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Alt 23.12.2009, 19:50   Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien Beitrag #1
bandaseri
Newbie
 
Registriert seit: 20.12.2009
Beiträge: 2
Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien

Hallo,

ich bin Neu hier und zwar aus folgendem Grund:
Mein Arbeitgeber hat mir angeboten für 2-3 Jahre zu unserer amerikanischen Vertretung nach Irvine CA (Orange County, Vorregion von LA) zu gehen. Doppeltes Gehalt, Wohnung wird gestellt, ebenso ein Auto.
Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter im Alter von 15 Jahren und 13 Jahren. Meine Fragen an Euch sind:

1. Die große Tochter geht hier in DE auf die 9. Klasse eines Gymnasiums und die kleine Tochter auf die 7. Klasse eines Gymnasiums. Macht es in diesem Alter überhaupt Sinn für 2-3 Jahre in die USA zu gehen. Was wird hinterher, wenn wir wieder zurückgehen. Gerade für die große Tochter ist es eine schwierige Situation, da sie kurz vor der Versetzung in die 10. Klasse stehen wird. Auf welche Schulen sollten sie gehen?

2. Die kleine Tochter spielt Fußball in der Hessenauswahl, meine Frage wird Mädchenfußball auch in LA gefördert.

3. Wie ist das mit all den Versicherungen ( Haftpflicht, Rechtsschutz usw. ), muss man diese kündigen und später wieder neu abschließen.

4. Wie sind die Leute in Kalifornien auf Deutsche eingestellt, ich habe gehört, dass Deutsche sehr willkommen sind und auch die Einheimischen sehr zuvorkommend sind?

Hat Jemand schon einmal die gleichen Erfahrungen gemacht. Wir würden das Risiko für 2-3 Jahre eingehen wollen, jedoch zählen für uns unsere Kinder und wir wollen das, was sie sich hier in DE aufgebaut haben nicht zerstören. Oder vielleicht denken wir ja auch in die verkehrte Richtung und es öffnet uns Türen, von denen wir noch nichts wissen.
Ich muss mich bis Ende Januar entscheiden
bandaseri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2009, 20:18   Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien Beitrag #2
bandaseri
Newbie
 
Registriert seit: 20.12.2009
Beiträge: 2
Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien

Hallo,

ich bin Neu hier und zwar aus folgendem Grund:
Mein Arbeitgeber hat mir angeboten für 2-3 Jahre zu unserer amerikanischen Vertretung nach Irvine CA (Orange County, Vorregion von LA) zu gehen. Doppeltes Gehalt, Wohnung wird gestellt, ebenso ein Auto.
Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Töchter im Alter von 15 Jahren und 13 Jahren. Meine Fragen an Euch sind:

1. Die große Tochter geht hier in DE auf die 9. Klasse eines Gymnasiums und die kleine Tochter auf die 7. Klasse eines Gymnasiums. Macht es in diesem Alter überhaupt Sinn für 2-3 Jahre in die USA zu gehen. Was wird hinterher, wenn wir wieder zurückgehen. Gerade für die große Tochter ist es eine schwierige Situation, da sie kurz vor der Versetzung in die 10. Klasse stehen wird. Auf welche Schulen sollten sie gehen?

2. Die kleine Tochter spielt Fußball in der Hessenauswahl, meine Frage wird Mädchenfußball auch in LA gefördert.

3. Wie ist das mit all den Versicherungen ( Haftpflicht, Rechtsschutz usw. ), muss man diese kündigen und später wieder neu abschließen.

4. Wie sind die Leute in Kalifornien auf Deutsche eingestellt, ich habe gehört, dass Deutsche sehr willkommen sind und auch die Einheimischen sehr zuvorkommend sind?

Hat Jemand schon einmal die gleichen Erfahrungen gemacht. Wir würden das Risiko für 2-3 Jahre eingehen wollen, jedoch zählen für uns unsere Kinder und wir wollen das, was sie sich hier in DE aufgebaut haben nicht zerstören. Oder vielleicht denken wir ja auch in die verkehrte Richtung und es öffnet uns Türen, von denen wir noch nichts wissen.
Ich muss mich bis Ende Januar entscheiden
bandaseri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2009, 21:34   Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien Beitrag #3
Toapert
Super-Moderator
- Kojak is mine -
 
Benutzerbild von Toapert
 
Registriert seit: 29.08.2007
Ort: Pacific Northwest
Beiträge: 21.444
Ich wuerde mal nach internationalen Schulen in LA googeln .... ausserdem wuerde ich mich von eurer Schule entsprechend beraten lassen, was fuer Vorraussetzungen die Kinder erfuellen muessen um hinterher ohne grossen Verlust wieder ins Gymnasium integriert werden zu koennen.

Ansonsten ist das natuerlich eine enorme Horizont-Erweiterung fuer die Kinder, die man auch in seine Ueberlegungen mit einbeziehen sollte inklusive der Sprachfoerderung.

Was den Fussball anbelangt:

es gibt die south california soccer association; da wuerde ich mal anfragen was es fuer Programme gibt .... Teilnahme an Wettbewerben/Ligen und Teams muesst ihr finanzieren.
Toapert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.12.2009, 21:35   Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien Beitrag #4
Emmaglamour
Gesperrt
 
Registriert seit: 25.07.2007
Ort: Tampa Bay Area, Florida.
Beiträge: 9.017
Hallo Bandaseri, willkommen im Forum.

Zu Deinen Fragen kann ich Dir keine Fakten an die Hand geben, da ich nicht in CA, sondern am entgegensetzten Ende in FL lebe, sondern nur meine Meinung darlegen, und die lautet: Für Eure Töchter ist das eine wirklich große Chance, Englisch akzentfrei und auf muttersprachlichem Niveau "ganz nebenbei" zu lernen, und das kann für ihre berufliche Zukunft wichtig sein. So eine Chance finde ich enorm wertvoll, ebenso wie die Chance, eine fremde Kultur "von innen" kennenzulernen. Auch sind sie alt genug, um über Skype, Facebook etc. den Kontakt zu ihren Freunden in Deutschland zu erhalten, und es gibt in den Ferien ausgiebig Möglichkeiten, sich gegenseitig zu besuchen.

Zu Eurer Jüngsten: Fußball gilt in den USA als Mädchensport, und CA ist ein besonders "sportlicher" Bundesstaat. Und Du weißt ja sicher auch, dass die Amerikanerinnen international sehr erfolgreich Fußball spielen. Eventuell könntet Ihr bei der konkreten Wohnortauswahl etwas darauf achten, was die Schulen für Sportprogramme anbieten, um ihr zu ermöglichen, direkt in eine gute Jugendmannschaft zu kommen.

Zu den Versicherungen: Vermutlich könntet Ihr die Versicherungen bis zu Eurer Rückkehr beitragsfrei ruhen lassen. Da würde ich mal direkt mit dem Kundenservice sprechen. Meine Ex-Versicherung hätte diese Möglichkeit für die Privathaftpflicht angeboten, wenn ich mit einem temporären Visum ausgewandert wäre. Falls das nicht ginge, würdet Ihr eben die Versicherungen kündigen und später neu abschließen, denke ich.

Frühzeitig sprechen würde ich auch mit Euren Telefonanbietern, die erweisen sich manchmal als etwas zäh und schwierig in den Verhandlungen.

Ich hoffe, das hilft ein wenig.

Alles Gute für Eure Planungen!
Emmaglamour ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.12.2009, 02:30   Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien Beitrag #5
Der_Ingenieur
vorläufig endgültig
 
Benutzerbild von Der_Ingenieur
 
Registriert seit: 14.12.2007
Beiträge: 208
Also, hallo erstmal.
Zu deinen Fragen habe ich evtl auch was bei zu steuern.

Grundsätzlich halte ich das Alter der Mädels (bzw deiner Jüngeren) für nicht optimal für einen solchen Schritt, da sie dann irgendwie mittendrin steckt in der Schullaufbahn. Und ein einfacher Wiedereintritt ins deutsche Gymnasium nach 3 Jahren wäre sicher nicht ganz einfach.

Folgende Gedanken:
Informiere dich, ob es eine deutsche Schule in der Nähe gibt. Davon gibt es nur extrem wenige in USA, und irgendwie habe ich in Erinnerung, daß es in LA keine solche gibt (in Chicago z.B. auch nicht).
Oder aber: eine Schule im Public School System, die ein IB (International Baccalaureate) anbietet. Damit wäre die Jüngere dann gerüstet, um in Deutschland auf einer entsprechend ausgerichteten Internationalen Schule weiter zu machen, und mit IB abzuschließen.
Alternative: sucht einen deutschsprachigen Lehrer in der Nähe wo ihr wohnen würdet, mit dem die Kids dann jeden Samstags deutschen Unterricht machen können. Evtl zahlt die Firma so etwas??

Fußball ist hier für die Mädels wie im Schlaraffenland. Mädchen- bzw. Frauenfußball ist hier (auch in California) sehr populär und wird sehr professionell gespielt.
Auf folgender Seite kannst du dich mal nach der Clublandschaft in USA orientieren. Das sind sogenannte "travelling clubs". Meine Tochter spielt übrigens bei Eclipse.
http://www.usyouthsoccer.org/news/st...?story_id=4811

Versicherungen würde ich weiterlaufen lassen, aber das kommt auf den Einzelfall an. Erstens ist man auch gelegentlich mal in D, und da braucht man auch einen Schutz. Zweitens ist eine klassische Haftpflichtversicherung in USA kaum zu kriegen, bzw kostet als sog. Umbrella Policy ziemlich viel mehr. Krankenversicherung falls privat auf jeden Fall als Anwartschaft weiter laufen lassen. Hausratversicherung kommt darauf an, ob ihr ein Haus/Wohnung als Eigentum zurück lasst, bzw ihr Hausrat in D lagert oder unterbringt.

Wie die Leute auf dich reagieren, kommt in erster Linie auf dich an. Grundsätzlich würde ich sagen: eher offen in der Gegend.
Man kann versuchen, in einer möglichst gehobenen Gegend zu wohnen, dort haben dann oft die Amerikaner auch Erfahrungen aus Auslandsaufenthalten. Für mich war es echt überraschend, wie viele von den Bekannten bzw. anderen Eltern in der Schule schon in Italien, Frankreich, England, Deutschland, Australien, ... gelebt haben.

Die geschilderten Vertragsbedingungen hören sich ganz vernünftig an.
Wenn du als Führungskraft herüber kommst, dann kann man mit einem L1-A Visum eine relativ starke Position aufbauen, wenn man später evtl bleiben möchte und eine Greencard braucht.
Es wäre nicht das erste mal, daß jemand für "erstmal 3 Jahre" kommt, dann nochmal 2 Jahre verlängert, und schließlich ganz hier bleibt. Man kommt schnell auf den Geschmack.

Ein Wort zur Vorsicht: man sollte sich so einen Schritt gut überlegen, wenn es sich ausschließlich um einen Career Move handelt. Nach dem Motto: USA fehlt mir noch im Lebenslauf, danach komme ich dann in D ganz groß raus.
Habe schon mehrere Leute mit solcher Motivation hier persönlich (und auch beruflich) scheitern gesehen.

Du bist auf jeden Fall im richtigen Forum gelandet.
Der_Ingenieur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.12.2009, 02:34   Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien Beitrag #6
Gast38303
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich sehe das wie Frau Toapert und Emmaglamour: fuer die Kinder und auch fuer euch ist das eine Riesenchance, euren Horizont zu erweitern. Besonders fuer eurer Kinder kann es spaeter auch beruflich von Vorteil sein, wenn sie gut Englisch koennen und der Auslandsaufenthalt macht sich im Lebenslauf (bei allen) gut.
Ich wuerde sagen: nichts wie weg! Ist ja schliesslich nur fuer begrenzte Zeit.
Und zwei Jahre mit viel, viel Sonnenschein sind auch nicht zu verachten
  Mit Zitat antworten
Alt 25.12.2009, 10:51   Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien Beitrag #7
Gast8248
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo,

das ist eine schoene Gelegenheit.

Die Frage wuerde ich mir auch stellen. Sollten die Kinder ueberhaupt dann mit? Aber 2 bis 3 Jahre "Fernbeziehung" zu haben, stelle ich mir auch schwer vor.

Ich denke nicht, dass es direkt vor Ort eine deutsche Schule gibt. Aber evtl. gibt es eine andere Loesung.
Wuerde die Schule in D denn diese Auslandsjahre anrechnen? Nicht, dass sie diese Jahre noch nachmachen muessen (was ich mir schlecht vorstellen kann).

Ich glaube, dass sich nach den Feierlichkeiten noch andere Members zu Wort melden, die mehr Infos haben.

Auf alle Faelle ist es ein tolles Angebot deiner Firma. Die Gegend um Irvine ist jedenfalls schoen.

Ich wuensch euch viel Glueck.
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Alt 25.12.2009, 14:48   Beruflich für 2-3 Jahre nach Kalifornien Beitrag #8
Frostbeule Mann
Ehrenmitglied
 
Benutzerbild von Frostbeule
 
Registriert seit: 12.06.2008
Ort: Hamburg
Beiträge: 2.442
Bilder: 23
Fussball spielen sollte für deine Tochter in den USA keine Probleme bereiten, Frauenfussball ist recht pupolär in den USA die Nationalmannschaft ist recht Erfolgreich. Daher sollte deine Tochter auch an der Schule in die Schulmannschaft aufgenommen werden, wenn es eine gibt da die recht gut Fussball spielt.

zur Versicherung könntest du deine Versicherung an mailen und fragen wie die Sachlage in deinem Fall ist.

deine deutsche Schule gibt es im Silicon Valley http://www.gissv.org/
evtl. könntet ihr auch die Schule in Betracht ziehen http://www.fairmontschools.com/ , aber die müßtet euch noch erkundigen ob die auch hier anerkannt wird.

Gruß Tobi
Frostbeule ist offline   Mit Zitat antworten
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