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Reiseberichte USA

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Alt 13.07.2009, 19:36   America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)! Beitrag #1
rower2000 Mann
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America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)!

My First Time - 06/26/09 to 07/11/09



Vorgeschichte

Nach langer, langer Wartezeit ging es diesen Sommer vom 26.06. bis zum 11.07.2009 endlich das erste Mal in die USA. Entstanden ist die Idee zu einem USA-Urlaub, als meine Freundin erfuhr, vom 22. bis 26.06.2009 eine Konferenz in Fort Collins, CO besuchen zu können, womit sich das unmittelbare Anhängen eines Urlaubs anbot . Damit ergaben sich aber auch zwei Zwangsbedingungen: Ankunfts- und Abflughafen mussten DEN sein, und die Reise musste am 26.06. starten. Da wir somit in der höchsten Saison unterwegs waren, beschlossen wir, sicherheitshalber die ganze Reise inklusive Unterkünften von Europa aus vorzubuchen. Wir fanden bei einem örtlichen Reiseveranstalter eine schöne Drive&Sleep-Option, wo man aus einer Hotelliste für jeden Ort eine Unterkunft mit beliebiger Aufenthaltsdauer zu auswählen konnte (war unter Umständen etwas teurer, aber auch einfacher als das Internet nach Buchungsoptionen durchzukämmen und x verschiedene Buchungsbestätigungen zu haben). Zwei Besuche in einem Reisebüro später war die Mietwagen-Rundreise gebucht, der Flug ebenfalls (ZRH-DEN-ZRH via FRA auf LH, war zwar die teuerste Option, aber der Komfort der besseren Flugzeiten war mir das wert) und die Vorfreude konnte starten . Da ich im Vorfeld einige gute und interessante Informationen aus diesem Forum holen konnte, wollte ich euch im Gegenzug den Reisebericht nicht vorenthalten. Ich hoffe, die Qualität meiner Fotos entspricht den Qualitätsstandards dieses Forums...

1. Tag: Zürich - Frankfurt - Denver

Als am 26.06. morgens der Wecker klingelte, war ich fast schon außer mir vor Freude. Endlich ging es das erste Mal in die Vereinigten Staaten! Also flugs meinen fertiggepackten Koffer geschnappt, in den Bus gehüpft und zum Zürcher Flughafen gefahren. In nullkommanix war ich meinen Koffer los und hatte meine Bordkarten für beide Flüge. Nachdem ich etwas Zeit totgeschlagen hatte, war auch schon boarding time für meinen Flug nach Frankfurt (LH 3723 auf einer Boeing 737-300, falls noch andere plane freaks hier drauf sind wissen sie, wie langweilig das ist ). In FRA durch den Flughafen spaziert (2 h layover), alle Sicherheitskontrollen hinter mich gebracht und schließlich mein Gate erreicht, wo auch schon mein Flugzeug nach Denver bereitstand (LH 446, Airbus A340-600).


Mein Flugzeug für den Sprung über den Teich.

In einer Qualitätsoffensive hat die Lufthansa nun auch die meisten ihrer Langstreckenflugzeuge mit PTVs (kleine Fernseher an jedem Sitzplatz) in der Economy Class ausgerüstet, was einem die Zeit auf einem Langstreckenflug doch deutlich verkürzen kann. Die Kabinenbesatzung auf diesem Flug ist sehr positiv hervorzuheben. Durchgängig FlugbegleiterInnen (in allen Altersstufen), denen man ansah, dass sie noch für ihren Job leben und die noch diese Aura von Eleganz umgab, die man früher von Stewardessen gewohnt war. Nach einem ruhigen Flug stand schließlich die "remaining flight time"-Anzeige auf 0:24 h, das Anschnallzeichen ging an und alle machten sich bereit für die Landung. Denkste. Als nächstes springt die Anzeige auf 1:38 h und der Pilot erklärt in einer netten Durchsage, dass wir im Zickzack um ein paar Gewitterzellen rumfliegen müssen und sich drum der Flug um 1:20 h verlängert. Ich fliege zwar recht gern, aber nach 9 Stunden Langstreckenflug will ich sowas dann doch nicht mehr hören. Tja, was solls. Schließlich schaffen wir's in einer weichen Landung in Denver auf den Boden und ich hab's geschafft, bin das erste Mal auf US-amerikanischem Boden!

Auf meinem Weg zu der berühmt-berüchtigten US Immigration hab ich mir schon alle möglichen Zurückschick-Szenarien ausgemalt und kam (nach 3 min Wartezeit) zu dem Immigration Officer - der mich mit einem "Hey guy, how're you tonight" empfing. Sollte das Ganze denn doch nicht so schlimm sein. Weiter ging's mit:
IO: "Where're you stayin' in the US, here for th' firstime?"
Ich: "First night I'm in Denver and then I'm doing a roundtrip."
IO: "So you're here for vacation?"
Ich: "Yes, sir."
IO: "Four fingers right hand, right thumb, four fingers left hand, left thumb. [stempelt, stempelt, stempelt, stempelt, kritzelt irgendwas mit rotem Leuchtstift auf das I-94W] Enjoy your stay and welcome to the US."
Also ich hatte schon längere Wartezeiten und größere Befragungen, als ich mit meinem österreichischen Pass nach Österreich eingereist bin. Scheint also in den USA wie auch bei uns in Europa davon abzuhängen, was man für nen Officer erwischt...

Nachdem das auch gut gegangen war, traf ich mich in der Ankunftshalle mit meiner Freundin und wir gingen zum Alamoschalter, der uns direkt weiter zum Shuttlebus verwies. Dort angekommen, kamen wir bald an die Reihe und legten unseren all-inclusive-Voucher für einen Midsize car vor. Dies passte der Angestellten wohl nicht und sie versuchte verzweifelt, uns eine roadside assistance zu verkaufen (wir lehnten ab, haben beide über unsere EU-Automobilclubs AAA assistance). Dann versuchte sie uns einen SUV anzudrehen, das upgrade sei very cheap (wir lehnten ab, wir haben das Auto reserviert, das wir wollten). Folglich kam sie uns mit "But you only have a midsize car, that only has a 2.4 l four-cylinder engine, in the mountains you need at least a 3.0 l six-cylinder engine." Meine Antwort drauf war "I have grown up in Austria, now live in Switzerland, and have driven in the mountains since I received my driving licence, and never have had anything bigger than a 2.0 l four-cylinder engine", was ihr dann endlich den Mund gestopft hat und sie uns zur Choiceline geschickt hat. Die Auswahl war zwischen einem Pontiac G6 und einem Dodge Avenger (riesige Choice in der Choiceline ). Da wir eh keine Ahnung von nix hatten haben wir den Dodge genommen, weil der Pontiac zugesperrt war und wir keine Lust hatten, nochmal zu der Upgradeverkaufsangestellten reinzugehen.


Unser Auto für die nächsten 15 Tage.

Durch den dichten, aber staulosen Feierabendverkehr haben wir uns dann über die I-70 nach Denver reingequält, mussten uns noch mit einer gesperrten Straße abmühen (es lebe das Rechteck-Stadt-System) und haben schließlich im Sheraton Denver eingecheckt, wo ich hundemüde ins Bett fiel und bis zum nächsten Morgen durchschlief.

2. Tag: Denver - Custer State Park, SD

Am nächsten Morgen ging endlich unsere Rundreise los. Da wir am letzten Tag nochmal nach Denver kommen würden, und wir an dem Tag eine recht lange Etappe vor uns hatten, fuhren wir schon um 8:30 Uhr los, ohne Denver anzuschauen. Über die I-25 ging es nach Norden durch die Prärie.


Prärie mit kaputtem Autoreifen auf der I-25.

Das erste was mir dabei auffiel, waren die Unmengen an getöteten Tieren am Straßenrand. Das Konzept der Wildschutzzäune scheint in den USA noch nicht zu existieren. Das zweite waren die Unmengen an Überresten von Autoreifen auf den Highways. Werden da drüben die Reifen nicht kontrolliert??? Also ich könnte drauf verzichten, dass mir der Reifen bei 75 bis 80 mph auf der Interstate davonfliegt. Naja. Auf jeden Fall ging es durch schönes Grasland, ein leichter Wind ließ die Gräser wie ein Meer in Wellen schlagen, und schon bald ging es von der Interstate auf die US-18, weiter durch die Prärie.


US-18 in der Prärie.

Schließlich bogen wir auf die SD-89 ab, die uns dann in das hügelige Gebiet der Black Hills brachte. Wir waren richtig erstaunt darüber, wie plötzlich der Wechsel von flachem Grasland zu hügeligen Wäldern ging!


SD-89 in den Hügeln.

An diesem Abend, nach der Ankunft im Custer State Park und nachdem wir fast die Einfahrt zur State Game Lodge verpassten, wegen eines grünen Riesenschmetterlings, der sich im Endeffekt als Blatt entpuppte , fuhren wir noch zum Legion Lake zurück, der uns schon bei der Einfahrt in den Park verzaubert hatte.


Der wunderschöne kleine Legion Lake im Custer State Park.

An dessen Ufer war auch ein Reh zu sehen, das sich den Besuchern und im See Badenden bis auf wenige Meter nährerte (es steht überall, man soll sich von Wildtieren fernhalten. Aber was macht man, wenn sich die Tiere nicht von Menschen fernhalten?).


Das Reh am See.

Als wir um den See so herumspaziert sind, konnten wir nicht anders als zu beschließen, am nächsten Tag da schwimmen zu gehen . Auf der Rückfahrt zur State Game Lodge kamen uns schließlich noch ein paar Ziegenböcke in die Quere.


Einer der Ziegenböcke.


Manche wollen einfach "Füttern verboten" nicht akzeptieren...

Nach einem kurzen Abendessen in der State Game Lodge gingen wir schlafen, um uns für den nächsten Tag zu erholen.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
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Geändert von rower2000 (13.07.2009 um 19:44 Uhr)
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Alt 13.07.2009, 20:16   America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)! Beitrag #2
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So, nachdem ich nun gesehen habe, dass man auch eine Galerie benutzen kann, gehts weiter mit

2. Tag: Badlands NP - Ausflug vom Custer State Park

Für den nächsten Tag haben wir uns den Badlands NP vorgenommen. Wir fuhren also über die SD-44 - wieder mal durch die Prärie - zum Südeingang des Badlands NP, wo wir sehr unkompliziert den America The Beautiful Annual Pass erstanden. Die Landschaft der Badlands haut einen ziemlich um. Diese trockenen, hellen Gesteinsgebilde mit gut erkennbarer Schichtung inmitten des Prärie-Graslandes - wundervoll.



Zuerst ging's Richtung East Entrance, wo wir auf einem schönen Trail ein bisschen auf den Gesteinsformationen herumklettern konnten und Fotos schießen konnten. Inmitten der kargen Landschaft zeigen Kakteen, dass trotz der Trockenheit und des nicht sehr fruchtbar aussehenden Bodens Leben möglich ist.



Nachdem wir uns am Ostteil sattgesehen hatten, ging's über die Loop Road wieder Richtung Westen, am Visitors Center vorbei zu den verschiedenen Viewpoints. Besonders die gelblich-rötlich gefärbten Felsen ganz im Westen der asphaltierten Straße haben es uns angetan.



Wenn man von den Viewpoints so ins Tal schaut, wundert es einen aber nicht mehr, dass dieser Teil des Kontinents "Badlands" genannt wird.



Nach einem wunderschönen Tag ging es schließlich am Abend über die I-90 und Rapid City zurück in den Custer State Park, wo wir dann auch - wie am Abend davor beschlossen - uns noch in die kühlen Fluten des Legion Lake stürzten. Sehr erholsam nach so einem Tag. Schließlich gönnten wir uns noch ein Abendessen in der Legion Lake Lodge und kehrten dann in unser Quartier zurück, dann war's auch schon bald der

3. Tag: Custer State Park - Mt. Rushmore - Devil's Tower NM - Sheridan

Über die östlichte Nord-Süd-Straße im Custer State Park sollte es an diesem Tag zuerst zum Mt. Rushmore National Memorial gehen. Zwar sind wir keine US citizens, für die dieser Berg sicher noch eine höhere Bedeutung hat, jedoch wollten wir uns diese Stätte trotzdem nicht entgehen lassen. Doch zuerst schrien im Custer SP einige Mitglieder der größten Bisonherde der Welt danach, fotografiert zu werden .







Nachdem dieses "Hindernis" - sehr eindrücklich - überwunden war, ging's weiter zum Mt. Rushmore. Es ist einfach gigantisch, was hier in den 20er und 30er Jahren zur Erinnerung an diese Staatsmänner aus dem Fels gehauen wurde. Wegen des 4.-Juli-Feuerwerks, das ein paar Tage später stattfinden sollte, waren leider recht große Teile des Memorials abgesperrt, sodass wir uns auf die Great Viewing Terrace konzentrierten.



Als wir die Köpfe von Washington, Jefferson, Roosevelt und Lincoln ausgiebig genug bewundert hatten, ging es weiter auf die I-90 Richtung Westen und zum Devil's Tower.



Zu diesem Inselberg aus magmatischem Gestein gibt's eine süße Indianerlegende: sieben Schwestern und ein Bruder waren in der Prärie unterwegs, als sich plötzlich der Bruder begann in einen Bären zu verwandeln und die Mädchen verfolgte. Also setzten sie sich auf einen Baumstumpf und begannen, die Götter anzuflehen ihnen zu helfen. Der Baumstumpf fuhr daraufhin aus der Erde und trug die Mädchen immer höher hinaus, außer Reichweite des Bären und bis in den Himmel. Die Rillen im Devil's Tower sind die Kratzspuren, die von dem Bären hinterlassen wurden, die Mädchen sitzen immer noch im Himmel und sind als Pleiaden (Siebengestirn) zu sehen.



Da in der Zeit, in der wir da waren, eine heilige Zeit für die Indianer war, teilten die Ranger am National Monument Zettel aus, in der sie um einen Voluntary Climbing Ban auf dem Tower baten. Leider waren aber trotzdem Kletterer auf dem Berg zu sehen. Ich möchte mal wissen, wie die reagieren würden, wenn während der Sonntagsmesse ein paar Indianer auf dem Altar ihrer Pfarrkirche herumturnen würden... Nach einem kurzen Spaziergang ging's dann weiter nach Westen nach Sheridan, wo unser heutiger Übernachtungsstopp im Holiday Inn geplant war.

So, das war's für's erste, mehr gibt's morgen oder übermorgen!

Schöne Grüße
Sigi
rower2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2009, 22:25   America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)! Beitrag #3
masi76 Frau
Amerika Tourist
 
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Hallo Sigi!
Juchu!! Ein neuer Reisebericht.
Hab mich schon mal direkt auf die Rückbank eures Autos gemogelt
masi76 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2009, 00:57   America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)! Beitrag #4
kiddekatze
Mouselfliete
 
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Ich spring dann auch mal auf
kiddekatze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2009, 09:17   America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)! Beitrag #5
wishmaster Mann
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Na, der Reisebericht fängt ja schonmal super an. Bin auf die weiteren Tage gespannt! Danke Dir!

Gruß
Stefan
wishmaster ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2009, 18:36   America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)! Beitrag #6
rower2000 Mann
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Sodala, meine Lieben, erst mal eine Information: auf der Rückbank ist lediglich in 500 ml Flaschen abgefülltes Wasser verfügbar, wer andere Getränke will, muss sie sich selber mitbringen .

Aber jetzt geht's weiter mit dem

5. Tag: Sheridan - Yellowstone National Park

Unser heutiger Tag sollte uns vom Übernachtungsstopp in Sheridan zum Mammoth Hot Springs Hotel nahe des Nordeingangs zum Yellowstone NP bringen. Da wir heute noch ein bisschen die Umgebung des Hotels erkunden wollten, haben wir uns entschlossen, die weniger schöne, dafür schnellere Route über die I-90 bis Livingston und dann die US-89 nach Gardiner zu nehmen.

Nach einer ereignislosen Fahrt wurden wir von einer Rangerin, nach Inspektion unseres Nationalparkpasses, durch die employee lane in den Park gewunken, um den Stau vor dem Zahlhäuschen etwas zu verkürzen. Da uns das Einchecken ins Hotel wegen der noch recht frühen Uhrzeit verwehrt wurde, gingen wir eine Runde spazieren.

Als erstes folgten wir dem Sepulcher Mountain/Beaver Ponds Trail. Da dieser fälschlicherweise mit 0.5 statt 5 mi angeschrieben war und wir nach ca. 1.5 mi immer noch keinen Loop erreicht hatten, haben wir denselben Weg zurückgenommen, den wir gekommen sind. Im Nachhinein natürlich eine doofe Entscheidung, da wir schon fast bei den Ponds waren, zu der Zeit aber in meinen Augen die Richtige.


Blick vom Beaver Ponds Trail in Richtung lower terraces.

Anschließend haben wir ausgiebig die lower terraces in der Mammoth area bestaunt. Das Farbenspiel der verschiedenen Terrassen und der Strömungsgebiete der heißen Quellen hat uns fasziniert, trotz der schlechten Lichtverhältnisse des sich mit grauen Wolken verdunkelnden Himmels - war uns doch noch nicht klar, was uns am nächsten Tag erwartete .








Impressionen von den lower terraces in der Mammoth Hot Springs area.

Daraufhin wollten wir den Trail zu den upper terraces in Angriff nehmen, jedoch brach in diesem Moment ein ziemlich starker Sturm los der sich bald in ein Gewitter entwickelte, sodass wir lieber im (inzwischen fertigen) Hotelzimmer Zuflucht suchten.


Hotelzimmer im Mammoth Hot Springs Hotel.

Dort im Zimmer erwartete uns dieser schöne Plüschwolf, der inzwischen ins Eigentum meiner Freundin übergegangen ist (legalerweise und bezahlt). Da das Unwetter vor dem Fenster nicht besser wurde und es ohnehin schon 18:00 Uhr war, bestand unsere letzte Aktion an diesem Abend aus einem Abendessen im Hotelrestaurant. Der Alaska-Seelachs war sehr gut, was uns jedoch richtig vom Hocker gehaut hat war die "Yellowstone Caldera", ein mit flüssiger Schokolade gefüllter Schokokuchen, einfach göttlich . In der Hoffnung auf besseres Wetter am nächsten Tag hüpften wir in die Heia und schliefen uns bis zum nächsten Morgen aus, somit war's auch schon der

6. Tag: Yellowstone National Park

Heute sollte es zum Old Faithful und dessen Nachbargeysiren sowie den Ponds gehen. Unsere Hoffnung auf gutes Wetter wurde übererfüllt, denn wie wir im Upper Geyser Basin merken sollten, war es an der prallen Sonne drückend heiß.

Also, nach dem Frühstück in unseren Dodge gestiegen und über Norris und Madison (30 min delay vor einer Straßenbaustelle) zum Old Faithful gefahren. Da wir Glückl hatten, erreichten wir das Geysir 5 min vor einer predicted eruption. Jedoch waren wir nicht die einzigen, die sich das Spektakel anschauen wollten.


Auf den Ausbruch wartende Zuschauer.

Der Geysir ließ sich auch nicht lange bitten, schon 2 min nach dem Beginn der 20 min langen Zeitspanne, in der die Eruption stattfinden sollte, begannen erste Wasserfontänen aus dem Boden zu spritzen, die immer höher und höher wurden. Schon 5 min später ging es aber zu Ende, und das Wasser wurde immer niedriger, bis es schließlich ganz versiegte.







Eruption des Old Faithful in verschiedenen Stadien.

Da wir merkten, dass es zu Ende ging mit der Eruption, bewegten wir uns verhältnismäßig schnell in Richtung des Holzlatten-Trails, der sich durch das Geysir Basin schlängelt. Ausbrechende Geysire, wunderschöne sprudelnde heiße Quellen und eindrückliche farbenfrohe Pools säumen diesen Weg, der am Morning Glory Pool sein Ende findet. Manche dieser heißen Quellen sind dermaßen klar, man würde am liebsten hineinspringen, wenn man es nicht besser wüsste... Doch für diesen Weg lässt man besser die Fotos sprechen.


Kaltes und warmes Wasser im Zusammenspiel am Fuße einer heißen Quelle.


Sprudelnde, glasklare, schöne heiße Quelle.


Das Farbenspiel wird durch verschiedene Mineralien und im heißen Wasser lebende Bakterien verursacht. Ist aber ohne Erklärung genauso schön .

Geändert von rower2000 (14.07.2009 um 18:41 Uhr)
rower2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2009, 18:37   America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)! Beitrag #7
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Man würde am liebsten reinspringen, wenn's nicht so heiß wäre...


Dampfender Geysir in der Distanz.


Ein farbenfroher Pool. Unterschiedliche Farben bedeuten unterschiedliche Temperaturen, je klarer und blauer desto heißer.


Fantastische Spiegelungen im Beauty Pool.

Ein
Zweiter Geysir, der extra für uns erumpierte .


Morning Glory Pool mit sich darin spiegelnder Umgebung, wunderschön, sagenhaft, nicht in Worte zu fassen. Jeder sollte das einmal selbst gesehen haben.
rower2000 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2009, 18:39   America The Beautiful - Der Nationalparkpass lohnt sich (+anderes)! Beitrag #8
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Weiter ging's an diesem Tag zum Black Sands und zum Midway Geyser Basin. Empfingen wurden wir bei den Black Sands von einem Unglücksboten, der uns aber eher (Wetter-)Glück brachte .


Der Glücksrabe.

Ein kurzer Rundgang in diesen beiden Basins zeigte uns noch ein paar schöne Pools, ein Schlammloch sowie weitere heiße Quellen. Zwar nicht dermaßen viel auf kleinem Raum wie im Upper Basin, trotzdem noch viele schöne Bilder .




















Mir fallen leider nicht mehr genug lobende Adjektive ein, um die Bilder zu beschreiben. Einfach auf euch wirken lassen.

Auf dem Rückweg blieben wir noch auf einen kurzen Stopp am Roaring Mountain stehen, der aber - ich zitiere unseren National Geographics National Park Guide - eher snoring ist. Treffende Beschreibung, muss ich sagen .


Der Snoring Mountain .

Damit war dieser wunderschöne Tag, definitiv eines der Highlights unseres Urlaubs, vorüber und wir gingen wiederum ins Hotelrestaurant (ob der nicht so großen Auswahl an Restaurants in der Umgebung). Ein hervorragender Salat mit geräucherter Forelle war meine Wahl. Überhaupt lieferte dieses Restaurant das mMn beste Essen des Urlaubs ab!

Soviel mal von unserem ersten Yellowstone-Tag, in den nächsten Tagen gibt's die Fortsetzungen meines Berichts. Ich hoffe ihr bleibt an Bord, schöne Grüße,
Sigi
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