Gallone.
Übrigens haben die Google-Maps-Zeiten bei uns ganz gut gestimmt, ja zum Teil haben wir sie auf Interstate-Strecken sogar unterschritten!
Hier ein Überblick der Reiseroute:
19.8. Flug Stuttgart-Amsterdam-Chicago, Weiterfahrt nach Madison, WI
20.8. Madison - Sioux Falls, SD
21.8. Sioux Falls - Wall, SD
22.8. Badlands
23.8. Wall - Custer, SD
24.8. Black Hills
25.8. Black Hills
26.8. Custer - Belle Fourche, SD
27.8. Belle Fourche - Belfield, ND
28.8 Theodore Roosevelt NP
29.8. Belfield - Jamestown, ND
30.8. Jamestown - Bemidji, MN
31.8. Bemidji
01.9. Bemidji - Minneapolis, MN
02.9. Minneapolis
03.9. Minneapolis - La Crosse, WI
04.9. La Crosse - Rockford, IL
05.9. Rockford - Chicago
06.9. Chicago
07.9. Chicago
08.9. Chicago
09.9. Rückflug Chicago-Paris-Stuttgart
19.8.
Unser KLM-Flug ging um 6.30 von Stuttgart nach Amsterdam. Entsprechend früh, nämlich um 4.00, wurden wir vom Taxi abgeholt. Zum Glück waren wir um diese Zeit in 20 Minuten am Flughafen; denn auf der B27 war zu der Zeit eine Spur gesperrt. Dadurch kam es am ersten Tag der Sperrung zu einer Kuriosität: Durch den dadurch entandenen Riesenstau sind einige Urlauber aus ihren im Stau stehenden Autos ausgestiegen und querfeldein zu Fuß zum Flughafen gelaufen. Einige davon haben ihren Flieger wohl tatsächlich noch erreicht! Doch wir hatten Glück, konnten zügig einchecken und dann noch gemütlich frühstücken.
Es war ein ganz angenehmer Flug und wir landeten pünktlich um 12.00 Ortszeit in Chicago bei sonnigen 26° C.
Jetzt los zum Immigration Service. Es gab zwei Möglichkeiten: von der Rolltreppe geradeaus weiter, was so gut wie alle machten, oder aber, was die wenigsten sahen, Kehrtwende um 180° nach hinten. Dort wurden wir sofort von der Einweiserin in die nicht vorhandenen Schlangen zu einem Mitarbeiter gelotst. Blick in den Pass, Stempel, Fingerabdrücke, das ganze dauerte keine 5 Minuten. Jezt schnell noch die Koffer geholt, waren auch ruckzuck da. Yep, so wünscht man sich das! So, hier war auch schon unser Abholservice.
Scherz beiseite und rüber zu den Car rental Bussen und auf unseren Thrifty-Bus gewartet. Das dauerte dann doch etwas länger. Während die großen Vermieter im Minutentakt fuhren, warteten wir ca eine halbe Stunde auf unseren Bus. Bei Thrifty erwischten wir dann den unfreundlichsten Menschen, der uns in den ganzen 3 Wochen USA begegnet ist. Erst wollte er uns einen Ford Mustang 2-Türer geben, hallo, wir haben ein Kind, wie soll das da hinten sitzen? Moritz war natürlich begeistert, der hätte den gleich genommen, aber realistisch betrachtet war er einfach zu klein. Dieser freundliche Mensch, der dann auch noch pampig wurde, war der Meinung, wir hätten nur einen 2-Türer gemietet, aber wieso steht dann bitteschön auf unserer Reservierung I-4?! Stephan fragte schließlich nach dem Manager, doch dummerweise war er das selbst. Dann bot er uns einen kleinen Dodge an, in dem wir nicht einmal die Hälfte unseres Gepäcks untergebracht hätten. Nach einer halben Stunde kam dann schließlich ein Dodge Journey vorgefahren, den er uns dann anbot. War zwar eigenlich nicht das was wir wollten (einen ganz normalen Midsize 4-türig mit Kofferraum), aber was blieb uns übrig? Einen Riesenkiste, völlig unübersichtlich und mit offenem Kofferraum. Naja, so konnten wir dann endlich gegen 14.30 losfahren Richtung Madison, Wisconsin, wo wir unsere erste Nacht vorgebucht hatten.
Vorher jedoch machten wir noch einen Abstecher nach Arlington Heights, um uns beim AAA mit Kartenmaterial einzudecken. Irgenwann kam dann der Hunger und so fuhren wir die nächste Möglichkeit raus, ab zu Wendy's. Moritz war vorher schon im Auto eingeschlafen und so holte ich nur eine Kleinigkeit für alle ins Auto, doch als ich zurückkam, grinste er mich wach an. Also Kommando zurück, alle raus und noch was dazubestellt. Zurück auf die I-90 mussten wir feststellen, dass so langsam unser Kleingeld ausging. Die I-90 ist bis zur Grenze nach Wisconsin eine Tollroad und leider sitzt nicht überall ein Attendant, der wechseln kann. Doch zum Glück hatte ich sämtliche Cent-Stücke, die vom letztjährigen Florida-Urlaub übrigwaren, eingepackt und so reichten die Coins gerade (wirklich bis zum letzten 1-Cent-Stück). So musste Stephan seine Blase gut zusammenkneifen, denn an ein nochmaliges Abfahren von der Interstate war nicht zu denken (immer an der Auffahrt war mit Münzen zu bezahlen). Schließlich kamen wir gegen 18.00 beim American Best Value Inn in Madison an. Diese Motelkette bietet eine kostenlose Best Value Club Card an, mit der man 15% Rabatt und Zimmer-Upgrades erhält. Diese hatte Stephan sich von Deutschland aus schon ausstellen lassen, so dass wir ein schönes und gut ausgestattetes Zimmer für $48 inkl. Conti Breakfast bekamen. Moritz war nach einem kurzen Wendy's-Stop gleich wieder eingeschlafen und so mussten wir ihn beim Motel wecken. Auf mein Anraten hin: "Du gehst am besten gleich ins Bett." kam ein entrüstetes "Ich geh' doch jetzt noch nicht ins Bett! Darf ich fernsehen?" legte sich hin und schlief weiter!
Später weckten wir ihn noch einmal, er sollte noch aufs Klo gehen. Ich sagte zu ihm: "Zieh gleich deinen Schlafanzug an" wieder "Ich gehe jetzt noch nicht ins Bett!" legte sich hin und schlief weiter! Stephan fuhr dann nochmal los zum nächsten Supermarkt und deckte sich mit Bier ein. Dann überlegten wir, Hotwire einmal zu testen. Ich hatte davon im Forum gelesen und wir hatten uns vorab darüber informiert. So meldeten wir uns an und waren total begeistert. Wir buchten ein 3*-Hotel in Sioux Falls für $53, plus Tax und Gebühr $64 und bekamen ein Sheraton mit Indoorpool. Juchuh. Denn das Wetter war schlechter geworden, es regnete und war auch für den nächsten Tag so vorhergesagt. Gegen 22.00 dann endlich geschlafen, denn die Nacht sollte kurz werden.
Gefahrene Kilometer: 250
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13.10.2009, 14:37
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Chicago und die Great Plains Beitrag #2
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31 von 50
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Metzingen
Beiträge: 98
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20.8.
3.00 Uhr. Moritz hatte ausgeschlafen - folglich auch ich! Stephan hatte bis 6.00 Schonfrist, dann wurde auch er aus dem Bett geschmissen (dieser Mann kann immer und überall schlafen!). Schließlich hatten wir heute einen langen Fahrtag vor uns (700 km) und Frühstück gab es ab 6.30.
Also pünklich zum Breakfast und - positive Überraschung - es gab Waffeln zum Selbermachen und Erdbeeren, also alles in allem gar nicht so schlecht. Um 8.30 waren wir "on the road" für die nächsten 81/2 Stunden.
Den ersten Halt machten wir am Mississippi, das ist die Grenze zu Minnesota. Dort ging es erstmal ins Welcome Center, mit Material und Coupons eingedeckt, dann noch kurz runter zum Fluß und wieder ab Richtung Westen.
Unsere "Schleuder"
Das Wetter war durchwachsen, mal Sonne mal Regen, durchaus auch heftig.
Aber je weiter westlich wir fuhren, umso besser wurde das Wetter. Bill Gates macht hier wohl seine Hintergrundbilder.
Dank dem Stadtplan vom Welcome Center hatten wir das Sheraton schnell gefunden und waren begeistert.
Der Hunger trieb uns aber recht schnell wieder fort und zwar zu Cici's Pizza Restaurant.
Diese Örtlichkeit war auch der Grund, warum ich unbedingt bis Sioux Falls fahren wollte. Cici's Pizza lernten wir letztes Jahr in Florida kennen und waren begeistert: "All you can eat" für $5.49! Kids noch weniger. Deshalb recherchierte ich im Netz nach Cici's Locations und wurde auf unserer Urlaubsstrecke leider nur zweimal fündig. Also mussten es die beiden dann schon sein! Und wieder: Lllleeecker! Jetzt hatte ich auch endlich das Gefühl in USA angekommen zu sein. Danach noch kurz zum Target Supermarkt Wasservorräte aufgefüllt (auf Dauer schmeckt das gechlohrte Leitungswasser nicht so berauschend) und ein paar Kekse für zwischendurch geholt, und dann ab nach Hause, Kind ins Bett. Ich gönnte mir währenddessen noch eine Runde im Pool und Whirlpool - herrlich! Dann schnell ab in die Falle, mit dem sicheren Gefühl, die Nacht wird wieder kurz!
Gefahrene Kilometer: 717
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13.10.2009, 15:05
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Chicago und die Great Plains Beitrag #3
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31 von 50
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Metzingen
Beiträge: 98
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21.8.
Dieser Morgen begann immerhin erst um 5 Uhr! Nachdem Papa dann auch irgendwann wachgerüttelt wurde, ging es los zur ersten amerikanischen Frühstückssuche. Wir alle drei lieben das "american breakfast" und somit wird es auch ausgiebig zelebriert. Wir waren schon etwas enttäuscht, dass inzwischen die meisten Motels Continental Breakfast anbieten, das kannten wir von unseren früheren USA-Urlauben nicht. Aber es ist ja kostenlos und der Urlaub teuer genug, sodass wir es meistens schon genutzt haben. Fündig wurden wir schließlich im KC Family Restaurant. Nach einem leckeren Frühstück ging es dann weiter auf der I-90 Richtung Wall. Diese Tagesetappe war zwar "nur" 500 km lang und wir hatten endlich den "75 Miles Speed"-Staat erreicht, trotzdem wollten auch die gefahren sein. Eine erste Pause legten wir in Mitchell ein, mein Reiseführer empfahl hier unbedingt auch bei wenig Zeit einen kleinen Abstecher zum Corn Palace.
Dieses Unikum wurde erstmals 1892 errichtet und seitdem zweimal neu wieder aufgebaut. Das aktuelle Gebäude stammt von 1921. Die Außenwände des gesamten Gebäudes werden alljährlich von lokalen Künstlern neu verziert mit Millionen von Maiskolben.
Endlose Straßen
Wall erreichten wir dank der Mountain Time Zone, die wir überschrittten, schon gegen 16.00. Hotwire gab es hier leider nicht, und so machten wir uns erstmal auf Zimmersuche. Erste Anlaufstelle war wieder American Best Value Inn, war uns hier aber zu teuer. Dieser Ort hier hatte saftige Preise, wie wir vorab schon im Internet feststellten. Fündig wurden wir dann im Motel 6 (Moritz freute sich, das kannte er schon von Florida), wofür es sogar im Couponheft einen $2 Gutschein gab (zwar abgelaufen, hat die freundliche Rezeptionistin aber nicht interessiert).
Nach der langen Sitzerei im Auto war erst einmal Turnstunde angesagt.
Das Wetter war inzwischen heiß geworden, also erst mal ab in den Pool.
Zurück im Zimmer mussten wir mit großem Erschrecken feststellen, dass wir unseren Schminkkoffer mit all unseren Waschutensilien und sonstigem Kram im Sheraton vergessen hatten! Stephan versuchte sofort dort anzurufen, um zu fragen, ob er gefunden wurde - doch leider, hier in der Pampa - kein Netz. Long distance call - leider nicht möglich im Motel 6. Also mit dem Auto gecruist bis wir halbwegs anständigen Empfang hatten. Leider war Housekeeping schon daheim, also morgen früh nochmal versuchen. So, jetzt mussten wir schauen, wo wir Zahnbürsten, Creme, Deo und all die Sachen, die man so braucht, herbekamen. Aber zum Glück waren wir ja in Wall, wo es den legendären "Wall Drug" gibt.
Hier konnten wir unsere Pferde anbinden!
Dieser hat eine interessante Geschichte. Das junge Ehepaar Hustead übernahm 1931 den Drugstore in Wall, aber das Geschäft lief nicht gut. Bis sie eines Sommers die Idee hatten, für die durch die heiße, staubige Prärie fahrenden Autos entlang der Strasse Werbeschilder für kostenloses Eiswasser aufzustellen. Ab da boomte der Laden - und das tut er bis heute. Kostenloses Eiswasser gibt es immer noch und der Kaffee kostet wie früher 5 cent. Desweiteren gibt es ein Restaurant, eine Travellers Chapel und einen grossen Back Yard-Bereich mit Kinderbelustigung.
Ansosten ist es ein riesiger Souveniershop, but - it's still a drugstore! So konnten wir uns zu horrenden Preisen wenigstens mit dem Nötigsten eindecken. Zum Abendessen hatten wir dann die Wahl zwischen besagtem Wall Drug (teuer), einem Cafe (auch teuer), Dairy Queen (dachten wir, da gibt's nur Eis und sowas) und der Badlands Bar. In diese traute Moritz sich erst gar nicht rein, er meinte, Kinder dürften das nicht. Erst als wir ihm die vielen anderen Kids darin zeigten, ließ er sich überzeugen. Satt, aber nachdenklich (wo nur hatten wir den Schminkkoffer stehen lassen, war es im Zimmer, an der Rezeption, auf dem Parkplatz oder womöglich in Mitchell auf dem Parkplatz? Und so nach und nach fiel mir immer mehr ein, was alles darin war. Ich machte mir eine Liste mit all den Dingen und war geschockt, wieviel es doch war und was es kosten würde, das alles wieder zu kaufen.) ging es zurück ins Motel.
Gefahrene Kilometer: 505
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13.10.2009, 15:46
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Chicago und die Great Plains Beitrag #4
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31 von 50
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Metzingen
Beiträge: 98
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22.8.
So langsam wurde es besser, heute kam der Weckdienst erst um 6.00 Uhr! Fürs Frühstück gab es die gleiche Auswahl wie gestern abend, heute entschieden wir uns aber für den Drugstore, dort hatten wir nämlich gesehen, dass es Buffet für $8.99 gab. Wie erwartet nicht der grosse Knaller, aber ganz ok. So gestärkt, ging es heute zum ersten Highlight der Reise, in den Badlands NP.
Die Lakota Indianer nannten diesen Platz "mako sica", was nichts anderes bedeutet als schlechtes Land. Auch kann man gut nachvollziehen, warum die Ortschaft Wall, Mauer, heisst.
Für den Anfang hatten wir uns die Badlands Loop Road vorgenommen, später wollten wir noch ein paar kürzere Trails laufen.
Hallo!
Die possierlichen Prärie Dogs.
Gesehen haben wir hier keine.
Irgendwann überkam uns der Hunger und wir beschlossen nach Interior zu fahren. Das Kaff interessierte uns sowieso, weil wir es als Alternative zu Wall zum Übernachten ins Auge gefasst hatten. Doch was waren wir froh uns für Wall entschieden zu haben, hier war ja wirklich der Hund begraben!
Doch immerhin, es gab einen Mini-Grocery und so konnten wir unseren Hunger stillen.
So gestärkt machten wir uns auf den Window Trail zu laufen. Im Visitor Guide mit 0.25 miles/20 minutes angegeben, entpuppte sich dieser Trail als 30 Schritte 3 Minuten-Weg. Also ab zum nächsten, dem Door Trail. Für 0.75 miles auch 20 Minuten? Diese Angaben stimmen hinten und vorne nicht.
Sogar in dieser kargen Landschaft wachsen noch Pflanzen!
Der sogenannte "Popcorn" Rock
Danach starteten wir noch den Notch Trail, immerhin 1.5 miles, angegeben mit 11/2-2 h, bei dem es Leitern hochgehen sollte. Doch Moritz war zu müde (ihm fehlte heute zum ersten Mal der Autoschlaf!), Stephan konnte ihn bei dem Weg und der Hitze unmöglich auf die Schultern nehmen, sodass wir leider umkehren mussten. Nach dem kurzen Schläfchen auf der Rückfahrt war Sohnemann dann wieder fit und wir konnten uns noch im Pool erfrischen. Danach machten wir noch ein bischen Sightseeing im Wall Drug und Moritz erkundete ausgiebig Back Yards. Fürs Abendessen wollten wir heute mal Dairy Queen testen (wir hatten inwischen herausgefunden, dass es eine normale Burgerbude ist), doch als wir dort ankamen meinte Moritz, er hätte Kopfweh und Bauchweh und müsste brechen. Das dann zum Glück doch nicht, aber wir sind dann unverrichterter Dinge wieder ins Motel zurück. So gingen wir dann heute getrennt Abendessen, ich zog alleine los, solange Stephan Moritz ins Bett brachte und danach ging er zum Essen.
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13.10.2009, 21:01
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Chicago und die Great Plains Beitrag #5
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31 von 50
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Metzingen
Beiträge: 98
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23.8.
Frühstück wieder im Wall Drug, danach ging es nochmal in die Badlands.
Heute wollten wir die Sage Creek Road fahren.
Im Visitor Center gestern erfuhren wir, dass hier die Bisons unterwegs wären. Und tatsächlich, nach ein paar Meilen - unsere ersten Bisons!
Das sind schon imposante Tiere, vor denen auch Respekt angeraten ist. Im Vordergund wieder eine Prärie Dog Town, zu putzig diese Tierchen.
Auch ein Bison muss mal.
Ansonsten bot diese Strecke nicht so viele Highlights wie gestern und wir fuhren zügig über Rapid City nach Keystone zum Mt Rushmore.
Den Sprengschutt hätten sie ruhig wegräumen können!
Leider war es uns nicht vergönnt, wie Cary Grant und Eva Maria Saint in dem Hitchcock-Streifen "North by Northwest" zwischen den Präsidenten herumzuturnen, sodass wir uns mit dem Presidential Trail begnügen mussten.
Hier am Mt Rushmore kamen wir mit 3 verschiedenen Amerikanern ins Gespräch, die alle schon in Deutschland gelebt hatten. Die erste Frau sprach uns in perfektem Deutsch an, ob wir ein Foto von ihr und ihrer Familie machen würden. Wir dachten erst, sie wäre Schweizerin, aber sie erzählte dann, dass sie als Schülerin im Schüleraustausch in Deutschland war. Die zweite hat mit ihrem Mann, der während des Irak-Krieges in Deutschland war, in Aschaffenburg für 11/2 Jahre gelebt und ihre Kinder wollten unbedingt, dass sie uns "die" Geschichte erzählt: Sie waren mit Deutschen Essen und sie wurde gefragt, ob sie noch etwas möchte, was sie dann mit "Ich bin voll" verneinte. Im amerikanischen durchaus üblich, im Deutschen ist dann doch eher etwas anderes damit gemeint. Schließlich sprach uns noch ein älterer Ranger an, der nach dem 2.Weltkrieg in Würzburg stationiert war.
Auch mit ihm hatten wir eine längere angeregte Unterhaltung. Unter anderem erzählte er uns, dass diese Gegend immer noch Indianerterritorium ist, und die Rechtslage nach wie vor ungeklärt. Das wusste ich zwar aus meinem Reiseführer schon, aber doch nicht so ausführlich. Gegen halb vier gings dann weiter nach Custer zu unserem gestern abend übers Internet vorgebuchtem Americas Best Value Inn. Dort konnten wir den "Best Value Summer Deal" oder s.ä. in Anspruch nehmen: ab 3 Nächten 20% Rabatt, sodass uns die Nacht hier $55 kostete. Jetzt wollten wir uns erstmal im Pool etwas entspannen, um dann hungrig bei Budget Burger einzufallen. Danach noch zum Dakotamart Wasser und Biervorräte auffüllen, doch leider gab es hier kein Bier. Ich hatte früher eigentlich mal gelernt, dass destiliertes Wasser nicht trinkbar wäre, aber man lernt ja immer gern dazu!
Gefahrene Kilometer: 203
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14.10.2009, 14:40
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Chicago und die Great Plains Beitrag #6
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New York Fan
Registriert seit: 06.10.2008
Beiträge: 128
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Hey,
echt super Reisebericht. Hoffe ihr habt noch einen freien Platz in eurem Wagen.
Freue mich schon auf die Fortsetzung.
Ciao
Thomas
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15.10.2009, 13:22
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Chicago und die Great Plains Beitrag #7
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31 von 50
Registriert seit: 15.07.2009
Ort: Metzingen
Beiträge: 98
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15.10.2009, 14:12
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Chicago und die Great Plains Beitrag #8
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New York Fan
Registriert seit: 06.10.2008
Beiträge: 128
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OK. Ich mach mich auch ganz klein.
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