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Reiseberichte Hoher Norden

Reiseberichte über Alaska, Yukon, die Northwest Territories und Nunavut.


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Alt 30.07.2009, 22:09   Alaska 2009-eine Rundreise Beitrag #1
Florian77
Newbie
 
Registriert seit: 18.05.2009
Beiträge: 5
Bilder: 3
Alaska 2009-eine Rundreise

Bei meinen Reisevorbereitungen hat mir dieses Forum sehr geholfen, drum möchte ich meine Erfahrungen nun auch hier einfließen lassen.

3 Wochen Alaska mit meiner Frau

Da dies unsere Flitterwochen waren, hatte ich nicht sehr viel Zeit um alles zu organisieren, denn da war ja auch noch die Hochzeit die es zu planen galt.

Buchung des Fluges ca. Mitte Mai
Buchung des TC 10 ebenfalls Mai
Reservierung des Teklanika-Campground(CG) und der Denali Bustour Anfang Juli

1.Tag, 5.7.2009:
Wir kommen in Anchorage an und lassen uns zum Pick-Up Vermieter Go-North bringen. Dort läuft alles sehr nett ab, die Leute dort sind fast alles Schweizer oder Deutsche. Wir klären noch einmal die Formalitäten( Schotterstraßen kein Problem, keine Straße verboten,) und dann bekommen wir unseren TC10 ( Dodge Ram 2500, mit Campingaufsatz und I-Pod Adapter beim Autoradio) auch schon von vorn bis hintern erklärt. Was uns dann im nachhinein aufgefallen ist, war das die 150 Dollar die die uns für das Camping-Set ( Teller, Besteck usw)
Dann einkaufen bei Safeway( eher teuer) und 25 Meilen (M) bis zum Bird CG (10 $). Dieser ganz
nett

2.Tag:
Fahrt zur Crow Creek Mine,14,2 M, teilweise Schotterstraße, aber kein Problem, 5$ Eintritt, ham sich auch ausgezahlt, sehr schön. Danach gings Richtung Great Alyaskan Hotel , 5,2 M,und dort den Winner Creek Trail entlang.
Da wir bis dahin noch nix vom Wildlife mitbekommen haben, „müssen“ wir in den Big Game Tierpark ,10$,fahren und holen uns dort einmal einen Vorgeschmack was wir so alles sehen könnten.
Es geht weiter Richtung Hope, wo wir am Porcupine CG, 37,8 M ,14 $,übernachten. Dort viele, viele Mücken.

3. Tag:
Es geht dort der Glam Rock Trail los der uns zu einer sehenswerten Aussicht führt. Da beim Abwaschen auf einmal Wasser aus dem Ausfluss der Duschtasse kommt, merken wir dass wir dumpen müssen. Also nächste Möglichkeit in der Milepost ( die ist im bei Go-North beim Auto dabei) rausgesucht und zu Alyaska Dacha CG, 2,4M, zwar schreckt uns der Preis von 30 $ für dumpen und 2x Duschen schon etwas, aber leichtgläubig wie wir sind zahlen wir, dumpen, duschen und fahren wieder.
Wir tanken für 65 $ in Cooper Landing, 24,5M, und fahren weiter bis Soldotna, 52 M, wo wir bei Fred Meier noch ein paar Sachen einkaufen. Zu unserer Überraschung sehen wir, dass man dort am Parkplatz GRATIS dumpen kann!!!!!
40 Meilen weiter quartieren wir uns am Captn Cook CG, 12 $, ein, lesen von umherstreunenden Bären und genießen einen wirklich schönen Versuch der Sonne unterzugehen (sie hats nicht ganz geschafft).

4.Tag:
Richtung Homer bemühen wir uns etwas der Alaska Range mit den Vulkanen zu sehen, müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass Waldbrände und die damit verbundenen diesigen Sicht, keine Rücksicht auf zahlende Urlaubsgäste nehmen. Wir bleiben dann am Ninilchik CG, 60 M, 10 $

5.Tag:
Wir tanken für 50$ und fahren nach Homer, 42 M. Dort schaun wir uns dass Pratt-Museum an, 8$,, quatschen mit der sehr netten Karten Verkäuferin die uns aus ihren wilden Jahren in Obertauern auf der Skihütte erzählt. Das Museum ist sehr schön aufgegliedert und gefällt uns gut.
Nach dem Spaziergang am Homer-Spit geht’s auf der East-End Road 22 Meilen dahin, man hat unglaubliche Aussicht über Homer, das Meer, die Gletscher und die wunderschöne Landschaft, unseren ersten Elch in freier Wildbahn, lediglich die letzten Meilen auf Schotter hätten wir uns sparen können, da der Nervenkitzel ( steil, hängende Kurven, Schläglöcher) in keinster weise durch die noch folgende Aussicht aufgewogen wurde. War froh keinen Anhänger oder ein Wohnmobil zu fahren.
Wir übernachten am Steelhead CG, 16,9M, 12 $, der einen etwas spröden Charme hat. Dafür sehen wir auf der Wanderung neben dem Fluß viele Weißkopfseeadler.

6.Tag:
Wieder werden wir vom Greywater überrascht, dass in die Duschtasse drängt und so dumpen wir für 5$ beim Beehive CG, 4 M. Zurück Richtung Seward fahren wir über den Skilak Loop, 78M, der zwar Schotter ist, aber keine Probleme macht.
Viele Trails beginnen an dieser Straße, wir nehem den Skilak Look Out Trail und werden mit schöner Aussicht belohnt, die sicher noch schöner ist wenn’s nirgend brennt.
Über Nacht bleiben wir am Hidden Lake CG, 17,9 M, 10 $, der sehr schön ist und auch im See lässt es sich baden( fast nicht kalt J ).

7.Tag:
In Seward, 61,5M, ist leider schlechtes Wetter, wir bummeln trotzdem herum, sehen im Meer Walflossen verschwinden und auftauchen und entdecken zu unserer Freude, dass man Ecke Fourth und S.Harbour (glaub ich), gratis dumpen kann, was wir dann auch prompt machen.
Beim zurückfahren tanken wir wieder in Cooper Landing für 30 $ und fahren zum Exit Glacier,12,1 M. Da wir dort beschließen dass wir aufs Harding Icefield wollen, parken wir am Resurrection Trail Parkplatz, damit wir am nächsten Tag gleich dort sind.

8.Tag:
In der Früh dann wieder die 3 Minuten zum Parkplatz reingefahren, noch niemand da, wir machen uns fertig zum aufstieg. Während meine Frau noch schnell auf die Toilette geht warte ich draußen und hören plötzlich wie sich etwas durch den Wald wälzt. Plötzlich geht ein Schwarzbär gemütlich ca. 15 Meter vor mir vorbei, inspiziert ein bisschen die Picknicktische und Mülleimer und verschwindet wieder im Wald. Mein Pech: Kameraakku LEER.
Der Weg zu Icefield ist schon anspruchsvoll, zahlt sich aber aus, vor allem in der Früh viele Murmeltiere und Artic Ground Squirrels.
Geschafft treten wir die Fahrt nach Anchorage, 131,7M an, tanken noch mal für 30 $ uns schlafen am Parkplatz vom Fred Meier.
Florian77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2009, 21:44   Alaska 2009-eine Rundreise Beitrag #2
Florian77
Newbie
 
Registriert seit: 18.05.2009
Beiträge: 5
Bilder: 3
9.Tag:
Heute ist ein bissl Stadtbummel angesagt, wir parken unseren TC10 um 4 $ für 4 Stunden auf einem öffentlichen Parkplatz und sehen uns Downtown Anchorage an. Das Museum of History and Art ,8$, ist sehenswert und zeigt sehr schön Alaskas Geschichte von damals bis heute. Bevor wir uns wieder aus dem Einbahnchaos in die stilleren Gegenden Alaskas verziehen dumpen wir noch am Ship Creek CG, 8$. Anschließend fahren wir 48,7 M bis zu einem Parkplatz am Weg zum Hatcher Pass und übernachten dort.

10.Tag:
Es geht schön bergauf bis zur Motherlode Lodge, 4,6 M, die gerade geschlossen hat und auf einen neuen Besitzer wartet. Entlang des goldhaltigen Mint-Creeks geht’s 6 Meilen weit Richtung Mint-Glacier, vorbei an riesigen Biberdämmen, leider ohne einen der Bewohner zu sehen. Dafür begleitet uns ein Pfeifkonzert der Murmeltiere die uns aufmerksam beobachten. Da das Wetter nicht so toll ist drehen wir vorzeitig um. Wieder beim Auto fahren wir ein Stückchen Richtung Independence Mine, entschließen uns aber wieder umzukehren , da wir uns nicht sicher sind, ob wir den Hatcher Pass mit unserem Gefährt schaffen.
Über die Wassilla-Fishhook fahren wir bis zu einem Schotterparkplatz kurz vor Talkeetna, 88 M. Ein kurzer Spaziergang mit einem Blick auf den Gipfel des Denali, der kurz durch die Wolken blitzt, rundet den Tag ab.

11.Tag:
Talkeetna ist ein echt schönes Dörfchen hat einiges an Souvenir-Shops zu bieten, wo wir so einiges finden J. Weiter geht’s auf die Petersville Road, 48 M, eine Schotterstraße, die mit unserem Auto aber ganz leicht zu fahren geht. Links und rechts viel schöne Natur, das einzig lästige sind die Baustellen-Trucks die uns mit einem Höllentempo entweder entgegenkommen oder sich, eine meilenweite Staubfahne nachziehend, von hinten anpirschen.
Danach geht’s noch 32 M bis zum Byers Creek CG, 10$,

12.Tag:
Autofahrtag: 63 M nach Cantwell. Dort tanken wir um 101$ und fahren noch ein Stückchen bis zu einem eher windigen Parkplatz um dort zu chillen und zu schlafen. Beim nächsten Mal werden wir aber ein bissl weiter fahren, denn da hätte es schönere Übernachtungsmöglichkeiten gegeben.

13.Tag
Es geht Richtung Denali-National Park, 21 M, dort gleich wieder meine Lieblingsbeschäftigung: Gratis-Dumpen!!!, Wir checken uns ein, schauen uns die Schlittenhundetour an und fahren langsam und Tiere-suchend bis zum Teklanika-CG, (gemeinsam mit einem 3-Tages Busticket und einer reservierten Tour mit dem Shuttlebus zum Wonderlake 135 $). Dort angekommen, noch ein kleiner Spaziergang, bei dem wir auch Tiere sehen oder zumindest Spuren davon: abgenagte Hasenläufe. Am CG werden gerade neue Klos gebaut also wird’s echt nett wann die mal fertig sind, obwohl die behelfsmäßigen Containerklos auch, wie überall in AK, extrem sauber sind.

14. Tag
Bustour zum Wonderlake, viele, viele Tiere. Bären mit Jungen oder ohne, Elche, Rentiere, Adler und allerlei Kleingetier. Wir hatten das Glück einer sehr informativen Busfahrerin und hatten eine sehr lehrreiche Busfahrt. Zum drüberstreuen dann noch den Denali völlig wolkenfrei, wie als Postkartenmotiv.


15. Tag
Diesmal geht’s zu Fuß zuerst in die Cathedral Mountains und danach mit dem Shuttle-Bus zum Eilson-Visitor Center. Nach einer Stärkung geht’s den Alpine-Trail hinauf und dann entlang eines Bergrückens wieder zurück zu Straße, wo uns ein Shuttle-Bus aufklaubt und heimbringt. Bei den Wanderungen wars echt interessant sich zuerst die Route auszusuchen und dann ohne einen fixen Trail diese dann zu gehen. Ist ein tolles Erlebnis.

16.Tag
Wir müssen uns wieder aus dem Denali National Park verabschieden, und quasi zum Abschiedsgruß kommt uns auf der Straße eine Elchkuh mit Kalb entgegen und marschiert in Armeslänge am Auto vorbei. Zum Ausklang wird wieder gratis gedumpt beim Riley-„Supermarkt“. Über Cantwell, 58 M, und die dortige Tanke mit deutscher Tankwärtin, 35$, gehts zum Denali-Highway. Der lässt sich gut fahren. Wir sind etwas erstaunt mit was für einem Tempo manche Motorhomebesitzer dieses über die Schotterpiste jagen, lassen uns vom Temporausch jedoch nicht anstecken, und sehen dafür einiges an Flora und Fauna. Quasi dort wo der Schotter aufhört geht’s links zum Tangle Lake CG, 112 M, der gratis ist. Dort können wir auch einen fleißigen Biber beobachten, der aber leider zu weit weg ohne Teleobjektiv ist, aber mit unserem Feldstecher schaun wir dem riesengroßem Biber ein Zeiterl zu.
Florian77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2009, 22:14   Alaska 2009-eine Rundreise Beitrag #3
Florian77
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Registriert seit: 18.05.2009
Beiträge: 5
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Florian77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2010, 10:31   Alaska 2009-eine Rundreise Beitrag #4
Florian77
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17.Tag
Wir fahren 78,3 M bis zur Gakona Junction, tanken dort für 63 $ und biegen dort nach links auf den TokCut-Off ab. Dort geht es ca. 60 M auf teilweise sehr frostgebeuteltem Asphalt Straße Richtung Nabesbna-Road. Auf dem Weg dorthin muss man wirklich auf die Frostschäden aufpassen, die erreichen teils beachtliche Größe. In der Ferne sieht man die beeindruckenden Wrangell-Mountains mit dem Mt.Saint Elias in der Mitte. Nachdem wir uns beim Rangeroffice über den Zustand der Nabesnaroad informiert haben, fahren wir los. Nach 19 M bleiben wir stehen und gingen den …Trail bis zu Ende. Dort ist gerade eine Schutzhüttegebaut worden. Entlang des Weges locken unzählige Heidelbeerbüsche und laden zu genussvollem Verweilen ein. Ein kleinerer Bach ist zu überqueren, bei der zur Zeit anhaltenden Trockenheit war es aber kein Problem.
Zurück beim Auto beschließen wir die Nabesna Road nicht bis zum Ende zu fahren,da sie bisher nicht sonderlich spektakulär war und suchen uns am Rückweg einen Rastplatz bei der Dead Dog Hill Rest Area.

18.Tag
Am nächsten Tag ein sehr schöner Morgen, wir können Schwäne im nahen Lake beobachten und brechen nach dem Frühstück auf zurück zur Gakona Junction,77 M. Von dort dann 14 M Richtung Süden zur Kreuzung mit dem GlennHWY und dann 146,9 M bis zur Jct. Old Glenn HWY. Während der Fahrt gibt’s sehr viele schöne Ausblicke, jetzt versteh ich auch warum sie dieses 5-Fahrzeuge-hinter-sich-Verbot haben, die Gegend verleitet einfach zum langsamen dahingleiten und schauen, schauen, schauen. Zwischendurch wird noch mal um 30 $ getankt. Wir merken dass wir uns wieder der Stadt nähern, der Sprit wird erheblich billiger.
Wir biegen Richtung Austin Helmers Trail ein,13,7M und Übernachten am dortigen Parkplatz,6$.

19.Tag
Trotz des besch….eidenen Wetters, windig und nass-kalt machen wir uns auf den Austin-Helmers-Trail, ca 4 Std, und werden mit grandiosen Aussichten belohnt. Leider ist es oben wirklich saukalt und sehr windig.
Unten angekommen treffen wir zufällig die Enkelin und Urenkelin des Trailerbauers, die uns noch ein paar interessante Dinge erzählen.
Schönlangsam neigt sich unsere Reise dem Ende zu und wir fahren wieder zurück nach Anchorage,12,5M.Dort verfalle ich in einen Shopping-Wahn und kauf mir in der Sears-Shoppingmall unzählige Dickies-Hosen zu einem sagenhaften Preis.
Genächtigt wird beim Fred-Meyers Parkplatz. Gegenüber ist die Monster-Car-Wash Anlage wo wir uns noch einen Termin für morgen früh ersudern können, da normal Reservierungen nur weit im vorhinaus via Telefon und Internet gemacht werden können.
20.Tag
Waschen des Pick-Ups und Rückgabe des TC10 bei Go-North. Mit dem Taxi dann ins G…Hotel, das wir schon am 1.Tag gebucht haben. Dort endlich langes Duschen mit warmem Wasser. Das Hotel ist recht nett und es gibt am nächsten Tag einen Gratis-Shuttle zum Flughafen mit einem Fahrer der Österreich kennt und zwar als Produzent der Glock-Pistolen, von denen er einige sein eigen nennt.

21.Tag
Am Flughafen noch ein unerwartetes treffen mit dem Bürgermeister und Miss Alaska und Miss Anchorage, die auf einen Besuch der Delegation einer Partnerstadt warten


Fakten:

1815 Meilen gefahren
Ca. 410$ für Benzin
68$ für Campingplätze
Ca 410$ für Einkäufe
Florian77 ist offline   Mit Zitat antworten
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