2.Tag
Um 4am wurde ich wach und konnte auch nicht mehr wirklich einschlafen. Die anderen schliefen noch. Ich entschied mich dann, trotz der tausend Warnmeldungen auf meinem Handy doch meinen Vater mal kurz anzurufen und Bescheid zu sagen, dass alles in Ordnung ist. Das der 1.Tag für mich so schrecklich war, musste er ja nicht erfahren

Dann hätte ich mir nur irgendwelche Belehrungen anhören dürfen und hätte seine Sorge um mich wahrscheinlich nur noch verstärkt. Nachdem das erledigt war schaute ich ein bisschen TV (wow...soviele Sender...soviele gute Filme). Irgendwann wachten die anderen auf. Zum Frühstück gab es die Bagels mit Frischkäse (was anderes war nicht da). Es schmeckt...naja...komisch. Nicht mein Ding. Dann machten wir uns auf Richtung Subway. Wieder durch die gruseligen Straßen. Diesmal wussten wir auch sofort wie wir zum richtigen Bahnsteig kamen und recht fix waren wir in Manhattan. Wir hatten uns vorgenommen Manhattan von unten nach oben "abzuarbeiten"

Als 1. landeten wir im Battery Park. WOW! Ist der schön!! Meine ganze Angst und sämtliche Zweifel vom Vortag war verflogen. Der kleine Park ist wirklich toll und blieb bis heute auch mein "Lieblingspark"

Ich hätte dort den ganzen Tag verbringen können.
Dort fanden wir auch schon den ersten Hotdog-Stand. Den mussten wir natürlich probieren. Ich war anfangs etwas enttäuscht weil das wirklich nur ein kleines Brötchen mit Würstchen und Ketchup oder Senf war. Ich dachte da kommt noch viel viel mehr rauf. Aber trotzdem war er sehr sehr lecker. Das Würstchen schmeckte anders als in Deutschland. Es war erst etwas gewöhnungsbedürftig aber im nachhinein fand ich es besser als hier. Das die Hotdogs dort zu meiner Hauptnahrungsquelle werden sollte ahnte ich da noch nicht.
Weiter ging es Richtung Freiheitsstatue. Nicht lange und wir sahen schon eine laaaaaaange Schlange wartender Menschen. Ich dachte mir gleich das es wohl die Warteschlange zur Fähre für die Statue sein wird. Bevor wir uns anstellten beschloßen wir erstmal den Anfang der Schlange zu suchen. Zum Glück! Wir sind ewig gelaufen. Ich weiß nicht, wie lange die Leute da anstehen mussten, aber es waren bestimmt mehrere Stunden. Darauf hatten wir keine Lust. Das Wetter war fantastisch (die nächsten Tage sollte es regnen) und es war unser 1."richtiger" Tag und wir wollten schließlich was von der Stadt sehen. Also gingen wir weiter zur kostenlosen Staten Island Ferry. Da war viel weniger los. Nach 10 min. Wartezeit ging es auch schon auf die Fähre. Natürlich standen wir auf der Hinfahrt auf der falschen Seite der Fähre und konnten nicht die Freiheitsstatue sehen. Auf Staten Island angekommen wussten wir erst nicht so recht wo wir hinsollten. Dort war zwar eine Karte, aber die ergab für mich keine intressanten Orte zu denen wir hingehen sollten. Dann haben wir uns Sandwiches bei Subway (dort gibt es eine viel größere Auswahl als in Dtl.) geholt und haben uns auf eine Bank mit Blick nach Manhattan gesetzt. Die Aussicht war schon schön. Ich ärgerte mich etwas, das ich meine Kontaktlinsen vergessen hatte. Was soll`s, kann man nun nicht mehr ändern.
Auf dem Rückweg ergatterten wir gleich einen guten Platz auf der "richtigen" Seite der Fähre und konnten die Skyline von New Jersey und New York betrachten. Und natürlich auch die Freiheitsstatue

rechts New Jersey, links New York
Zurück in Manhattan machten wir uns auf den Weg zur Wall Street. Es dauerte nicht lange und wir entdeckten schon den großen Bullen. Da war ganz schön was los. Ein riesiger Menschenandrang. Nach einigen Fotos weiter Richtung Wall Street.
Da kamen wir bei der Trinity Church an. Und gleich in der Straße daneben war die Börse zu entdecken. Die Straße um den Eingang war weiträumig abgesperrt, worüber ich mich erst wunderte, aber dann als logisch empfund.
~ Fotos siehe unten ~ (Ich habe die max. Anzahl der Fotos im Bericht erreicht

Ich füge die Fotos im nächsten Bericht ein.)
Weiter ging es zum Ground Zero. Dieser enttäusche mich etwas. Es war alles blickdicht abgesperrt. Von Fotos kannte ich die alten Fundamente in denen Wasser lief. Davon war nichts zu sehen. Nur der Bau des neuen One World Trade Center war schon mächtig fortgeschritten.
~ Fotos siehe unten ~
Noch einen kurzen Abstecher bei Century 21. Dort kaufte ich mir ein paar Kleinigkeiten. Wir wollten dort aber nicht viel Zeit verbringen und ein anderes mal wiederkommen.
Dann ging es zum Pier 17. Auf dem Weg dahin war eine recht große Straße abgesperrt und viele kleine Stände waren aufgebaut. Ein Straßenmarkt. Wie toll!!

Es gab sehr viele "Fress-Stände" und natürlich die typischen Stände mit T-Shirts und Pullovern. Das Essen dort roch wunderbar. Am liebsten hätte ich zugelangt. Aber da ich einen sehr empfindlichen Magen habe und die Stände nicht sehr hygienisch aussahen verzichtete ich lieber. Ich hatte keine Lust die restlichen Tage im Bett zu liegen. Ein Freund kaufte sich dort gleich unzählige T-Shirts und Pullover mit den typischen "New York"-Aufdruck. Die Preise waren dort wirklich extrem günstig, was wir aber da noch nicht wussten. Mein Freund und ich kauften uns noch nichts. Es war schließlich unser 1. Tag und wir wollten erst das Angebot der nächsten Tage abwarten (was wir letztendlich bereuten).
~ Fotos siehe unten ~
Am Pier 17 war es wunderbar. Die Atmosphäre durch die Holzböden und den Blick auf Brooklyn. Wir gingen kurz in die kleine Mall und setzten uns danach auf eine Treppe mit Blick auf die Brooklyn Bridge und die Skyline von Brooklyn. Es war super. Dort hätte ich noch länger sitzen können.
~ Fotos siehe unten ~
Wir waren nun schon eine Weile unterwegs und waren recht fertig und erschöpft. Langsam wurde es auch Abend und wir wollten nicht im Dunkeln nach Hause durch die "Horror-Straßen". Der Tag war echt wunderbar und schön, aber immer wenn ich an den Heimweg dachte, wurde mir schlecht. Natürlich kam der Gedanke an ein Hotelwechsel...aber von welchem Geld? Und ob man von einem auf den anderen Tag was findet?
Wir wollten über die Brooklyn Bridge "nach Hause" gehen. Den Aufgang zur Bridge fanden wir recht schnell, da ich durch andere Reiseberichte hier im Forum schon wusste, das der nicht direkt am Ufer liegt (Danke!

). Auf der Brücke war es mega voll. Und da uns die Füße schon sehr weh taten schien sie auch kein Ende zunehmen. Wir wollten eigentlich bis zur anderen Seite und von dort dann mit der Subway nach Hause. Von der Brücke aus hatte man eine wunderbare Aussicht.
~Fotos siehe unten~
Als wir am anderen Ende ankamen dauerte es noch ewig bis wir die Brücke verlassen konnten. Ich fand, sie führte sehr weit nach Brooklyn rein. Irgendwann konnten wir endlich runter und machten einen kurzen Stop in einem kleinen Supermarkt. Weiter zur Subway und nach Hause. Froh, zu Hause angekommen zu sein, versuchten wir nochmal ins Internet zu kommen. Und es funktionierte!! Juhuu!!

Wir konnten uns bei Freunden und Verwandten melden das es uns gut geht. Ich konnte mich auch beim Vermieter per Mail melden. Ich war erschöpft und ging dann ins Bett um noch ein bisschen TV zu schauen und einzuschlafen. Es war wirklich ein sehr schöner Tag und alle Zweifel vom Vortag waren vergessen.

--- Fortsetzung folgt ---