Reiseerinnerungen an unseren Wohnmobilurlaub
USA 2010
Vorab: Ich habe weder was gegen Kleinkinder noch Homosexualität.
Grüße und hoffentlich viel Spaß beim Lesen
Tag 1:
(30. Juni 2010)
Gestern sind wir gegen 09:30 Uhr, wie mit Hrn. Klären vom Parkservice ausgemacht, am Flughafen Stuttgart angekommen und haben das Auto übergeben. Parkkosten von 102.- Euro für über 3 Wochen sind mehr als i.O. - 1 Hürde-Aufstehen und zum Flughafen fahren ist gemeistert...
Nach dem Check-in (ich habe die „besten erhältlichen Plätze“ bei der Buchung reserviert) und einem paar Weißwürsten mit vieel WW-Senf (Anja wollte keinen :-) ) ging's zum Gate. Ein kurzer Flug nach London, dort ca. 3 kurze Stunden Aufenthalt und weiter zum boarding unserer Maschine für den Flug London-Las Vegas.
Hier kam dann im Flieger (Boeing 777) eine Überraschung auf uns zu: Vor uns nicht nur ein- sondern gleich zwei Kinder , eines frisch geschlüpft, das andere 3-4 Jahre alt eines arabischen Ehepaares.
Wer mich kennt, weiß nun Bescheid.... somit bestellte ich direkt bei der ersten Runde ein Bier um zu versuchen auf diesem Wege meine Hörorgane etwas zu betäuben...
-Nein, ich bin kein Kinderhasser, Hunde mag ich aber auch ;-)
Mit einem sehr „zwiespältigen“ Gefühl ging's dann los, dass Kind schrie -aber glücklicherweise nicht wie erwartet die ganze Zeit sondern nur ca. 30 Minuten, ein braves Kind denke ich mir.
Die restlichen 8 ¾ Stunden war es ruhig und ziemlich brav, puuuh-Glück gehabt!
Das Essen im Flieger (Reis mit Hühnchen und Salat) war ok, Getränke ebenfalls. Nachdem irgendeine Ratte meine Decke gemopst hat und ich meinen defekten Kopfhörer umgetauscht hatte (und eine neue Decke erhielt) war alles ok soweit. Bei Avatar und irgendeinem Zeichentrickfilm (der übrigens echt gut war) gingen die ersten 2/3 der Reise schnell vorüber.
Angekommen in Vegas suchten wir den Busshuttle, der uns zum Luxor Hotel bringen sollte. Nach ein paar Metern Fußmarsch und 13.- Dollar in cash (Anja´s Bucks - auf Ihre Frage: do you pay cash war der Schlüssel zum Erfolg) wurden wir mit einer Gruppe Mexikanern zusammen in den Bus gepfercht und beim Hotel raus gelassen. Dieses Hotel ist zwar schon älteren Baujahres aber die ägyptische Ausstattung strahlt immer noch einen Hauch von Luxus aus.
Nach dem Einchecken im Hotel (immer schön anstellen) bezogen wir unser Zimmer. Dies war nicht unbedingt das neueste oder als gerade renoviert zu bezeichnen aber ok und im selben Stil gehalten-mit schrägen Fenstern, da alle Pyramiden-Zimmer auf der Außenseite liegen.
Der Bau ist nach oben offen und eigentlich immer noch unglaublich beeindruckend.
Tag 2:
(01. Juli 2010)
Jetzt ging's hoch aufs Zimmer und nur ein paar Minuten ins Bett, einen power nap halten. Na ja, aus den vorgenommenen paar Minuten wurde die ganze Nacht... Wie immer am ersten Urlaubstag ;-))
Nun erstmal unter den Wasserfall und den Muff vom Fliegen abduschen und danach direkt auf die Erkundungstour durchs Hotel. Diese wurde bei MC Donalds für ein lecker Frühstück mit hash browns und pancake sowie einem Fleischküchle, Rührei und Cola unterbrochen.
Dann noch mal schnell im Excalibur 2 Dollar verspielt und ab auf s Zimmer. Der Aufbruch zu Cruise America folgt.
Lt. Anruf um 11:00 Uhr beim Vermieter können wir das RV erst zwischen 01:00 und 03:00 pm übernehmen. Mal sehn...
12:00 Uhr:
Nach einem Zwischenstopp bei Starbucks machen wir uns nun per Taxi auf den Weg zu Cruise America.
Irgendwie fühlen wir uns nach ca. 15 Minuten vom Fahrer etwas übervorteilt, jedoch kommen wir kurz danach ans Ziel.
Nach weiterer Wartezeit ist dann endlich gegen 14:00 Uhr die Übergabe des Fahrzeugs vollbracht und fahren zum nä. Supermarkt.
Eine gute Stunde später und etwa 150.- Dollar ärmer sind wir wieder im Wohnmobil und verstauen die gekauften Notwendigkeiten. Es hat sich als Vorteil herausgestellt, dass Anja die Einkaufsliste bereits zu Hause geschrieben hat...
Nun per Navi und Karte über die 515 auf den HW15 in Richtung Norden.
Einstimmiges Etappenziel wird das Kasino in Virgin River. Hier haben wir schon früher einmal übernachtet, der Ort liegt in angenehmer Entfernung von Las Vegas.
Geparkt, Aggregat an, Aggregat aus, heiß....
Das Stromaggregat springt an und geht gleich wieder aus, oje-es wird heißer hier drin.
Auch der Außencheck bringt nichts, Anja schlägt vor, die BA des RV's zu studieren. Treffer, der Tank ist unter 3/8 und deshalb läuft das Ding nicht. Also kurz die 100 m den Parkplatz runter zum Tanken gefahren, aufgefüllt und wieder zurück.
Alles ok nun, Aggregat läuft, Strom da und die AC kühlt jetzt auch.
Im Casino unten gibt's gegen 18.30 Uhr „all you can eat“ vom Büfett, wir stillen unseren Appetit.
Danach im leicht warmen RV den Generator an und die AC gestartet-herrlich!!!!
Ein kurzes Nickerchen von 2 h und wieder ins Kasino um ne Runde zu spielen und kaltes zu trinken (unser Kühlschrank kühlt noch nicht richtig...).
Anja hat an den 1-Cent!!-Automaten eine Glückssträhne. Mir ist Fortuna nicht wohlgesonnen und so trinke ich mein Bud während sich die Dame am Einarmigen amüsiert.
Tag 3:
(02. Juli 2010)
Gegen 12:00 Uhr Nachts machen wir uns auf in die Koje, Klima noch kurz gestartet und dann gute Nacht.
Wir schlafen schnell ein und ich wache nach kurzer Zeit wieder auf, Anja ebenso. Es ist soo heiß und die Trucks geben ebenfalls Ihr bestes. Die Fahrer pennen wohl mit laufendem Motor um die Klimaanlage zu betreiben. Anders kann man es wohl in den Kabinen auch nicht aushalten. Dazu dröhnen noch die Aggregate der Kühlauflieger im Takt.
Um 04:00 Uhr bin ich hellwach und ärgere mich über den nicht funktionierenden Kühlschrank. Schöne Scheiße denke ich mir.....
Nach intensiven Studien der Gebrauchs und Störbehebungsanweisung sowie Außenarbeiten an den rückseitigen Innereien des Kühlgerätes (die natürlich erfolglos bleiben) breche ich ab. Erste Versuche mit der Hotline des Vermieters per Handy Kontakt aufzunehmen scheitern. Ein Festnetztelefon muss her.
Um 05:30 Uhr ist Anja auch wach und ich bitte Sie, den Kühlschrank nach der BA zu bedienen. Ich bin irgendwie froh, dass dies auch Erfolglos bleibt. Will ja nicht als Depp dastehen…
Wir beschließen, dass Telefon an der Tanke zu benutzen.
Anziehen, runter marschieren -jetzt ruf ich die Nummer an und erkläre dem freundlichen Operator das Problem. Er stellt mich nicht als kompletten Idioten dar und ist recht freundlich.
Nachdem ich unseren Standort durchgegeben habe meinte er hörbar lächelnd, es ist ja gerade 05:30 in Nevada... Er versprach, bis gegen 08:00 Uhr eine Werkstatt zu finden, die den Kühlschrank reparieren könnte. Ich soll Ihn dann anrufen, um neue Infos zu bekommen. Schau mer mal...
Nun zurück, erstmal Kaffee gebraut und gefrühstückt. Einkaufsliste für den Hiesigen Walmart erstellt und die Entfernung Virgin River-Salt Lake City festgestellt: über 500 Km wären das zur nä. Cruise American Filiale.
Noch ein Kaffee........
Pünktlich wie die Maurer sind wir gegen 08:00 Uhr am öffentlichen Telefon unten an der Tanke und ich rufe meine Kumpels an der Cruise America Hotline an.
Nach ca. 10 Minuten in der Warteschleife endlich jemand, der neue Infos hat:
Wir sollen zum nä. RV_Reparaturbetrieb in St. George fahren: Dies sind ca. 60 Km, eine leichte Besserung unserer Stimmung ist spürbar.
Angekommen bei Mr. Lustig's Betrieb schaut der Mechaniker nach ner halben Stunde nach dem Gerät und misst diverse Leitungen durch. 1. Diagnose: mit Strom aus der Steckdose tut sich was, mit Gas immer noch nix...
Jetzt wird der „Computer“ per Testprogramm durchgetestet. Resultat:
Elektronische Steuerplatine lt. Fehlercode im Eimer.
Die Steuerplatine ist eine von 3 Möglichkeiten, die der Hersteller verbaut hat-und diese ist hier vor Ort nicht vorrätig....
Rückruf bei Cruise America und dann weiter nach Spanish Fork zu Millers RV. Die haben lt. Hrn. Lustig das Teil vorrätig. 100 Meilen vor der Ortschaft rufe ich gegen 15:00 nochmal Lustig an, der uns bei Millers auf 04:00 pm anmeldet.
Angekommen telefonier ich mal wieder, diesmal mit Cruise America, die Zusage der Kostenübernahme muss her. Das ist geklärt, Darwin (der Mechaniker) tauscht das Board aus.
genauso wenigStimmung gegen Null: Das Teil funktioniert genauso wenig, shit.
Wir tauschen das Bedienpanel auch noch: Keine Verbesserung. Nun noch die Kombination neues panel altes board, auch nix... bullshit.
Darwin und ich messen und überbrücken alles mögliche-ich bin demnächst ausgebildeter Kühlschranktechniker....
nochmals die Fehlercodes per Diagnose prüfen, alles wie gehabt. Darwin und ich brechen gegen 06:30 pm ab. Er ruft dann am nä. Morgen dann Norcold, den Hersteller an um das Problem zu beschreiben und einen Lösungsansatz zu bekommen.Wir vereinbaren, uns um 08:00 am auf dem Firmengelände zu treffen und fahren 2 mls. weiter zum nä. Walmart um einzukaufen und dort zu übernachten.
Ich schlummere bald weg und wache gegen 10:30 pm auf als Anja in's Bett kommt. Eine herrliche Nacht-wir haben wunderbar durchgeschlafen.
To be continued...