Na ja, wen man als Deutscher über Politik redet, tut man das meistens sehr kritisch und unverblümt.
Außerdem hat sich in Deutschland in vielen Punkten eine negativere Haltung den
USA gegenüber breit gemacht als früher. Man findet bei uns nichts dabei, sich über Bush kaputtzulachen, das Gesundheits-und Sozialsystem zu kritisieren, sich despektierlich über die Republikaner zu äußern und Unverständnis gegenüber den Waffengesetzen oder der Todesstrafe auszudrücken. Das Ganze noch garniert mit Kritik bezüglich zu viel Fast Food, Übergewicht und Fernsehgewohnheiten, und man hat kein Fettnäpfchen ausgelassen.
Natürlich wird das kein vernünftiger Mensch so geballt tun, aber was bei uns als ein offener Meinungsaustausch und konstruktive Kritik gesehen wird, stößt viele Amerikaner vor den Kopf - zumindest wenn man sich noch nicht so lange kennt.
Ganz grundsätzlich sollte man halt in vielen Dingen nicht so direkt und holterdipolter sein, sondern etwas zurückhaltender und weniger direkt. Und bei der Themenwahl halt etwas vorsichtiger, denn wenn vielleicht auch das Englisch nicht so perfekt ist, kommt eventuell manches etwas 'härter' rüber als es eigentlich gemeint war.
Und es ist im übrigen immer entwaffnend, wenn jemand sich offen über seine Unsicherheiten äußert. Es wird also bestimmt einen guten Eindruck machen, wenn Du sagst, dass Du Dir darüber Gedanken gemacht hast, wie Du Dich verhalten sollst und dass Du hoffst, keinen Fauxpas zu begehen.
Aber sag mal, die besten Tipps kann Dir doch sicher Dein Zukünftiger geben? Der kennst seine Eltern doch am besten.